Blog-Archive

Maria Edström, Ragnhild Mølster (Hrsg.): Making Change

Rezensiert von Heike Graf

Making ChangeEinzelrezension
Nordeuropa gehört zu den Vorreitern bei der Gleichstellung der Geschlechter im Arbeits- und Privatleben. Das bestätigt der im vorigen Jahr veröffentlichte Report des World Economic Forum, der die nordischen Länder auf die ersten fünf Plätze im globalen Ranking verweist. Mehr

Veröffentlicht unter Einzelrezension

Ursula Hennigfeld (Hrsg.): Poetiken des Terrors

Rezensiert von Simone Sauer-Kretschmer

Poetiken des TerrorsEinzelrezension
Der von Ursula Hennigfeld im Heidelberger Universitätsverlag Winter herausgegebene Sammelband Poetiken des Terrors. Narrative des 11. September 2001 im interkulturellen Vergleich fußt auf einer im Mai 2013 in Osnabrück stattgefundenen Tagung. In ihrem Vorwort listet die Herausgeberin fünf zentrale Fragen, auf die die zwölf Beiträge des Bandes antworten wollen: Erstens soll es um die “Differenzqualität des Mediums Literatur“ gehen, zweitens um die diskursiven Prozesse der Wissensproduktion um 9/11, drittens stellt sich die Frage nach dem 9/11-Roman als neuer Gattung, viertens sollen die nationalen Unterschiede in den Narrativen untersucht werden und fünftens wird kritisch gefragt, inwiefern sich auch die wissenschaftliche Forschung an der “Konstruktion einer Wende oder eines Zäsur-Denkens“ beteiligt habe. Mehr

Veröffentlicht unter Einzelrezension

Tristan Thielmann, Erhard Schüttpelz (Hrsg.): Akteur-Medien-Theorie

Rezensiert von Johanne Mohs

Thielmann_Akteur-Medien-TheorieEinzelrezension
Der von Erhard Schüttpelz und Tristan Thielmann herausgegebene Sammelband Akteur-Medien-Theorie widmet sich den medientheoretischen Implikationen der maßgeblich vonBruno Latour entwickelten Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Ausgehend von der Annahme, dass “[e]in gewisser Teil der ANT […] immer schon Medientheorie gewesen” ist, stellt der umfangreiche Band klassische Texte der ANT von Bruno Latour und Antoine Hennion sowie aktuelle sozialwissenschaftliche und wissenschaftstheoretische Untersuchungen nebeneinander, die den impliziten Medienbegriff der ANT veranschaulichen sollen. Die Herausgeber nehmen sich mit ihrem Vorhaben einer medientheoretischen Konjunktur an, die oft als die “auffälligste” oder “interessanteste” Entwicklung der kulturwissenschaftlichen Medienforschung aus den letzten Jahren oder auch als ihre “überaus vielversprechende Neuformulierung” bezeichnet wurde. Mehr

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Einzelrezension

Bernard Schüler: Der Ullstein Verlag und der Stummfilm

Rezensiert von Patrick Rössler

Schüler_Der Ullstein Verlag und der StummfilmEinzelrezension
Kaum ein Branchenkongress ohne Vortrag über Triple Play, kaum ein Filmfestival ohne Vermarktertreffen – crossmediale Verwertungsketten sind inzwischen eher die Regel denn die Ausnahme in der Content-Produktion. Ein Phänomen des Internet-Zeitalters oder zumindest der explosionsartigen Ausweitung des Medienmarktes seit den 1980er Jahren, könnte man meinen, aber weit gefehlt: Schon eingangs der Weimarer Republik schmiedeten der einflussreiche Ullstein-Verlag und die zweitgrößte deutsche Filmfirma, die Decla-Bioscop AG, eine strategische Allianz. Die Uco-Film GmbH als gemeinsames Tochterunternehmen hatte einzig den Zweck, die zuvor in der Berliner Illustrierten Zeitung, einem der Flaggschiffe des Hauses Ullstein, erschienenen Fortsetzungsromane auf die Leinwand zu bringen. Diese enge Partnerschaft zwischen Presse und Film war seinerzeit tatsächlich noch ohne Vorbild, denn der Schritt des Kinos von der Jahrmarktattraktion zu einer ernstzunehmenden kulturellen Unternehmung lag noch nicht lange zurück, und seinen unzweifelhaften kommerziellen Potenzialen haftete noch immer ein zweifelhaftes Image an. Mehr

Getagged mit: , , , , ,
Veröffentlicht unter Einzelrezension

Peter Szyszka; Dagmar Schütte; Katharina Urbahn: Public Relations in Deutschland

Rezensiert von Reinhild Rumphorst

Einzelrezension
PR-Arbeit kann vieles sein: Sinnfreies Schönschreiben irrelevanter Ereignisse ebenso wie das Entwickeln und Kommunizieren einer gemeinwohl- verträglichen Unternehmenspolitik. Niemand kann zudem mit Sicherheit sagen, wie viele Menschen mit solchen Tätigkeiten in Deutschland Einkommen erzielen: sind es 20.000 oder 50.000? Die einen nennen sich Öffentlichkeits- arbeiter, betreiben jedoch Marketing, die anderen machen Public Relations, firmieren aber als Journalisten oder Geschäftsführer. Das Berufsfeld Public Relations ist statistisch und wissenschaftlich bestenfalls an den Rändern beackert. Im Frühjahr 2002 begann daher an der Fachhochschule Osnabrück ein ambitioniertes Projekt: Public Relations in Deutschland sollte in ihren organisationsfunktionalen Zusammenhängen empirisch erfasst werden. Aus nachvollzieh- baren Gründen beschränkten die Forscher ihre Studie schließlich auf den Bereich der Wirtschaftskommunikation; auch dies war noch eine Herkulesaufgabe. Seit 2009 liegen nun die Ergebnisse als Buchveröffentlichung vor. Mehr

Getagged mit: , , , , ,
Veröffentlicht unter Einzelrezension