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	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Programm</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereich Kommunikation und Medien</description>
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		<title>Michael Steinbrecher: Olympische Spiele und Fernsehen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 22:44:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[ARD]]></category>
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		<description><![CDATA[<i>Rezensiert von Jan Lucas</i>

<img src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/08/steinbrecher20091.jpg" alt="steinbrecher2009" title="steinbrecher2009" width="160" height="243" class="alignleft size-full wp-image-1719" />Michael Steinbrecher ist vor allem durch seine Bildschirmpräsenz als Sportreporter bekannt. Mit dem vorliegenden Werk, welches auf seiner im Jahr 2008 abgeschlossenen Dissertation beruht, begegnet er uns als Wissenschaftler, der sich intensiv mit dem Verhältnis der (öffentlich-rechtlichen) Fernsehsender zu den medialen Megaereignissen der olympischen Spiele befasst. Den Kern der Arbeit stellt eine empirische Analyse der Olympiaberichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender über sechs olympische Spiele (drei Sommer- sowie drei Winterspiele) im Zeitraum von 1996 bis 2006 dar. Erstmals wird hier das olympische Sportprogramm von ARD und ZDF in unterschiedliche, objektivierbare Kategorien der Berichterstattung unterteilt und der jeweilige zeitliche Anteil dieser Elemente an der gesamten Olympiaberichterstattung sekundengenau gemessen. Hiermit stellt Steinbrecher eine empirische Grundlage für eine tiefergehende Diskussion und Analyse der sportjournalistischen Begleitung der olympischen Spiele durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten bereit. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/620">[Mehr]</a>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Jan Lucas</em></p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-1719" title="steinbrecher2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/08/steinbrecher20091.jpg" alt="steinbrecher2009" width="160" height="243" /></em>Michael Steinbrecher ist vor allem durch seine Bildschirmpräsenz als Sportreporter bekannt. Mit dem vorliegenden Werk, welches auf seiner im Jahr 2008 abgeschlossenen Dissertation beruht, begegnet er uns als Wissenschaftler, der sich intensiv mit dem Verhältnis der (öffentlich-rechtlichen) Fernsehsender zu den medialen Megaereignissen der olympischen Spiele befasst.</p>
<p>Den Kern der Arbeit stellt eine empirische Analyse der Olympiaberichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender über sechs olympische Spiele (drei Sommer- sowie drei Winterspiele) im Zeitraum von 1996 bis 2006 dar. Erstmals wird hier das olympische Sportprogramm von <a href="http://www.ard.de/" target="_blank">ARD</a> und <a href="http://www.zdf.de/" target="_blank">ZDF</a> in unterschiedliche, objektivierbare Kategorien der Berichterstattung unterteilt und der jeweilige zeitliche Anteil dieser Elemente an der gesamten Olympiaberichterstattung sekundengenau gemessen. Hiermit stellt Steinbrecher eine empirische Grundlage für eine tiefergehende Diskussion und Analyse der sportjournalistischen Begleitung der olympischen Spiele durch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten bereit.</p>
<p>Den empirischen Ergebnissen geht zunächst ein breiter Überblick über Geschichte, Strukturen und Entwicklungen der olympischen Spiele der Neuzeit voraus. In Kapitel 2 wird die olympische Idee nach ihrem Gründer Pierre de Coubertin beschrieben. Steinbrecher macht deutlich, dass diese als Legitimations- und Argumentationsgrundlage insbesondere für olympische Funktionäre nach wie vor relevant ist. Zugleich zeigt er auf, dass bestehende Konflikte und Spannungsfelder schon in der Gründungsphase der Spiele bestanden. Kapitel 3 beschreibt den Status quo der olympischen Spiele und stellt diese ihrer ursprünglichen Konzeption gegenüber. Wesentliche Kritik- und Diskussionsfelder werden hierbei herausgestellt. Kapitel 4 behandelt die (Legitimations-)Krisen der olympischen Spiele – angefangen mit den Spielen von Berlin 1936 bis hin zu den (zum Zeitpunkt der Niederschrift noch bevorstehenden) Spielen von Peking 2008. Kapitel 5 schließt den theoretischen Teil mit einer historischen Betrachtung des Verhältnisses zwischen Fernsehveranstaltern und Olympia ab und führt so auf die konkrete empirische Auseinandersetzung mit der olympischen TV-Berichterstattung hin.</p>
<p>Der theoretische Teil der Arbeit in den Kapiteln 2 bis 5 ermöglicht dem Leser einen Einblick in die kritische Diskussion der olympischen Spiele, ihre Ziele und Ideale sowie ihres öffentlichen Stellenwertes. Die Breite dieses Überblicks geht gelegentlich zulasten seiner Tiefe, was insofern legitim ist, als Steinbrecher nicht versucht, Antworten zu finden, sondern vielmehr dem Leser verschiedene Positionen und Kritikpunkte aufzeigen und somit eine Grundlage für eine weitere Diskussion des Themas bereitstellen möchte. Steinbrechers Ziel ist es, wie uns der Titel bereits verrät, ein &#8220;Netz olympischer Abhängigkeiten&#8221; zu beschreiben. Es gelingt ihm, die verschiedenen Abhängigkeiten zu identifizieren, ihre jeweilige Stärke und ihr besonderes Ausmaß werden jedoch nicht immer deutlich und stellen möglicherweise zukünftige Forschungsaufträge dar.</p>
<p>In Kapitel 6, dem empirischen Teil der Arbeit, werden zunächst 21 verschiedene Programmkategorien vorgestellt, in die sich das olympische Programmschema einteilen lässt, sowie deren Anteil an der Olympiaberichterstattung ermittelt. Steinbrecher liefert hier eine bisher nicht vorhandene Datenbasis, welche eine objektive Beurteilung subjektiv empfundener und geäußerter Entwicklungen der Olympiaberichterstattung erlaubt. Der deskriptive Wert der gesammelten Daten ist hoch, ihr explorativer Wert ist aufgrund der geringen Zahl von sechs untersuchten olympischen Spielen indes begrenzt.</p>
<p>In Kapitel 7 führt Steinbrecher den Leser in die Strukturen und Entscheidungsprozesse der (olympischen) Sportberichterstattung des ZDF ein. Steinbrecher stellt die olympische Programmphilosophie des ZDF basierend auf von ihm selbst durchgeführten Leitfaden- bzw. Tiefeninterviews mit den Programmverantwortlichen des ZDF dar. Hier liegt der Wert der Arbeit in dem besonderen Blickwinkel Steinbrechers als Insider und Sportjournalist. Im Fokus stehen die in den Kapiteln 2 bis 5 identifizierten Spannungsfelder der olympischen Idee. Auch hier wird weder seitens des Autors noch seitens der befragten Programmverantwortlichen eindeutig bzw. einheitlich Position bezogen. Vielmehr wird deutlich, dass auch die verantwortlichen Journalisten parallel zur gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit olympischen Problemfeldern durchaus kontrovers nach Antworten und Strategien suchen.</p>
<p>Während Steinbrecher die zentrale Stellung der olympischen Ideale und ihrer Charta im Netz der olympischen Abhängigkeiten ausführlich beschreibt, vermisst man – auch in den Aussagen der ZDF-Programmverantwortlichen – den direkten Bezug auf die Grundlage öffentlich-rechtlicher Programmgestaltung in Form des im Rundfunkstaatsvertrag festgelegten Programm- und Sozialisationsauftrags. In diesem Zusammenhang muss die Frage aufgeworfen werden, ob die enge Abgrenzung des Forschungsgegenstandes auf die reinen Sportübertragungen unter Ausschluss der zwischendurch ausgestrahlten Nachrichtensendungen sowie der nachgelagerten Informations- und Unterhaltungssendungen mit Olympiabezug operabel ist. Letztlich macht sich hier die sportjournalistische Perspektive Steinbrechers bemerkbar, die in diesem Kontext einer etwas distanzierteren medienpolitischen Sicht gegenübergestellt werden könnte.</p>
<p>Das vorliegende Buch ist sowohl für Praktiker als auch für Wissenschaftler lesenswert. Für Sportjournalisten bietet es eine Grundlage für die persönliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie mit kritischen Aspekten olympischer Spiele umzugehen ist. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das Buch vor allem ein Fundus von offenen Fragen und Kontroversen, die nach Lösungen und Antworten verlangen und so eine Reihe interessanter Forschungsfragen anstoßen bzw. fortführen können.</p>
<p><em><em>Links</em>:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641364&amp;WKorbUID=75966681&amp;TITZIF=2253&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.journalistik-dortmund.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=420&amp;Itemid=160" target="_blank">Webpräsenz von Michael Steinbrecher am Institut für Journalistik der TU Dortmund</a></li>
<li><a href="http://www.michael-steinbrecher.de/" target="_blank">persönliche Homepage von Michael Steinbrecher</a></li>
</ul>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/eb3665d1c9bf4cf99ef3171bc40c1c25" width="1" height="1" alt=""></p>


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		<title>Peter J. Schulz; Uwe Hartung; Simone Keller (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 14:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Philomen Schönhagen</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1695" title="schulzetal2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/11/schulzetal2008.jpg" alt="schulzetal2008" width="161" height="230" />Der Band zur Jahrestagung der DGPuK 2008 in Lugano enthält unterschiedlichste Beiträge aus verschiedenen Forschungsgebieten des Fachs, wie bei solch breit angelegten Konferenzen nicht anders zu erwarten ist. Zudem war in diesem Fall die "Vielfalt" der Kommunikationswissenschaft ausdrücklich Programm. Allerdings muss man feststellen, dass der Tagungsband diese Vielfalt, jedenfalls mit Blick auf theoretische Perspektiven und Fachtraditionen, deutlich weniger widerspiegelt, als dies bei der Tagung der Fall war. Das Gros der Beiträge, ebenso wie der Autorinnen und Autoren, ist der zentralen sozialwissenschaftlichen Fachtradition zuzurechnen. Man erhält jedoch durchaus interessante Einblicke in die Vielfalt der kommunikationswissenschaftlichen Forschung. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/459">[Mehr]</a>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Philomen Schönhagen</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1695" title="schulzetal2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/11/schulzetal2008.jpg" alt="schulzetal2008" width="161" height="230" />Der Band zur Jahrestagung der DGPuK 2008 in Lugano enthält unterschiedlichste Beiträge aus verschiedenen Forschungsgebieten des Fachs, wie bei solch breit angelegten Konferenzen nicht anders zu erwarten ist. Zudem war in diesem Fall die &#8220;Vielfalt&#8221; der Kommunikationswissenschaft ausdrücklich Programm. Allerdings muss man feststellen, dass der Tagungsband diese Vielfalt, jedenfalls mit Blick auf theoretische Perspektiven und Fachtraditionen, deutlich weniger widerspiegelt, als dies bei der Tagung der Fall war. Das Gros der Beiträge, ebenso wie der Autorinnen und Autoren, ist der zentralen sozialwissenschaftlichen Fachtradition zuzurechnen. Man erhält jedoch durchaus interessante Einblicke in die Vielfalt der kommunikationswissenschaftlichen Forschung. Fragen der &#8220;Identität&#8221; des Faches –  ebenso Programm der Tagung und Teil des Titels – sind explizit nur in den vier fachhistorischen Beiträgen des ersten Teils (<em>Fabian Schäfer</em>, <em>Erik Koenen</em>, <em>Maria Löblich/Senta Pfaff-Rüdiger</em>, <em>Stefanie Averbeck-Lietz</em>) sowie in der Bestandsaufnahme kultur- und praxistheoretischer Konzepte von <em>Johannes Raabe</em> Thema.</p>
<p>Die von den Herausgebern angestrebte Gliederung in drei Teile – einen ersten zum Fach und seiner Theorieentwicklung, einen zweiten mit Blick auf (theoretische) Ansätze und Teilgebiete des Fachs und einen dritten zu empirischen Studien – ist nur bedingt nachvollziehbar. So würde der Beitrag von <em>Patrick Donges</em>, der aus einer interdisziplinären Perspektive grundlegende Definitionsprobleme der Politischen Kommunikation diskutiert, besser in den zweiten Teil passen, ebenso wie der bereits erwähnte Aufsatz von Johannes Raabe (theoretische Ansätze). Im zweiten Teil wiederum sind zwei Beiträge enthalten, die Ergebnisse empirischer Studien präsentieren (<em>Olaf Jandura/Constanze Rossmann</em> sowie <em>Sabrina Bresciani/Martin J. Eppler</em>) und somit besser im dritten Teil zu verorten wären.</p>
<p>Da die Rezension eines derart vielfältigen Bandes mit insgesamt 17 Beiträgen (ausgewählt aus 63 Vorträgen, wie der Einleitung zu entnehmen ist) unmöglich ins Detail gehen kann, soll im Folgenden vor allem die oben begonnene Übersicht zu den einzelnen Aufsätzen vervollständigt werden.</p>
<p>Interessante Einblicke in die Ideen- bzw. Theoriegeschichte des Fachs aus einer transnationalen Perspektive bieten drei Beiträge (im ersten Teil): Die Diskussion des Begriffs bzw. Konzepts von öffentlicher Meinung in der japanischen Kommunikations- bzw. Zeitungswissenschaft der 1920er und -30er Jahre, die <em>Fabian Schäfer</em> ebenso beleuchtet wie deren Wechselwirkungen mit dem deutschen Fach bzw. einzelnen Vertretern desselben, ist für viele Leser sicher neu. <em>Erik Koenen</em> gibt einen Überblick über die Fachgeschichte in Skandinavien mit Schwerpunkt auf Finnland, wobei die wechselnden internationalen Einflüsse sowie die enge &#8220;Nordic Co-Operation&#8221; der skandinavischen Länder im Mittelpunkt stehen. <em>Stefanie Averbeck-Lietz</em> veranschaulicht kenntnisreich die unterschiedliche, aber komplementäre Rezeption des Konstruktivismus in der deutsch- und französischsprachigen Kommunikationswissenschaft. Sie führt diese vor allem auf die unterschiedlichen Fachtraditionen mit der in Frankreich stärker sprach- und handlungstheoretischen sowie wissenssoziologischen Orientierung und auf die je eigene Rezeption amerikanischer Literatur zurück. Der vierte fachhistorische Beitrag fokussiert dagegen nur auf Deutschland: Die Inhaltsanalyse der wissenschaftlichen Aufsätze in der &#8220;<a href="http://www.publizistik-digital.de" target="_blank">Publizistik</a>&#8221; der Jahre 1956 bis 1980, deren Ergebnisse <em>Maria Löblich</em> und <em>Senta Pfaff-Rüdiger</em> präsentieren, unterstreicht einmal mehr, dass sich eine verstärkt empirisch-sozialwissenschaftliche Perspektive eher langsam, in einem &#8220;evolutionären Prozess&#8221; durchgesetzt  hat (61).</p>
<p><em>Jörg Matthes</em> gibt einen Überblick über die Framing-Forschung und stellt Ergebnisse einer Meta-Analyse diesbezüglicher Studien vor, welche die Disparität des Ansatzes veranschaulichen. Daraus leitet er Anregungen für ein Forschungsprogramm mit einheitlichen Begrifflichkeiten ab. <em>Inga Huck</em>, <em>Oliver Quiring</em> und <em>Hans-Bernd Brosius </em>widmen sich, auf der Basis eines kurzen Forschungsüberblicks, der Weiterentwicklung des Agenda-Setting-Ansatzes. Sie schlagen ein Modell vor, das Wahrnehmungsphänomene wie insbesondere den Third-Person-Effekt einbezieht. <em>Benjamin Krämer</em>, <em>Thorsten Schroll</em> und <em>Gregor Daschmann</em> legen Möglichkeiten zur Verbesserung multivariater Datenanalysen mittels künstlicher neuronaler Netze dar, die in anderen Fächern bereits ein eingeführtes &#8220;statistisches Werkzeug&#8221; (179) seien. Dabei skizzieren sie kurz Beispiele aus verschiedenen Forschungsfeldern.</p>
<p>Die übrigen Beiträge (im zweiten und dritten Teil des Bandes) stellen Ergebnisse diverser empirischer Studien vor. Vier der Aufsätze weisen eine internationale Perspektive auf: <em>Joachim Trebbe</em> und <em>Jens Woelke</em> identifizieren in den Programmstrukturen der öffentlich-rechtlichen bzw. öffentlich-konzessionierten Fernsehsender Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zwei unterschiedliche Strategien (komplementäre Formatierung der Programme eines Veranstalters oder Profilierung &#8220;gegeneinander&#8221;, 209). <em>Kevin Grieves</em> zeigt anhand einer qualitativen Befragung grenzüberschreitend arbeitender Journalisten in der deutsch-französisch-luxemburgischen Region Saar-Lor-Lux, welche Schwierigkeiten die interkulturelle Zusammenarbeit in sich birgt und dass erfolgreiche Kooperation stark auf persönlichen Kontakten basiert. <em>Manuel Puppis</em> untersucht, ausgehend von der neoinstitutionalistischen Organisationstheorie, wie die Presseräte Deutschlands, der Schweiz, Großbritanniens und Irlands auf Anforderungen ihrer Umwelten reagieren (Anpassung von Strukturen und Prozessen). <em>Uwe Hasebrink</em> schließlich legt die Konzeption einer international vergleichenden Meta-Studie zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen in 21 Ländern dar.</p>
<p>Weiter präsentieren <em>Olaf Jandura</em> und <em>Constanze Rossmann</em> eine Inhaltsanalyse zum Thema Gesundheit in Boulevardmagazinen des deutschen Fernsehens. Untersucht wurden die Häufigkeit von Gesundheitsthemen (ca. 10% aller Beiträge), die Akteure (mehrheitlich Männer, außer beim Subthema Schönheitsoperationen), das Emotionalisierungspotenzial (&#8220;im Mittelfeld&#8221;, 159) sowie die Publikumsorientierung der Beiträge (hoch). Im einzigen englischsprachigen Beitrag identifizieren <em>Sabrina Bresciani</em> und <em>Martin J. Eppler</em> Grenzen der Visualisierung komplexer Informationen. Auf der Basis einer Literaturübersicht und der Ergebnisse aus Interviews sowie einer Gruppendiskussion mit Experten erarbeiten sie eine Klassifikation der (kognitiven, emotionalen und sozialen) Risiken bzw. Probleme graphischer Darstellungen, die Designer- und Nutzer-induziert sein können. Methodisch besonders interessant ist der Beitrag von <em>Markus Lehmkuhl</em>, der in einem kleinen Dorf des Landkreises Oldenburg die Einflüsse sozialer Netzwerke auf die Adoption neuer Telekommunikationstechniken erforscht und dabei gut zwei Drittel der Einwohner befragt hat. <em>Gerhard Vowe</em> und <em>Marco Dohle</em> schließlich prüfen mit der Mediatisierungsthese eine hoch aktuelle theoretische Perspektive. Dazu führten sie eine Längsschnittanalyse deutscher Parlamentsdebatten durch, wobei sie auf die Entwicklung der (Medien-)Referenzen der Redner fokussieren. Die Mediatisierungsthese können sie mit ihren Ergebnissen nur teilweise bestätigen.</p>
<p>Wie eingangs bereits vorweggenommen, bietet der Tagungsband somit vielfältige Einblicke in die Forschung des Faches – von der Fach- und Theoriegeschichte über Politische Kommunikation, verschiedene theoretische Ansätze und methodische Entwicklungen bis hin zu Visueller und Gesundheitskommunikation, Journalismus-, Fernseh-, Mediennutzungs- und Diffusionsforschung. Sollte man aufgrund des Titels einen Gesamtüberblick über das Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft und/oder eine vertiefte Diskussion zur Identität desselben erwarten, würde man jedoch enttäuscht.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641470&amp;WKorbUID=7000006&amp;TITZIF=2266&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.usi.ch/personal-info?id=272" target="_blank">Webpräsenz von Peter J. Schulz an der Università della Svizzera italiana</a></li>
<li><a href="http://www.usi.ch/personal-info?id=1043" target="_blank">Webpräsenz von Uwe Hartung an der Università della Svizzera italiana</a></li>
<li><a href="http://www.usi.ch/personal-info?id=1140" target="_blank">Webpräsenz von Simone Keller an der Università della Svizzera italiana</a></li>
<li><a href="http://www.unifr.ch/mukw/mukw07/index.php?page=prof-dr-philomen-schonhagen" target="_blank">Webpräsenz von Philomen Schönhagen an der Universität Fribourg (CH)</a></li>
</ul>


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<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/1424' rel='bookmark' title='Permanent Link: Jan Schmidt: Das neue Netz'>Jan Schmidt: Das neue Netz</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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