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Visuelle Kommunikationsforschung

Rezensiert von Irmgard Wetzstein

Visual-FramingSammelrezension
Visuelle Kommunikationsforschung hat sich in den vergangenen Jahren als Fachbereich innerhalb der Medien- und Kommunikationswissenschaft etabliert. Dass das auch für den deutschsprachigen Raum gilt, ist nicht zuletzt der Arbeit der DGPuK-Fachgruppe Visuelle Kommunikation zu verdanken, deren derzeitige Sprecherinnen Stephanie Geise und Katharina Lobinger mit Visual Framing. Perspektiven und Herausforderungen der Visuellen Kommunikationsforschung und Bilder. Kulturen. Identitäten. Analysen zu einem Spannungsfeld Visueller Kommunikationsforschung zwei Sammelbände herausgegeben haben, welche Visuelle Kommunikationsforschung sowohl in das medien- und kommunikationswissenschaftliche Fach einbetten, als auch deren (notwendige) inter- und transdisziplinäre Zugänge thematisieren. Mehr

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Unternehmenskommunikation

Rezensiert von Christoph Moss

Sammelrezension
Kommunikation ist zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden. Viele Beispiele zeugen davon, dass mangelnde oder mangelhafte Kommunikation existenzbedrohende Folgen haben kann. Gleichzeitig ist Unternehmenskommunikation sehr komplex. Auf der einen Seite müssen Kommunikatoren ihr Tun rechtfertigen. Dazu brauchen sie belastbare Zahlen und Ergebnisse. Auf der anderen Seite verändern sich permanent die Parameter vor dem Hintergrund eines dramatischen Wandels von Nutzergewohnheiten. Die grundsätzliche Frage dabei ist: Wen wollen Unternehmen auf welche Weise mit welcher Botschaft erreichen? Strategie, inhaltliche Konzeption und klare Zieldefinition sind die notwendigen praktizistischen Hilfsmittel. Aber auch die Kommunikationswissenschaft muss sich mit den drängenden Fragen dieser Disziplin auseinandersetzen. Claudia Mast legt dazu die inzwischen fünfte Auflage ihres Buchs Unternehmenskommunikation vor. In diese Betrachtung passt die Arbeit von Carmen Junge Zusammenarbeit fördern – Kommunikationsbarrieren überwinden. Schnittstellenkommunikation im Unternehmen. Mehr

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Zur Geschichte des Hörfunks in der DDR

Rezensiert von Andy Räder

HörfunkDDR_onlineSammelrezension
Als der Hörfunk, der in den 1930er Jahren die “Schwelle zum Massenmedium” überschritt, ohne tief greifende Zäsur in den 1960er Jahren durch den Siegeszug des Fernsehens als prägendes Massenmedium abgelöst wurde, war der Radiohimmel über Deutschland längst geteilt. In der Bundesrepublik konnten sich die einzelnen Landesanstalten vergleichsweise eigenständig entwickeln. Dagegen war der Hörfunk in der DDR zentralisiert und maßgeblich parteipolitisch geprägt. Mehr

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Medien der Nation

Rezensiert von Christoph Raetzsch

Sammelrezension
Zu Ironie der Geschichte gehört, dass nach ihrem von Francis Fukuyama postulierten Ende die Nation als geschichtlicher Akteur wichtiger denn je geworden ist. Obwohl Fukuyama mehr Schelte als Lob für seine Thesen erntete, bleibt doch festzuhalten, dass nationale Identität in Zeiten globalisierter Güter- und Risikoverteilung der ständigen Mobilisierung bedarf. Die Nation kann sich, mit wenigen Ausnahmen, vielerorts nicht mehr auf jene naturalisierte Selbstverständlichkeit berufen, mit der sie aus den Umwälzungen des 18. und 19. Jahrhunderts als neue soziale und politische Organisationsform hervortrat. Ausgehend von Benedict Andersons Studie Imagined Communities ist sowohl in der Politikwissenschaft als auch in der Journalismusforschung die Rolle der (Massen-) Medien für die Konstitution nationaler Identitäten fester Bestandteil der Forschungsliteratur geworden. Allerdings tritt mit der zunehmenden globalen Präsenz medial vermittelter Nationenbilder nicht nur eine eine Erosion, sondern auch eine Erstarkung jener partikularen Identitäten hervor, die wiederum durch mediale Strategien entweder befördert oder revidiert werden. Mehr

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Bildtheorien aus Frankreich

Rezensiert von Jonas Zipf

Sammelrezension
Bildwissenschaft oder Visual Studies? Teilbereich der Kunstgeschichte oder Ausweitung des Bildbegriffs? Digitale Revolution und mediale Bilderflut sind die Gegenstände des Basler interdisziplinären Nationalen Forschungsschwerpunkts Bildkritik (NFS) eikones. Wie immer beginnt die Suche mit der Frage nach der zugrunde liegenden Methodik: Was ist, was kann ‘Bildkritik’ bzw. ‘Bildwissen-schaft’? Der im letzten Jahr erschienene Doppelband Bildtheorien aus Frankreich wagt einen unsystematischen Seiten- blick. Die Herausgeber Emmanuel Alloa, Kathrin Busch und Iris Därmann verfolgen eine zentrale These: Mit dem Blick auf französische Theorien und Texte zum Thema Bild- wissenschaft könnte der ‘Iconic Turn’ auch im deutschsprachigen Raum neu bewertet werden – und somit entweder eine nach- trägliche historische Legitimation erfahren oder als modischer ‘Turn’-Ismus entlarvt werden. Mehr

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Populäre Kultur und Medien

Rezensiert von Merle-Marie Kruse

Sammelrezension
“Obwohl wir von populärer Kultur und Medien geprägt sind und diese zugleich ständig prägen, gibt es im deutschsprachigen Wissenschaftsraum nur wenige dezidierte, systematische und explizite Untersuchungen dieser Zusammenhänge. Noch immer stehen wir am Anfang der Analyse und Kritik populärer Kultur und ihrer medialen Formen”, heißt es zur Reihe “Populäre Kultur und Medien“ im LIT-Verlag, deren Herausgeber Christoph Jacke und Martin Zierold gleichzeitig Gründer der „AG Populärkultur und Medien“ innerhalb der „Gesellschaft für Medienwissenschaft“ (GfM) sind. Dem Desiderat einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten medienvermittelter populärkultureller Phänomene nehmen sich die Bände 1 und 2 der besagten Reihe an: Christoph Jackes Einführung in Populäre Musik und Medien fokussiert aus einer medienkulturwissenschaftlichen Perspektive den Bereich Popmusik als „Herzstück[s]“ (12) der Popkultur und streift dabei ganz unterschiedliche Themenfelder. Der von Christoph Jacke, Jens Ruchatz und Martin Zierold herausgegebene Tagungsband Pop, Populäres und Theorien enthält Diskussionsbeiträge und gegenstandsbezogene Beispiele zur Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die Erforschung populärer Kultur. Mehr

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Radio in Wissenschaft und Praxis

Rezensiert von Margareta Bloom-Schinnerl

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Radio – obwohl von vielen als gestrig angesehen – ist und bleibt aktuell. Es ist ‘Zeitgeist, modern und flexibel’. Das unterstreicht die 2. aktualisierte und erweiterte Auflage des Buches Praxiswissen Radio von Dieter K. Müller und Esther Raff. Der Untertitel lautet Wie Radio gemacht wird – und, etwas irreführend – wie Radiowerbung anmacht. Letzteres legt die Vermutung nahe, dass sich die Veröffentlichung an Werbetreibende und Marketingexperten richtet, deren Ziel Gewinnmaximierung mittels ausgeklügelter Radiowerbung ist. Der Inhalt bietet jedoch viel mehr als Wissen darüber, wie man ‘bessere Funkspots’ macht und wie man ihre Wirksamkeit misst. Mehr

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“Die Weisheit der Vielen”? – Chancen und Gefahren der Internetgesellschaft

Rezensiert von Bernhard Irrgang

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“Um die Wende zum 21. Jahrhundert begann in der digitalen Revolution etwas falsch zu laufen. […] insgesamt hat die fragmentierte, unpersönliche Kommunikation die zwischenmenschliche Interaktion entwertet. […] Eine neue Generation ist herangewachsen, die geringere Erwartungen hinsichtlich dessen hegt, was ein Mensch sein oder werden kann”. So beginnt Jaron Lanier sein Buch Gadget oder “Schnickschnack”. Sein Fazit: “Statt Menschen als Quelle ihrer eigenen Kreativität zu behandeln, präsentierten die auf Zusammenstellung und Zusammenfassung ausgerichteten Sites anonymisierte Fragmente schöpferischer Leistungen, als wären sie vom Himmel gefallen oder aus dem Boden ausgegraben worden, ohne die wahren Quellen zu bezeichnen”. Der Autor plädiert dagegen für eine humanistische Computertechnologie. Viele der neuen Autoren glauben, dass der Unterschied zwischen Mensch und Computer verschwindet. Sie behaupten, mit dem Computer entstünde eine Lebensform, in der der Mensch sich besser versteht als vorher. Sie propagieren die Illusion einer neuen, möglichst hohen Metaebene, aber Information ist nichts anderes als entfremdete Erfahrung. Der kybernetische Totalitarismus wird zu einer Art Religion und führt zur Anbetung der digitalen Illusion.

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Projekt Wikileaks

Rezensiert von Martin Welker

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Zwei Bücher – ein Thema. Beide Werke sind etwa zur gleichen Zeit erschienen, etwa gleich umfangreich (ca. 300 Seiten) und liegen im Preis in einer ähnlichen Kategorie (15 bis 20 Euro). Beide Bände konzentrieren sich v. a. auf die Ereignisse ab dem Jahr 2007. Und doch sind die Bücher diametral verschieden. Denn während die Spiegel-Journalisten Rosenbach und Stark intensiv recherchiert haben und damit aus einer geordneten und unabhängigen Warte über Wikileaks berichten können, erzählt Domscheit-Berg aus einer Art emotionalen Insider-Perspektive über seine Arbeit beim Wikileaks-Projekt. Rosenbach und Stark objektivieren, Domscheit-Berg subjektiviert. Erstere weisen ihre Quellen in zahlreichen Fußnoten aus, letzterer schildert seine Erfahrung auf seine Erinnerungen gestützt aus der Ich-Perspektive. Erstere haben das Buch selbst geschrieben, Domscheit-Berg hatte mit Tina Klopp eine versierte Journalistin und Ghostwriterin an seiner Seite. Dennoch präsentiert sich der Text von Domscheit-Berg umgangssprachlicher als das Spiegel-Buch. Erst die Lektüre beider Texte ergibt ein facettenreiches Gesamtbild im Hinblick auf Wikileaks, insbesondere zu Julian Assange. In Bezug auf die Diskussion relevanter gesellschaftlich-politischer Fragen ist das Spiegel-Buch das gelungenere. Mehr

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“Neue Sachen sind und bleiben angenehm.” Aus der Geschichte der Nachrichten

Rezensiert von Heiko Christians

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Auch die Geschichte und Ordnung der Nachrichten ist Veränderungen unterworfen. Die klassischen 20-Uhr-Nachrichten als Familienzusammenkunft sind vermutlich lange passé. Heute ist es eher der minütlich aktualisierte Liveticker im Internet, der uns an ganz verschiedenen Orten auf dem Laufenden hält. Der Schriftsteller Peter Glaser betonte vor kurzem, dass der digitale Medienfluss dabei sei, “sich in eine Umweltbedingung zu verwandeln”. Wenn man die Nachrichtenlage der Gegenwart wenigstens in eine grobe Ordnung bringen wollte, könnte man sie in einer Linie abfallender Dringlichkeit so anordnen: 1. Sensationen, 2. Katastrophen, 3. Ereignisse, 4. Nachrichten und 5. Informationen. [mehr]

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