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Horst Pöttker: Beruf zur Öffentlichkeit

Rezensiert von Beatrice Dernbach

Carsten Brosda und Daniel Müller haben ihrem Mentor Horst Pöttker ein außergewöhnliches Geschenk gemacht: Ihr Band vereint nicht Reminiszenzen von zwei Dutzend Weggefährten, sondern 18 Beiträge, die der Wissenschaftler selbst verfasst hat. Ein Format, das seiner beruflichen Ernsthaftigkeit und seinem Ethos bemerkenswert gerecht wird; es ermöglicht den tieferen Blick in die Jahrzehnte seines wissenschaftlichen Denkens. Die Auswahl ist den beiden Herausgebern sicher nicht leicht gefallen. Sie haben die 18 Publikationen in vier Kapitel unterteilt: 1. Theorie des Journalismus, 2. Journalistische Berufsethik, 3. Geschichte des Journalistenberufs und 4. Zukunft des Journalistenberufs. Eine kleine kritische Anmerkung vorab, um einmal erwähnt und damit abgehakt zu sein: Dass die bibliografischen Erstverweise gesammelt am Ende stehen statt direkt bei den Beiträgen, erschwert die Orientierung. Auch verzichten Brosda und Müller darauf, die Texte in ihren historischen oder wissenschaftstheoretischen Kontext einzuordnen. Ihre Einleitung dient daher als zentrale Orientierungshilfe – und erfüllt diese Aufgabe solide. Mehr

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Klaus-Dieter Altmeppen, Klaus Arnold: Journalistik

Rezensiert von Siegfried Weischenberg

Journalistik2_online
Moderner Journalismus ist vor allem durch die Redaktion ‘als organisiertes soziales System’ (Rühl) gekennzeichnet. Insofern macht es Sinn, in einem Lehrbuch des Fachs Journalistik, das sich diesem Journalismus mit dem Mittel der wissenschaftlichen Beobachtung widmet, das ‘organisationale Handlungsfeld’, wie es hier heißt, ins Zentrum zu rücken und daran Systematik und Darstellung auszurichten. Dies geschieht hier mit aller Konsequenz – auch wenn dadurch ‘Makro-Aspekte’ wie etwa die rechtlichen Grundlagen in den blinden Fleck geraten, wie die Autoren selbst einräumen. Mehr

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Sebastian Köhler: Die Nachrichtenerzähler

Rezensiert von Karl N. Renner

“Journalismus kann als ein sozialer Bereich zur Konstruktion von gesellschaftlichem Wissen über Themen mithilfe von Texten begriffen werden.” Diese Abwandlung des bekannten Diktums von Manfred Rühl ist der Ausgangspunkt von Sebastian Köhlers Untersuchung über die Möglichkeiten und Grenzen des Storytellings in den Nachrichtensendungen des Fernsehens. Es weist ihn als einen Vertreter jener neueren Richtung der Journalistik aus, die die Trennung von Kommunikations- und Medienwissenschaft zu überwinden sucht und Erkenntnisse sprach- wie textwissenschaftliche Forschungen für die Journalistik fruchtbar machen will. Mehr

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“Auf unserer Fahne steht Pluralismus”

Mit “r:k:m” geht im September 2009 die erste integrative Rezensionszeitschrift für die Kommunikations- und Medienwissenschaften online. Die Publikation ist ein Kooperationsprojekt des Dortmunder Instituts für Journalistik, des Bochumer Instituts für Medienwissenschaft und des Essener Instituts für Kommunikationswissenschaft. Gemeinsam wollen sie einen möglichst vielseitigen Überblick über die neusten Buchpublikationen in ihren Disziplinen vermitteln. Im Video-Interview spricht Mit-Herausgeber Horst Pöttker über die Ziele der Online-Zeitschrift, die Vielfalt der Forschungsansätze und die Zukunft des wissenschaftlichen Buches. Ein etwas anderes Editorial. Mehr

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