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Johanna Dorer, Brigitte Geiger, Brigitte Hipfl, Viktorija Ratković (Hrsg.): Handbuch Medien und Geschlecht

Rezensiert von Stine Eckert

Einzelrezension

Mit dem Handbuch für Medien und Geschlecht. Perspektiven und Befunde der feministischen Kommunikations- und Medienforschung legen die vier Herausgeberinnen Johanna Dorer, Brigitte Geiger, Brigitte Hipfl und Viktorija Ratković ein beeindruckendes Werk vor. Es führt Leser:innen in die deutsch- und englischsprachige Forschung zu Kommunikation, Journalismus, Medien und Gender in sehr zugänglicher Sprache und gut strukturiert ein. Das Buch ist in zehn Teilabschnitte mit je mehreren Kapiteln gegliedert, die sinnvoll mit zwei grundlegenden Theorie- und Methodenübersichten beginnen. Auf diese folgen zwei Teile zu Medienproduktion, -inhalten und -rezeption und historischer Medienforschung. In weiteren fünf tieferführenden Abschnitten werden hochrelevante Themen in der feministisch-kritischen Forschung zusammengefasst und eingeordnet: Politik und Ökonomie, Frauenbewegungen und feministische Medien, Gewalt und Dominanzverhältnisse, Differenzen sowie Medienkultur. Im letzten, kürzesten Teil werden in zwei Kapiteln zukünftige Forschungsfragen aufgeworfen. Ein Vorwort von Irene Neverla ordnet das Handbuch als wichtigen Beitrag zur Etablierung der feministischen Kommunikations- und Medienforschung im deutschsprachigen Raum ein. Mehr

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Amy Shore: Suffrage and the Silver Screen

Rezensiert von Katarina Saalfeld

Suffrage and the Silver ScreenEinzelrezension
Die feministische Filmwissenschaft wird vorrangig assoziiert mit Schriften, die in den 1960er und -70er Jahren im Kontext der zweiten Welle der Frauenbewegung entstanden. Amy Shores Studie Suffrage and the Silver Screen, erschienen in der von Frank Beaver herausgegebenen Schriftenreihe Framing Film. The History & Art of Cinema, wirft einen Blick auf Filme der 1910er Jahre, die innerhalb der US-amerikanischen Suffragetten-Bewegung produziert wurden, und rückdatiert somit die Wurzeln der feministischen Filmwissenschaft. In acht ausführlichen Kapiteln untersucht Shore mittels der Methode der historischen Diskursanalyse die Verquickungen zwischen der Organisation der politischen Bewegung und der dabei genutzten visuellen Kultur mit Fokus auf das Medium Film. Indem sie die kinematografischen Arbeiten der Suffragetten-Bewegung als integralen Bestandteil der Tradition des feministischen Filmemachens ausweist, positioniert sie sich in einem erst seit Kurzem prosperierenden Forschungsfeld: der feministischen Filmhistoriografie. Mehr

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Skadi Loist, Sigrid Kannengießer, Joan Kristin Bleicher (Hrsg.): Sexy Media?

Rezensiert von Kathrin Friederike Müller

Sexy MediaEinzelrezension
Die Gender und Queer Studies haben Kommunikations- und Medienwissenschaft in der Vergangenheit herausgefordert: Sie haben gewohnte Ordnungen und Normierungen der Fächer infrage gestellt, das Verhältnis von Medien und Gender theoretisiert und sind für alternative Konzepte zur zweigeschlechtlichen Ordnung und binären Vorstellungen von Sexualität eingestanden. Beide Fächer haben davon profitiert, indem ihr theoretisches Spektrum erweitert und um identitätspolitische Fragen bereichert wurde. Trotzdem stellen Gender- und Queer Studies in der Kommunikations- sowie der Medienwissenschaft immer noch Randbereiche dar, deren Integration in den Mainstream der Forschung bis dato aussteht. Mehr

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Radhika Gajjala, Yeon Ju Oh (Hrsg.): Cyberfeminism 2.0

Rezensiert von Sigrid Kannengießer

cyberfeminism 2_0Einzelrezension
“Where have all the Cyberfeminists gone?” fragen Radhika Gajjala und Yeon Ju Oh in der Einleitung des von ihnen herausgegebenen Sammelbands Cyberfeminism 2.0. Nach der Euphorie der 1990er Jahre, in der Feministinnen durch das Internet neue Möglichkeiten für die Ermächtigung und Emanzipation von Frauen wahrnahmen, muss heute kritisch hinterfragt werden, ob sich diese Erwartung erfüllt hat oder Geschlechterungleichheiten in Internetmedien fortgeschrieben oder sogar neu hergestellt werden. Was bedeutet also z. B. Cyberfeminismus in Zeiten, in denen Frauen als Konsumentinnen omnipräsent im Internet sind? Und welche Rolle spielen Feministinnen in Sozialen Netzwerken oder der digitalen Spielkultur, wenn gleichzeitig behauptet wird, Feminismus wäre nicht länger notwendig? Diese und andere Fragen greifen die Buchbeiträge auf, wobei jeder Artikel Ergebnisse empirischer Fallstudien präsentiert, in denen Webseiten, Blogs und Foren aus einer feministischen und/oder Geschlechterperspektive analysiert werden. Mehr

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