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Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Rezensiert von Florian Krauß

Einzelrezension
Der Titel Internetfernsehen lässt eine Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen und Ausweitungen des Televisuellen vermuten. Doch gleich in der Einleitung wird offenbar, dass Forschungen als auch Entwicklungen nach 2014 keine Beachtung finden. Konkret heißt dies: Netflix und Amazon Prime, die derzeitigen Video-on-demand-Marktführer, kommen in der 2016 abgeschlossenen Dissertation von Johanna Leuschen nicht vor. Vielmehr steht die “‘hoffnungsvolle Frühphase’ des Internetfernsehens” im deutschen Kontext und zwischen den Jahren 2005 und 2011 im Vordergrund. Mehr

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Andreas Sudmann: Serielle Überbietung

Rezensiert von Jonas Nesselhauf

Einzelrezension
Der Fernsehmarkt ist gerade in den vergangenen Jahren so stark wie wohl niemals zuvor zu einem Schauplatz des kapitalistischen Wettbewerbs geworden. Zwar existierte mit dem sogenannten Nielsen-Rating schon quasi mit dem Aufstieg des Fernsehens zum Massenmedium in den USA der Nachkriegsjahre ein ebenso gefürchtetes wie täglich befragtes Instrument zur Messung der Einschaltquote und damit zur Bewertung der Werbeplätze. Doch dieser Wettbewerb um die Gunst der Zuschauer hat sich gerade im letzten Jahrzehnt nochmals verschärft – sei es beispielsweise, weil die etablierten Sender mit Streaming-Portalen wie Netflix oder Amazon Prime einen neuen und mächtigen Konkurrenten bekommen haben, erfolgreiche Formate nun verstärkt auch international in andere Fernsehmärkte verkauft werden sollen oder schließlich weil TV-Serien unter dem Schlagwort des ‘Quality-TV’ eine insgesamt stärkere Beachtung erfahren haben. Mehr

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Joseph Garncarz: Medienwandel

Rezensiert von Florian Krauß

Einzelrezension
Medienwandel: Der Titel lässt an aktuelle Medienumbrüche oder zumindest -transformationen, an Konzentrations- und Konvergenzprozesse im Zusammenhang mit “Digitalisierung“ denken. Der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaftler Joseph Garncarz, der als Privatdozent an der Universität Köln lehrt, fokussiert sich allerdings auf Film- und Fernsehgeschichte im 20. Jahrhundert. Mit dieser Schwerpunktsetzung geht ein recht pragmatisches Verständnis von Medien als Programmträger einher. Der Autor orientiert sich an der “dominanten Verwendung in der Alltagssprache“ und hebt sich so von breiteren bzw. abstrakteren Begriffsdefinitionen ab, die seiner Ansicht nach den Gegenstand der Medienwissenschaft verwässerten. Mehr

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