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Vincent Fröhlich, Annette Simonis (Hrsg.): Mythos und Film

Rezensiert von Stefan Schroeder

Einzelrezension
Wenn, laut Roland Barthes, alles zum Mythos werden kann, so mag auch jedem Kunstwerk eine mythische Qualität anhaften. So amorph ist denn auch die Ausgangsbasis des vorliegenden Sammelbandes, was hier keineswegs als Kritik aufgefasst werde, ist es doch die logische Konsequenz eines zeitgenössischen, erweiterten Mythenbegriffes, der alles im kollektiven Gedächtnis Bedeutungstragende in sich vereint. Mehr

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Kristina Jaspers, Nils Warnecke, Gerlinde Waz, Rüdiger Zill (Hrsg.): Future Worlds

Rezensiert von Stefan Schenk-Haupt

Einzelrezension
Der Band Future Worlds ist entstanden als Begleitbuch zur Ausstellung "Things to Come" (2016) des Museums für Film und Fernsehen sowie des Einstein Forums. Zur Vorbereitung der Beiträge wurde im Vorfeld ein Symposium abgehalten. Während sich die Ausstellung ganz allgemein um Zukunftsentwürfe sowohl aus dem künstlerischen Bereich als auch aus den Natur- und Sozialwissenschaften drehte, bleibt das Buch "aus pragmatischen Gründen“, wie die Herausgeber sagen, auf Darstellungen "im filmtheoretischen Bereich“ beschränkt. Mehr

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Michael Walter: Oper. Geschichte einer Institution

Rezensiert von Peter Schütze

Einzelrezension
Die Oper sei "keine musikalische, sondern eine theatralische Gattung" lässt uns der Autor – Professor für Musikwissenschaft an der Universität Graz – gleich im Vorwort wissen. Gegen diesen Satz lassen sich Einwände erheben, zumindest aber klärt er, worum es hier geht. Wer sich darauf spitzt, seine musikalischen Horizonte zu erweitern, oder seinen Opernführer beiseite legen möchte, ist falsch beraten, wenn er zu diesem Buch greift. Und doch hat es das Zeug, zu einem Standardwerk zu werden. Mehr

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Joseph Garncarz: Medienwandel

Rezensiert von Florian Krauß

Einzelrezension
Medienwandel: Der Titel lässt an aktuelle Medienumbrüche oder zumindest -transformationen, an Konzentrations- und Konvergenzprozesse im Zusammenhang mit "Digitalisierung“ denken. Der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftler Joseph Garncarz, der als Privatdozent an der Universität Köln lehrt, fokussiert sich allerdings auf Film- und Fernsehgeschichte im 20. Jahrhundert. Mit dieser Schwerpunktsetzung geht ein recht pragmatisches Verständnis von Medien als Programmträger einher. Der Autor orientiert sich an der "dominanten Verwendung in der Alltagssprache“ und hebt sich so von breiteren bzw. abstrakteren Begriffsdefinitionen ab, die seiner Ansicht nach den Gegenstand der Medienwissenschaft verwässerten. Mehr

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Gabriele Goderbauer-Marchner, Thilo Büsching: Social-Media-Content

Rezensiert von Ralf Spiller

Einzelrezension
Die Onlineauftritte von traditionellen Printpublikationen wie Bild, Spiegel und Welt sind vielen bekannt. Weniger bekannt ist, dass neue Onlineplattformen, die ebenfalls interessante Inhalte liefern, diesen zum Teil den Rang abgelaufen haben. So gehörte die Onlineplattform Heftig.de, die mit dem Slogan wirbt "Dinge, die wichtig sind. Erzähl sie weiter!“, im April 2014 zu den beliebtesten Seiten im Netz. Mit gerade mal 90 Artikeln erreichte sie insgesamt 2,356 Mio. Likes, Shares und Tweets. Spiegel Online und Bild.de brauchten insgesamt 6.000 Artikel, um auf 2.618 Mio. Likes, Shares und Tweets zu kommen (Schröder 2014). Mehr

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Hubert Knoblauch: Die kommunikative Konstruktion der Wirklichkeit

Rezensiert von Oliver Bidlo

Einzelrezension
Konstruktivistische Ansätze in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften haben mittlerweile eine ansehnliche Tradition und eine entsprechend vielseitige Ausgestaltung. Dabei muss zumindest kurz erwähnt werden, dass Konstruktivismus nicht gleich Konstruktivismus ist. So muss man z. B. vor allem den radikalen Konstruktivismus vom sozialen Konstruktivismus unterscheiden. Und um den Letztgenannten in der Tradition Berger/Luckmanns geht es in dem vorliegenden Buch. Mehr

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Andrea Figl: Webdoku

Rezensiert von Sebastian Köhler

Einzelrezension
Ein Film sei schwer zu erklären, weil er leicht zu verstehen sei, sagte einst der Filmtheoretiker Christian Metz. Dieses treffende Bonmot zu Ambivalenzen des Audiovisuellen findet sich auch in Andrea Figls praktischem Lehrbuch (165). Wobei es hier natürlich nicht (nur) um Filme geht, sondern um die Ensembles von Kommunikaten, die für "Webdokus" als relativ neuem Genre prägend wurden und werden. Andrea Figl arbeitet als Filmemacherin, Autorin und Produzentin in Frankfurt am Main und in Wien. Sie hat offenbar einen weiten und tiefen Hintergrund, sodass ihr Buch in vieler Hinsicht anregend ist. Mehr

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Katarina Werneburg: Print Is ‘Easy’, Online Is ‘Tough’

Rezensiert von Michael Nitsche

Einzelrezension
Die Rezeption von Medien hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Neben den traditionellen Printmedien gewinnen elektronische Medien zunehmende Verbreitung. Herausgeber von Publikationsorganen haben hierauf mit der Bereitstellung sogenannter "crossmedialer“ Angebote reagiert, sie ergänzen das traditionelle Angebot von Zeitungen und Journalen durch Websites und Tablet-Apps. Mehr

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Frank Westerman: Reden. Reden? Reden!

Rezensiert von Judith Pies

Einzelrezension
"Am Tag 16 – nach einer Belagerung von 360 Stunden – kommen Bob Solisa und seine Freunde mit erhobenen Händen nach draußen. […] Sie sind erschöpft. Mürbe geklopft. An die Wand geredet.“ (76) An die Wand geredet von einem Psychiater, den der niederländische Staat engagiert hat, um eine Zugentführung militanter Süd-Molukken im Jahr 1975 gewaltfrei zu beenden. Dieses Ereignis ist der Ausgangspunkt für Westermans Reportage, in der er der Frage nachgeht, ob "wir überhaupt eine verbale Verteidigung gegen Terror haben.“ Mehr

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Michael Hollmann, André Schüller-Zwierlein (Hrsg.): Diachrone Zugänglichkeit als Prozess

Rezensiert von Harald Bader

Einzelrezension
"Warum ist nicht alles schon verschwunden?“, fragte der Medientheoretiker Jean Baudrillard, und eine Antwort könnte lauten: Weil es Bibliothekare und Archivare gibt, die sich darum bemühen, die ungeheure Textproduktion der Gegenwart für die Zukunft zu bewahren. Warum und vor allem wie sie das in einem Medienumbruch hin zum Digitalen bewerkstelligen, untersucht der vorliegende Sammelband. Mehr

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