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Stefan Weidner: Jenseits des Westens

Rezensiert von Caroline Lindekamp

Essay
Katastrophen, Kriege, Krankheiten: Blicken die Medien hierzulande auf Länder jenseits ihres eurozentrischen Fokus, ist diese punktuelle Betrachtung dominiert von Negativschlagzeilen – eben den berühmten drei K. Eine begrenzte Themen- und Ländervarianz in der Auslandsberichterstattung verzerrt unser Bild entsprechender Nationen. Genau diese Diskrepanz erlebte Islamwissenschaftler Stefan Weidner bei seiner ersten Reise nach Nordafrika. Mit ihr steigt er in Jenseits des Westens ein : In Marokko suchte Weidner die absolute Fremde fern “seiner kleinbürgerlichen Schein-Idylle“ (9), um der Selbstentfremdung im positiven Sinn zu entfliehen. “Die Fremde ent-fremdete mich, machte, dass ich mich weniger fremd fühlte – zuerst mir selbst gegenüber, dann im Verhältnis zu meiner Umwelt.“ Mehr

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