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Wolfgang Lanzenberger; Michael Müller: Unternehmensfilme drehen

Einzelrezension | 12. Januar 2012 | Redaktion | 1 Kommentar »
Wolfgang Lanzenberger; Michael Müller: Unternehmensfilme drehen. Business Movies im digitalen Zeitalter. Reihe: Praxis Film, Band 54. Konstanz [UVK] 2010, 302 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Detlev Dirkers

Einige Zeit schien es, als ob der Film als Medium im Handwerkskasten der Unternehmenskommunikation zu verstauben drohte. Schwerfällige Imagefilme und Produktdokumentationen, von denen es leider immer noch viele gibt, erreichten und erreichen ihre Zielgruppen immer weniger. Gefragt waren stattdessen schnelle Medien, die wie der Internetauftritt Modernität und Aktualität demonstrierten. Ein Imagefilm musste allein schon wegen der Kosten mehrere Jahre “halten”. Das hatte zur Folge, dass sich so manche Drehbücher mit Oberflächlichkeiten begnügten, um eine Weile zeitlos bestehen zu können. Seit einigen Jahren, eigentlich erst seit kurzer Zeit, setzt sich ein neues, leichteres und jüngeres Selbstverständnis für das Thema Unternehmensfilm, oder vielleicht besser und treffender als “Business Movie” bezeichnet, durch. Das ist gut so, denn das Medium Film hat eine große Zukunft. [Mehr]

Horst Schäfer; Claudia Wegener (Hrsg.): Kindheit und Film

Einzelrezension | 28. September 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Horst Schäfer; Claudia Wegener (Hrsg.): Kindheit und Film. Geschichte, Themen und Perspektiven des Kinderfilms in Deutschland. Reihe: Alltag, Medien und Kultur, Band 5. Konstanz [UVK] 2009, 271 Seiten, 29,- Euro.

Rezensiert von Tobias Kurwinkel

Das Verhältnis von Kindheit und Film “in unterschiedlichen Epochen und im Hinblick auf unterschiedliche Themenfelder” will der Sammelband Kindheit und Film nachzeichnen. Die Herausgeber Claudia Wegener und Horst Schäfer möchten damit zu einem Arbeitsfeld beitragen, das von der wissenschaftlichen Forschung stiefmütterlich behandelt wurde und wird. Dies verwundere, so die Herausgeber, da Filmproduktionen, die sich vornehmlich an Kinder richten, “ein spezielles (Kindheits-)Bild ihrer Zeit widerspiegeln und dies damit gleichzeitig auch konstituieren” – und so maßgeblich als Sozialisationsinstanz wirksam seien. [Mehr]

Herbert Schwaab: Erfahrung des Gewöhnlichen. Stanley Cavells Filmphilosophie als Theorie der Populärkultur

Einzelrezension | 26. September 2011 | Redaktion | 1 Kommentar »
Herbert Schwaab: Erfahrung des Gewöhnlichen. Stanley Cavells Filmphilosophie als Theorie der Populärkultur. Münster [LIT Verlag] 2010, 461 Seiten, 39,90 Euro.

Rezensiert von Ludwig Nagl

Herbert Schwaabs Dissertation, die sich mit wichtigen Aspekten der – so anspruchsvollen wie motivreichen – Film- und Fernsehanalysen des Philosophie-Emeritus aus Harvard, Stanley Cavell, auseinandersetzt, liegt nunmehr als Band 15 der von Rolf F. Nohr herausgegebenen Schriftenreihe Medien’ Welten. Braunschweiger Schriften zur Medienkultur vor. In acht ausführlichen Kapiteln untersucht der Autor das philosophiegeschichtlich hoch vernetzte Diskursfeld von Cavells Studien zu den neuen Medien. Cavells post-analytische Erkundungen liegen, in der Regel, quer zu den gängigen Film-”Theorien” und formieren sich – einem innovativen Denkansatz verpflichtet – primär vor dem Hintergrund seiner Wittgenstein- und Emersonlektüre. Schwaab stellt Cavells Gedanken zum Film ausführlich dar, bleibt jedoch nicht bei ihnen stehen, sondern versucht daraus, u. a., wichtige Anregungen für die Analyse neuer Fernsehserien zu gewinnen. [Mehr]

Daniel Sponsel (Hrsg.): Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film

Einzelrezension | 27. August 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Daniel Sponsel (Hrsg.): Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film. Reihe: Kommunikation audiovisuell, Band 40. Konstanz [UVK] 2007, 187 Seiten, 19,- Euro.

Rezensiert von Lucia Krämer

Offenbar als Reaktion auf die (vermeintliche) postmoderne Erosion der Konzepte ‘Wahrheit’ und ‘Realität’ lässt sich seit Mitte der 1990er Jahre über alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen hinweg eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema Authentizität beobachten. Dieser Trend führte Mitte des ersten Jahrzehnts dieses Millenniums zu einer kleinen, aber dennoch deutlich wahrnehmbaren Welle deutschsprachiger Publikationen zum Thema, darunter der von Daniel Sponsel herausgegebene Band Der schöne Schein des Wirklichen: Zur Authentizität im Film. [Mehr]

Bodo Witzke; Ulli Rothaus: Die Fernsehreportage

Einzelrezension | 30. Juni 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Bodo Witzke; Ulli Rothaus: Die Fernsehreportage. Konstanz [2010] UVK, 358 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Holger Müller

Berufspraktische Übungen haben sich in den vergangenen Jahren fest in den Lehrangeboten der Institute für Kommunikationswissenschaft etabliert. Diese Entwicklung spiegelt auch die Reihe Praktischer Journalismus der UVK-Verlagsgesellschaft wieder, in der nun die zweite Auflage des Bandes Die Fernsehreportage erschienen ist. In diesem Handbuch gehen Bodo Witzke und Ulli Rothaus zwar auch auf die Entwicklung des Genres ein, der Schwerpunkt liegt aber naturgemäß auf der praktischen Umsetzung von Reportagen für das Fernsehen. Ein abschließendes Kapitel widmet sich speziell den seriellen Reportagen, den so genannten “Doku-Soaps”. Gemäß dem Anspruch des UVK-Verlags – “von Profis für Profis” – sind beide Autoren erfahrene Praktiker: Bodo Witzke arbeitet seit 1987 als Redakteur und Filmemacher beim ZDF, Ulli Rothaus ist als Fernsehjournalist für verschiedene Sender tätig. Gemeinsam haben sie für das ZDF die Doku-Soaps “Frankfurt Airport”, “Hamburger Hafen”, “Das Bahnhofsviertel”, “Ostseegeschichten” und “Trolle, Fjorde und ein Postschiff” produziert. [Mehr]

Gerhard Paul; Bernhard Schoßig (Hrsg.): Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus

Einzelrezension | 25. Mai 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Gerhard Paul; Bernhard Schoßig (Hrsg.): Öffentliche Erinnerung und Medialisierung des Nationalsozialismus. Eine Bilanz der letzten dreißig Jahre. Reihe: Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte, Band 10. Göttingen [Wallstein Verlag] 2010, 206 Seiten, 20 Euro.

Rezensiert von Juliane Finger

Im Jahr 2009 fand das 10. Dachauer Symposium statt, welches sich die Frage stellte, wie sich die öffentliche Erinnerung an Nationalsozialismus und Holocaust in den letzten dreißig Jahren nach der Ausstrahlung der Serie “Holocaust” in 1979 verändert hat. Daraus entstanden ist der vorliegende Sammelband, der sich eben jener interessanten, wenn auch nicht ganz neuen Fragestellung widmet (z. B. Martínez, 2004; Wilke, 2005). Was macht diesen Band lesenswert? Holocaust sei unter Umständen die “folgenreichste Zäsur im geschichtskulturellen Diskurs der Bundesrepublik über Nationalsozialismus und Judenmord” (16), so Paul im einleitenden Beitrag. Die Serie habe eine verstärkte Auseinandersetzung mit der Geschichte eingeleitet. Die seit 1979 zunehmende Medialisierung habe aber auch eine Schattenseite, die Kommerzialisierung und Simplifizierung des Themas. Vor dem Hintergrund dieser These beschäftigen sich die folgenden Einzelbeiträge mit der (mehr oder weniger) von Holocaust beeinflussten Entwicklung in verschiedenen Bereichen öffentlicher Erinnerungskultur. [Mehr]

Thomas Bohrmann; Werner Veith; Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und populärer Film (Band 1 und 2)

Sammelrezension | 21. April 2011 | Redaktion | 2 Kommentare »
Thomas Bohrmann; Werner Veith; Stephan Zöller (Hrsg.): Handbuch Theologie und populärer Film. Paderborn u. a. [Ferdinand Schöningh] 2007 (Band 1), 2009 (Band 2), 376 Seiten (Band 1), 406 Seiten (Band 2), je 39,90 Euro.

Rezensiert von Stefanie Knauß

Die theologische Forschung zum Film ist mittlerweile in die Jahre gekommen und so steht es ihr gut an, in einem Handbuch systematisiert und für ein breiteres (Fach-)Publikum aufbereitet zu werden. Die bisher erschienenen zwei Bände des Handbuch Theologie und populärer Film versuchen dies mit einer Sammlung von Aufsätzen, die die theologischen Besonderheiten populärer Genres (Science Fiction, Western, Comicverfilmungen, Komödie, Horror usw.) und im Werk ausgewählter Regisseure (S. Spielberg, D. Fincher, S. Kubrick, R. Scott usw.) herausarbeiten, sowie die Darstellung theologisch relevanter Themen/Motive (Schuld/Sühne, Auferstehung, Tod, Immanenz usw.) und Figuren (ErlöserInnen, Pfarrer, Engel, Teufel, Superhelden usw.) analysieren. Den zweiten Band schließt ein Beitrag zur Verwendung von Filmen im Religionsunterricht ab. Durch die enorme Menge an Material und Themen schließt sich dabei von vornherein jeder Anspruch auf Vollständigkeit von selbst aus (Bd. 1, 11), jedoch sind die gewählten Beispiele mit Blick auf ihre Relevanz in Gesellschaft, Theologie und Film sinnvoll und repräsentativ. [Mehr]

Eva Fritsch; Dirk Fritsch: Filmzugänge

Einzelrezension | 15. Dezember 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Eva Fritsch; Dirk Fritsch: Filmzugänge. Strukturen und Handhabung. Mit einem Exkurs zur Filmmusik von Tomi Mäkelä. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2010, 238 Seiten, 19,80 Euro.

Rezensiert von Christoph Jacke

“Der Anstieg des piktorialen (bildhaften) Anteils unserer Welt erfordert einen reflexiven Umgang mit visuellem Verständnis und den Voraussetzungen hierzu.” Zur Reflexion und Auseinandersetzung mit den Welten des Films wollen die an Theorie und Praxis des Films geschulten Eva und Dirk Fritsch mit diesem Band, den sie selbst als Reader einordnen, beitragen. Eva Fritsch hat als Produktionsassistentin und Kindercoach, Dirk Fritsch als Regisseur und Autor gearbeitet. Gemeinsam haben sie seit 2004 den Lernort Film etabliert, eine Plattform, die sich im Rahmen von Aus- und Weiterbildung an Schulen und Hochschulen mit dem faszinierenden Thema Film beschäftigt. Denn, so sagen die Fritschs zu Recht im Vorwort: “Filmverstehen ist gewissermaßen eine Teilmenge des Medienverstehens.” [Mehr]

Frank Bösch; Lucian Hölscher (Hrsg.): Kirchen – Medien – Öffentlichkeit

Einzelrezension | 10. Dezember 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Frank Bösch; Lucian Hölscher (Hrsg.): Kirchen - Medien - Öffentlichkeit. Transformationen kirchlicher Selbst- und Fremddeutungen seit 1945. Reihe: Geschichte der Religion in der Neuzeit, Band 2. Göttingen [Wallstein Verlag] 2009, 266 Seiten, 24,- Euro.

Rezensiert von Daria Pezzoli-Olgiati

Dieses Buch fokussiert ein Thema, das sowohl aus historischer als auch zeitgenössischer Perspektive bedeutsam ist. Es geht um die Präsenz von religiösen Institutionen in der Öffentlichkeit im Spiegel der Medien. Die Wechselwirkung zwischen Kirchen, Medien und Öffentlichkeit wird in diachroner Perspektive anhand von acht soliden Beiträgen und einer vertieften Einführung untersucht. Die Artikel, die vor allem – aber nicht nur – die Situation in Deutschland seit der Nachkriegszeit untersuchen, sind in drei Teile aufgeteilt. Im Teil I, Mediale Interaktionen zwischen Kirche und Welt, wird das Verhältnis zwischen Kirchen und Medien im Lichte der radikalen Transformationen beleuchtet, die die späten Fünfzigerjahre charakterisieren. Die ausgewählten Studien befassen sich mit dem Verhältnis zwischen journalistischer Berichterstattung und Kirchen in Deutschland (N. Hannig) und mit den berühmten evangelikalen crusades des Billy Grahams in den USA etwa zur gleichen Zeit (U. A. Balbier). [Mehr]

Johannes Roschlau (Hrsg.): Träume in Trümmern

Einzelrezension | 15. November 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Johannes Roschlau: Träume in Trümmern. Film - Produktion und Propaganda 1940-1950. Reihe: CineGraph. München [edition text+kritik] 2009, 202 Seiten, 21,- Euro.

Rezensiert von Michael Wedel

Wohl kein zweites nationales Kino ist in seiner geschichtlichen Entwicklung derart markant von gesellschaftspoli- tischen Diskontinuitäten gekennzeichnet wie der deutsche Film. Dies scheint die Periodisierung für die Filmgeschichts- schreibung zu erleichtern und eine Orientierung an den Kerndaten der politischen Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert zwangsläufig zu machen. Entsprechend wird der historische Verlauf des deutschen Films in einschlägigen Überblicksdarstellungen wie in Arbeiten zu einzelnen Epochen zumeist in enger Analogie zur staats- und gesellschafts- geschichtlichen Entwicklung gefasst und in die Zeit des Wilhelminischen Films (1895-1918), Weimarer Kinos (1919-1933), NS-Films (1933-1945), des Nachkriegsfilms in Ost und West bis Mitte der 1960er Jahre (Ende der Adenauer-Ära bzw. 11. Plenum des ZK der SED), des Neuen Deutschen Films bis 1982 (dem Todesjahr Rainer Werner Fassbinders und zugleich Beginn der Kanzlerschaft Helmut Kohls) sowie des Gegenwartsfilm im wiedervereinigten Deutschland seit 1990 unterteilt. [Mehr]

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