Rezensiert von Hans-Dieter Kübler


Als Anfang der 1960er Jahre Elihu Katz, David Foulkes u. a. mit einer eher funktionalistischen Perspektive die vor allem für die demoskopische Mediennutzungsforschung wichtigen Ratings und Publikumswerte in Fokus rückten, relativierten sie nicht nur die bis dato vorrangig geltende Dominanz der kausalistischen Medienwirkungsforschung und attestierten den Rezipienten eine aktive Rolle bei der Mediennutzung und -wahrnehmung, sie generierten auch eine Reihe prominenter Forschungsansätze wie den Uses-and-Gratifications-Approach. Mit dem umgedrehten Motto “Was machen die Menschen mit den Medien?” inspirierten sie einen attraktiven Forschungsimpetus. Wenn nun die Autoren dieser brillianten Skizze zur Begründung einer “praxistheoretischen Perspektive für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung”, dazu einladen, angesichts gänzlich veränderter Verhältnisse über Zusammenhänge zwischen Menschen und Medien neu nachzudenken und damit die paradigmatische Perspektive “ein zweites Mal, vom Kopf auf die Füße zu stellen”, dann wird es sich zeigen müssen, ob die simple Konjunktion “und” dafür ausreicht. Mehr










