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Transmedia Bayern u.a. (Hrsg): Story Now

Rezensiert von Ralf Spiller

Einzelrezension
Was ist digitales Erzählen? Eine große Frage, die das Handbuch in Form von 29 kleinen Puzzleteilen (Beiträgen) zu beantworten sucht. Dabei geht es im Kern um transmediales Erzählen, also um das Erzählen einer Geschichte über mehrere Plattformen hinweg. Häufig beginnt eine Geschichte als Film oder Buch und wird dann um weitere Plattformen wie ein Onlinespiel oder eine Videoclipserie erweitert. Diverse Kombinationen transmedialer Erweiterungen sind denkbar und wurden auch bereits realisiert. Vermutlich das bekannteste Beispiel ist die Star-Wars-Trilogie, die seit dem Ende der 70er Jahre in etlichen Romanen, Comics, Spielzeug und Online-Medien aufgegriffen und kommerzialisiert wurde. Mehr

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Silvano Moeckli: So funktioniert Wahlkampf

Rezensiert von Ralf Spiller

Einzelrezension
“Einen Wahlkampf zu führen ist keine Wissenschaft, eher eine Kunst”, schreibt Moeckli im Vorwort. Diese “Kunst” versucht er dann auf den weiteren 210 Seiten in 10 Kapiteln zu vermitteln. Dabei geht es um den Kontext von Wahlkämpfen, Wahlkampfstrategien, Wahlkampagnen als Kommunikationsprozesse, Themen im Wahlkampf, Instrumente im Wahlkampf, die Kandidierenden, das Elektorat, die politische Konkurrenz und den Wandel von Wahlkämpfen. Mehr

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Michaela Pfadenhauer, Tilo Grenz (Hrsg.): De-Mediatisierung

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Einzelrezension
Als “Megaprozess“ mindestens in den Industrienationen, wenn nicht auf der ganzen Welt – ähnlich der Globalisierung, Individualisierung oder Kommerzialisierung – thematisieren Friedrich Krotz und sein Bremer Kollege Andreas Hepp Mediatisierung seit 2001. Eine eigenständige, internationale Forschungsrichtung in den Sozialwissenschaften und damit weit über die Kommunikationswissenschaft hinaus sei um diesen Ansatz des medialen, kulturellen und sozialen Wandels entstanden, dem vielfach pauschal beigepflichtet oder der gar selbstverständlich erachtet wird, so die Initiatoren wiederholt. In Bremen förderte die DFG von 2010 bis 2016 den Forschungsschwerpunkt “Mediatisierte Welten“ mit etlichen Projekten. Mehr

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Stephan Russ-Mohl: Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde

Rezensiert von Guido Keel

Einzelrezension
Mit einem breiten Lachen begrüsst Stephan Russ-Mohl den Leser auf der Umschlag-Innenseite. Das war es dann aber schon mit der Fröhlichkeit. Was er als Autor des Buches Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde auf den nächsten gut 300 Seiten beschreibt, lässt einen nicht nur alarmiert, sondern auch weitgehend hilflos zurück. Mehr

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Gabriele Hooffacker, Wolfgang Kenntemich, Uwe Kulisch (Hrsg): Die neue Öffentlichkeit

Rezensiert von Guido Keel

Einzelrezension
Wenn sich sowohl der Journalismus als auch die Öffentlichkeit fundamental verändern, braucht es eine breit abgestützte Diskussion, um zu verstehen, was genau geschieht – und was das für den Journalismus und die Gesellschaft bedeutet. Ein solcher Austausch von Ideen fand im September 2017 in Leipzig unter der Federführung des Europäischen Instituts für Qualitätsjournalismus und der Fakultät Medien der HTWK Leipzig statt. Aus dieser Tagung ist der vorliegende Sammelband entstanden, der 14 höchst unterschiedliche Beiträge von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis vereint. Und wie die Ausgangslage und die Tagung ist auch dieses Buch: Bunt, vielschichtig und transdisziplinär. Mehr

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Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Rezensiert von Florian Krauß

Einzelrezension
Der Titel Internetfernsehen lässt eine Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen und Ausweitungen des Televisuellen vermuten. Doch gleich in der Einleitung wird offenbar, dass Forschungen als auch Entwicklungen nach 2014 keine Beachtung finden. Konkret heißt dies: Netflix und Amazon Prime, die derzeitigen Video-on-demand-Marktführer, kommen in der 2016 abgeschlossenen Dissertation von Johanna Leuschen nicht vor. Vielmehr steht die “‘hoffnungsvolle Frühphase’ des Internetfernsehens” im deutschen Kontext und zwischen den Jahren 2005 und 2011 im Vordergrund. Mehr

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Michael Meyen: Breaking News – Die Welt im Ausnahmezustand

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Einzelrezension
“Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit”, skandiert der Münchner Kommunikationswissenschaftler im saloppen Boulevardstakkato das oberste Credo seiner Rundum-Medienkritik. Dieser Imperativ, den es angeblich schon seit den 1980er Jahren – mit der Privatisierung bzw. Kommerzialisierung der Medien durch private Konzerne – gibt, bedrohe oder zerstöre sogar die Medien selbst, nicht nur Ethos und Arbeitsweise von Journalisten, wie sie davor aufrechte Publizisten wie etwa die vielfach beschworenen Ikonen Hans Joachim Friedrichs und Ulrich Wickert neutral, präzise und professionell betrieben haben, sondern auch die Gesellschaft als ganze, ihre Öffentlichkeit und ihre Demokratie. Mehr

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Reinhard Margreiter: Media Turn

Rezensiert von Katerina Krtilova

Einzelrezension
Medienphilosophie ist nicht nur eine Randerscheinung der Medientheorie, sondern ein neuer philosophischer Ansatz oder gar eine “prima philosophia”. Kaum ein Autor hat diesen Anspruch deutlicher formuliert als Reinhard Margreiter. So selbstverständlich der Media Turn vor allem mit der Verbreitung digitaler Medien geworden ist, so provokativ ist auch nach mehr als zwei Jahrzehnten der Auseinandersetzung mit Medienphilosophie(n) der Versuch, sie als “Transformation des philosophischen Selbstverständnisses” aus der Philosophie heraus zu begründen. Mehr

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Christian Wessely, Theresia Heimerl (Hrsg.): Weltentwürfe im Comic/Film

Rezensiert von Jörn Ahrens

Einzelrezension
Der von Christian Wessely und Theresia Heimerl herausgegebene Band über Weltentwürfe im Comic/Film versammelt Beiträge zu zwei Konferenzen plus einigen weiteren Texten. Das merkt man ihm an; zu disparat sind seine thematisch lose zusammengehaltenen Artikel. Das Dilemma ist schon im Vorwort formuliert; dort heißt es, der Band enthalte eine “Kompilation der aus Sicht der Herausgeber derzeit spannendsten Teilfragen”. Die Herausgeber versäumen aber anzugeben, auf welche Thematiken sich diese Fragen beziehen sollen. Mehr

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Christian Fuchs: Digitale Demagogie

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Einzelrezension
Lassen sich politische Phänomene wie Donald Trump und die von ihm und seiner Administration bewirkten Umwälzungen der amerikanischen Wirtschaft und Gesellschaft mit Kategorien und analytischen Versatzstücken aus der materialistischen Mottenkiste erklären? Der an der britischen University of Westminster lehrende Autor, der im Klappentext als “führender kritischer Theoretiker im Bereich Gesellschaft und Kommunikation“ ausgelobt wird und sich hierzulande mit etlichen Publikationen an der begonnenen Wiederbelebung einer kritischen Kommunikations- und Medienwissenschaft beteiligt, zeigt sich in diesem Band davon überzeugt und will auch seine Leser*innen davon überzeugen. Wer selbst seit den 1960er Jahren analytisch tätig war, ist darüber zumindest verwundert und fragt sich, ob es seither keine zeitgemäße Überarbeitungen und modernere theoretische Analyseprojekte gegeben hat. Die gibt es natürlich en masse, auch kritischer Art, doch Fuchs recht plakativ und selektiv gewähltes Analysevokabular reicht nur an wenige Arbeiten der Kritischen Theorie heran, um den von ihm postulierten “autoritären Kapitalismus“, der inzwischen fast weltweit herrsche, zu diagnostizieren. Mehr

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