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	<title>rezensionen:kommunikation:medien</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereichen Kommunikation und Medien</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 21:39:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
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		<title>Roger Blum; Heinz Bonfadelli; Kurt Imhof; Otfried Jarren (Hrsg.): Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7526</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7526#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 08:30:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Empirische Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mediensymposium]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmedien]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Klaus Kamps</em>

<em><img class="alignnone size-full wp-image-8170" title="Krise der Leuchttürme" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2012/02/Krise-der-Leuchttürme.jpg" alt="" width="160" height="228" /></em>Ein zentrales Leitbild der Kommunikationswissenschaft dürfte zweifellos sein, dass (freie) Medien ein Wesensmerkmal demokratischer Kultur sind. <em>Die </em>Medien als Träger und Spiegelbild einer 'öffentlichen Meinung', als gesellschaftliches Kritik- und Kontrollorgan finden sich dann in vielen normativen wie normsetzenden Überlegungen wieder – in der Bundesrepublik z. B. prominent platziert im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel-Urteil" target="_blank">Spiegel-Urteil</a> des Bundesverfassungs- gerichts 1966. Freilich greift die Rede von <em>den Medien</em> offenkundig zu kurz, da bedarf es kaum eines Blicks in den Zeitungskiosk oder auf die Programmangebote der Fernsehsender. Die 'Mediengesellschaft', wie sie gerne apostrophiert wird, kommt gelegentlich merkwürdig daher, vor allem aber recht differenziert. Wenn dann eine wie auch immer konkretisierte 'politische' Rolle von Medien in den Blick gerät, taucht häufig die Idee der <em>Qualitäts</em>medien auf. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7526">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Klaus Kamps</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-8170" title="Krise der Leuchttürme" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2012/02/Krise-der-Leuchttürme.jpg" alt="" width="160" height="228" /></em>Ein zentrales Leitbild der Kommunikationswissenschaft dürfte zweifellos sein, dass (freie) Medien ein Wesensmerkmal demokratischer Kultur sind. <em>Die </em>Medien als Träger und Spiegelbild einer &#8216;öffentlichen Meinung&#8217;, als gesellschaftliches Kritik- und Kontrollorgan finden sich dann in vielen normativen wie normsetzenden Überlegungen wieder – in der Bundesrepublik z. B. prominent platziert im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spiegel-Urteil" target="_blank">Spiegel-Urteil</a> des Bundesverfassungs- gerichts 1966. Freilich greift die Rede von <em>den Medien</em> offenkundig zu kurz, da bedarf es kaum eines Blicks in den Zeitungskiosk oder auf die Programmangebote der Fernsehsender. Die &#8216;Mediengesellschaft&#8217;, wie sie gerne apostrophiert wird, kommt gelegentlich merkwürdig daher, vor allem aber recht differenziert. Wenn dann eine wie auch immer konkretisierte &#8216;politische&#8217; Rolle von Medien in den Blick gerät, taucht häufig die Idee der <em>Qualitäts</em>medien auf.</p>
<p>Diesen <em>Leuchttürmen der öffentlichen Kommunikation </em>widmet sich der vorliegende Band, der auf das <a href="http://www.foeg.uzh.ch/forschungsbereich/veranstaltungen/mediensymposium/mediensymposium_2008.aspx&amp;pagelng=1" target="_blank">Mediensymposium </a>2008 in Zürich zurückgeht. 24 Autorinnen und Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich 15 Beiträgen in einer stringenten Konzeption auseinander mit formellen, ökonomischen, inhaltlichen und nutzerorientierten Perspektiven auf das, was Qualität in den Medien heute kennzeichnet und künftig kennzeichnen mag.</p>
<p>Was – in der Tat – macht <em>Qualität </em>der Medien genau aus? Alles, was nicht dem Boulevard zuzuschreiben wäre? Wenngleich die Literatur durchaus Zugänge zu dieser für den journalistischen Alltag wie die Kommunikationswissenschaft wichtigen Frage bietet, so sind doch die hier einleitenden Beiträge des Bandes von Otfried Jarren und Martina Vogel, von Vinzenz Wyss sowie von Bernd Blöbaum ausnehmend hilfreich, um einer dem <em>Qualitätsbegriff </em>offenbar inhärenten Unschärferelation zu begegnen. Sie setzen kognitive Marker für die weitere Lektüre. Diesen Texten – wie auch in der Gesamtschau der Band an sich – gelingt es, die Leuchtturm-Metapher des Titels zu umschiffen (soviel Wortspiel darf sein), d. h. über die allein demokratietheoretischen, aufklärerisch-erhellenden Implikationen journalistischer Qualität hinaus analytische Zugänge anzubieten, die Impulse in die Forschung tragen können und z. B. Indikatoren benennen und (empiriegeleitet) zur Diskussion stellen.</p>
<p>Wahrscheinlich ist dies die Stärke des Bandes: dass nicht wohlräsonnierend ein Niedergang journalistischer Qualität bemängelt (und mit dem Internet erklärt) wird, sondern dass die vielen Facetten, die journalistisches Schaffen und Wirken in gleich welchem Verbreitungsmedium heute bestimmen, mit Blick auf ganz forschungspraktisches Herangehen systematisiert werden. Natürlich bestimmt die Norm eines &#8216;gehaltvollen&#8217; Journalismus die grundsätzliche Konzeption des Bandes und verschiedener Einzelbeiträge. Aber sie wird eben mikro-, meso- und makroanalytisch &#8216;übersetzt&#8217;, in diesem Fall in Studien zu z. B. inhaltlichem Wandel von Printmedien, Fernsehsendern und -formaten, zur Medienökonomie in verschiedenen Ländern, zu Online-Ablegern, deren Publikum, zu Nutzertypologien und mehr.</p>
<p>Insgesamt bietet der Band damit nicht nur interessante theoretische Auseinandersetzungen im Kontext der (und im Anschluss an die) Qualitätsdebatte, er zeigt auch in der empirischen Umsetzung den Wert solcher Überlegungen für die Disziplin. Es versteht sich, dass an dieser Stelle auch andere, zusätzliche Gegenstände vorstellbar wären; insofern wäre zu wünschen, dass die Reflektion des Readers im Fach weitere Analysen generiert, zumal manche der Erhebungszeiträume der Studien doch schon etwas weiter zurück liegen.</p>
<p><em>Links: </em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-17972-8/Krise-der-Leuchttuerme-oeffentlicher-Kommunikation.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch </a></li>
<li>Webpräsenzen von<a href="http://www.ikmb.unibe.ch/content/ueber_uns/emeritus/" target="_blank"> Roger Blum</a>, <a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienrealitaet/team/heinz-bonfadelli.html" target="_blank">Heinz Bonfadelli</a>, <a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/oeffentlichkeit/team/kurt-imhof.html" target="_blank">Kurt Imhof</a>, <a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienpolitik/team/otfried-jarren.html" target="_blank">Otfried Jarren </a></li>
<li><a href="http://www.uni-erfurt.de/kommunikationswissenschaft/personen/vertr-prof-dr-klaus-kamps/" target="_blank">Webpräsenz von Klaus Kamps an der Universität Erfurt</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Werner Telesko: Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7630</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7630#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 08:30:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Clemens Zimmermann</em>

<em><img class="alignnone size-full wp-image-7670" title="Telesko_Das 19 Jahrhundert" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Telesko_Das-19-Jahrhundert.jpg" alt="" width="160" height="229" /></em>Werner Teleskos <em>Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien</em> ist als Einführung und Epochenüberblick zu verstehen. Es enthält zahlreiche und gut ausgewählte Hinweise auf die einschlägige Forschungsliteratur und hat weniger methodisch-reflexiven als vielmehr darstellenden Charakter. Die insgesamt 46 Abbildungen sind adäquat ausgesucht und bilden mit den jeweiligen Textabschnitten einen sinnvollen Zusammenhang. Dem Haupttitel gemäß wird in der Einleitung der Epochencharakter des 'langen' 19. Jahrhunderts (bis 1917) begründet. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7630">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Clemens Zimmermann</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7670" title="Telesko_Das 19 Jahrhundert" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Telesko_Das-19-Jahrhundert.jpg" alt="" width="160" height="229" /></em>Werner Teleskos <em>Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien</em> ist als Einführung und Epochenüberblick zu verstehen. Es enthält zahlreiche und gut ausgewählte Hinweise auf die einschlägige Forschungsliteratur und hat weniger methodisch-reflexiven als vielmehr darstellenden Charakter. Die insgesamt 46 Abbildungen sind adäquat ausgesucht und bilden mit den jeweiligen Textabschnitten einen sinnvollen Zusammenhang. Dem Haupttitel gemäß wird in der Einleitung der Epochencharakter des &#8216;langen&#8217; 19. Jahrhunderts (bis 1917) begründet.</p>
<p>Im ersten Großkapitel &#8220;Politische und soziale Grundlagen&#8221; werden klassische Themen einer in Richtung politischer Kulturforschung tendierenden Epochendarstellung abgehandelt, nämlich Nationalismus, monarchische Staatsformen und ihre Legitimationsfiguren, &#8220;christliche Kirchen zwischen liberaler Theologie, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ultramontanismus" target="_blank">Ultramontanismus</a> und Privatoffenbarung&#8221; und das &#8220;Bürgertum als neue Kraft&#8221;, wobei es weniger um einen sozialgeschichtlichen Ansatz geht als um den Kult des als bürgerliche Grundideologie verstandenen Historismus.</p>
<p>Das zweite Großkapitel verspricht einen kommunikations- und mediengeschichtlichen Ansatz, geht aber ebenso inhaltlich vor. Es wendet sich den Darstellungsformen historistischer Kunst, dem Denkmalkult als &#8216;Monumentalisierung&#8217; geschichtlicher Erinnerung, neuen Räumen der Kunstproduktion (zum Beispiel Akademien und Ateliers) sowie der &#8220;Ästhetisierung&#8221; zu, die sich, so die These, als kulturelles Strukturmerkmal des Jahrhunderts darstelle.</p>
<p>Im dritten großen Kapitel &#8220;Wissenskulturen&#8221; werden Wissensformen und –orte (z.B. Museen, Weltausstellungen) sowie Erscheinungs- formen der &#8220;Massenpresse&#8221; behandelt. Schließlich im kürzeren vierten Kapitel geht es um Wahrnehmung von Landschaft und generelle Veränderungen menschlicher Wahrnehmung unter dem Begriff der &#8220;Sehsucht&#8221;. Das ist insgesamt ein ambitioniertes Programm, das der Autor kenntnis- und aspektreich abhandelt und bei dem man viel Bekanntes, aber auch manches Neue erfährt. Der Verfasser hat sich über die bildende Kunst in der napoleonischen Ära habilitiert und ist ein Kunsthistoriker, der die kulturgeschicht- liche Erweiterung seines Faches vorantreibt. So ist das Buch als eine Kulturgeschichte zu verstehen, die, ohne den Blick für Details zu verlieren, sich vor allem für Strukturelemente interessiert und hierbei Wahrnehmungsweisen, kulturelle Strategien und Inhalte sowie künstlerische Produktion und Kunstdiskurs in Zusammenhang bringt. Man wird sowohl dem Thesenreichtum an manchen Stellen als auch der synthetischen Leistung insgesamt die Anerkennung nicht versagen, zumal auch innovative Themen wie die Visualität oder die systematisierte und politisierte Sammlungskultur angesprochen werden.</p>
<p>Dass sich dennoch ein gewisses Unbehagen einstellt, liegt an drei Umständen. Erstens: Wie schon angedeutet, ist die Darstellung allzu sehr auf Mitteleuropa zentriert. Alterität, Transfers zwischen Ländern und Kulturen kommen so gut wie nicht vor. Die Frage nach konkurrierenden ästhetischen Ordnungen und Kulturkonflikten wird bezeichnenderweise ebenso ausgespart. In diesem Buch ist die Welt noch in Ordnung, alles ist Errungenschaft.</p>
<p>Zweitens: Ob es hier tatsächlich gelungen ist, das 19. Jahrhundert als Epoche zu begründen, muss bezweifelt werden. Sicherlich, man kann Zäsur setzende politische Umbrüche als Kriterien akzeptieren. Man kann von den Kennzeichen der ausgeprägten Dynamiken, Ambivalenzen und Revolutionen sprechen oder ein besonderes Verhältnis von Individuum und Masse oder gar die Historienmalerei als Charakteristiken des Saeculums angeben. All das ist indes allzu standortverhaftet. Warum werden nicht Kolonialismus und Mondialisierung angesprochen? Warum nicht Technik, Naturbeherrschung und Entfaltung der Produktivkräfte? Wo bleiben Fundamentalpolitisierung, Bürokratisierung und Kriegskatastrophen? Letztlich wird das als Charakteristikum des Jahrhunderts angeführt, was auch im Hauptteil des Buches zentral behandelt wird: eine Kultur- und Wahrnehmungsgeschichte des mitteleuropäischen Bürgertums. Denn die Schräglage des gesamten Buchprojekts in Richtung Bürgerlichkeit und bürgerlicher Kultur ist unübersehbar, alternative Kulturbegriffe werden nur randständig behandelt.</p>
<p>Drittens: Der Untertitel verweist auf Mediengeschichte. Wenn man von einer <em>Epoche und ihren Medien</em> spricht, wird eine klar mediengeschichtliche Ausrichtung des Bandes angekündigt. Diese Erwartung wird aber mitnichten erfüllt. Selbst wenn man beim zugrunde gelegten Medienbegriff sehr großzügig ist, und Ausstellungen als Medien auffasst (vorrangig werden sie aber zutreffend als &#8220;Räume&#8221; bezeichnet), ist es evident, dass Mediengeschichte nur in Ansätzen stattfindet. Freilich wird auf die mediale Popularisierung elitärer Formate hingewiesen. Doch es wird, etwas irreführend, die Innovation der &#8220;Massenpresse&#8221; angeführt, ohne die Zeitungslandschaft zu würdigen. Auflagen von etwa 1.500 Exemplaren je – weitgehend bilderlosem – Zeitungstitel sind freilich wenig spektakuläre Phänomene, die wohl nicht ins Gesamtbild passten. Zwar wird auf die neuen Medien Panorama, illustriertes Familienblatt und ganz kurz noch auf Fotografie und Film verwiesen, doch fallen diese Passagen qualitativ kaum ins Gewicht.</p>
<p>Der Autor verlässt sich bei diesen Aspekten allzu sehr auf die Sekundärliteratur, die eigenen Gesichtspunkte sind mager, Basisprozesse wie Medialisierung und Internationalisierung des Mediensystems werden gar nicht behandelt. Medien werden, für einen kunstwissenschaftlichen Ansatz freilich verständlich, als Sehapparate angesprochen. Der Autor setzt die neuen Kommunikationstechnologien jedoch nicht in Zusammenhang mit dem Auseinandertreten von Örtlichkeit und Ferne. So wird man auch vergeblich auf eine Historisierung medienwissenschaftlicher Ansätze warten. Allerdings als kulturgeschichtliches Panorama ist das Buch lesenswert und ergiebig.</p>
<p>Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.boehlau-verlag.com/newbuchliste.aspx?id=4" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch </a></li>
<li><a href="http://kunstgeschichte.univie.ac.at/institut/mitarbeiterinnen/ifk-telesko0/" target="_blank">Webpräsenz von Werner Telesko an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften</a></li>
<li><a href=" http://www.kmg.uni-saarland.de/~zimmermann/" target="_blank">Webpräsenz von Clemens Zimmermann an der Universität des Saarlandes</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Michael Schramm: Der unterhaltsame Gott</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7776</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7776#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 08:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Filmanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Hermeneutik]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Ingo Reuter</em>

<em></em><em><img class="alignnone size-full wp-image-7784" title="Der unterhaltsame Gott" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Der-unterhaltsame-Gott.jpg" alt="" width="160" height="256" /></em>In seinem nach 2008 nun in zweiter, erweiterter Auflage erschienenen Buch über Religion in populären Filmen erschließt Michael Schramm Filme wie <em>Star Wars</em>, <em>Avatar</em>, <em>Signs</em>, <em>Der Herr der Ringe</em> u.a. unter theologischem Blickwinkel. Dabei werden die Filme nach unterschiedlichen theologischen Themenfeldern geordnet auch mehrfach in den Blick genommen. Die Zugänge "Film und Religion", "Die Suche nach der Wahrheit des Universums", "Der Auftritt des Jesus von Nazareth", "Der Gott des Christentums", "Gott und die Übel der Welt", "Gibt es ein Leben nach dem Tod?" erschließen aus je eigener hermeneutischer Zuspitzung die entsprechenden theologischen Aspekte der Filme. Schramm bringt dabei instruktiv sowohl historisch-exegetische Fragen als auch dogmatische Formulierungen der Tradition ins Spiel. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7776">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Ingo Reuter</em></p>
<p><em></em><em><img class="alignnone size-full wp-image-7784" title="Der unterhaltsame Gott" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Der-unterhaltsame-Gott.jpg" alt="" width="160" height="256" /></em>In seinem nach 2008 nun in zweiter, erweiterter Auflage erschienenen Buch über Religion in populären Filmen erschließt Michael Schramm Filme wie <em>Star Wars</em>, <em>Avatar</em>, <em>Signs</em>, <em>Der Herr der Ringe</em> u.a. unter theologischem Blickwinkel. Dabei werden die Filme nach unterschiedlichen theologischen Themenfeldern geordnet auch mehrfach in den Blick genommen. Die Zugänge &#8220;Film und Religion&#8221;, &#8220;Die Suche nach der Wahrheit des Universums&#8221;, &#8220;Der Auftritt des Jesus von Nazareth&#8221;, &#8220;Der Gott des Christentums&#8221;, &#8220;Gott und die Übel der Welt&#8221;, &#8220;Gibt es ein Leben nach dem Tod?&#8221; erschließen aus je eigener hermeneutischer Zuspitzung die entsprechenden theologischen Aspekte der Filme. Schramm bringt dabei instruktiv sowohl historisch-exegetische Fragen als auch dogmatische Formulierungen der Tradition ins Spiel.</p>
<p>Dabei ist seine Zugangsweise eine doppelt kritische: Zum einen werden Darstellungen und Aussagen der populären Filme auf ihre Tragfähigkeit befragt. Zum anderen aber werden auch die Aussagen der christlichen Tradition auf dem Hintergrund der popkulturellen Zeugnisse in den Blick genommen. Schramm geht eben nicht schlicht davon aus, dass die theologische Tradition stets ins Recht gesetzt werden müsse. Vielmehr sieht er jedes Erkennen, auch das theologische, einem Wandel und Fortschritt unterworfen, der stets ein Neudenken und Umdenken erforderlich machen kann: &#8220;Man muss mit der Möglichkeit eines Fortschritts in der Theologie ernst machen. Und das bedeutet […] Alles steht fortwährend auf dem Prüfstand, denn nichts ist definitiv gewiss. Jederzeit besteht die Möglichkeit, dass man erkennt: &#8216;Ich habe mich – oder: wir haben uns – (vermutlich) geirrt&#8217;. Kein Bestand biblischer oder dogmatischer Sätze ist dieser Möglichkeit von vornherein entzogen&#8221; (13).</p>
<p>So legt er einerseits die falschen Aussagen über das Thomasevangelium im Film <em>Stigmata </em>offen und kritisiert die Vorstellung, dass Kirche ohne Institutionalisierung zu denken sei, wie es der Film nahelegt, als &#8220;idealisierte Illusion&#8221; (105). Andererseits findet er in den <em>Matrix</em>-Filmen Anstöße für ein Erlösungsdenken, das in seiner &#8220;Transparenz&#8221; (119) für die wechselseitige Durchdringung von Himmel und Erde durch die Macht der Liebe theologisch positiver zu bewerten sei als eine am Negativen, an der Sünde ansetzende Satisfaktionstheorie, wie sie Anselm von Canterbury entwickelt.</p>
<p>In der Tatsache, dass er auch am Beispiel <em>Matrix </em>scharf zwischen einem politischen und einem religiösen Erlöser unterscheidet (114), zeigt sich ein Grundinteresse Schramms, zwischen Filmen zu unterscheiden, deren Thematik explizit religiös sei und solchen, die lediglich implizite Religion aufwiesen. Auch wenn man diese Unterscheidung sicherlich vornehmen kann, so scheint doch eine scharfe Trennung kaum möglich, wenn man nicht das Religiöse lediglich auf einen bestimmten Themenkatalog reduzieren will, dessen Festlegung am Ende ja doch auf subjektiven Kriterien bzw. auf einem eng definierten Religionsverständnis beruhen muss, das Schramm zwar voraussetzt, aber doch nicht recht klar darlegen kann.</p>
<p>Wenn Schramm schreibt, er &#8220;neige sehr zu der Vermutung, dass unter dem Logo &#8216;implizite&#8217; Religion in Kinofilme Religiöses hineingeheimnisst wird, wo gar keine Religion ist&#8221; (11), dann stellt sich erkenntnistheoretisch und hermeneutisch doch die Frage, ob der Prozess der Interpretation nicht immer schon unter einem bestimmten Blickwinkel stattfindet, der die Wahrnehmung lenkt, und solches nicht auch legitim ist. Der Vorwurf, die &#8220;vermeintliche religiöse Botschaft&#8221; sei &#8220;nichts anderes als eine Projektion der &#8216;grünen&#8217; Brille der Theologie&#8221; (59) geht angesichts der konstitutiven Bedingtheit von Sinn im Wechselspiel von Rezipiertem und Rezipient m. E. ins Leere. Natürlich gibt es Grenzen der Interpretation. Aber so klar, wie Schramm das möchte, lassen sich diese sicherlich nicht bestimmen. Es gibt keine religiösen oder nicht religiösen Filme, die man klar trennen könnte. Es gibt nur unter theologischem und religiösem Blickwinkel mehr oder weniger ertragreich zu betrachtende Filme.</p>
<p>Trotz der grundlegenden Differenzen im hermeneutischen Grundverständnis muss man Schramms Buch in seinen konkreten Auslegungen von Filmen als wirklich instruktiv bezeichnen. Für Gemeindepraxis und schulischen (Religions-) Unterricht ergeben sich hier vielfältige Perspektiven.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-76444-7.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch </a></li>
<li><a href="https://theology-ethics.uni-hohenheim.de/88660" target="_blank">Webpräsenz von Michael Schramm an der Universität Hohenheim</a></li>
<li><a href="http://www.ingo-reuter.de/page/index.php" target="_blank">Homepage von Ingo Reuter</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Anna-Katharina Lienau: Gebete im Internet</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7731</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7731#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 08:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Gebete]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=7731</guid>
		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Thomas Ruster</em>

<em><img class="alignnone size-full wp-image-7760" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Lienau.jpg" alt="" width="160" height="253" /></em>Längst gibt es im Internet – und darauf hinzuweisen ist bereits ein Verdienst dieses Buches – Gebets-Seiten, die von vielen Menschen genutzt werden. Internet-Gebetsgemeinschaften sind entstanden, die in vielem an frühere Formen des gemeinschaftlichen Gebets erinnern und doch nach Maßgabe des verwendeten Mediums neue Gestalten des Betens hervorbringen. Insoweit das Gebet ein Grundvollzug des Glaubens und damit auch von Kirche ist, ist demgemäß von einer Art 'Internet-Kirche' zu reden, die sich längst gebildet hat und die nun noch hinsichtlich ihrer Form und ihres Gehaltes zu analysieren bleibt. Dieser Aufgabe, die angesichts der großen Bedeutung der internetbasierten Kommunikation zweifellos eine der am meisten zukunftsweisenden für die kirchliche Praxis ist, nimmt sich die vorliegende Arbeit an, die an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster als Dissertation bei Christian Grethlein entstanden ist. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7731">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Thomas Ruster</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-7760" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Lienau.jpg" alt="" width="160" height="253" /></em>Längst gibt es im Internet – und darauf hinzuweisen ist bereits ein Verdienst dieses Buches – Gebets-Seiten, die von vielen Menschen genutzt werden. Internet-Gebetsgemeinschaften sind entstanden, die in vielem an frühere Formen des gemeinschaftlichen Gebets erinnern und doch nach Maßgabe des verwendeten Mediums neue Gestalten des Betens hervorbringen. Insoweit das Gebet ein Grundvollzug des Glaubens und damit auch von Kirche ist, ist demgemäß von einer Art &#8216;Internet-Kirche&#8217; zu reden, die sich längst gebildet hat und die nun noch hinsichtlich ihrer Form und ihres Gehaltes zu analysieren bleibt. Dieser Aufgabe, die angesichts der großen Bedeutung der internetbasierten Kommunikation zweifellos eine der am meisten zukunftsweisenden für die kirchliche Praxis ist, nimmt sich die vorliegende Arbeit an, die an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster als Dissertation bei Christian Grethlein entstanden ist.</p>
<p>Gebet ist eine besondere Form der Kommunikation, an der Gott, der Beter und die Mitbetenden bzw. die ins Gebet Eingeschlossenen beteiligt sind. Wie für jede Form von Kommunikation gilt für das Gebet, dass es Gemeinschaft schafft und in seinem Vollzug von den verwendeten Medien geprägt ist. Der erste Teil der Studie geht dem Zusammenhang von Kommunikation, Gemeinschaft und Medien in gründlicher und perspektivenreicher Weise nach, um damit eine Grundlage für die Untersuchung religiöser Kommunikationsformen im Internet zu gewinnen. Orientierung gibt das medienökologische Rahmenmodell von Nicola Döring (2003), das Medienwahl, Medienmerkmale und daraus entstehende Kommunikationsmöglichkeiten in ein Verhältnis setzt. Problematische Aspekte der Internetkommunikation – Anonymität, Missbrauch, Kommerzialisierung und Simulation – werden gegen ihre spezifischen Chancen abgewogen: Anonymität auch als persönlicher Schutzraum, Niederschwelligkeit, Offenheit und nahezu unbegrenzte Partizipation. Gerade von kranken oder isoliert lebenden Personen können diese Chancen genutzt werden. Dem Einwand, digitale Kommunikation sei gegenüber dem face to face-Austausch bloß defizitär, wird mit guten Gründen entgegnet.</p>
<p>Im Übrigen eignen sich die Internet-Gebete schon deshalb als Untersuchungsgegenstand, weil sie beobachtet werden können. Den medien- und kommunikationstheoretischen Überlegungen stellt die Verfasserin eine fundierte Theologie des Gebets zur Seite. Grundlegend ist für sie dabei die Unterscheidung zwischen primärer und sekundärer Religionserfahrung, die in etwa dem Unterschied von vor- und nachachsenzeitlicher Religiosität im Sinne von Karl Jaspers entspricht. Beide Formen findet sie in den Internet-Gebeten vor. Dass jedenfalls medien- und kommunikationstheoretische Kompetenz so glücklich wie hier mit theologischer Kompetenz zusammenfinden, dürfte immer noch die große Ausnahme sein.</p>
<p>Der empirische Teil besteht in der Auswertung von Gebeten und den Reaktionen anderer Beter darauf aus zwei Internet-Seiten, die die Verfasserin zwei Wochen lang verfolgt hat, sowie in Interviews mit sechs Nutzern dieser Seiten, die ebenfalls auf digitalem Wege erfolgt sind. Die Auswertung erfolgt nach allen Regeln der Kunst und unter straffer Strukturierung der immer gut begründeten Fragen und Resultate.</p>
<p>Aus der Fülle der Aspekte seien nur die folgenden herausgegriffen: Das Internet fördert in besonderer Weise das persönliche Beten, anders, als dies in der Gemeinde möglich und auch üblich ist. Insofern fördert es die persönliche spirituelle Kompetenz. Beten im Internet führt oft zu habitualisiertem Verhalten, d. h. zu einer Form der Alltagsreligiosität. Für die Nutzer ist die erfahrene Gemeinschaft, die sich über die Antwortfunktion der Internet-Seiten vermittelt und oft zur Einstimmung in die Gebetsanliegen anderer führt, nicht weniger wichtig als die Gemeinschaft mit Gott. Die Internet-Beter können mit den Ambivalenzen des Mediums in der Regel gut umgehen, sie lassen sich jedenfalls durch die Erfahrungen von Missbrauch des Mediums und dem Eindringen fremder Stimmen nicht dauerhaft irritieren und finden dafür auch eine theologische Lösung.</p>
<p>Kirchliche Gemeinschaft und Internet-Gebetsgemeinschaft stehen nicht in Konkurrenz, sie können einander gut ergänzen. Die Teilnahme an Gebetsforen im Internet ist heute eine Form des Betenlernens, die vielfach an die Stelle von Familie und kirchlicher Gemeinde getreten ist. Aufschlussreich ist Uwe Sanders (1998) Theorie der ‚mediatisierten Kommunikation’, die die Verfasserin zur Beantwortung der Frage heranzieht, ob die Anonymität des Internet und der Wunsch nach Gemeinschaft miteinander vereinbar sind. Nach Sander gehört es zu den Merkmalen der Kommunikation in der Moderne, dass Authentizität und das Bedürfnis nach Verständnis gerade in einem Raum der Unverbindlichkeit ausgelebt werden.</p>
<p>Die Autorin plädiert nachdrücklich dafür, die neuen Kommunikationsbedingungen in der kirchlichen Praxis zu nutzen. Dem ist unbedingt zuzustimmen. Es handelt sich einfach darum zu erkennen, dass neue Medien auch neue Formen der Praxis hervorbringen. Was die in den Internet-Gebeten anzutreffende Spiritualität betrifft, so ist für sie typisch, dass die Form des Bittgebets (für eigene und fremde Anliegen) bei weitem überwiegt, während ein beachtlicher Anteil auch vom Klagegebet gehalten wird. So gut wie gar nicht trifft man hingegen auf das doxologische Gebet, das sonst in der Liturgie vorherrscht. Was das für die Kirche der Zukunft bedeutet, wird zu bedenken sein.</p>
<p>Dem Buch von Anna-Katharina Lienau ist zu wünschen, dass seine Botschaft weithin gehört wird – nicht nur von kirchlichen Praktikern, sondern auch von denen, die das Vergehen einer bestimmten Gestalt von Kirche bereits für ihr Ende halten. Dazu könnten eine bessere Aufmachung (eine größere Drucktype!) und womöglich eine Neufassung, die sich von dem Ballast des sozialwissenschaftlichen Methodengebrauchs und seiner zuweilen redundanten Analysen reinigt, dienlich sein.</p>
<p><em>Literatur</em>:</p>
<ul>
<li>Döring, Nicola:<em> Sozialpsychologie des Internet. Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen.</em> Göttingen u. a., 2003</li>
<li>Sander, Uwe: <em>Die Bindung der Unverbindlichkeit. Mediatisierte Kommunikation in modernen Gesellschaften</em>. Frankfurt a. M., 1998</li>
</ul>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.theologie.uni-erlangen.de/fileadmin/upload/CPV-Flyer_Maerz_2010_Internetdaten1.pdf" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://ev-nds.evlka.de/wiki/index.php/Anna-Katharina_Lienau" target="_blank">Webpräsenz von Anna-Katharina Lienau auf der Seite &#8220;Evangelisch in Niedersachsen&#8221;</a></li>
<li><a href="http://katheo.fk14.tu-dortmund.de/cms/katheo/de/Forschung/Ruster_Thomas/index.html" target="_blank">Webpräsenz von Thomas Ruster an der TU Dortmund</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Fabian Hintzler: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7686</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7686#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 08:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Lokaljournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalzeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätssicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Gesa Schölgens</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Hintzler.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-7698" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Hintzler.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Im Jahr 2007 machte die <a href="http://www.muensterschezeitung.de/">Münstersche Zeitung</a> (MZ) mit einer bis dahin nie da gewesenen Aktion auf sich aufmerksam: Beinahe die gesamte Lokalredaktion wurde im Laufe eines Wochenendes ohne Vorwarnung ausgetauscht. Das <a href="http://www.medienhauslensing.de/">Verlagshaus Lensing</a> begründete diesen gravierenden Schritt auf dem Zeitungsmarkt mit dem "unterirdischen Qualitätsniveau". In seinem Buch untersucht Fabian Hintzler, ob sich die Qualität der MZ seit dem personellen und strukturellen Umbruch tatsächlich verändert hat – eine nicht nur für Zeitungswissenschaftler spannende Thematik<em>. Die Zukunft der regionalen Tageszeitung </em>ist die Abschlussarbeit des Kommunikationswissenschaftlers an der <a href="http://egora.uni-muenster.de/ifk/">Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster</a>. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7686">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Gesa Schölgens</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Hintzler.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-7698" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/12/Hintzler.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Im Jahr 2007 machte die <a href="http://www.muensterschezeitung.de/">Münstersche Zeitung</a> (MZ) mit einer bis dahin nie da gewesenen Aktion auf sich aufmerksam: Beinahe die gesamte Lokalredaktion wurde im Laufe eines Wochenendes ohne Vorwarnung ausgetauscht. Das <a href="http://www.medienhauslensing.de/">Verlagshaus Lensing</a> begründete diesen gravierenden Schritt auf dem Zeitungsmarkt mit dem &#8220;unterirdischen Qualitätsniveau&#8221;. In seinem Buch untersucht Fabian Hintzler, ob sich die Qualität der MZ seit dem personellen und strukturellen Umbruch tatsächlich verändert hat – eine nicht nur für Zeitungswissenschaftler spannende Thematik<em>. Die Zukunft der regionalen Tageszeitung </em>ist die Abschlussarbeit des Kommunikationswissenschaftlers an der <a href="http://egora.uni-muenster.de/ifk/">Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster</a>.</p>
<p>In seiner Studie untersucht der Autor Ausgaben vor und nach dem Umbruch. Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt. In seiner kurzen Einleitung gibt Hintzler einen Überblick über den Inhalt. In Kapitel zwei stellt der Autor die Geschichte der MZ dar und erläutert die Umstände der Umstrukturierung. Die Darstellung ist ausgewogen, allerdings bleibt offen, wie viele Redakteure in der &#8216;alten&#8217; und &#8216;neuen&#8217; Lokalredaktion beschäftigt waren bzw. sind. Auf Seite 22 heißt es lediglich, die Zahl der Festangestellten sei gleich geblieben. Man fragt sich, warum hier nicht etwas genauer recherchiert wurde.</p>
<p>Die strukturellen Veränderungen von der klassischen Redaktionsorganisation bis zum modernen Newsroom/Newsdesk nach angloamerikanischem Vorbild werden in Kapitel drei beleuchtet. Das Konzept Newsroom (d. h. die räumliche Plattform) bzw. Newsdesk (= Zentrum des Newsrooms) soll die Probleme des klassischen Ressortprinzips auflösen: &#8220;starre Strukturen, Undurchlässigkeit der einzelnen Ressorts und Kämpfe um die beste Ausgangsposition (…)&#8221; (18). Innerhalb der Redaktion werden die Tätigkeiten von Redakteuren und Editoren getrennt und mehrere Medien und Plattformen bedient (vgl. 20). Mit dem neuen Chefredakteur der MZ, Stefan Bergmann, führte Hintzler hierzu ein ergänzendes Rechercheinterview, dessen Inhalte immer wieder einfließen.</p>
<p>In Kapitel vier geht Hintzler der Frage nach, was überhaupt Qualität im Journalismus ausmacht – aus wissenschaftlicher und aus Praktiker-Sicht. Hintzler stellt verschiedene Modelle zur Messung der journalistischen Qualität vor (u.a. von Ruß-Mohl, Weischenberg, McQuail). Auch zieht der Verfasser zu Erläuterung dieser Modelle mehrere Grafiken heran, die leider von schlechter Druckqualität sind. Die Praktiker-Sicht wird u. a. durch die <a href="http://www.initiative-qualitaet.de/" target="_blank">Initiative Qualität im Journalismus</a> (IQ) und eine Qualitäts-Charta des DJV beschrieben (40). Zwischen Wissenschaft und Praxis konstatiert der Autor dabei &#8220;durchaus Überschneidungen&#8221; der Qualitätskritierien (43).</p>
<p>Aus den erläuterten Kriterien leitet Hintzler im fünften Kapitel insgesamt sieben Maßstäbe ab: Relevanz, Richtigkeit, Aktualität, Vielfalt, Rezipienten, Handwerk sowie Rechts- und Professionalitätsstandards. In seinem Kriterienkatalog untersucht er die qualitativen Veränderungen der Münsterschen Zeitung, mit Ausnahme der Richtigkeit und Relevanz, da diese nur schwer und aufwendig zu erheben seien (vgl. 50 und 52). Analysiert wird aber, ob die Artikel regional ausgerichtet sind. Bei der Untersuchung des journalistischen Handwerks zählt Hintzler nur die Fehler – und leider nicht Qualitätskriterien wie die Bebilderung sowie die Vielfalt und Angemessenheit der Darstellungsformen, wie u. a. von Rager und Haller (2003) empfohlen. Der Autor verzichtet sogar auf die Codierung von Kommentaren oder Info-Kästen, was bei einer Untersuchung der journalistischen Qualität verwundert.</p>
<p>Die Kapitel sechs und sieben enthalten die Inhaltsanalyse der Ausgaben vor und nach der Umstrukturierung (sechs aufeinanderfolgende Ausgaben aus den Jahren 2006 und 2009) und die Auswertung und Interpretation der Ergebnisse. Bei der Auswahl der Stichprobe bleibt anzumerken, dass Empirie-Experten wie Früh eine künstliche Woche empfehlen, da auf diese Weise die Berichterstattung nicht von der aktuellen Ereignislage abhängig ist und die Ergebnisse dadurch repräsentativer sind (vgl. Früh 2007, 109). Das achte und letzte Kapitel fasst die gesammelten Erkenntnisse noch einmal zusammen.</p>
<p>Ob die Qualität der MZ nach dem Austausch der Redaktion abgenommen hat, kann Hintzler nach Abschluss seiner Inhaltsanalyse nicht eindeutig beantworten. In seinem Fazit schließt der Autor, dass sich eine verstärkte Ausrichtung auf das Lokale nach dem Umbruch nicht erkennen lässt – allerdings seien weitere Untersuchungen der Gesamtstruktur empfehlenswert (vgl. 101).  Immerhin wurden insgesamt mehr Artikel in Eigenleistung erbracht, auch die Fehlerzahl ging bei den selbst verfassten Artikeln im Lokalteil zurück (vgl. 101f). Im Lokalsport hingegen nahm die Fehlerzahl bei den fremden Texten sogar zu (vgl. 102). Abschließend bemerkt der Verfasser, &#8220;(…) dass eine reine Veränderung der Redaktions- und Blattstrukturen kein Garant für mehr Qualität ist, jedoch ebenso wenig eine qualitative Verschlechterung bedeuten muss&#8221; (103). Vielmehr, so Hintzler, komme es auf die Art und Weise der Umsetzung und den damit verbundenen Zielen an (vgl. ebd.).</p>
<p>Fazit: Eine interessante Thematik für eine Abschlussarbeit, bei der sich der Leser aber stellenweise eine etwas intensivere Recherche des Autors gewünscht hätte. Außerdem weist die Arbeit einige kleine empirische Mängel auf.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.tectum-verlag.de/2642_Fabian_Hintzler_Die_Zukunft_der_regionalen_Tageszeitung%3A_Durch_neue_Strukturen_zu_mehr_Qualit%E4t%3F.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
</ul>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Michael Haller: Qualität und Benchmarketing im Printjournalismus. In: Hans-Jürgen Bucher; Klaus-Dieter Altmeppen (Hrsg.): <em>Qualität im Journalismus</em>. Wiesbaden [Westdeutscher Verlag] 2003</li>
<li>Werner Früh: Inhaltsanalyse. Konstanz [UVK/UTB] 2007</li>
</ul>
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		<item>
		<title>Wolfgang Lanzenberger; Michael Müller: Unternehmensfilme drehen</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7130</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7130#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Drehbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensfilm]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Detlev Dirkers</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-7131" title="Lanzenberger, Müller" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Lanzenberger-Müller.jpg" alt="" width="160" height="229" />Einige Zeit schien es, als ob der Film als Medium im Handwerkskasten der Unternehmenskommunikation zu verstauben drohte. Schwerfällige Imagefilme und Produktdokumentationen, von denen es leider immer noch viele gibt, erreichten und erreichen ihre Zielgruppen immer weniger. Gefragt waren stattdessen schnelle Medien, die wie der Internetauftritt Modernität und Aktualität demonstrierten. Ein Imagefilm musste allein schon wegen der Kosten mehrere Jahre "halten". Das hatte zur Folge, dass sich so manche Drehbücher mit Oberflächlichkeiten begnügten, um eine Weile zeitlos bestehen zu können. Seit einigen Jahren, eigentlich erst seit kurzer Zeit, setzt sich ein neues, leichteres und jüngeres Selbstverständnis für das Thema Unternehmensfilm, oder vielleicht besser und treffender als "Business Movie" bezeichnet, durch. Das ist gut so, denn das Medium Film hat eine große Zukunft. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7130">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Detlev Dirkers</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7131" title="Lanzenberger, Müller" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Lanzenberger-Müller.jpg" alt="" width="160" height="229" />Einige Zeit schien es, als ob der Film als Medium im Handwerkskasten der Unternehmenskommunikation zu verstauben drohte. Schwerfällige Imagefilme und Produktdokumentationen, von denen es leider immer noch viele gibt, erreichten und erreichen ihre Zielgruppen immer weniger. Gefragt waren stattdessen schnelle Medien, die wie der Internetauftritt Modernität und Aktualität demonstrierten. Ein Imagefilm musste allein schon wegen der Kosten mehrere Jahre &#8220;halten&#8221;. Das hatte zur Folge, dass sich so manche Drehbücher mit Oberflächlichkeiten begnügten, um eine Weile zeitlos bestehen zu können. Seit einigen Jahren, eigentlich erst seit kurzer Zeit, setzt sich ein neues, leichteres und jüngeres Selbstverständnis für das Thema Unternehmensfilm, oder vielleicht besser und treffender als &#8220;Business Movie&#8221; bezeichnet, durch. Das ist gut so, denn das Medium Film hat eine große Zukunft.</p>
<p>Internet-Plattformen wie <a href="http://www.youtube.com/?gl=DE&amp;hl=de" target="_blank">Youtube</a> beweisen das täglich viele tausend Male. Diese virtuellen Speicherorte, inklusive der vielen anderen derzeit als besonders angesagt geltenden Social Media-Kanäle haben das Bild des Films glücklicherweise verändert. Und nicht nur die Plattformen, sondern auch die Technik hat sich grundlegend verändert und ermöglicht nun mit mehr Flexibilität Filme zu produzieren. Nicht immer mit guten Ergebnissen, aber die Experimentierfreudigkeit ist größer geworden und das kommt auch dem Unternehmensfilm zugute, der heute mehr als früher auch Geschichten erzählt, Emotionen zeigt, Mut zur Dramaturgie aufweist und nicht nur steif und garantiert ohne Überraschungen informiert &#8211; inklusive des obligatorischen Statements des Geschäftsführers, der unbedingt ins Bild muss.</p>
<p>Film ist wieder &#8220;in&#8221;: authentischer, kürzer, einem veränderten Rezeptionsverhalten angepasst, einfach interessanter. Da ist es gut, wenn Verantwortliche in Unternehmen und auch Agenturen auf gute Literatur zurückgreifen können, die einen bei der Planung oder Begleitung von Filmproduktionen durch das Dickicht  der Informationen führt und den roten Faden bis hin zu einer fundierten Darstellung aktueller Web 2.0-Angebote zieht. <em>Unternehmensfilme drehen – Business Movies im digitalen Zeitalter</em> von Wolfgang Lanzenberger und Michael Müller gehört eindeutig in die Kategorie &#8220;gute Literatur&#8221; zum Thema Film. Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern ein Praktikerbuch mit &#8220;Handbuch&#8221;-Potenzial.</p>
<p>Auf rund 300 Seiten haben die Autoren ein Lehrbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen erarbeitet, das derzeit eine der aktuellsten Zusammenfassungen der gesamten Unternehmensfilm-Thematik darstellt. Neben einer knappen theoretischen Verortung des Genres erwartet den Leser ein systematischer Einstieg in die einzelnen Produktionsschritte des gesamten Film-Entstehungsprozesses. Konsequent beschreiben und kommentieren die Autoren dabei Schritt für Schritt und ergänzen mit zahlreichen Tipps. Dabei können die Leser von den jahrelangen Erfahrungen der Autoren lernen. Und das auf eine angenehm professionelle und weder belehrende noch selbstgefällige Art. Jedes gute Drehbuch entsteht nicht allein aus einer kreativen Leitidee, es verlangt zunächst nach einer  Menge analytischer Fleißarbeit.</p>
<p>Wer sind die Zielgruppen für den geplanten Film, welche Ziele soll er erreichen? Wie lässt sich die Idee konkretisieren? Welcher Dramaturgie soll man folgen, um Ziele und Zielgruppen optimal zu erreichen? Über die Entstehung des Drehbuchs und die konkrete Planungsvorbereitung für die späteren Dreharbeiten beschreibt das Buch alle Einzelschritte der Produktion bis hin zur Präsentation und Abnahme beim Auftraggeber und einer begleitenden Evaluation. Wie in einem Lexikon für Filmproduktion als Auftragskommunikation lässt sich so jeder Schritt durch profunde Kenntnisse nachvollziehen.</p>
<p>Interessant ist auch das letzte Kapitel, in dem die Autoren einen Ausblick auf die Zukunftspotenziale des Unternehmensfilms und seine Wandlungen wagen. Audiovisuelle Medien werden sich demnach in Zukunft weiter verändern und verlangen genau wie der Wandel von Unternehmenskulturen und Leitbildern nach neuen Präsentationsformen.</p>
<p>Eine absehbare Entwicklung ist, dass der schon heute eingeschlagene Weg der Mehrfachverwertung sich weiter ausdifferenzieren wird und wie es die Autoren schreiben, &#8220;der richtige Inhalt im richtigen Format an der richtigen Stelle in der Produktionskette bereitsteht&#8221;. Dann steht dem Unternehmensfilm auch weiterhin eine kreative Zukunft bevor. Das richtige Handwerkszeug hierzu kann sich der Leser im vorgestellten (Hand-)Buch <em>Unternehmensfilme drehen – Business Movies im digitalen Zeitalter</em> von Wolfgang Lanzenberger und Michael Müller aneignen.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641913" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a><em></em></li>
<li><a href="http://wolfgang-lanzenberger.de/" target="_blank">Private Homepage von Wolfgang Lanzenberger</a></li>
<li><a href="http://www.campus-lingen.hs-osnabrueck.de/prof-detlev-dirkers.html" target="_blank">Webpräsenz von Detlev Dirkers an der Hochschule Osnabrück</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Harald Gapski (Hrsg.): Jenseits der digitalen Spaltung</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7206</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7206#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 09:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[digital gap]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Juliane Kirchner</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-7208" title="Gapski" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/11/gapski.jpg" alt="" width="160" height="209" />51,7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind mittlerweile zumindest gelegentlich online – damit hat sich die Zahl der Onliner in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt (vgl. Eimeren/Frees 2011: 334). Die Debatte um die These der "Digitalen Spaltung" scheint somit auf den ersten Blick an Brisanz zu verlieren. Zur Erinnerung: Seit Anfang des Jahrtausends wird anhaltend über eine ungleiche Verfügbarkeit und Nutzung von Informations- und Kommunikations- technologien diskutiert und inwiefern dies zum Nachteil für die Nichtnutzer erwachsen könne. Doch ist  tatsächlich "ein Ende des digitalen Grabens in Sicht"? Noch immer sind 26,7 Prozent der deutschen Bevölkerung Nichtnutzer der Onlineangebote und stellen damit weiterhin eine quantitativ starke Gruppe dar (vgl. ebd.). In diesem Kontext beschäftigt sich der vorliegende Sammelband mit Beobachtungen und Reflexionen zur digitalen Spaltung mit besonderem Fokus auf die sogenannten Offliner.  <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7206">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Juliane Kirchner</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7208" title="Gapski" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/11/gapski.jpg" alt="" width="160" height="209" />51,7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind mittlerweile zumindest gelegentlich online – damit hat sich die Zahl der Onliner in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt (vgl. Eimeren/Frees 2011: 334). Die Debatte um die These der &#8220;Digitalen Spaltung&#8221; scheint somit auf den ersten Blick an Brisanz zu verlieren. Zur Erinnerung: Seit Anfang des Jahrtausends wird anhaltend über eine ungleiche Verfügbarkeit und Nutzung von Informations- und Kommunikations- technologien diskutiert und inwiefern dies zum Nachteil für die Nichtnutzer erwachsen könne. Doch ist  tatsächlich &#8220;ein Ende des digitalen Grabens in Sicht&#8221;? Noch immer sind 26,7 Prozent der deutschen Bevölkerung Nichtnutzer der Onlineangebote und stellen damit weiterhin eine quantitativ starke Gruppe dar (vgl. ebd.). In diesem Kontext beschäftigt sich der vorliegende Sammelband mit Beobachtungen und Reflexionen zur digitalen Spaltung mit besonderem Fokus auf die sogenannten Offliner.</p>
<p>Nach einem Vorwort des auftraggebenden Ministers führt Herausgeber Harald Gapski, der als Projektleiter beim <a href="http://www.ecmc.de/" target="_blank">Europäischen Zentrum für Medienkompetenz</a> (ecmc) in Marl (NRW) tätig ist, in die Thematik ein und gibt einen Überblick über die einzelnen Beiträge des Sammelbandes. Hans-Ullrich Mühlenfeld beginnt in seinem Aufsatz mittels der Daten der Europäischen Umfrage zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) 2007 sowie der Analyse von Zeitreihen, die &#8220;Existenz einer Digitalen Kluft in Nordrhein-Westfalen&#8221; zu überprüfen. Anschließend beschäftigt sich Nicole Zillien in ihrem Beitrag mit den &#8220;Ursachen der Internet-Nichtnutzung&#8221;, wobei sie bestehende (internationale) Arbeiten zur digitalen Spaltung im Hinblick auf die Motive zur Nichtnutzung des Internets systematisiert. Dabei formuliert sie vier zentrale Erklärungen für die Nichtnutzung, u. a. materielle Barrieren und fehlende Kompetenz im Umgang mit dem Internet. In ihrem empirischen Teil zeigt sich, dass darüber hinaus Zweifel an der Zweckmäßigkeit eine Rolle spielen. Somit verdeutlicht der Beitrag, dass sich die Gruppe der Nichtnutzer ebenso durch Diversität auszeichnet wie die der Nutzer.</p>
<p>Ob die Nichtnutzung des Internets nur ein Übergangsphänomen ist, diskutiert Ulrich Riehm in seinem Beitrag. Seine Tätigkeit und entsprechende Expertise im Bereich der Abschätzung von Technikfolgen zeigt sich im Vergleich der Ausbreitungsgeschwindigkeit von PC und Internet mit Telefon, Fernseher und Auto. Dabei relativiert er die vermeintlich schnelle Ausbreitung des Internets und erachtet die digitale Spaltung als längerfristig anhaltendes Phänomen, aus dem sich weitere offene Fragen für die Forschung ergeben. Seine Typologie der Nichtnutzer, die auf der Dimension der Freiwilligkeit der Nichtnutzung basiert, ergänzt zudem die zuvor von Zillien genannten Faktoren.</p>
<p>Gernot Gehrke fasst die Kontroversen um die digitale Spaltung sowie die damit einhergehenden Handlungsempfehlungen mittels drei Paradigmen zusammen: Anhand des Partizipations-, Evolutions- und Innovationsparadigmas verdeutlicht er, dass die größten Herausforderungen der digitalen Teilung noch bevorstehen, da sich der Fokus deutlich auf eine Differenzierung von sozialen Ungleichheiten innerhalb der Internet(nicht)nutzung verschoben hat. Demnach sollten nicht mehr nur Zugangsaspekte, sondern auch Nutzungsmuster von Gelegenheitsnutzern Gegenstand der Diskussion sein, um einem tiefgreifenden gesellschaftlichen Differenzierungsprozess entgegenzuwirken.</p>
<p>Inwiefern es sich bei selektiver Nichtnutzung um eine Praktik der Medienkompetenz handelt, erörtert Daniel Knapp anhand einer empirischen Studie, die er in Großbritannien durchführte. Dabei zeigt er, dass insbesondere die Angst vor Datenmissbrauch und Überwachung dazu führt, dass bestimmte Onlineangebote nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden. Folglich ist es nötig, bei der Diskussion zur digitalen Spaltung die selektive Nichtnutzung als Dimension im Sinne einer bewussten Entscheidung mitzudenken.</p>
<p>Im letzten Beitrag des Bandes verweist Matthias Wörther aus theologischer Perspektive auf die Grenzen der Informationsgesellschaft, die trotz breiter Faszination und offensichtlichem Nutzen bestehen bleiben werden.</p>
<p>Den Autoren und der Autorin von <em>Jenseits der digitalen Spaltung</em>, bei denen es sich um Mitarbeiter an staatlichen sowie nichtstaatlichen Institutionen handelt, die sich mit dem Thema &#8216;Neue Medien und Kommunikation&#8217; beschäftigen, gelingt es, einen allgemeinverständlichen Überblick über ein zentrales Problem der selbsternannten Informations- und Wissensgesellschaft zu liefern und dabei Theorien und Konzepte gleichermaßen mit empirischen Daten zu verbinden.</p>
<p>Der Titel des Sammelbandes kann dabei durchaus doppeldeutig verstanden werden: Zum einen der Blick auf die sogenannten Offliner und deren überraschende Heterogenität hinsichtlich der Motive der Nichtnutzung, wie die Autoren Mühlenfeld, Zillien und Riehm in ihren Aufsätzen mit Zahlen belegen. Zum anderen die Diskussion des Konstrukts der digitalen Spaltung selbst. So betont Gehrke in seinem Beitrag von einer bloßen Trennlinie zwischen &#8220;arm&#8221; und &#8220;reich&#8221;  abzurücken und weitere demografische Kriterien mit einzubeziehen. Auch Knapp postuliert eine Neubewertung des Begriffs der digitalen Spaltung, bei dem die individuelle (Medien-)Kompetenz der selektiven Nichtnutzung bspw. im Hinblick auf negative Auswirkungen, mitgedacht werden muss. Hier zeigt sich der Entstehungskontext der Veröffentlichung in der <a href="http://www.grimme-institut.de/schriftenreihe/" target="_blank">Schriftenreihe Medienkompetenz</a>, die die regelmäßigen und durch das ecmc im Auftrag des Landes NRW organisierten Workshops zusammenfasst.</p>
<p>Einen etwas ungewöhnlichen, obgleich angemessenen Abschluss bildet der Aufsatz von Wörther, in dem er sich der Debatte um Informationsflut und -overload aus theologischer Perspektive annimmt. Insgesamt ermöglicht der Sammelband damit einen guten Überblick über aktuelle Zusammenhänge der Diskussion um die digitale Spaltung, zeigt zugleich aber Forschungsdesiderata und Zukunftsperspektiven – insbesondere im Bereich der Erkenntnisse über Nichtnutzer/Offliner – auf.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Eimeren, B. van; Frees, B.: Drei von vier Deutschen im Netz – ein Ende des digitalen Grabens in Sicht? In: <em>Media Perspektiven 7-8</em>/2011, 334-349.</li>
</ul>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.kopaed.de/kopaedshop/index.php?PRODUCT_ID=652" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a><em> </em></li>
<li><a href="http://www.uni-erfurt.de/kommunikationswissenschaft/personen/personenuebersicht/juliane-kirchner-ma/" target="_blank">Webpräsenz von Juliane Kirchner an der Universität Erfurt</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frank Bösch: Mediengeschichte</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7145</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7145#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 08:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Buchdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Massenmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Mediengeschichte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=7145</guid>
		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Philomen Schönhagen</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-7148" title="Bösch" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Bösch.jpg" alt="" width="160" height="248" />Dem Historiker Frank Bösch ist mit dem vorliegenden Band ein kompakter und gut lesbarer Überblick über die Medien- geschichte von der Erfindung des Buchdrucks in Asien bis zum Fernsehen der Nachkriegszeit gelungen. Dabei stützt er sich kenntnisreich auf Literatur nicht nur aus den Geschichts- wissenschaften, sondern bezieht ebenso kommunikations- und medien- wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Das Buch ist gut geschrieben, Marginalien und ein Stichwortverzeichnis erleichtern zudem die Orientierung. Offenbar wurde dem Band auch ein sorgfältiges Lektorat zuteil – es finden sich fast keine Tippfehler und sprachlichen Mängel, was ja mittlerweile (leider) eine bemerkenswerte Seltenheit ist. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7145">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Philomen Schönhagen</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7148" title="Bösch" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Bösch.jpg" alt="" width="160" height="248" />Dem Historiker Frank Bösch ist mit dem vorliegenden Band ein kompakter und gut lesbarer Überblick über die Medien- geschichte von der Erfindung des Buchdrucks in Asien bis zum Fernsehen der Nachkriegszeit gelungen. Dabei stützt er sich kenntnisreich auf Literatur nicht nur aus den Geschichts- wissenschaften, sondern bezieht ebenso kommunikations- und medien- wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Das Buch ist gut geschrieben, Marginalien und ein Stichwortverzeichnis erleichtern zudem die Orientierung. Offenbar wurde dem Band auch ein sorgfältiges Lektorat zuteil – es finden sich fast keine Tippfehler und sprachlichen Mängel, was ja mittlerweile (leider) eine bemerkenswerte Seltenheit ist.</p>
<p>Der Band gibt zunächst einen aktuellen und fächerübergreifenden Überblick über die medienhistorische Forschung (Kapitel 1), bevor in den fünf folgenden Kapiteln die Entwicklung der Massenmedien mit Schwerpunkt auf Deutschland und Europa dargelegt wird. Dabei werden speziell Presse, Film, Radio und Fernsehen in den Blick genommen (vgl. 23 zum zugrunde liegenden Medienbegriff). Kapitel 2 widmet sich dem &#8220;Durchbruch des typographischen Drucks&#8221; mit seinen sozialen und kulturellen Folgen, wobei der Autor nicht mit Gutenberg, sondern mit den früheren asiatischen Erfindungen beginnt. Dies erweist sich u. a. deswegen als bedeutsam, weil er so den Blick für die Tatsache öffnet, dass der Buchdruck (allein) nicht die zentrale Bedeutung für die Entwicklung der Massenmedien hatte, die ihm sonst meist zugesprochen wird. Auch in den folgenden Kapiteln hinterfragt der Autor immer wieder kritisch vermeintliche Kausalzusammenhänge und technische Aprioris.</p>
<p>Kapitel 3 zur &#8220;Etablierung von Periodika&#8221; ist der Geschichte der Zeitungen und Zeitschriften gewidmet. Dabei gelingt es dem Verfasser, im Unterkapitel zu  &#8220;Deutungen, Wirkungen und Nutzungsweisen der Periodika&#8221; sozusagen en passant auf wenigen Seiten Habermas Ansatz der bürgerlichen Öffentlichkeit mitsamt Kritik verständlich auf den Punkt zu bringen (vgl. 83ff.). Kapitel 4 befasst sich unter dem Titel &#8220;Medien und der Weg zur Moderne&#8221; mit wechselseitigen Einflüssen zwischen Medien und Politik und der Rolle der Massenmedien in den Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts. Außerdem werden die Entwicklung der Illustrierten und der sogenannten Massenpresse sowie Zusammenhänge zwischen Massenmedien und Globalisierung dargelegt, wobei u. a. die Rolle von Telegrafie und Nachrichtenagenturen thematisiert wird. Leider kommt die Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit kaum zur Sprache (es wird nur die frühe Pressepolitik u. a. Bismarcks angesprochen, vgl. 125f.).</p>
<p>Kapitel 5 zu &#8220;Moderne, Weltkriege und Diktaturen&#8221; zeichnet die Entwicklung von Film und Radio nach, ebenso wie die Rolle der Massenmedien in den beiden Weltkriegen. Kapitel 6 schliesslich ist den &#8220;Medien im Zeitalter des Kalten Krieges&#8221; gewidmet, wobei sich ein eigenes Unterkapitel mit der Fernsehgeschichte befasst. Dabei wird auch die Medienwirkungsforschung kurz gestreift (vgl. 217f.), jedoch sehr kursorisch und wenig kritisch. Das Internet berücksichtigt der Autor bewusst &#8220;nur im Rahmen eines bilanzierenden Schlusswortes&#8221; (Kapitel 7), &#8220;da die Digitalisierung erst seit kurzem sozial- und kulturgeschichtliche Breitenwirkung erfährt und in ihrer gegenwärtigen Unabgeschlossenheit noch kaum die archivgestützte Forschung der Historiker berührt&#8221; (24f.).</p>
<p>Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht ist allenfalls kritisch anzumerken, dass die Bedeutung der elektronischen Medien in ihrer Gesamtheit für die gesellschaftliche Kommunikation selbst und ihre Strukturen nur ansatzweise deutlich wird. Dies liegt sicher vor allem daran, dass der Fokus des Autors – als Historiker – mehr auf (anderen) sozialen, kulturellen und politischen Folgen liegt.</p>
<p>Insgesamt ist der kompakte Band (im Taschenbuchformat) von Frank Bösch eine ausgesprochen gelungene Einführung in die Mediengeschichte Europas, deren Lektüre nicht nur Studierenden, sondern ganz allgemein an Mediengeschichte Interessierten sehr zu empfehlen ist. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Aspekten kann der Band freilich nicht bieten – dieser Anspruch wird aber auch nicht erhoben.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://studium.campus.de/reihen/historische-einfuehrungen/Mediengeschichte.97044.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.zmi.uni-giessen.de/home/profil-fboesch.html" target="_blank">Webpräsenz von Frank Bösch an der Universität Gießen</a></li>
<li><a href="http://www.unifr.ch/mukw/mukw07/index.php?page=prof-dr-philomen-schonhagen" target="_blank">Webpräsenz von Philomen Schönhagen an der Universität Freiburg</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Natalie Hofer; Viktoria Radler; Katharina Bermoser: Wahrnehmung und Wirkung von TV-Spots</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7086</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7086#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 08:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Eyetracking]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediatisierungsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeptionsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Katharina Lobinger</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-7087" title="Hofer et al 2010" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Hofer-et-al-2010.jpg" alt="" width="160" height="229" />TV-Werbung erlaubt durch ihren multimodalen Charakter vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die teils äußerst kreativen Konfigurationen aus Ton, Bild und Text in Werbebotschaften auch tatsächlich ihren gewünschten Wirkungseffekt erzielen. Dieses Problem, das sowohl für die Werbewirkungs- forschung als auch für die Werbepraxis von hoher Relevanz ist, stellt den Ausgangspunkt dieses Buches dar. Ziel ist es, zu erheben, welchen Einfluss unterschiedliche Markenplatzierungs- strategien in TV-Spots auf das Blickverhalten der Rezipienten und Rezipientinnen haben. Konkret geht es also darum, ob der Zeitpunkt und die Dauer der Einblendung der Marke in TV-Spots auch zu unterschiedlichen Rezeptionsweisen und in der Folge zu unterschiedlichen Erinnerungswerten führen. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7086">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Katharina Lobinger</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7087" title="Hofer et al 2010" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Hofer-et-al-2010.jpg" alt="" width="160" height="229" />TV-Werbung erlaubt durch ihren multimodalen Charakter vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die teils äußerst kreativen Konfigurationen aus Ton, Bild und Text in Werbebotschaften auch tatsächlich ihren gewünschten Wirkungseffekt erzielen. Dieses Problem, das sowohl für die Werbewirkungs- forschung als auch für die Werbepraxis von hoher Relevanz ist, stellt den Ausgangspunkt dieses Buches dar. Ziel ist es, zu erheben, welchen Einfluss unterschiedliche Markenplatzierungs- strategien in TV-Spots auf das Blickverhalten der Rezipienten und Rezipientinnen haben. Konkret geht es also darum, ob der Zeitpunkt und die Dauer der Einblendung der Marke in TV-Spots auch zu unterschiedlichen Rezeptionsweisen und in der Folge zu unterschiedlichen Erinnerungswerten führen.</p>
<p>Mit dieser Experimentalstudie stellen sich Natalie Hofer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Werbewissenschaft und Marktforschung der Wirtschaftsuniversität Wien, Viktoria Radler und Katharina Bermoser, beide Absolventinnen des Instituts, einer großen Herausforderung: Der Messung von Blickbewegungen bei dynamischen Stimuli. Bisher wurden Eyetracking-Studien hauptsächlich auf unbewegte Stimuli angewandt. Dies liegt vor allem an der hohen Komplexität, welche der doppelt dynamische Charakter der Blickregistrierung (210) bei dynamischen Stimuli mit sich bringt, da sowohl die Stimuli bewegt sind, als auch die untersuchten Augenbewegungen.</p>
<p>Im theoretischen Teil des Buches werden zunächst Werbewirkungstheorien, Verfahren der Werbewirkungsmessung sowie die Methode der Blickregistrierung und ihre Einsatzmöglichkeiten in der Marketingforschung und in der Werbepraxis besprochen. Hier überzeugt vor allem die Darstellung der Textpassagen zur Blickregistrierung, welche besonders Praktikern gute Einblicke in die Grundprinzipien dieses Verfahren ermöglicht. An diese theoretische Einleitung schließt eine detaillierte Beschreibung des Experimentaldesigns, in welchem Befragungsdaten mit Eyetrackingdaten kombiniert werden, an. Im Ergebnisteil werden schließlich zunächst die Studienresultate in einem deskriptiven Teil beschrieben, die Hypothesenbeantwortung erfolgt gesondert.</p>
<p>Das Buch widmet sich zweifelsohne einem spannenden Verfahren, dessen Anwendungsmöglichkeiten und die daraus resultieren Implikationen für den Forschungsprozess noch nicht ausreichend erkundet wurden. Dabei lässt das Buch viele Potenziale ungenutzt. Es präsentiert sich als Forschungsbericht einer durchaus elaborierten und komplexen Studie, die jedoch leider nicht in eine lesbare Buchform &#8220;übersetzt&#8221; wurde. Dadurch ergibt sich eine überkomplexe Struktur mit Gliederungen bis Überschriften 5. Grades, wobei teilweise gravierende Strukturierungsfehler passieren. So folgt etwa auf Kapitel 4.1. direkt Kapitel 4.1.1.1.; an anderen Stellen führen Kapitelverweise ins Leere. Kapitel 2.4 beispielsweise, auf das auf der zweiten Seite verwiesen wird, existiert in keinem Abschnitt des Buches. Dass jeder der vier inhaltlichen Abschnitte mit neuer Nummerierung beginnt, erschwert die Orientierung zusätzlich.</p>
<p>Bei der Hinführung zum Thema im Theorieteil wäre zudem eine klarere Fokussierung wünschenswert gewesen. Die überblicksartigen Ausführungen zur Werbewirkungstheorie basieren über weite Strecken auf den bereits bekannten &#8220;Klassikern&#8221; und Überblickswerken zu Werbung und Konsumentenverhalten, etwa Kroeber-Riel et al. (2009), Schweiger und Schrattenecker (2009) oder Trommsdorff (2004). Die Literaturrecherche zu visuellen Aspekten der Werbung und der Eyetracking-Methodik ist dagegen deutlich umfangreicher und fokussierter. Hier liegt eindeutig die inhaltliche Stärke der Arbeit.</p>
<p>Bei der Ergebnisdarstellung offenbart sich erneut der Bericht-Charakter. Die fast vollständige Trennung zwischen deskriptivem Ergebnisteil und der Hypothesentests beeinträchtigt die Transparenz der Auswertung. Im Kapitel der Hypothesentests wird für jede einzelne Hypothese dargelegt, ob sie angenommen werden konnte, oder verworfen werden musste. Dies erfolgt jedoch ohne zusätzliche Erläuterung anhand des gewonnenen Datenmaterials. Der Leser oder die Leserin muss für ein näheres Verständnis zum Deskriptionsteil zurückblättern und die entsprechenden Zahlenwerte identifizieren. Einige Auswertungen können so nur bedingt nachvollzogen werden.</p>
<p>Positiv hervorzuheben ist dagegen das Fazit des Buches. Es fasst die Ergebnisse des Buches nachvollziehbar und gut strukturiert zusammen und liefert zusätzlich wertvolle Interpretationshilfen. Auch die Limitationen von Eyetracking und Studiendesign werden einer kritischen Würdigung unterzogen.</p>
<p>In etwas verdichteter Form wäre dieses Fazit ein guter wissenschaftlicher Artikel für sich, der dem Gesamtbuch vieles an Fokussierung und Präzisierung voraus hätte und dessen interessanten Ergebnissen zur Wahrnehmung und Wirkung von TV-Spots auch eine breitere wissenschaftliche Rezeption prognostiziert werden könnte.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://facultas.wuv.at/list/9783708905730" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.wu.ac.at/werbung/ueber_uns/mitarbeiter/liste_der_mitarbeiter/nhofer" target="_blank">Webpräsenz von Nathalie Hofer an der Wirtschaftsuniversität Wien</a></li>
<li><a href="http://www.zemki.uni-bremen.de/index.php?id=3455&amp;tx_jshuniversity_pi2[showUid]=692&amp;cHash=5a2ed8980c" target="_blank">Webpräsenz von Katharina Lobinger an der Universität Bremen</a></li>
</ul>
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		<title>Bernhard Irrgang: Internetethik</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/7397</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/7397#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 08:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Internetethik]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienphilosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Ricarda Drüeke</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-7425" title="Irrgang_Internetethik" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2012/12/Irrgang_Internetethik.jpg" alt="" width="160" height="242" />Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Medienethik, in der die Notwendigkeit ethischer Reflexionen der Auswirkungen von Medien erörtert wird, gibt es bereits seit einigen Jahren. Ein relativ neues wissenschaftliches Feld hingegen ist die Internetethik. Gleichwohl erscheint sie angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Durchdringung mit Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere des Internets, notwendiger denn je. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang nimmt sich in seiner neuesten Monographie <em>Internetethik. Philosophische Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalter</em> dieses aktuell diskutierten Feldes an. Die Internetethik sei eigentlich, so Irrgang, ein "dynamisches Randgebiet" der Medienethik, dazu kämen jedoch eigene ethisch relevante Probleme. Diese kreisen insbesondere um Aspekte wie Unterhaltung, Neuartigkeit und Sensation. Die <em>philosophischen Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalte</em>r umfassen fünf Kapitel, die eine umfassende Diskussion verschiedener Bereiche, wie z. B. eine Auseinandersetzung mit der technischen Basis des Internets bis hin zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge" target="_blank">Internet der Dinge</a>, bieten. Die Auswahl der behandelten Themen orientiert sich an aktuell diskutierten Aspekten des Internets. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/7397">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Ricarda Drüeke</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-7425" title="Irrgang_Internetethik" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2012/12/Irrgang_Internetethik.jpg" alt="" width="160" height="242" />Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Medienethik, in der die Notwendigkeit ethischer Reflexionen der Auswirkungen von Medien erörtert wird, gibt es bereits seit einigen Jahren. Ein relativ neues wissenschaftliches Feld hingegen ist die Internetethik. Gleichwohl erscheint sie angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Durchdringung mit Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere des Internets, notwendiger denn je. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang nimmt sich in seiner neuesten Monographie <em>Internetethik. Philosophische Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalter</em> dieses aktuell diskutierten Feldes an. Die Internetethik sei eigentlich, so Irrgang, ein &#8220;dynamisches Randgebiet&#8221; der Medienethik, dazu kämen jedoch eigene ethisch relevante Probleme. Diese kreisen insbesondere um Aspekte wie Unterhaltung, Neuartigkeit und Sensation. Die <em>philosophischen Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalte</em>r umfassen fünf Kapitel, die eine umfassende Diskussion verschiedener Bereiche, wie z. B. eine Auseinandersetzung mit der technischen Basis des Internets bis hin zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge" target="_blank">Internet der Dinge</a>, bieten. Die Auswahl der behandelten Themen orientiert sich an aktuell diskutierten Aspekten des Internets.</p>
<p>Ausgehend von der Grundfrage, was das Internet eigentlich ist – &#8220;technische Kultur, eine gigantische Kopiermaschine, Informationsbörse oder Herrschaftsinstrument&#8221; –, erläutert Irrgang im ersten Kapitel die technische Basis des Internets. Daran anschließend verdeutlicht er, welche Auswirkungen die steigende Nutzung von Internetanwendungen auf Konzepte von Privatheit und Identität hat. Irrgang geht davon aus, dass sich das Private ins Individuelle auflöst, da im Internet flexible und multiple Identitäten möglich sind.</p>
<p>Das dritte Kapitel behandelt die negativen Auswirkungen, die die zunehmende Verbreitung des Internets nach sich zieht.  Insbsondere die neue Dimension, in welcher Informationen allgemein verfüg- und abrufbar sind, hat erheblich Auswirkungen auf Lernen, Erziehung und Wissenschaft. Durch ein Überangebot von Informationen besteht darüber hinaus die Gefahr, dass abseitige Themen in den Fokus rücken oder dass bereits bestehende Differenzen, wie beispielsweise die Geschlechterdifferenz, weiter verfestigt werden. Außerdem sieht Irrgang geistiges Eigentum durch Plagiate gefährdet.</p>
<p>Im vierten Kapitel geht Irrgang auf die Problematik von Netzkriminalität ein. Diese sieht er einerseits im Zusammenhang von Krieg und Terrorismus. Netzkriminalität hat jedoch andererseits auch Auswirkungen auf das alltägliche Leben: Cybermobbing unter Jugendlichen beispielsweise ist ein wachsendes Phänomen.</p>
<p>Reflexionen über die Allgegenwärtigkeit des Internets stehen im Zentrum des fünften Kapitels. Die Automatisierung, oder auch das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ubiquitous_computing" target="_blank">Ubiquitous Computing</a>, macht zwar einerseits technischen Fortschritt möglich, führt aber nicht zwingend zu Verbesserungen. Denn auch wenn das Internet, worauf Irrgang im Schlusskapitel hinweist, keine genuin neuen Formen hervorbringt, so zeigen sich doch Entwicklungen, die das Zusammenleben gefährden können. Die Identitätsartikulationen online können beispielsweise zu einer &#8220;weitgehenden Ablösung von der <em>Offline</em>-Identität&#8221; (226) und damit auch zu einer zunehmenden Äußerung von &#8220;Verbotenem&#8221; und &#8220;politisch Unkorrektem&#8221; führen. Reguliert werden kann das Internet nur schlecht, da nationale Gesetzgebung aufgrund des grenzüberschreitenden Charakters des Internets an ihre Grenzen stößt. Dem gegenüber steht freiwillige Selbstkontrolle, wie beispielsweise durch Netiquette.</p>
<p>Irrgang liefert eine Analyse aktueller Phänomene und ordnet diese in allgemeine (technik-)philosophische Überlegungen ein. Angesichts der aktuellen Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien zeigt er die Notwendigkeit einer Internetethik und deren Perspektiven auf. Mittels der verschiedenen diskutierten Aspekte macht das Buch deutlich, dass das &#8216;Informationszeitalter&#8217; vielfältige Lebensbereiche verändert und damit einhergehend eine Reflexion dieser Auswirkungen erforderlich macht.Insgesamt bietet das Buch damit einen lesenswerten Überblick über die aktuellen Fragestellungen, die bei der Formulierung einer Internetethik berücksichtigt werden müssen. Dass eine solche Ausarbeitung immer nur eine Annäherung an ein fluides Medium wie das Internet darstellen kann, versteht sich von selbst. Die Monographie von Irrgang stellt somit einen wichtigen Baustein für ein Verständnis ethischer Probleme des Internets dar.</p>
<p>Insgesamt überzeugt das Buch durch die Vielzahl der angesprochenen Themen. Durch einen gut zu lesenden Schreibstil eignet sich dieses Buch als Einstiegslektüre und lädt dazu ein, sich intensiver mit Internetethik zu beschäftigen. Aufgrund der Vielzahl der angesprochenen Themen stellt es darüber hinaus jedoch einen wichtigen Diskussionspunkt in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung um Medienethik und insbesondere um Internetethik dar.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://koenigshausen-neumann.gebhardt-riegel.de/product_info.php/info/p6907_Internetethik-Philosophische-Versuche-zur-Kommunikationskultur-im-Informationszeitalter--ca--170-Seiten-ca--28-00--.html" target="_blank">Verlagsinformation zum Buch</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/iph/tph/irrgang/irrg" target="_blank">Webpräsenz von Bernhard Irrgang an der TU Dresden</a></li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=1867,1362908&amp;_dad=portal&amp;_schema=PORTAL" target="_blank">Webpräsenz von Ricarda Drüeke an der Universität Salzburg</a></li>
</ul>
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