Rezensiert von Beatrice Dernbach


Carsten Brosda und Daniel Müller haben ihrem Mentor Horst Pöttker ein außergewöhnliches Geschenk gemacht: Ihr Band vereint nicht Reminiszenzen von zwei Dutzend Weggefährten, sondern 18 Beiträge, die der Wissenschaftler selbst verfasst hat. Ein Format, das seiner beruflichen Ernsthaftigkeit und seinem Ethos bemerkenswert gerecht wird; es ermöglicht den tieferen Blick in die Jahrzehnte seines wissenschaftlichen Denkens. Die Auswahl ist den beiden Herausgebern sicher nicht leicht gefallen. Sie haben die 18 Publikationen in vier Kapitel unterteilt: 1. Theorie des Journalismus, 2. Journalistische Berufsethik, 3. Geschichte des Journalistenberufs und 4. Zukunft des Journalistenberufs. Eine kleine kritische Anmerkung vorab, um einmal erwähnt und damit abgehakt zu sein: Dass die bibliografischen Erstverweise gesammelt am Ende stehen statt direkt bei den Beiträgen, erschwert die Orientierung. Auch verzichten Brosda und Müller darauf, die Texte in ihren historischen oder wissenschaftstheoretischen Kontext einzuordnen. Ihre Einleitung dient daher als zentrale Orientierungshilfe – und erfüllt diese Aufgabe solide. Mehr










