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Michael Jäckel, Gerrit Fröhlich, Daniel Röder: Medienwirkungen kompakt

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Einzelrezension
Dass Medien wirken, ist eine kaum mehr bezweifelte Binse, sowohl für das Laien- als auch für das wissenschaftliche Verständnis. Nur wie, wodurch und worauf sie dies tun und wie man dies zumindest annähernd identifizieren und analysieren kann, darüber diskutieren und streiten die wissenschaftlichen Disziplinen, zumal es recht viele sind, die sich bei dem diffusen Gegenstandsfeld aufgerufen sehen. Neben der primär angesprochenen Kommunikationswissenschaft sind es, seit Medien fast omnipräsent sind, alle Sozialwissenschaften, vor allem Psychologie, Sozialpsychologie und Soziologie, aber auch andere Geisteswissenschaften wie Medienwissenschaft, die Literatur- und Sprach- sowie die Geschichtswissenschaft. Und jede von ihnen hat ihre eigenen Erkenntnisinteressen, Zugänge und Methoden, mit einem engen oder einem weiten Begriff von Wirkung, einem ausschließlich empirischen oder auch heuristischen Ansatz, um die weitesten Pole zu markieren. Mehr

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Matthias Potthoff (Hrsg.): Schlüsselwerke der Medienwirkungsforschung

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Matthias_Potthoff_Schluesselwerke-bearbEinzelrezension
Sammlungen und knappe Darstellungen von Schlüsselwerken oder Klassikern einer bestimmten Disziplin haben in den Sozialwissenschaften offenbar Konjunktur, wie Herausgeber Matthias Potthoff in seinem Vorwort zu den Schlüsselwerken der Medienwirkungsforschung betont. Lehrende können mit ihnen – angesichts einer unentwegt zerfasernden Spezialisierung der Forschung – den ehrwürdigen Anspruch eines anerkannten Fachverständnisses, wenn nicht gar einer Kanonbildung aufrecht erhalten. Die Studierenden, von denen wohl nur noch die wenigsten an der Erarbeitung der Tradition und Breite einer ganzen Disziplin interessiert sind, können sich so schnell einen kompakten Überblick über unumgängliche Grundlagen verschaffen. Entsprechend sehen die Verlage in dieser Readergattung neben den obligatorischen Handbüchern ein passables, absatzträchtiges Format, um jenen Bedürfnissen entgegenzukommen. Mehr

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Eva Baumann: Die Symptomatik des Medienhandelns

Rezensiert von Nicole Zillien

Einzelrezension
Die Krankheitsbilder Anorexie, Bulimie und psychogene Adipositas werden üblicherweise unter dem Begriff der Essstörungen subsumiert, welche insbesondere unter jüngeren Frauen eine verbreitete chronische Erkrankung darstellen. Dabei wird – bei Magersucht und Ess-Brech-Sucht ebenso wie bei anfallartigem Überessen – sowohl in Alltagsgesprächen als auch im wissenschaftlichen Diskurs von einer medialen Einflussnahme ausgegangen. Die Annahme ist, dass die überschlanken Medienvorbilder als Körperideal dienen und auf Rezipientenseite zu Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper und im Extremfall zu krankhaften Essstörungen führen. In ihrer empirischen Arbeit Die Symptomatik des Medienhandelns führt Eva Baumann aus, dass diese Vorstellung eines linearen Zusammen- hangs von Ursache und Wirkung dem komplexen Wechselverhältnis von Mediennutzung und Essverhalten nicht gerecht wird. Mehr

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