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Uwe Pörksen: Politische Rede oder Wie wir entscheiden

Rezensiert von André Haller

Einzelrezension
Ein zentraler Kritikpunkt an heutigen Politikern ist der Vorwurf, dass ihre Redekunst verloren gegangen sei. Waren rhetorische Duelle in der bundesrepublikanischen Vergangenheit oftmals Höhepunkte des Parlamentarismus, so gleichen Bundestagsdebatten heute oft einem Schauspiel, das durch Worthülsen dominiert wird. Der Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen richtet mit seinem Buch Politische Rede oder Wie wir entscheiden (2016) den Fokus auf die politische Entscheidungsrede – das älteste Kommunikationsinstrument der Politik, das der Überzeugung von Zuhörern dient. Ob der Autor damit auch seine Leser überzeugt, hat André Haller für das rkm-Journal geprüft. Mehr

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Matthias Brändli: Die Online-Kommunikation von politischen Interessengruppen in der Schweiz

Rezensiert von Colette Schneider Stingelin

MatthiasBraendli_OnlineKommunikation-coverEinzelrezension
Interessengruppen sind in modernen Demokratien wichtige Vermittler zwischen dem Staat und der Gesellschaft. Sie artikulieren, bündeln ihre Interessen und vermitteln diese mit dem Ziel, politisch Einfluss zu nehmen. Hat die wachsende Bedeutung der Medien in der Politik in den vergangenen Jahren das Kommunikationsverhalten und die Organisationsstrukturen von Interessengruppen verändert? Die wissenschaftliche Beschäftigung mit derartigen Verbänden und ihren kommunikativen Aktivitäten ist bis jetzt rar. Umso beachtlicher ist die großangelegte Studie von Matthias Brändli, die sich mit der Online-Kommunikation von politischen Interessengruppen in der Schweiz befasst. Mehr

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Martha Kuhnhenn: Glaubwürdigkeit in der politischen Kommunikation

Rezensiert von Saskia Sell

Glaubwürdigkeit in der politischen KommunikationEinzelrezension
Mit ihrer Dissertation macht Kuhnhenn die Relevanz und die Anknüpfungsmöglichkeiten sprachwissenschaftlicher Analysemethoden für das Feld der Medien- und Kommunikationsforschung deutlich. Die Frage nach Glaubwürdigkeit berührt dabei einen Kernbereich der politischen Kommunikationsforschung. Wie diese durch sprachliche Mittel unterstützt und in der Auseinandersetzung mit Medientexten von Rezipienten und Rezipientinnen einzelnen politischen Akteuren zugeschrieben wird, steht im Vordergrund ihrer demokratietheoretisch gerahmten Analyse. Glaubwürdigkeit politischer Kommunikation ist für Kuhnhenn die Voraussetzung für Vertrauen in politische Akteure und damit “von basaler Bedeutung für das Funktionieren einer Demokratie”. Mehr

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Barbara Pfetsch, Janine Greyer, Joachim Trebbe (Hrsg.): MediaPolis – Kommunikation zwischen Boulevard und Parlament

Rezensiert von Christian Schicha

MediaPolis_onlineEinzelrezension
Der Sammelband dokumentiert die Ergebnisse der 57. Jahrestagung der DGPuK in Berlin. Nachdem ich die Tagung besucht habe, hat sich bei mir wie auch bei anderen Kolleginnen und Kollegen der Eindruck gefestigt, dass es eine Reihe von spannenden und informativen Vorträgen gegeben hat, die z.T. mit dem eigentlichen Veranstaltungsthema recht wenig zu tun hatten. Nach der Lektüre des Tagungsbandes ist dieser Eindruck jedoch zu revidieren. Mehr

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Christina Kuhn (Hrsg.): Politische Kommunikation und öffentliche Meinung in der antiken Welt

Rezensiert von Mischa Meier

Einzelrezension
Im Juli 2009 fand am Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg ein Kolloquium zum Thema “Politische Kommunikation und öffentliche Meinung in der antiken Welt” statt; die bei dieser Gelegenheit vorgetragenen Referate liegen nunmehr in Form des hier anzuzeigenden Sammelbandes vor. Die Herausgeberin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in den Sozial- und Geisteswissenschaften geführten Debatten über politische Kommunikation einerseits sowie ‘öffentliche Meinung’ andererseits zusammenzuführen (12). Dies ist gerade aus Sicht der Altertumswissenschaften ausgesprochen begrüßenswert, beobachtet man dort doch eine zunehmende Unsicherheit im Umgang mit diesen Kategorien. Sie resultiert aus einem grundsätzlichen Unbehagen gegenüber Theoriemodellen, die vorwiegend mit Blick auf die Moderne entwickelt worden sind, in Kombination mit dem Bewusstsein, dass auch für die Analyse antiker Gesellschaften ein theoretisches Fundament letztlich unentbehrlich ist. Dass aber ‘politische Kommunikation’ und ‘öffentliche Meinung’ zwei Begriffe darstellen, die auch für die Altertumswissenschaften von höchster Relevanz sind, wird niemand bestreiten wollen – insbesondere nach der Lektüre des vorliegenden Bandes. Mehr

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Angela de Benedictis, Gustavo Corni Brigitte Mazohl, Luise Schorn-Schütte (Hrsg.): Die Sprache des Politischen in actu

Rezensiert von Joachim Knape

Einzelrezension
Der Sammelband begründet eine neue Schriftenreihe zum Thema Geschichte der politischen Kommunikation und ist zugleich die erste Buchpublikation des internationalen Graduiertenkollegs Politische Kommunikation von der Antike bis in das 20. Jahrhundert, an dem deutsche, italienische und österreichische Wissenschaftler beteiligt sind. Die sechs Beiträge des Bandes – alle zweisprachig in deutsch und italienisch abgedruckt – sind “Ergebnis der ersten methodischen und epochenbezogenen Diskussionen, die im internationalen Kolleg geführt wurden. Entsprechend unterschiedlich sind die Aufsätze angelegt”. Man kann sie in zwei Gruppen einteilen: in eine Themen- und Forschungsstand diskutierende Gruppe und in eine Fallstudiengruppe. Mehr

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Robert Grünewald; Ralf Güldenzopf; Melanie Piepenschneider (Hrsg.): Politische Kommunikation

Rezensiert von Ulrich Heisterkamp

Einzelrezension
Die Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) widmet sich der politischen Kommunikation, die als Teilgebiet politischer Bildungsarbeit im digitalen Zeitalter des Web 2.0 stetig an Relevanz gewinnt. Die Affinität der parteinahen politischen Stiftung zu ihrer Mutterpartei CDU spiegelt sich in einzelnen Beiträgen des Bandes wider, der unter anderem eine Bilanz der rasanten Entwicklung des Internetauftritts der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seit den Anfängen 1995 enthält. Jedoch wahren die Verfasser stets die wissenschaftliche Objektivität, so dass die Lektüre unabhängig von parteipolitischen Präferenzen aufschlussreich ist. Mehr

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Hans Mathias Kepplinger: Nonverbale Medienkommunikation

Rezensiert von Nina Haferkamp

Einzelrezension
In seinem Buch Nonverbale Medienkommunikation stellt Hans Mathias Kepplinger empirische Befunde zusammen, die sich mit der Produktion und Wirkung visueller, d. h. nonverbaler, Gestaltungsmerkmale beschäftigen. Im Spezifischen fokussiert er so genannte “Darstellungseffekte”. Darunter werden “alle Wirkungen von Fernsehfilmen und Pressefotos betrachtet, die auf der nonverbalen Selbstdarstellung der abgebildeten Personen sowie ihrer visuellen Darstellung durch Fotografen, Kameraleute, Beleuchter, Tontechniker, Cutter, Metteure und Journalisten beruhen”. Dabei macht der Autor deutlich, dass jene Darstellungseffekte das Endprodukt eines mehrstufigen Wirkungsprozesses sind, der neben dem realen nonverbalen Verhalten einer Person (d. h. der gezeigten Gestik und Mimik) besonders auch das darstellte Verhalten inkludiert, welches durch Aufnahmen, Schnitt und Montage beeinflusst ist. Mehr

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Jens Wolling; Markus Seifert; Martin Emmer (Hrsg.): Politik 2.0?

Rezensiert von André Donk

Einzelrezension
Der von Jens Wolling, Markus Seifert und Martin Emmer herausgegebene Band Politik 2.0? Die Wirkung computer- vermittelter Kommunikation auf den politischen Prozess stellt die Beiträge zur gleichnamigen Tagung der DGPuK-Fachgruppe “Computervermittelte Kommunikation (CvK)” aus dem Jahr 2008 zusammen. Damit bildet der Band zu einem gewissen Teil den bis dato aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema ab, versammelt er doch eine Vielzahl ausgewiesener Experten. Allerdings muss man konstatieren, dass die nun zwei Jahre nach der Tagung stattfindende Buchpublikation dem dynamischen Gegenstand vielleicht nicht ganz gerecht wird. Dies zeigt sich vor allem mit Blick auf die seit 2008 stark gewachsene Bedeutung des Dienstes Twitter oder des Netzwerks Facebook insbesondere für den politischen Bereich – wie z. B. bei den US-Präsidentschaftswahlen oder den zahlreichen regimekritischen Protestbewegungen von Iran über Ägypten bis Libyen. Mehr

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Andreas Hepp; Marco Höhn; Jeffrey Wimmer (Hrsg.): Medienkultur im Wandel

Rezensiert von Marian Adolf

Einzelrezension
Mit dem Tagungsband Medienkultur im Wandel legen die Herausgeber und Veranstalter eine überaus umfängliche Dokumentation der DGPuK-Jahrestagung 2009 vor. Die 27 einzelnen Beiträge bieten eine breite inhaltliche Palette, und sind in sieben Abschnitte sortiert. Die dichte Einleitung der drei Herausgeber versucht, die fachliche Beschäftigung mit Kultur zu systematisieren, und in einzelne Theorielinien zu unterteilen. Zusammen mit einer kurzen Reflexion ihrer methodischen Besonderheiten steht dem Band somit ein Wegweiser durch die Medienkulturforschung voran. Für den ersten, theoretischen Teil des Bandes konnte man neben den in der Medienkulturforschung ausgewiesenen deutschsprachigen Vertretern Friedrich Krotz und Tanja Thomas zwei bekannte Namen aus der britischen Tradition gewinnen. Die international renommierten Kollegen Robin Mansell und David Morley eröffnen den Reigen, wobei Letzterer als heute vielleicht prominentester ehemaliger Student des Birminghamer Centre of Contemporary Cultural gelten darf. Mehr

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