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Open-Access-Welle erreicht Frankreich: “Communications” und “1895″ machen ihre Archive im Web zugänglich

Aus der Redaktion | 11. April 2012 | Gesa Schoelgens | Keine Kommentare »

“Open Access” ist zwar kein französisches Wort, aber die Franzosen legen auf freien Zugang zur wissenschaftlicher Information offenbar trotzdem Wert. So stellte jüngst die einflussreiche Zeitschrift “Communications” ihre sämtlichen Ausgaben seit 1962 zum freien Herunterladen ins Netz, darunter auch die berühmte Nummer 23/1 aus dem Jahr 1975 zum Thema “Cinéma et psychanalyse”, deren Beiträge ein [...]

Daniel Sponsel (Hrsg.): Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film

Einzelrezension | 27. August 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Daniel Sponsel (Hrsg.): Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film. Reihe: Kommunikation audiovisuell, Band 40. Konstanz [UVK] 2007, 187 Seiten, 19,- Euro.

Rezensiert von Lucia Krämer

Offenbar als Reaktion auf die (vermeintliche) postmoderne Erosion der Konzepte ‘Wahrheit’ und ‘Realität’ lässt sich seit Mitte der 1990er Jahre über alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen hinweg eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema Authentizität beobachten. Dieser Trend führte Mitte des ersten Jahrzehnts dieses Millenniums zu einer kleinen, aber dennoch deutlich wahrnehmbaren Welle deutschsprachiger Publikationen zum Thema, darunter der von Daniel Sponsel herausgegebene Band Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film. [Mehr]

Benjamin Beil: First Person Perspectives

Einzelrezension | 11. Juni 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Benjamin Beil: First Person Perspectives - Point of View und figurenzentrierte Erzählformen im Film und im Computerspiel. Reihe: Medien'welten. Braunschweiger Schriften zur Medienkultur, Band 14. Münster, Berlin [LIT Verlag] 2010, 336 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Harald Hillgärtner

Gleich im Vorwort dieser als Dissertationsschrift eingereichten Studie weist der Betreuer der Arbeit, Jens Schröter, darauf hin, womit es der Leser zu tun haben wird. Es handele sich nicht um einen Beitrag zu der in den Game Studies mitunter polemisch geführten Debatte um die Vorherrschaft eines ludologischen bzw. narratologischen Ansatzes und gerade deswegen um einen eminent wichtigen Beitrag zu den Game Studies. Nicht die “Verallgemeinerung” (Schröter), sondern die materialreiche Analyse stehe im Zentrum. Dies darf sicherlich als ein Versprechen verstanden werden, das zudem von Benjamin Beil hervorragend eingelöst wird. Dennoch bleibt nach der Lektüre der Monografie ein Rest an Unsicherheit, in welchem Kontext sich die Arbeit verorten lässt. [Mehr]

Thomas Bohrmann; Werner Veith; Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und populärer Film (Band 1 und 2)

Sammelrezension | 21. April 2011 | Redaktion | 2 Kommentare »
Thomas Bohrmann; Werner Veith; Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und populärer Film. Paderborn u. a. [Ferdinand Schöningh] 2007 (Band 1), 2009 (Band 2), 376 Seiten (Band 1), 406 Seiten (Band 2), je 39,90 Euro.

Rezensiert von Stefanie Knauß

Die theologische Forschung zum Film ist mittlerweile in die Jahre gekommen und so steht es ihr gut an, in einem Handbuch systematisiert und für ein breiteres (Fach-)Publikum aufbereitet zu werden. Die bisher erschienenen zwei Bände des Handbuch Theologie und populärer Film versuchen dies mit einer Sammlung von Aufsätzen, die die theologischen Besonderheiten populärer Genres (Science Fiction, Western, Comicverfilmungen, Komödie, Horror usw.) und im Werk ausgewählter Regisseure (S. Spielberg, D. Fincher, S. Kubrick, R. Scott usw.) herausarbeiten, sowie die Darstellung theologisch relevanter Themen/Motive (Schuld/Sühne, Auferstehung, Tod, Immanenz usw.) und Figuren (ErlöserInnen, Pfarrer, Engel, Teufel, Superhelden usw.) analysieren. Den zweiten Band schließt ein Beitrag zur Verwendung von Filmen im Religionsunterricht ab. Durch die enorme Menge an Material und Themen schließt sich dabei von vornherein jeder Anspruch auf Vollständigkeit von selbst aus (Bd. 1, 11), jedoch sind die gewählten Beispiele mit Blick auf ihre Relevanz in Gesellschaft, Theologie und Film sinnvoll und repräsentativ. [Mehr]

Eva Fritsch; Dirk Fritsch: Filmzugänge

Einzelrezension | 15. Dezember 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Eva Fritsch; Dirk Fritsch: Filmzugänge. Strukturen und Handhabung. Mit einem Exkurs zur Filmmusik von Tomi Mäkelä. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2010, 238 Seiten, 19,80 Euro.

Rezensiert von Christoph Jacke

“Der Anstieg des piktorialen (bildhaften) Anteils unserer Welt erfordert einen reflexiven Umgang mit visuellem Verständnis und den Voraussetzungen hierzu.” Zur Reflexion und Auseinandersetzung mit den Welten des Films wollen die an Theorie und Praxis des Films geschulten Eva und Dirk Fritsch mit diesem Band, den sie selbst als Reader einordnen, beitragen. Eva Fritsch hat als Produktionsassistentin und Kindercoach, Dirk Fritsch als Regisseur und Autor gearbeitet. Gemeinsam haben sie seit 2004 den Lernort Film etabliert, eine Plattform, die sich im Rahmen von Aus- und Weiterbildung an Schulen und Hochschulen mit dem faszinierenden Thema Film beschäftigt. Denn, so sagen die Fritschs zu Recht im Vorwort: “Filmverstehen ist gewissermaßen eine Teilmenge des Medienverstehens.” [Mehr]

Mathias J. Ringler: Die Digitalisierung Hollywoods

Einzelrezension, Rezensionen | 14. Oktober 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Mathias J. Ringler: Die Digitalisierung Hollywoods. Zu Kohärenz von Ökonomie, Technik- und Ästhetikgeschichte und der Rolle von Industrial Light & Magic. Konstanz [UVK] 2009, 188 Seiten, 24,- Euro.

Rezensiert von Oliver Fahle

Film ist längst nicht mehr nur analog, sondern auch digital. Diese Behauptung wird in den letzten Jahren mit ihren Auswirkungen auf Herstellung, Verbreitung und Ästhetik des Films zunehmend diskutiert. Im Zentrum stehen dabei vor allem die Produktionen Hollywoods, die diesen Prozess spektakulär, oft mit Verweis auf die neuesten technischen Möglichkeiten, ausstellen und vermarkten. Die Konzentration der Arbeit Mathias J. Ringlers gilt der Digitalisierung Hollywoods und hier besonders der Rolle von Industrial Light & Magic (ILM), des Post Houses (Firmen, die sich auf digitale Effekte spezialisiert haben) von Georg Lucas, das als Wegbereiter der Digitalisierung untersucht wird. Ziel des Autors ist es dabei “zu klären, unter welchen historisch-ökonomischen Bedingungen die Digitalisierung entstehen konnte und ihre Auswirkungen auf die Filmindustrie Hollywoods zu analysieren”. [Mehr]

Vinzenz Hediger; Patrick Vonderau (Hrsg.): Films that Work

Einzelrezension | 9. September 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Vinzenz Hediger; Patrick Vonderau (Hrsg.): Films that Work. Industrial Film and the Productivity of Media. Amsterdam [Amsterdam University Press] 2009, 496 Seiten, 39,50 Euro.

Rezensiert von Kay Hoffmann

Der Industrie- und Imagefilm stand lange nicht im Zentrum der Forschung, obwohl er für viele Produktionsfirmen und Filmemacher eine wichtige ökonomische Grundlage darstellte. Es wurden Tausende von Filmen sowohl für die interne als auch die externe Kommunikation produziert. Dies Forschungsdefizit wurde im vergangenen Jahrzehnt glücklicherweise überwunden und es entstanden – auch international – interessante Studien, die von einer Neuausrichtung der Filmwissenschaft profitierten. Nun stehen nicht mehr der Einzelkünstler als Autor oder das außergewöhnliche Einzelstück im Vordergrund, sondern mit dem Konzept der New Film History wurden diese Filme eingebettet in ihre Produktionsbedingungen. Wichtig wurde ebenso, wie sich eine Firma, ein Konzern oder eine ganze Branche verändert haben. Damit verbunden ist eine serielle Filmanalyse, die sich der Masse der Produktionen komparatistisch nähert. [Mehr]

Verena Grünefeld: Dokumentarfilm populär

Einzelrezension | 12. August 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Verena Grünefeld: Dokumentarfilm populär. Michael Moore und seine Darstellung der amerikanischen Gesellschaft. Frankfurt am Main, New York [Campus Verlag] 2009, 336 Seiten, 37,90 Euro.

Rezensiert von Tereza Smid

Wie hat es Michael Moore zum bisher erfolgreichsten Dokumentarfilmer geschafft? Warum locken seine Filme ein Millionenpublikum ins Kino und bieten gleichzeitig Kritikern unzählige Angriffsflächen? Diesen Fragen geht die Amerikanistin Verena Grünefeld in ihrer Dissertation mit spürbarer Begeisterung nach. Im Zentrum steht die detaillierte Analyse von Moores vier erfolgreichsten Filmen Roger and Me, Bowling for Columbine, Fahrenheit 9/11 und Sicko, die für die Autorin am aktuellen Ende der Entwicklung des Dokumentarfilm-Genres stehen. Im ersten historisch-theoretischen Teil versucht Grünefeld ebendiese Entwicklung aufzuzeigen, indem sie sich die auf die Höhepunkte der Dokumentarfilmgeschichte stützt, um diese später als Vergleichsfolie für Moores Filme zu verwenden. [Mehr]

Medienwissenschaftliche Fachzeitschriften in Deutschland

Sammelrezension | 25. Mai 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Lorenz Engel; Bernhard Siegert (Hrsg.): Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung. Heft 0 (2009), Schwerpunkt: Angst. Hamburg [Felix Meiner Verlag], 208 Seiten, 28,– Euro.

Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hrsg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft. Heft 1 (2009), Schwerpunkt: Motive. Berlin [Akademie Verlag], 144 Seiten, 29,80 Euro.

Rezensiert von Frank Kessler

Wenn die Gründung von Fachzeitschriften als Indiz dafür gewertet werden kann, dass ein Wissenschaftszweig sich etabliert hat, so ist die deutschsprachige Medienwissenschaft zum Ende des Jahres 2009 im Prozess ihrer Institutionalisierung einen wichtigen Schritt vorangekommen. Gleich zwei Periodika werden von 2010 an halbjährlich in renommierten Verlagen erscheinen und der kulturwissenschaftlich (im Unterschied zur kommunikations- und publizistik-wissenschaftlich) orientierten Medienforschung ein Forum bieten. Wie aber nun hält man es – um es in den Worten einer in Deutschland ebenso beliebten wie letztlich unproduktiven Gretchenfrage zu formulieren – mit dem “Medienbegriff” in diesen Publikationen? Oder anders gefragt: Welche Gegenstandsbereiche werden in den hier veröffentlichten Beiträgen behandelt? [Mehr]

Veronika Vieler: Filmregie als Verstehensprozess

Einzelrezension | 30. März 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Veronika Vieler: Filmregie als Verstehensprozess - dargestellt an Wim Wenders' "Der Stand der Dinge". Würzburg [Königshausen & Neumann] 2009, 300 Seiten, 34,80 Euro.

Rezensiert von Peter Ellenbruch

Wenn man Filme von Wim Wenders mag und nach einem Buch zum Verhältnis von Werk und Regisseur sucht, kann man mit der Schrift von Veronika Vieler einen quellenreichen Einstieg finden. Anhand zahlreicher autobiografischer und selbstreflexiver Äußerungen von sowie einiger Sekundärliteratur zu Wenders (bzw. zum Neuen Deutschen Film) und vieler Filmbetrachtungen skizziert die Autorin den Werdegang des Regisseurs. Hierbei analysiert sie etliche historische und filmhistorische Bezüge, die Wenders in seine Filme eingewoben hat – besonders in der detaillierten Betrachtung des Films “Der Stand der Dinge”. In diesem Prozess wird – ganz im Sinne des Autorenkinos, zu dem Wenders gemeinhin gezählt wird – der Filmemacher direkt an sein Werk gekoppelt, sodass eine autorenzentrierte Interpretation der Darstellungs- und Erzählweisen entsteht. Vielers Ziel ist es dabei, hermeneutische Analysemethoden nach Hans-Georg Gadamer und Werner Ingendahl anzuwenden, um zu einer auf Wenders bezogenen Charakterisierung der “Filmregie als Verstehensprozess” – wie es im Titel heißt – zu gelangen. [Mehr]