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Stephanie Bung, Jenny Schrödl (Hrsg.):
Phänomen Hörbuch

Im Interview mit Claas Morgenroth

Einzelrezension
Was ist ein Hörbuch? Wie kann man es beschreiben? Und wie lässt es sich praktisch erfassen? Diesen Fragen widmet sich der Sammelband Phänomen Hörbuch, der 2016 im transcript Verlag erschienen ist. Aus einer interdisziplinären Perspektive pendelt er in seinen zwölf Beiträgen zwischen theoretischen Definitionen eines Trendbegriffs und praktischen Feststellungen, wie Hörbücher produziert und rezipiert werden. Claas Morgenroth vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur an der TU Dortmund hat sich als Rezensent dem Phänomen genähert, die Neuerscheinung auf ihre Stärken und Schwächen geprüft und sie im Interview mit dem rkm-Journal offenbart. Mehr

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Asterix und andere Superhelden:
Die Reclam-Reihe 100 Seiten

Rezensiert von Martin Gehr

Sammelrezension
Der Reclam-Verlag ist für die Kompaktheit seiner Publikationen bekannt, was vor allem auf die Größe der Bücher zutrifft. Die Universal-Bibliothek mit ihren Dramen, Gedichtbänden, Romanklassikern und Sekundärliteratur existiert seit 150 Jahren und umfasst mittlerweile 3000 Titel. Nun hat der Reclam-Verlag eine neue Reihe ins Leben gerufen, die ebenfalls durch Bündigkeit punkten soll: Sie heißt 100 Seiten und liefert in diesem Umfang Einführungen zu gesellschaftsrelevanten Themen, die vielfach als mediale Produkte oder Personen zu definieren sind und denen ein Kultstatus nachgesagt wird. Dazu gehören u.a. „Twin Peaks“ und „Gilmore Girls“, aber auch „Bud Spencer“ und „David Bowie“. Das rkm-Journal hat sich zwei Bände der Reihe vorgeknöpft, die dem Comic-Universum entsprungen sind: Asterix. 100 Seiten und Superhelden. 100 Seiten.Mehr

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Lynsey Addario: Jeder Moment ist Ewigkeit

Rezensiert von Evelyn Runge

Einzelrezension
Lynsey Addario ist eine der wenigen Frauen, die sich seit vielen Jahren als Fotojournalistin in Krisen- und Kriegsgebieten behauptet. In ihrer Autobiografie Jeder Moment ist Ewigkeit. Als Fotojournalistin in den Krisengebieten der Welt (2016) erzählt sie ihren Werdegang. Sie fokussiert dabei auch, was es bedeutet, als Frau im internationalen Fotojournalismus zu arbeiten, beruflich wie privat – weshalb der Untertitel des englischen Originals passender ist als der deutsche: A Photographer’s Life of Love and War. Illustriert mit eindrücklichen Farbfotos, ist Addarios Autobiografie trotz der subjektiven Haltung auch für das wissenschaftliche Publikum interessant: Die Lektüre verdeutlicht Forschungslücken, etwa die Produktionsbedingungen von Fotojournalisten in Krisengebieten, und die Ambivalenz, der weibliche Kriegsfotografen permanent ausgesetzt sind. Mehr

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Terry Eagleton: Literatur lesen. Eine Einladung

Rezensiert von Stefan Schenk-Haupt

Einzelrezension
Terry Eagleton, Professor für Anglistik an der Lancaster University, ist hierzulande vor allem Literaturstudenten ein Begriff, die sich mit seiner streitbaren Definition von Literatur aus seiner Literary Theory: An Introduction (1983) auseinanderzusetzen hatten. Literatur lesen ist ein gänzlich anders gearteter Beitrag, der 2016 erstmals ins Deutsche übersetzt wurde und bei Reclam erschienen ist. Eagleton will, so schreibt er in der Einleitung, „Lesern und Studenten der Literaturwissenschaft die grundlegenden Werkzeuge der Literaturkritik an die Hand“ geben. Ihm reiche es nicht aus, wenn lediglich über Handlungsverläufe oder das Verhalten von Figuren gesprochen wird. Eagletons Absicht ist zu erläutern, wie Texte gemacht werden und wie sie darin die Aussageweise lenken. Mehr

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Clemens Sedmak: Mensch bleiben in der Politik

Rezensiert von Martha Kuhnhenn

Einzelrezension
Sie sollen authentisch sein, aber keine Fehler machen. Sie sollen sichere Entscheidungen treffen, aber möglichst schnell. Sie sollen politische Kompetenz zeigen, aber Mensch bleiben. Die mitunter widersprüchlichen Herausforderungen, denen sich Politiker stellen müssen, bilden den Ausgangspunkt des Buches von Clemens Sedmak (2016). Der Präsident des Internationalen Forschungszentrums für soziale und ethische Fragen in Salzburg will neben den Ansprüchen des politischen Betriebs auch Möglichkeiten aufzeigen, wie man diesen begegnen kann. Dazu präsentiert und reflektiert er Aussagen aus 15 Interviews mit Politikern, die für diese Publikation geführt wurden, und verknüpft sie in seiner essayistischen Analyse mit Klassikern der antiken Rhetorik, Standardwerken der Politikwissenschaft, Philosophie und Sozialwissenschaft sowie aktuellen Quellen. Mehr

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Lorenz Matzat: Datenjournalismus. Methode einer digitalen Welt

Rezensiert von Holger Müller

Einzelrezension
Quo vadis? Wenn es um die Zukunft des Journalismus im digitalen Wandel geht, fallen in akademischen Beiträgen und Redaktionen häufig ähnliche Schlagworte: Crossmedia, Communities und Datenjournalismus. Jede dieser Herangehensweisen stellt für sich genommen eine Methode dar, das Internet als Plattform zu nutzen, um kurzfristig Aufmerksamkeit und langfristig Erlöse zu generieren. Vor den Erlösen steht allerdings zunächst der Aufwand, wie Lorenz Matzat exemplarisch in seinem Buch Datenjournalismus. Methode einer digitalen Welt zeigen möchte. Es ist bei UVK in der Reihe Praktischer Journalismus erschienen. Mehr

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Henriette Herwig, Andrea von Hülsen-Esch (Hrsg.):
Alte im Film und auf der Bühne

Rezensiert von Knut Hickethier

Einzelrezension
Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich mit „neuen Altersbildern und Altersrollen“ im Film sowie – am Rande – auch auf der Bühne. Er erscheint in der Reihe Alter(n)kulturen, die von den beiden Herausgeberinnen Henriette Herwig und Andrea von Hülsen-Esch und anderen Hochschullehrern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf publiziert wird. Das Buch verfolgt den Ansatz, wie mit solchen Kategorien im Film umgegangen wird: Dabei reicht das Spektrum der analysierten Themen von Demenz (Honig im Kopf) über Altersliebe (Wolke 9) bis zu generationsübergreifenden Erfahrungsräumen (Lost in Translation, Wir sind die Neuen) . Mehr

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Brooke Gladstone, Josh Neufeld:
Der Beeinflussungsapparat

Rezensiert von Silke Fürst

Einzelrezension
Fake News, Lügenpresse und die Macht der Mainstream-Medien – die derzeitige öffentliche Debatte scheint kaum noch ohne diese Schlagworte auszukommen. Zuerst provokativ durch rechtspopulistische Bewegungen in Europa und den USA lanciert, gehören sie inzwischen zum fast alltäglichen Vokabular verschiedenster Akteure. Wer hier Orientierung sucht, findet auf dem Buchmarkt eine wachsende Anzahl an Publikationen. Auch wenn sein Titel dies kaum erwarten lässt, hebt sich das kürzlich erschienene Buch Der Beeinflussungsapparat. Wie Massenmedien funktionieren, wie sie unsere Gesellschaft manipulieren und wie wir dazu beitragen (Correctiv) wesentlich von der Masse ab: In Form eines Comics will es breite und skeptische Leserkreise ansprechen und diesen zeigen, dass es „keine Verschwörung“ gibt. Um das Thema aufzubereiten, behandelt das Manifest allerdings kaum die gegenwärtige Medienlandschaft, sondern unternimmt einen Streifzug durch die amerikanische Presse- und Mediengeschichte. Mehr

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Lisa Mai, Judith Wilhelm: Ich weiß, wann Du online warst, Schatz

Rezensiert von Thomas Christian Bächle

Einzelrezension
Weil insbesondere pessimistische Deutungen mobiler Kommunikation große Bekanntheit erreichen, stellt jede ausgewogene Betrachtung mobiler und digitaler Medien in sozialen Kontexten willkommene Forschungsperspektiven bereit. So untersucht die Publikation Ich weiß, wann Du online warst, Schatz (2015) die Bedeutung der WhatsApp-Statusanzeigen für die Paarkommunikation in Nah- und Fernbeziehungen. Die Autorinnen Lisa Mai und Judith Wilhelm konzentrieren sich dadurch auf kommunikative Praktiken, die durch Instant Messaging-Dienste ermöglicht werden und neben einer ständigen Erreichbarkeit über das Merkmal zusätzlicher Kontextinformationen verfügen: Dazu zählen Angaben, ob der Kommunikationspartner „gerade online“ ist, eine Nachricht bereits zugestellt oder schon gelesen wurde. Vor allem in Paarbeziehungen, die sich durch eine hohe kommunikative Verfügbarkeit und Intensität auszeichnen, haben solche Informationen eine hohe Relevanz. Ob das auch für die vorliegende Studie zutrifft, hat Thomas Christian Bächle für das rkm-Journal untersucht. Mehr

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Reinhold Neven Du Mont: Mit Büchern und Autoren. Mein Leben als Verleger

Rezensiert von Oliver Ruf

Einzelrezension
Reinhold Neven Du Mont leitete von 1969 bis 2001 die Geschicke des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln. In seinen Erinnerungen erzählt er die Verlagsgeschichte, soweit er sie selbst begleiten und lenken durfte. Seine Schilderungen gruppieren sich, wie der Titel verspricht, um die wichtigsten Bücher und deren Verfasser. Oliver Ruf hat sich für das rkm-Journal der Berufsbiographie eines der großen deutschen Verleger angenommen, der, wie Ruf es formuliert, einen Grandseigneur des Literaturbetriebs der vergangenen vier Jahrzehnte darstellt. Ein Gentleman, der gleichzeitig unbeirrt seinen Weg als Vermittler vor allem gegenwärtiger Literatur gegangen ist und dabei aus einem traditionsreichen Verlagshaus einen Buchmarktmotor mit immensem Einfluss gemacht hat. Mehr

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