Blog-Archive

Jessica Heesen (Hrsg.): Handbuch Medien- und Informationsethik

Rezensiert von Stephan Mündges

Einzelrezension
Wie sortiert Google seine Suchergebnisse? Nach welchen Maßstäben stellt Facebook die Inhalte in den Newsfeeds der Nutzer zusammen? Wer haftet eigentlich, wenn ein selbstfahrendes Auto einen Unfall verschuldet? Was ist noch wahr im Zeitalter der Fakenews? Welche Daten dürfen Technologiefirmen über ihre Nutzer sammeln und was dürfen sie damit anstellen? Das sind einige wenige, sehr konkrete Fragen, die sich in einer digitalen, von informationstechnischen Innovationen durcheinandergewirbelten Medienwelt stellen. Und die Liste ließe sich natürlich noch um unzählige Punkte erweitern. Mehr

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Ari Turunen, Markus Partanen: Bitte nach Ihnen, Madame

Rezensiert von Martin Gehr

Einzelrezension
Alles ist relativ. Was Manieren sind, hängt von den gesellschaftlichen Gepflogenheiten der jeweiligen Zeit und des Kulturkreises ab. Das sind zwei der Erkenntnisse, die der Leser im Buch Bitte nach Ihnen, Madame. Eine kurze Geschichte des guten Benehmens (2016) erhält. Die populärwissenschaftliche Publikation der finnischen Journalisten Ari Turunen und Markus Patanen ist kein Knigge-Ableger, sondern befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der europäischen Manieren: “Benimmbücher erklären, wie man sich benimmt; dieses Buch versucht zu erklären, warum man sich so benimmt.“ Dabei berücksichtigen sie auf humorvolle, aber fundierte Weise sowohl Klassiker wie Grußrituale und Tischsitten als auch das „neue digitale Mittelalter“, in dem die Netiquette gescheitert ist. Mehr

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Schwerpunkt Juli 2017: „Wo sind denn bitte Ihre Manieren geblieben?“

Einzelrezension
Rücksichtslosigkeit und mangelnder Respekt gehören zu den gesellschaftlichen Trends unserer Zeit. Das beginnt bei niveauloser Kommunikation im Internet, aus denen Shitstorms werden, erstreckt sich über verbale und körperliche Gewalt unter Sportfans und in politischen Auseinandersetzungen bis zu Gaffern im Straßenverkehr, die Rettungskräfte blockieren, um mit ihrem Smartphone Opfer zu filmen. Die Massenmedien sind rund um die Uhr dabei und generieren ihre Aufmerksamkeit ebenfalls gern, indem sie Tabus und ethische Grenzen durchbrechen. Da ist der Mittelfinger als Beleidigung schon harmlos geworden. „Wo sind denn bitte Ihre Manieren geblieben?“ fragt daher das rkm-Journal im Themenschwerpunkt des Monats Juli. Mehr

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Dieter Witschen: Ethische Kommunikation

Rezensiert von Simone Horstmann

Einzelrezension
Die ethische Kommunikation der Kirche im öffentlichen Raum – hinter dieser Formel verbirgt sich ein Spannungsreichtum, der bisweilen begrüßt wird (etwa wenn sich Kirche gegen populistische Politik ausspricht), der aber auch enormen Widerspruch (etwa in sexualethischen Belangen) auszulösen vermag. Die Ethik ist für Dieter Witschen, Diözesanrichter im Bischöflichen Offizialat Osnabrück, der Grundmodus kirchlicher Kommunikation schlechthin, so dass er in seiner Bestandsaufnahme Ethische Kommunikation. Zivilgesellschaft – Kirche – Sozialethik (2016) verschiedene Ausprägungen kirchlich-ethischer Rede referiert. Das Panorama reicht von der Argumentation über Typen der mahnenden Predigt hin zu beratenden, einladenden, mediatorischen oder auch autoritativen Sprachformen. Mehr

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Lisa Mai, Judith Wilhelm: Ich weiß, wann Du online warst, Schatz

Rezensiert von Thomas Christian Bächle

Einzelrezension
Weil insbesondere pessimistische Deutungen mobiler Kommunikation große Bekanntheit erreichen, stellt jede ausgewogene Betrachtung mobiler und digitaler Medien in sozialen Kontexten willkommene Forschungsperspektiven bereit. So untersucht die Publikation Ich weiß, wann Du online warst, Schatz (2015) die Bedeutung der WhatsApp-Statusanzeigen für die Paarkommunikation in Nah- und Fernbeziehungen. Die Autorinnen Lisa Mai und Judith Wilhelm konzentrieren sich dadurch auf kommunikative Praktiken, die durch Instant Messaging-Dienste ermöglicht werden und neben einer ständigen Erreichbarkeit über das Merkmal zusätzlicher Kontextinformationen verfügen: Dazu zählen Angaben, ob der Kommunikationspartner „gerade online“ ist, eine Nachricht bereits zugestellt oder schon gelesen wurde. Vor allem in Paarbeziehungen, die sich durch eine hohe kommunikative Verfügbarkeit und Intensität auszeichnen, haben solche Informationen eine hohe Relevanz. Ob das auch für die vorliegende Studie zutrifft, hat Thomas Christian Bächle für das rkm-Journal untersucht. Mehr

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Deborah Zani: Dekodiert

Rezensiert von Marion Müller

Deborah Zani: DekodiertEinzelrezension
Wie gelingt eine erfolgreiche Gesprächsführung in Verkaufsgesprächen? Welche ‘verborgenen Stellhebel’ gilt es zu berücksichtigen? Wie kann man die zuständigen Entscheidungsträger im unmittelbaren Gespräch überzeugen? Das sind die Fragen, die Deborah Zani in Dekodiert. Die Methode für den ultimativen Verhandlungserfolg zu beantworten verspricht. So beschreibt die Kommunikationswissenschaftlerin in 13 Kapiteln, was sie als Unternehmensberaterin bei Verhandlungen auf der höchsten Unternehmensebene beobachtet zu haben glaubt. Und das sind vor allem neun Schlüsselmomente (Defining Moments genannt) bzw. Wendepunkte, die angeblich erklären können, warum Verhandlungen scheitern und deren Kenntnis dabei helfen soll, die Erfolgswahrscheinlichkeit zu maximieren. Mehr

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Ricarda Drüeke: Politische Kommunikationsräume im Internet

Rezensiert von Nina Springer

Politische Kommunikationsräume im InternetEinzelrezension
Laut “Medien und Migration“-Experte Reiner Geißler (Geißler 2010: 8) hat sich in Deutschland ein Paradigmenwechsel im öffentlichen Diskurs über Migration vollzogen: Aus dem Frame der unerwünschten Ausländer sei ein Diskurs über notwendige Migration und Integration entstanden. Die Dissertation von Ricarda Drüeke zeigt ergänzend, dass das allerdings nicht für alle gesellschaftlichen Kommunikationsräume gleichermaßen gilt. Mehr

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Patrick Brauckmann (Hrsg.): Web-Monitoring

Rezensiert von Felix Sattelberger

Einzelrezension
Patrick Brauckmann, Promovent an der Universität Leipzig und Vertriebsleiter bei der bol Behörden Online Systemhaus GmbH, bietet mit seinem Herausgeber- band Web-Monitoring. Gewinnung und Analyse von Daten über das Kommunikationsverhalten im Internet einen praxisorientierten und umfassenden Einblick in die vielseitigen Facetten der Untersuchung von internetbasierten Kommunikations- prozessen. Zu Beginn des Bandes gelingt Thomas Pleil die theoretisch fundierte und dennoch anschauliche Hinführung zu dem komplexen Themenbereich des Web-Monitorings. Die Herausarbeitung der diffusen Verknüpfungen zwischen klassischen Massenmedien und internetbasierten Mikro-Öffentlichkeiten stellen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Beobachtung des Kommunikationsverhaltens im Internet deutlich heraus. Nach dieser thematischen Einführung gliedert sich der Band in vier Teile, welche im Folgenden kurz charakterisiert werden. Mehr

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