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Joseph Garncarz: Medienwandel

Rezensiert von Florian Krauß

Einzelrezension
Medienwandel: Der Titel lässt an aktuelle Medienumbrüche oder zumindest -transformationen, an Konzentrations- und Konvergenzprozesse im Zusammenhang mit "Digitalisierung“ denken. Der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftler Joseph Garncarz, der als Privatdozent an der Universität Köln lehrt, fokussiert sich allerdings auf Film- und Fernsehgeschichte im 20. Jahrhundert. Mit dieser Schwerpunktsetzung geht ein recht pragmatisches Verständnis von Medien als Programmträger einher. Der Autor orientiert sich an der "dominanten Verwendung in der Alltagssprache“ und hebt sich so von breiteren bzw. abstrakteren Begriffsdefinitionen ab, die seiner Ansicht nach den Gegenstand der Medienwissenschaft verwässerten. Mehr

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Gabriele Goderbauer-Marchner, Thilo Büsching: Social-Media-Content

Rezensiert von Ralf Spiller

Einzelrezension
Die Onlineauftritte von traditionellen Printpublikationen wie Bild, Spiegel und Welt sind vielen bekannt. Weniger bekannt ist, dass neue Onlineplattformen, die ebenfalls interessante Inhalte liefern, diesen zum Teil den Rang abgelaufen haben. So gehörte die Onlineplattform Heftig.de, die mit dem Slogan wirbt "Dinge, die wichtig sind. Erzähl sie weiter!“, im April 2014 zu den beliebtesten Seiten im Netz. Mit gerade mal 90 Artikeln erreichte sie insgesamt 2,356 Mio. Likes, Shares und Tweets. Spiegel Online und Bild.de brauchten insgesamt 6.000 Artikel, um auf 2.618 Mio. Likes, Shares und Tweets zu kommen (Schröder 2014). Mehr

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Hubert Knoblauch: Die kommunikative Konstruktion der Wirklichkeit

Rezensiert von Oliver Bidlo

Einzelrezension
Konstruktivistische Ansätze in den Sozial- und Kommunikationswissenschaften haben mittlerweile eine ansehnliche Tradition und eine entsprechend vielseitige Ausgestaltung. Dabei muss zumindest kurz erwähnt werden, dass Konstruktivismus nicht gleich Konstruktivismus ist. So muss man z. B. vor allem den radikalen Konstruktivismus vom sozialen Konstruktivismus unterscheiden. Und um den Letztgenannten in der Tradition Berger/Luckmanns geht es in dem vorliegenden Buch. Mehr

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Andrea Figl: Webdoku

Rezensiert von Sebastian Köhler

Einzelrezension
Ein Film sei schwer zu erklären, weil er leicht zu verstehen sei, sagte einst der Filmtheoretiker Christian Metz. Dieses treffende Bonmot zu Ambivalenzen des Audiovisuellen findet sich auch in Andrea Figls praktischem Lehrbuch (165). Wobei es hier natürlich nicht (nur) um Filme geht, sondern um die Ensembles von Kommunikaten, die für "Webdokus" als relativ neuem Genre prägend wurden und werden. Andrea Figl arbeitet als Filmemacherin, Autorin und Produzentin in Frankfurt am Main und in Wien. Sie hat offenbar einen weiten und tiefen Hintergrund, sodass ihr Buch in vieler Hinsicht anregend ist. Mehr

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Katarina Werneburg: Print Is ‘Easy’, Online Is ‘Tough’

Rezensiert von Michael Nitsche

Einzelrezension
Die Rezeption von Medien hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Neben den traditionellen Printmedien gewinnen elektronische Medien zunehmende Verbreitung. Herausgeber von Publikationsorganen haben hierauf mit der Bereitstellung sogenannter "crossmedialer“ Angebote reagiert, sie ergänzen das traditionelle Angebot von Zeitungen und Journalen durch Websites und Tablet-Apps. Mehr

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Frank Westerman: Reden. Reden? Reden!

Rezensiert von Judith Pies

Einzelrezension
"Am Tag 16 – nach einer Belagerung von 360 Stunden – kommen Bob Solisa und seine Freunde mit erhobenen Händen nach draußen. […] Sie sind erschöpft. Mürbe geklopft. An die Wand geredet.“ (76) An die Wand geredet von einem Psychiater, den der niederländische Staat engagiert hat, um eine Zugentführung militanter Süd-Molukken im Jahr 1975 gewaltfrei zu beenden. Dieses Ereignis ist der Ausgangspunkt für Westermans Reportage, in der er der Frage nachgeht, ob "wir überhaupt eine verbale Verteidigung gegen Terror haben.“ Mehr

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Michael Hollmann, André Schüller-Zwierlein (Hrsg.): Diachrone Zugänglichkeit als Prozess

Rezensiert von Harald Bader

Einzelrezension
"Warum ist nicht alles schon verschwunden?“, fragte der Medientheoretiker Jean Baudrillard, und eine Antwort könnte lauten: Weil es Bibliothekare und Archivare gibt, die sich darum bemühen, die ungeheure Textproduktion der Gegenwart für die Zukunft zu bewahren. Warum und vor allem wie sie das in einem Medienumbruch hin zum Digitalen bewerkstelligen, untersucht der vorliegende Sammelband. Mehr

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Stefan Neuhaus, Uta Schaffers (Hrsg.): Was wir lesen sollen

Rezensiert von Anne-Rose Meyer

Einzelrezension
Der Titel des Bandes bringt eine der heutzutage zentralen Problematiken im Umgang mit Literatur auf den Punkt: Was wir lesen sollen ist keineswegs leicht und eindeutig zu bestimmen. Schließlich nimmt die Zahl veröffentlichter Bücher mit jedem Jahr zu. Fragen danach, was Kinder in der Schule, was Studierende an Universitäten lesen, welche historisch-kritischen Editionsprojekte gefördert werden sollen, sind Gegenstand feuilletonistischer Debatten, didaktisch-literaturwissenschaftlicher Kontroversen und Auseinandersetzungen in den sozialen Medien. Und das ist unbedingt zu begrüßen, denn was in einer Gesellschaft in einer bestimmten Zeit als ein 'gutes‘ Buch gilt, bestimmt das Leseverhalten vieler mit und hat starken Einfluss auf Prozesse der Kanonisierung und auf die Entwicklung von Curricula. Mehr

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Hans Arnold: Das Magische des Films

Rezensiert von Christiane König

Einzelrezension
Heiko Christians gibt 2017 Hans Arnolds Dissertationsschrift Das Magische des Films. Ein Beitrag zur Frage der Wirksamkeit magischer Einflüsse in der Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung des Films heraus. Die Publikation, die Arnolds 1949, also kanpp sechzig Jahre zuvor, an der an der Philosophischen Fakultät der Universität München einreichte, erscheint in der der Reihe Metabasis des transcript Verlags. Mehr

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Johanna Haberer, Friedrich Kraft: Evangelische Publizisten

Rezensiert von Johanna Kallies-Bothmann

Einzelrezension
Johanna Haberer und Friedrich Kraft ermöglichen in ihrem 2016 herausgegebenen Buch einen Überblick über 19 evangelische Publizisten vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart: Martin Luther, August Hermann Francke, Johann Hinrich Wichern, August Hermann Hinderer, Focko Lüpsen, Hanns Lilje, Adolf Sommerauer, Robert Geisendörfer, Liselotte Nold, Bernhard Klaus, Eberhard Stammler, Jörg Zink, Gerhard Meier-Reutti, Gerd Albrecht, Walter Schricker, Paul Rieger, Gerhard E. Stoll, Kurt Rommel und Michael Schibilsky. Mit der Auswahl der porträtierten Theologen in der beachtlichen Zeitspanne von 500 Jahren werden unterschiedliche Phasen und Arbeitsfelder veranschaulicht sowie die Vielfältigkeit des Publizierens verdeutlicht. Mehr

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