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Ursula Amrein (Hrsg.): Das Authentische

Einzelrezension | 26. Februar 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Ursula Amrein (Hrsg.): Das Authentische. Referenzen und Repräsentationen. Zürich [Chronos Verlag] 2009, 360 Seiten, 31,– Euro.

Rezensiert von Susanne Knaller

Der von der Zürcher Germanistin Ursula Amrein herausgegebene Sammelband Das Authentische. Referenzen und Repräsentationen geht zurück auf eine im April 2006 im Centro Stefano Franscini auf dem Monte Verità bei Ascona veranstaltete Tagung unter dem Titel “Das Authentische. Zur Konstruktion von Wahrheit in der säkularen Welt”. Der Tagungsband bietet einen neuen Untertitel. Mit den Begriffen “Referenz” und “Repräsentation” ist dem ontologisch aufgeladenen Haupttitel ein semiotisches Moment an die Seite gestellt, das die dem Problemfeld “authentisch/Authentizität” inhärente Ambivalenz zwischen Konstruktivität und Transzendenz betont. Die einzelnen Artikel aus den Bereichen Philosophie, Kunst, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Soziologie, Theologie, Psychoanalyse, Neurologie, Übersetzungs- und Editionswissenschaft sind unterschiedlich positioniert. Dabei fällt auf, dass der titelgebende Begriff “das Authentische” in der Regel durch “Authentizität” ersetzt wird. [Mehr]

Reiner Matzker: Ästhetik der Medialität

Einzelrezension | 3. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Reiner Matzker: Ästhetik der Medialität. Zur Vermittlung von künstlerischen Welten und ästhetischen Theorien. Reinbek bei Hamburg [Rowohlt Verlag] 2008, 238 Seiten, 12,95 Euro.

Rezensiert von Markus Rautzenberg

Die in der renommierten Reihe “Rowohlts Enzyklopädie” erschienene Ästhetik der Medialität des Bremer Kulturwissenschaftlers Reiner Matzker verspricht eine historische und systematische Beschreibung der “Vermittlung von künstlerischen Welten und ästhetischen Theorien” mithilfe des Begriffs des “Medialen” zu leisten. Der historische Zeitraum, der dabei durchmessen wird, reicht von der Aufklärung bis zum postmodernen Medienzeitalter und behandelt “Fernsehen und Kitsch” ebenso wie das Verhältnis von “Expressionismus und Phänomenologie” oder die vom Autor behauptete “Medialisierung des Subjekts” in der Romantik. Es entsteht der durchaus sympathische Eindruck, hier würde eine kulturtheoretische und ideengeschichtliche “Theory of Everything” geboten, die auf 238 Seiten in Aussicht stellt, im Rahmen der Künste gesellschaftliche Umwälzungen zu erforschen, um diese zugleich mit philosophischen und ästhetischen Theorien und schließlich der gesamten Sphäre des “Medialen” in Beziehung zu setzen. [Mehr]

Silvia Seja: Handlungstheorien des Bildes

Einzelrezension | 17. Dezember 2009 | Redaktion | Keine Kommentare »
Silvia Seja: Handlungstheorien des Bildes. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2009, 208 Seiten, 21,– Euro.

Rezensiert von Nicolas Romanacci

seja2Im Folgenden soll zuerst ein Überblick gegeben werden über die von Silvia Seja entwickelte Systematik unterschiedlicher Handlungstheorien des Bildes. Daran anschließend möchte ich – als möglichen Referenzpunkt für eine kritische Lektüre – einige grundlegende Aspekte hinsichtlich der von der Autorin vollzogenen Gegenüberstellung und Bewertung phänomenologischer und zeichen-philosophischer Ansätze thematisieren. Aus der Differenzierung vier bildtheoretischer Paradigmen – des Bildspieles, des Bildaktes, der Werkzeuge und der Probehandlungen mit interaktiven Bildern – gewinnt Silvia Seja die Einsicht, dass “zwei völlig divergierende Zugänge zum Verhältnis von Bild und Handlung existieren”. [Mehr]

Charles S. Peirce: The Logic of Interdisciplinarity

Einzelrezension | 13. November 2009 | Redaktion | Keine Kommentare »
Charles S. Peirce: The Logic of Interdisciplinarity. The Monist-Series. Herausgegeben von Elize Bisanz. Deutsche Zeitschrift für Philosophie, Sonderband 20. Berlin [Akademie Verlag] 2009, 455 Seiten, 59,80 Euro.

Rezensiert von Mark A. Halawa

peirce2009Charles Sanders Peirce (1839-1914) war einer der letzten Universalgelehrten. Er betätigte sich unter anderem als Lexikograph, Wissenschaftshistoriker, Spektroskopist, Chemiker und Ingenieur. Auf dem Gebiet der Biologie, der Physik und vor allem der Mathematik verfügte er über herausragende Kenntnisse. Zudem machte er sich als Geodät, als der er die meiste Zeit seines Berufslebens sein Geld verdiente, international einen Namen. Zu größter Berühmtheit kam Peirce allerdings erst posthum durch sein Wirken als Philosoph, Logiker und Semiotiker: Als Begründer des Pragmatismus formulierte er eines der erfolgreichsten philosophischen Programme des 20. Jahrhunderts, zu dessen Vertretern (wenn auch bisweilen in einem von Peirce erheblich abweichenden Sinne) neben William James, John Dewey und George Herbert Mead auch Hilary Putnam, Richard Rorty oder Robert Brandom zählen. [Mehr]

Metasprache oder Metabilder? W. J. T. Mitchell zu den Medien der Bildtheorie

Sammelrezension | 7. August 2009 | Redaktion | Keine Kommentare »
W. J. T. Mitchell: Bildtheorie. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Gustav Frank, aus dem Englischen übersetzt von Heinz Jatho. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2008, 497 Seiten, 32,80 Euro.

W. J. T. Mitchell: Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur. Aus dem Englischen von Achim Eschbach, Anna-Victoria Eschbach und Mark Halawa. beck'sche Reihe, Band 1860. München [C.H. Beck] 2008, 263 Seiten, 16,95 Euro.

Rezensiert von Arno Schubbach

mitchell

Die Frage nach dem Bild hat seit der Proklamation des “pictorial” oder “iconic turn” durch W. J. T. Mitchell und Gottfried Boehm einiges Aufsehen erregt. Trotz der Prominenz von Mitchells Formulierung waren im Deutschen bislang nur einige wenige Aufsätze und keines der einflussreichen Bücher des in Chicago lehrenden Literatur- und Kunstwissenschaftlers verfügbar. Zwei Bände aus dem Jahre 2008 schaffen nun Abhilfe: die von Gustav Frank bei Suhrkamp herausgegebene Bildtheorie sowie der von C. H. Beck verlegte Band Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur. [Mehr]