Rezensiert von Beatrice Dernbach


Christian Schicha, Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg, zählt zu den ausgewiesenen Experten für Medienethik. Sein 2025 erschienener Band Kommunikationsethik empfiehlt sich für Studierende, Lehrende und Praktiker und ergänzt das gemeinsam mit Carsten Brosda herausgegebene Handbuch Medienethik sowie seinen Band Medienethik. Während das nach wie vor zentrale Handbuch vielfältige theoretische Ansätze und Perspektiven bündelt, führt Schicha nun als Alleinautor durch Grundlagen, Kontroversen, Debattenräume und Lösungsansätze. Die Einleitung beginnt mit einem zwölfzeiligen Zitat und enthält auf den folgenden Seiten zahlreiche, teils überlange Fremdzitate. Im folgenden Abschnitt skizziert der Autor den Aufbau des Bandes und endet mit einer Danksagung, die eigentlich in ein Vorwort gehört. Die Chance, pointiert in das Thema einzuführen, bleibt also ungenutzt. Deshalb bietet sich der Einstieg ins erste Hauptkapitel I “Grundlagen” an. Aber auch hier werden im Unterkapitel 2 ethische Konzepte nur skizziert und nicht als Basis für die später folgenden konkreten Fälle ausgeführt. Die starke Zitatorientierung erschwert den Lesefluss, da Einbettungen und argumentative Zusammenhänge im selbst formulierten Text oft fehlen. Mehr










