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Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung

Rezensiert von Jens Schröter

Einzelrezension
Peter Geimer ist ein schönes Buch gelungen. Es soll eine Einführung in die vielfältigen Theorien der Fotografie geben. Schon im 19. Jahrhundert stimulierte das damals neue Phänomen eines technischen Bildes, in dem sich “die Natur selbst zu zeichnen scheint” – so ein früher Gedanke zur Fotografie – eine lebhafte Diskussion, die (zum Teil durch technische und kulturelle Verschiebungen angefacht) bis in die Gegenwart andauert. Daher gibt es einen umfangreichen Bestand an Literatur zur Geschichte, Theorie und Ästhetik der Fotografie. Gerade in den letzten Jahren sind im deutschen Sprachraum eine Reihe wichtiger und vielbeachteter Anthologien erschienen: So etwa die beiden von Herta Wolf herausgegebenen Bände Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, der vierte Band der ursprünglich von Wolfgang Kemp edierten Reihe Theorie der Fotografie und nicht zuletzt Geimers eigener Sammelband Ordnungen der Sichtbarkeit. Auch im anglo-amerikanischen Sprachraum sind in den letzten Jahren neue Sammelbände zur Theorie der Fotografie erschienen, so zum Beispiel der von James Elkins herausgegebene Band Photography Theory. Mehr

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Birgit Stark, Melanie Magin (Hrsg.): Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch

Rezensiert von Matthias Künzler

Einzelrezension
Gratiszeitungen, Internet oder die Entstehung von “Newsrooms” sind internationale Trends, die für alle europäischen Mediensysteme eine Herausforderung darstellen. Nur zu oft mangelt es jedoch an Länderstudien, die solche Entwicklungen und ihre Folgen für ein bestimmtes Mediensystem empirisch analysieren. Aus diesem Grunde ist es begrüßenswert, dass sich der dritte Band der neuen Reihe von “Relation” der Veränderung der österreichischen Medienlandschaft widmet. Die beiden Herausgeberinnen Birgit Stark und Melanie Magin – beide an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien tätig – wollen damit einerseits die Forschungslücke einer “aktuelle[n] und übergreifende[n] Zusammenschau von Forschungsergebnissen für Österreich” schließen und andererseits “das Spannungsverhältnis zwischen historisch gewachsenen Strukturen des Landes und globalen Veränderungen der Medienlandschaft […] beschreiben”. Um es an dieser Stelle gleich vorweg zu nehmen: Dieses wichtige und zugleich ambitionierte Unterfangen ist gelungen! Mehr

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Dörte Hein: Erinnerungskulturen online

Rezensiert von Erik Meyer

hein2009Einzelrezension
Im deutschsprachigen Raum stellt “Erinnerungskultur” einen nach wie vor expandierenden Fokus der historiografisch-kulturwissenschaftlichen Forschung dar. Insbesondere im Zusammenhang mit der medialen Repräsentation von Vergangenheit werden fortlaufend Studien vorgelegt, und nach den audio-visuellen Massenmedien richtet sich das empirische Interesse nun auf Formate der Online-Kommunikation, wie sie sich im World Wide Web vollzieht. Im gedächtnistheoretischen Diskurs wurde die Digitalisierung bislang primär unter dem Gesichtspunkt ihrer Konsequenzen für Archivierung und Speicherung behandelt, die eine Krise des Gedächtnisses evozieren würden. Die Folgen für die Verbreitung erinnerungskulturell einschlägiger Inhalte wurden zunächst vor allem praxisbezogen etwa am Beispiel von als Lehrmittel konzipierten CD-ROMs reflektiert. Mehr

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