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	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Politik</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereichen Kommunikation und Medien</description>
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		<title>Patrick Rademacher: Politische Inhalte im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 08:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Ulrike Klinger</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Rademacher.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6997" title="Rademacher" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Rademacher.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Patrick Rademacher hat eine ebenso aktuelle wie spannende und methodisch herausfordernde Frage gestellt: Welche Bedeutung kommt dem Internet in der Politikvermittlung zu und welche Rolle spielen dabei die Anbieter und Nutzer politischer Informationen? Er verfolgt das Ziel, nicht eine Detailbetrachtung, sondern ein Gesamtbild der verschiedenen beteiligten Akteure unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven abzuliefern. Da sich ein solcher Anspruch kaum realisieren lässt, wird wenig später verständlicherweise doch konkretisiert: zwei Schweizer Volksabstimmungen (Unternehmensteuerreform II und Einbürgerungsinitiative, beide 2008) werden für die empirische Untersuchung herangezogen. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/6994">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Ulrike Klinger</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Rademacher.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6997" title="Rademacher" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/10/Rademacher.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Patrick Rademacher hat eine ebenso aktuelle wie spannende und methodisch herausfordernde Frage gestellt: Welche Bedeutung kommt dem Internet in der Politikvermittlung zu und welche Rolle spielen dabei die Anbieter und Nutzer politischer Informationen? Er verfolgt das Ziel, nicht eine Detailbetrachtung, sondern ein Gesamtbild der verschiedenen beteiligten Akteure unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven abzuliefern (24). Da sich ein solcher Anspruch kaum realisieren lässt, wird wenig später verständlicherweise doch konkretisiert: zwei Schweizer Volksabstimmungen (Unternehmensteuerreform II und Einbürgerungsinitiative, beide 2008) werden für die empirische Untersuchung herangezogen.</p>
<p>Vorangestellt ist ein ausführlicher Theorieteil, dessen Aufarbeitung des Forschungsstandes kaum zu wünschen übrig lässt. Ein heuristisches Marktmodell nimmt den dualen Charakter politischer Informationen als Wirtschafts- und Kulturgüter auf und unterscheidet auf der Angebotsseite Newsportale, Medienorganisationen, etablierte und nicht-etablierte politische Akteure. Letztere Differenzierung gelingt nicht vollständig überzeugend: Während Arbeitgeberorganisationen und Arbeitnehmerverbände den etablierten politischen Akteuren zugeschlagen werden, kommen alle anderen (zivilgesellschaftlichen) Akteure, die kaum institutionalisiert, ressourcenschwach, weder zentralisiert noch hierarchisch aufgebaut sind und Einfluss nur über Öffentlichkeit nehmen können, als &#8220;nicht-etablierte&#8221; politische Akteure in einen Topf (47ff). Hier kann man fragen, ob das wirklich auch für die Kirchen zutrifft und im Lichte aktueller Governance-Konzepte eine sinnvolle Unterscheidung ist – zumal sie, dies konzediert der Autor mit Verweis auf Kriesi (2001), &#8220;von gradueller Art ist und sich nicht einfach festlegen lässt&#8221; (48).</p>
<p>Sehr souverän geht der Autor mit den bekannten methodischen Problemen um, mit denen er sich bei der Untersuchung von Online-Inhalten konfrontiert sieht (z.B. beschrieben bei Rössler/Wirth 2001). Er begegnet ihnen mit einer Befragung von Medienorganisationen und politischen Akteuren, mit einer Strukturanalyse, bei der die Ergebnisse einer Google-Suchanfrage zu den jeweiligen Abstimmungen nach Anbietertyp untersucht wurden und mit einer telefonischen Befragung der stimmberechtigten Schweizer Bevölkerung zu ihren politischen Informationsquellen. Die Daten aus den Befragungen verdankt der Autor dem Entstehungskontext der Studie im Rahmen eines übergreifenden Forschungsprojekts, das (wie es häufig der Fall ist) auch einige Beschränkungen mit sich bringt, die dem Autor nicht anzulasten sind. So klammert die Studie beharrlich Social Media aus, und das Tessin findet keine Berücksichtigung. Das Vorgehen ist verständlich, klar und äußerst detailliert beschrieben, überzeugt und verleiht den Ergebnissen Autorität.</p>
<p>Einige Resultate der Studie kurz zusammengefasst: Politische Inhalte spielen im Online-Angebot der Medienorganisationen im Kontext der untersuchten Volksabstimmungen keine wichtige Rolle. Hier stellt der Autor sogar &#8220;Anzeichen einer Entpolitisierung journalistischer Online-Angebote&#8221; (336) fest. Es sind vielmehr die politischen Akteure selbst, für die das Internet eine zentrale Bedeutung hat. Vor allem von den etablierten politischen Akteuren wurde der Großteil der online verfügbaren Inhalte zu den Abstimmungsinitiativen bereitgestellt, wobei als Zielgruppe eher die eigenen Mitglieder, als die Bürger insgesamt dienten. Dabei kamen überwiegend Webseiten und Newsletter zum Einsatz, während interaktive und partizipative Kommunikationsformen kaum Anwendung fanden – ein Ergebnis, das vielleicht anders aussähe, wenn Social Media mit in die Analyse einbezogen worden wären.</p>
<p>Auf der Seite der Nutzer wiederum spielen nur zwei Typen von Online-Angeboten eine Rolle: Newsportale und die Online-Angebote klassischer Zeitungen. Die Inhalte politischer Akteure hingegen werden nur dann rezipiert, wenn Bürger und Bürgerinnen im Zuge ihres habituellen Nutzerverhaltens auf diese Seiten zugreifen. Nur eine Minderheit sucht aktiv nach politischen Informationen im Netz. Dieser Befund wird gestützt durch die erst kürzlich publizierten Ergebnisse einer achtjährigen Panelstudie, die das politische Kommunikationsverhalten in Deutschland untersuchte. Auch hier zeigte sich, dass das Internet das eingeübte politische Kommunikationsverhalten kaum verändert, während jüngere Kohorten direkt mit Online-Alternativen sozialisiert werden (Emmer et al. 2011). Dass politische Inhalte dort angeboten werden, wo Bürger sie nicht suchen, während sie zunehmend entpolitisierte Onlineangebote der Tageszeitungen nutzen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Studie fördert aber auch Hoffnungsvolles zu Tage, etwa wenn sich Vertreter von Medienorganisationen zu ihrem publizistischen Informationsauftrag bekennen und auch wenig lukrative politische Inhalte anbieten (&#8220;weil wir keine Erbsenhändler sind.&#8221; 220).</p>
<p>Das Buch ist durchgängig ansprechend geschrieben. Schnörkellose, klare Formulierungen und eine verträgliche Dosis Fachjargon sorgen für einen angenehmen Lesefluss bei gleichzeitig erfreulicher argumentativer Dichte. Die Gliederung in Theorieteil, Methodenkapitel und empirische Untersuchung erscheint dabei etwas formalistisch. Dissertationen mögen üblicherweise diesem Aufbau folgen, für ein Buch hätte ein mehr an der Fragestellung orientierter Aufbau viel Umherblättern und einige Redundanzen erspart. Dies mindert aber keineswegs den Wert, den Patrick Rademachers Beitrag für alle Leser hat, die sich gegenwärtig mit den Potentialen und Grenzen politischer Online-Kommunikation auseinandersetzen.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Emmer, M.  et al.: <em>Bürger Online. Die Entwicklung der politischen Online-Kommunikation in Deutschland</em>. Konstanz [UVK] 2011.</li>
<li>Kriesi, H.: <a href="http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2001/p01-701.pdf" target="_blank"><em>Die Rolle der Öffentlichkeit im politischen Entscheidungsprozess</em></a>. Berlin [Veröffentlichungsreihe der Arbeitsgruppe "Politische Öffentlichkeit und Mobilisierung" des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung] 2001.</li>
<li>Wirth, W.; P. Rössler: Inhaltsanalysen im World Wide Web. In: Wirth, W. ; E. Lauf (Hrsg.):<em> Inhaltsanalyse: Perspektiven, Probleme, Potentiale</em>. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2001, S. 280-302</li>
</ul>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://halemverlag.lookingintomedia.com/shop/product_info.php/products_id/224" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.vogtmedia.ch/vogt-media-research/team/patrick-rademacher.html" target="_blank">Webpräsenz von Patrick Rademacher bei vogt media</a></li>
<li><a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienpolitik/team/ulrike-klinger.html" target="_blank">Webpräsenz von Ulrike Klinger an der Universität Zürich</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Klaus Arnold; Christoph Classen; Susanne Kinnebrock; Edgar Lersch; Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.): Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen?</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/6447</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/6447#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:50:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Medialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Philip Baugut</em>

<img class="alignnone size-full wp-image-6450" title="Arnold et al." src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/08/Arnold-et-al..jpg" alt="" width="160" height="230" />Der vorliegende Sammelband erscheint in mehrerer Hinsicht breit angelegt: Auf fast 500 Seiten wird das vielschichtige und im 20. Jahrhundert überaus wechselvolle "Verhältnis von Medien, Öffentlichkeiten und Politik" untersucht. Am Beginn steht eine theoretische und begriffliche Auseinandersetzung mit der "Medialisierung der Politik" (Teil 1). Es folgen Fallstudien zum Verhältnis von Medien und Politik, wobei beide Hälften des 20. Jahrhunderts beleuchtet werden (Teile 2 und 3). Am Ende findet sich eine Analyse historischer Diskurse zur Medialisierung der Politik (Teil 4). Das ambitionierte Werk ist das Ergebnis einer 2007 veranstalteten Tagung, die (mit der <a href="http://www.ard.de/" target="_blank">ARD</a> und dem konservativen <a href="http://www.seeheimer-kreis.de/" target="_blank">Seeheimer Kreis</a> der SPD) auch Vertreter jener beiden Seiten unterstützten, deren Verhältnis betrachtet wird. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/6447">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Philip Baugut</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-6450" title="Arnold et al." src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/08/Arnold-et-al..jpg" alt="" width="160" height="230" />Der vorliegende Sammelband erscheint in mehrerer Hinsicht breit angelegt: Auf fast 500 Seiten wird das vielschichtige und im 20. Jahrhundert überaus wechselvolle &#8220;Verhältnis von Medien, Öffentlichkeiten und Politik&#8221; untersucht. Am Beginn steht eine theoretische und begriffliche Auseinandersetzung mit der &#8220;Medialisierung der Politik&#8221; (Teil 1). Es folgen Fallstudien zum Verhältnis von Medien und Politik, wobei beide Hälften des 20. Jahrhunderts beleuchtet werden (Teile 2 und 3). Am Ende findet sich eine Analyse historischer Diskurse zur Medialisierung der Politik (Teil 4). Das ambitionierte Werk ist das Ergebnis einer 2007 veranstalteten Tagung, die (mit der <a href="http://www.ard.de/" target="_blank">ARD</a> und dem konservativen <a href="http://www.seeheimer-kreis.de/" target="_blank">Seeheimer Kreis</a> der SPD) auch Vertreter jener beiden Seiten unterstützten, deren Verhältnis betrachtet wird.</p>
<p>Dieses Verhältnis ist unter dem Eindruck veränderter Rahmenbedingungen punktuell intensiv untersucht worden. Dabei wurden aus der Perspektive des Übermacht-Paradigmas häufig ebenso pointierte wie streitbare Zeitdiagnosen gestellt. Das gilt etwa für die Instrumentalisierungsthese (Schatz 1982) ebenso wie für die Beobachtung einer &#8220;Kolonisierung der Politik durch die Medien&#8221; (Meyer 2001). Die Diskussion über derartige gegenwartsbezogene Thesen verspricht durch eine breitere zeithistorische Perspektive differenzierter und damit bereichert zu werden – &#8220;manch normatives Urteil und manche Prognose erscheinen vor diesem Hintergrund relativiert oder gar generell zweifelhaft&#8221; (14), so die Herausgeber <a href="http://www.zzf-pdm.de/site/428/default.aspx" target="_blank">Christoph Classen</a> und <a href="http://www.ku-eichstaett.de/slf/jour/mitarbeiter/lehrstuhl2/arnold/" target="_blank">Klaus Arnold</a> einleitend in einer Mischung aus Anspruch und Resümee.</p>
<p>Auch im Titel dieses Bandes schwingt die Frage von Über- und Unterordnung in den politisch-medialen Beziehungen mit  – dahinter haben die Herausgeber jedoch zu Recht ein vieldeutiges Fragezeichen gesetzt: <em>Von der Politisierung der Medien zur Medialisierung des Politischen?</em> Zwar hat sich die wissenschaftliche Perspektive tatsächlich in diese Richtung verändert, empirisch halten es die Herausgeber jedoch für &#8220;kaum zielführend, die Medialisierung der Politik ausschließlich als Entwicklung der jüngsten Zeit zu interpretieren, ebenso wenig, wie sie gegen die ältere Perspektive einer Politisierung der Medien auszuspielen&#8221; (17). Daraus resultiert ein Verständnis von Medialisierung, das die Interdependenz von Gesellschafts- und Medienwandel betont.</p>
<p>Marcinkowski und Steiner thematisieren im theoretischen Teil denn auch einen wunden Punkt, wenn sie mit dem Begriff der &#8220;Medienkausalität&#8221; Vorstellungen kritisieren, die Ursachen von Veränderungen allein auf Medienseite verorten. Damit unterstreichen sie implizit den Wert historischer Fallstudien, erscheinen diese doch dazu prädestiniert, die Vielfalt und das Zusammenwirken politischer, medialer und gesellschaftlicher Ursachen deutlich zu machen. Die Feststellung derartiger Interdependenzen erfordert jedoch nicht unbedingt einen systemtheoretischen Zugang, der den theoretischen Teil des Bandes dominiert. Außerdem stellt sich mit Blick auf den ersten Teil die Frage, ob über die Debatte um das Verständnis von einer &#8220;Medialisierung des Politischen&#8221; hinaus nicht auch geklärt werden sollte, was unter &#8220;Politisierung der Medien&#8221; zu verstehen ist.</p>
<p>Den theoretischen Überlegungen folgen Fallbeispiele und Analysen, die mitunter recht heterogen erscheinen, was dem breiten thematischen und zeitlichen Dach geschuldet ist. Die Beiträge, die sich auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts beziehen, machen deutlich, wie verschränkt die Prozesse der Politisierung der Medien und der Medialisierung des Politischen sein können. Dies illustrieren insbesondere Wilke (&#8220;Medialisierung der Politik? Reichskanzler von Bülow als Vorläufer&#8221;) und Marszolek (&#8220;&#8216;Nur keine Öde&#8217;. Radio im Nationalsozialismus&#8221;): Der Reichskanzler nutzte zwar sämtliche Instrumente zur Steuerung der Presse, stürzte aber beinahe über die sogenannte <a href="http://wilhelmderzweite.de/kaiser/kritik_dailytelegraph.php" target="_blank">Daily Telegraph-Affäre</a> – &#8220;ein frühes, exorbitantes Exempel&#8221; (109) für die Medialisierung des Politischen. Auch im nationalsozialistischen Deutschland waren den Machthabern bei der Politisierung der Medien Grenzen gesetzt, menschliche Unterhaltungsbedürfnisse ließen sich gerade bei der Gestaltung des Hörfunkprogramms kaum ignorieren.</p>
<p>Im Teil zur zweiten Jahrhunderthälfte stößt Meyen in ein ähnliches Horn. Die Nutzung politischer Medienangebote in den 1950er Jahren zeige, dass sich lediglich die Möglichkeiten zur Befriedigung der (stark ausgeprägten Unterhaltungs-)Bedürfnisse, nicht aber diese selbst verändert hätten. Meyens Beitrag erscheint als Auftakt für weitere Analysen, die kulturkritische Töne (wie sie auch in diesem Band teilweise angeschlagen werden) in Frage stellen und für deren Vertreter schrill klingen mögen. So liefern Kinnebrock und Bilandzic mit Blick auf die Jahre 1965 und 2005 den womöglich überraschenden Befund, dass die Bild-Zeitung einen &#8220;Entboulevardisierungsprozess&#8221; (359) durchlief. Zudem verweisen sie auf die Vielschichtigkeit des Boulevardisierungsprozesses, die es verbiete, &#8220;ihn pauschal als dunkle Seite des Medialisierungsprozesses abzutun&#8221; (360). Solche Mosaiksteine korrigieren ein Bild von Medialisierung, das Kulturkritiker oftmals ohne empirische Fundierung prägen konnten, weil die Kommunikationswissenschaft psychologische Medienwirkungen fokussierte und dabei Medieneinflüsse auf Makrophänomene vernachlässigte (vgl. Kepplinger 2008). Vor dem Hintergrund von Befunden, welche die negative Konnotation von Medialisierung in Frage stellen, ist der Beitrag von Scheu und Wendelin im letzten Teil des Bands bemerkenswert. Darin dokumentieren sie, wie Vertreter einer kritischen Perspektive mit der Zeit ein weniger dunkles Bild von der Medialisierung zeichneten &#8211; obwohl die Zunahme von Medialisierung im historischen Verlauf Wasser auf die alten kulturkritischen Mühlen hätte sein können.</p>
<p>Belege für die häufig pauschal unterstellte Zunahme von Medialisierung erfordern allerdings Längsschnittstudien, an denen es noch immer mangelt – die methodischen Möglichkeiten retrospektiver Analysen sind natürlich beschränkt. Doch auch die Zusammenschau verschiedener Querschnittstudien kann Erkenntnisse über die Entwicklung der Medialisierung liefern.</p>
<p>Insgesamt wird die aktuelle Diskussion um das Verhältnis von Politik und Medien in mehrerer Hinsicht bereichert. So verdeutlicht die Verschränkung der beiden im Titel angeführten Prozesse, warum bei der Beschreibung des Verhältnisses inzwischen weniger die Fragen nach Über- und Unterordnung, sondern vielmehr Vorstellungen von Interdependenz bzw. Interpenetration dominieren (sollten). Darüber hinaus können die Fallbeispiele einen Beitrag zur bislang noch ausstehenden theoretischen Rekonstruktion jener interdependenten Prozesse leisten, die letztlich zur Medialisierung führen. Es bleibt zu hoffen, dass die künftige Medialisierungsforschung auch jene Beiträge beachtet, die auf das Label &#8220;Medialisierung der Politik&#8221; zwar verzichten, den Forschungsstand dazu aber dennoch bereichern. Hervorzuheben ist schließlich, dass es an einigen Stellen gelingt, die Überprägnanz mancher gegenwartsbezogener, kulturkritischer These zu entlarven. Das könnten sich die Praktiker von der Tagung erhofft haben.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Kepplinger, H. M.: &#8220;Was unterscheidet die Mediatisierungsforschung von der Medienwirkungsforschung?&#8221; In: <em>Publizistik</em>,3, 2008, S. 326-338.</li>
<li>Meyer, T.: <em>Mediokratie. Die Kolonisierung der Politik durch die Medien</em>. Frankfurt am Main 2001.</li>
<li>Schatz, H.: Interessen und Machtstrukturen im Interaktionsfeld von Massenmedien und Politik. In: Schatz, H.; Lange, K. (Hrsg.): <em>Massenkommunikation und Politik: Aktuelle Probleme und Entwicklungen im Massenkommunikationssystem der Bundesrepublik Deutschland.</em> Frankfurt am Main 1982, S. 6-20.</li>
</ul>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1137" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.mcg.uni-muenchen.de/personen/wimis/baugut/index.html" target="_blank">Webpräsenz von Philip Baugut an der Ludwig-Maximilians-Universität München</a><a href="http://www.univerlag-leipzig.de/article.html;article_id,1137" target="_blank"><em><br />
</em></a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Robert Grünewald; Ralf Güldenzopf; Melanie Piepenschneider (Hrsg.): Politische Kommunikation</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/5390</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/5390#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 09:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Ulrich Heisterkamp</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/5390"><img class="alignleft size-full wp-image-5420" title="Grünewald" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/05/Grünewald.jpg" alt="" width="160" height="228" /></a>Die Publikation der <a href="http://www.kas.de/" target="_blank">Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)</a> widmet sich der politischen Kommunikation, die als Teilgebiet politischer Bildungsarbeit im digitalen Zeitalter des Web 2.0 stetig an Relevanz gewinnt. Die Affinität der parteinahen politischen Stiftung zu ihrer Mutterpartei CDU spiegelt sich in einzelnen Beiträgen des Bandes wider, der unter anderem eine Bilanz der rasanten Entwicklung des Internetauftritts der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seit den Anfängen 1995 enthält. Jedoch wahren die Verfasser stets die wissenschaftliche Objektivität, so dass die Lektüre unabhängig von parteipolitischen Präferenzen aufschlussreich ist. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/5390">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Ulrich Heisterkamp</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/5390"><img class="alignleft size-full wp-image-5420" title="Grünewald" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2011/05/Grünewald.jpg" alt="" width="160" height="228" /></a>Die Publikation der <a href="http://www.kas.de/" target="_blank">Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)</a> widmet sich der politischen Kommunikation, die als Teilgebiet politischer Bildungsarbeit im digitalen Zeitalter des Web 2.0 stetig an Relevanz gewinnt. Die Affinität der parteinahen politischen Stiftung zu ihrer Mutterpartei CDU spiegelt sich in einzelnen Beiträgen des Bandes wider, der unter anderem eine Bilanz der rasanten Entwicklung des Internetauftritts der CDU/CSU-Bundestagsfraktion seit den Anfängen 1995 enthält. Jedoch wahren die Verfasser stets die wissenschaftliche Objektivität, so dass die Lektüre unabhängig von parteipolitischen Präferenzen aufschlussreich ist.</p>
<p>Die interaktiven Gestaltungsmöglichkeiten durch die neuen Medien eröffnen der politischen Kommunikation attraktive Potentiale zur Wähleransprache, Mobilisierung von Unterstützung und Informationsverbreitung – nicht zuletzt die bahnbrechende Wahlkampagne Barack Obamas hat dies spektakulär verdeutlicht. Für die Akteure der politischen Bildung erhöht sich mit der &#8220;technologischen Tempoverschärfung&#8221; jedoch auch der Druck, Fachwissen permanent zu aktualisieren und in den Seminaren die neuesten Entwicklungen zu reflektieren. Auf diese Situation rekurriert die KAS mit der Neuerscheinung, die als Ergänzung ihres Seminarprogramms konzipiert ist. Denn die Stiftung macht einen erheblichen Professionalisierungsbedarf aus: Die Spielregeln der Mediendemokratie zu vermitteln (Medienkompetenz) reiche allein nicht aus, um den Transfer von der Theorie in die politische Praxis meistern zu können. Vielmehr seien überdies Schulungsangebote zu Aspekten wie Public Relations, Gestaltung politischer Websites, Wahlkampf im Internet, Redenschreiben und Interviewtrainings nötig, um die kommunikativen Voraussetzungen für politisches Engagement auf der Höhe der Zeit zu schaffen (Kommunikationskompetenz).</p>
<p>Der Sammelband deckt in 25 Einzelbeiträgen ein breites Themenspektrum ab, wobei die Balance zwischen theoretischer Reflexion und empirischer Analyse ausgewogen ist. Im interdisziplinären Autorenteam befinden sich Politik-, Medien- und Kommunikationswissenschaftler, aber auch Juristen, Journalisten und politische Praktiker, deren unterschiedliche Perspektiven sich harmonisch ergänzen.</p>
<p>Die durchwegs gut verständlich geschriebenen Aufsätze werden zu vier Kapiteln zusammengefasst, wobei die Abschnitte zu politischem Marketing, Talkshows und TV-Duellen sowie Politik und Wahlkampf im Internet eindrucksvoll die veränderte Medienrealität und deren Dynamik dokumentieren. Sämtliche Texte bieten kritische Denkanstöße zur Diskussion des spannungsvollen Wechselverhältnisses von Politik und Medien. Stärker historisch bzw. rechtlich akzentuiert sind die Beiträge zum Kapitel &#8220;Sprache, Macht und Manipulation der Bilder&#8221;. So erörtert Petra Dorsch-Jungsberger am Beispiel des medienversierten Papstes Johannes Paul II. die Bedeutung von Bildern für die personenzentrierte mediale Darstellung, ein weiterer Aufsatz beschäftigt sich mit dem Problem verfälschender Bildberichterstattung.</p>
<p>Andreas Dörner formuliert die These, dass Politikvermittlung in der modernen Gesellschaft nicht mehr ohne Elemente des Politainment auskomme. Der vieldiskutierte Auftritt von Kanzler Schröder bei <a href="http://www.wetten-dass.com/" target="_blank">Wetten, dass&#8230;?</a> 1999 steht symbolisch für das Kalkül von Politikern, auch Unterhaltungsshows als Forum der Selbstinszenierung und Sympathiewerbung zu nutzen. Und die Präsenz in den Personality-Talk-Formaten von Kerner, Beckmann und Co., die vor allem an der Privatperson hinter dem politischen Amtsträger interessiert sind, ist längst parteiübergreifend etabliert. Doch birgt diese Strategie auch Risiken, etwa wenn ein inszenierter Imagewechsel unglaubwürdig und obendrein schlecht getimt ist (Scharping im Pool 2001) oder bei der Jagd nach Wählerstimmen die Grenzen zur unseriösen Anbiederung überschritten werden (Westerwelles Spaßwahlkampf 2002). Dörner warnt denn auch: &#8220;Anpassung bis zum Identitätsverlust zahlt sich nicht aus.&#8221; (32)</p>
<p>Innovative Strategien des politischen Marketings wie die von Hagen Schölzel vorgestellte Guerillakommunikation – ein Furore machendes Beispiel war 2009 die Herausgabe einer gefälschten Ausgabe der <a href="http://www.zeit.de/index" target="_blank">ZEIT</a> durch das globalisierungskritische Netzwerk <a href="http://www.attac-netzwerk.de/?L=2" target="_blank">Attac</a>, in der ein fiktives Wunschszenario camoufliert wurde – weisen auf einen Paradigmenwechsel in der politischen Kommunikation hin: In Zeiten multimedialer Reiz- und Informationsüberflutung gilt es, die Aufmerksamkeit der Wähler durch originelle Ideen zu provozieren. Die Internetforen des Social Networking sind für solche Aktionen prädestiniert, da sie den Dialog jenseits klassischer Medienkanäle wie Zeitung und Fernsehen erleichtern. Ann-Kristin Drenkpohl illustriert die gesteigerten Involvierungsmöglichkeiten durch die &#8220;Online-Flüsterpropaganda&#8221; des Viralen Marketings am Beispiel des auf <a href="http://www.youtube.com/" target="_blank">YouTube</a> geposteten &#8220;Yes we can&#8221;-Clips prominenter Obama-Unterstützer, der vor der Wahl 2008 millionenfach angeklickt und, per E-Mail an Freunde und Bekannte weitergereicht, einen regelrechten Hype um die Person des Präsidentschaftskandidaten entfachte.</p>
<p>Die Herausgeber stellen den vier Themenkomplexen zwei einleitende Aufsätze voran, die präzise die pädagogischen Herausforderungen bei der Vermittlung politischer Kommunikation in der politischen Bildungspraxis herausschälen. Wünschenswert wäre darüber hinaus ein Schlussresümee mit einer Synthese der Erkenntnisse aus den Einzelbeiträgen gewesen, um Verbindungslinien aufzuzeigen und systematische Anknüpfungspunkte für Forschung und politische Bildungsarbeit zu identifizieren. Doch auch ohne dieses Element ist der Band ein hilfreiches Kompendium, das aufgrund der souveränen, kompakten Darstellung der wichtigsten Facetten moderner politischer Kommunikation schon bald zu einem Standardwerk avancieren dürfte.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-10885-2" target="_blank">Verlagsinformation zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.kas.de/wf/de/42.32/" target="_blank">Abteilung Politische Kommunikation der Konrad-Adenauer-Stiftung</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Michael Wenzler: Journalisten und Eliten</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/6209</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/6209#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 09:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Eliten]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Matthias Degen</em>

<a href="../wp-content/uploads/2011/07/Wenzler1.jpg"><img title="Wenzler" src="../wp-content/uploads/2011/07/Wenzler1.jpg" alt="" width="160" height="227" /></a>Das Zusammenwirken von Akteuren und Kommunikatoren in der Politik wird in  der öffentlichen Wahrnehmung überwiegend mit dem negativ konnotierten Signum des "Lobbyismus" belegt. In der  Kommunikationswissenschaft ist die jeweilige Perspektive – aus Sicht des Journalismus oder der Public Relations – zumeist forschungsleitend. Michael Wenzler bemüht sich um eine neutrale Analyse politischer kommunikativer Strukturen. In seiner  ursprünglich als Dissertation eingereichten Untersuchung belegt er, dass sich Interaktions- und Kommunikationskulturen in verschiedenen  Politikfeldern voneinander unterscheiden. Hierzu wählt er zwei Politikfelder aus, die zunächst keine angenommenen Überschneidungen aufweisen: die Energie- und die Kulturpolitik, begrenzt auf den politischen Raum der Schweiz. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/6209">[mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Matthias Degen</em></p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2011/07/Wenzler1.jpg"><img title="Wenzler" src="../wp-content/uploads/2011/07/Wenzler1.jpg" alt="" width="160" height="227" /></a>Das  Zusammenwirken von Akteuren und Kommunikatoren in der Politik  wird in  der öffentlichen Wahrnehmung überwiegend mit dem negativ  konnotierten  Signum des &#8220;Lobbyismus&#8221; belegt. In der  Kommunikationswissenschaft ist  die jeweilige Perspektive – aus Sicht des Journalismus oder der Public  Relations – zumeist forschungsleitend.  Michael Wenzler bemüht sich um  eine neutrale Analyse politischer  kommunikativer Strukturen. In seiner  ursprünglich als Dissertation  eingereichten Untersuchung belegt er,  dass sich Interaktions- und  Kommunikationskulturen in verschiedenen  Politikfeldern voneinander  unterscheiden. Hierzu wählt er zwei  Politikfelder aus, die zunächst  keine angenommenen Überschneidungen  aufweisen: die Energie- und die  Kulturpolitik, begrenzt auf den  politischen Raum der Schweiz.</p>
<p>Ausgehend von der Policy-Forschung wählt Wenzler drei theoretische Ansätze, um das Mit- und Gegeneinander der Teilhaber öffentlicher Kommunikation zu erklären: Zunächst wendet er in Abgrenzung systemtheoretischen Verständnisses den Interpenetrationsansatz <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_M%C3%BCnch_%28Soziologe%29" target="_blank">Richard   Münchs</a> an, der Interdependenzen zwischen gesellschaftlichen Teilsystemen   benennt und von deren zunehmender Durchdringung ausgeht. Die   Interaktionen betrachtet er allerdings nicht nur auf der Makro-Ebene,   sondern auch zwischen Akteuren auf der Mikro-Ebene. Policy-Netzwerke   prüft Wenzler mittels des handlungstheoretischen   Advocacy-Koalitionsansatzes. Den Bezug zur öffentlichen Kommunikation   stellt er schließlich mit einer abgewandelten Konflikttheorie her, die   die Frage des Effektes und damit der Publikumsreaktion einbezieht.</p>
<p>Zur Untersuchung der abgegrenzten Politikfelder Energie und Kultur identifizierte Wenzler insgesamt 108 Akteure aus Konflikten energie- und   kulturpolitischer Entscheidungsprozesse, mit 48 Akteuren führte er   Leitfrageninterviews. Sie rekrutierten sich aus den Bereichen   Politik/Verwaltung, Lobbyismus, PR sowie Journalismus.</p>
<p>Wie zu erwarten, grenzen sich die kommunikativen Vorgehensweisen der   Akteure in den beiden Politikfeldern deutlich voneinander ab. Dies   liegt, wie Wenzler einräumt, an der Struktur der Politikbereiche genauso   wie an deren gesellschaftlicher Relevanz. Fragen der persönlichen   Betroffenheit, der Kontinuität und des daraus folgenden   Organisationsgrads der Akteure sind fundamental unterschiedlich. Die   Energiepolitik ist geprägt von ökonomischem Potenzial und entsprechenden   Begehrlichkeiten. Der Organisations- und Professionalisierungsgrad   politischer Kommunikation ist demzufolge auch bei den Akteuren der   Energiepolitik deutlich höher als bei der in sich bedingungslosen,   stärker kommunalisierteren und individualisierteren Kulturpolitik. Das   Ergebnis der Untersuchung birgt somit keine Überraschungen. Michael   Wenzler hat die Abgrenzung der Politikfelder auch in   kommunikationspolitischem Zusammenhang nachweisen können. Sein Verdienst   ist vielmehr, die jeweiligen Netzwerkprozesse heraus zu arbeiten, die   nach Art und Qualität der Kontakte zu gliedern sind und nach bestimmten   Regeln funktionieren. Solche Regeln beziehen sich meist auf das   Verhältnis von Akteuren zu Journalisten, aber auch innerhalb der   kommunikativen Systeme sind sie teilweise gültig. Hierbei beschreibt   Wenzler den Grad der Vertraulichkeit, Transparenz oder Respekt auf   persönlicher Ebene wie vor der Autonomie des Interaktionspartners.</p>
<p>Die Analyse der Kommunikations- und Interaktionsprozesse unterteilt   Wenzler im weiteren Interpretationsteil in Strategien,   Handlungsrestriktionen der Akteure, Beziehungsqualität der Akteure und   Koalitionen zwischen Akteuren.</p>
<p>Wenzler regt selbst fortführende Inhaltsanalysen an, die seine teils   einstellungsbezogenen Ergebnisse aus Akteurssicht auf eine breitere   Basis stellen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob eine   inhaltsanalytische Perspektive dieser Arbeit nicht sinnvoll   vorangestellt wäre. Ein weniger generalistischer, aber stärker   eingegrenzter Ansatz birgt die Chance größerer Aussagenschärfe und die   Möglichkeit der Konfrontation. Vorliegend bestätigen sich Teilergebnisse   und Annahmen, die an die Politikwissenschaft angelehnt sind. Inwiefern   darüber hinaus trotz des Titels <em>Journalisten und Eliten</em> manche   Journalisten selbst zu Akteuren und damit Eliten werden, bleibt   weitgehend unbeachtet.<br />
Die Untersuchung ist für Akteure der benannten Politikfelder von   Interesse, genauso für dort tätige Journalisten, die Einsicht gewinnen   möchten in Funktionsweisen und Selbstverständnis politischer Akteure.</p>
<p>Insgesamt aber ist Michael Wenzler ein fundierter und angesichts  der  Breite des Gegenstands erhellender Blick auf die Prozesse der   öffentlichen Kommunikation in zwei diametral unterschiedlichen   Politikfeldern gelungen. Zumindest gültig für die Schweiz.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?WKorbUID=70345343&amp;TITZIF=2324&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Jens Wolling; Markus Seifert; Martin Emmer (Hrsg.): Politik 2.0?</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/4062</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/4062#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 09:15:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinekommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Akteure]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Web 1.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von André Donk</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/4062"><img class="alignleft size-full wp-image-4967" title="wolling et al. 2010" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/10/wolling-et-al.-20103.jpg" alt="" width="160" height="225" /></a>Der von Jens Wolling, Markus Seifert und Martin Emmer herausgegebene Band <em>Politik 2.0? Die Wirkung computer- vermittelter Kommunikation auf den politischen Prozess</em> stellt die Beiträge zur gleichnamigen Tagung der DGPuK-Fachgruppe "Computervermittelte Kommunikation (CvK)" aus dem Jahr 2008 zusammen. Damit bildet der Band zu einem gewissen Teil den bis dato aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema ab, versammelt er doch eine Vielzahl ausgewiesener Experten. Allerdings muss man konstatieren, dass die nun zwei Jahre nach der Tagung stattfindende Buchpublikation dem dynamischen Gegenstand vielleicht nicht ganz gerecht wird. Dies zeigt sich vor allem mit Blick auf die seit 2008 stark gewachsene Bedeutung des Dienstes <a href="http://twitter.com/" target="_blank">Twitter</a> oder des Netzwerks <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook </a>insbesondere für den politischen Bereich – wie z. B. bei den US-Präsidentschaftswahlen oder den zahlreichen regimekritischen Protestbewegungen von Iran über Ägypten bis Libyen. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/4062">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von André Donk</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/4062"><img class="alignleft size-full wp-image-4967" title="wolling et al. 2010" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/10/wolling-et-al.-20103.jpg" alt="" width="160" height="225" /></a>Der von Jens Wolling, Markus Seifert und Martin Emmer herausgegebene Band <em>Politik 2.0? Die Wirkung computer- vermittelter Kommunikation auf den politischen Prozess</em> stellt die Beiträge zur gleichnamigen Tagung der DGPuK-Fachgruppe &#8220;Computervermittelte Kommunikation (CvK)&#8221; aus dem Jahr 2008 zusammen. Damit bildet der Band zu einem gewissen Teil den bis dato aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema ab, versammelt er doch eine Vielzahl ausgewiesener Experten. Allerdings muss man konstatieren, dass die nun zwei Jahre nach der Tagung stattfindende Buchpublikation dem dynamischen Gegenstand vielleicht nicht ganz gerecht wird. Dies zeigt sich vor allem mit Blick auf die seit 2008 stark gewachsene Bedeutung des Dienstes <a href="http://twitter.com/" target="_blank">Twitter</a> oder des Netzwerks <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook </a>insbesondere für den politischen Bereich – wie z. B. bei den US-Präsidentschaftswahlen oder den zahlreichen regimekritischen Protestbewegungen von Iran über Ägypten bis Libyen.</p>
<p>Der Anspruch des Bandes zeichnet sich im Titel ab: Es geht um die jüngsten, durch das sogenannte Mitmach-Netz (Web 2.0) ausgelösten Veränderungen auf allen Ebenen des politischen Prozesses (8-9), wobei die Analogie des modischen 2.0 nicht durchgehend trägt, denn Politik in Demokratien ist per se zum Mitmachen. In drei thematischen Sektionen nähern sich die Autoren des vorliegenden Bandes einer Vielzahl politischer Phänomene unter den Bedingungen des klassischen Internets sowie des Webs 2.0 an. In Sektion 1 <em>Netznutzung durch etablierte politische Akteure </em>(3 Beiträge) untersucht Schweitzer, inwiefern sich in der Onlinekommunikation von Parteien bei Landes-, Bundes- und Europawahlen Dimensionen des Negative Campaigning finden lassen. Sie kommt zu dem Befund – allerdings ohne Berücksichtigung der politischen Kommunikationskultur (senu Pfetsch) – dass sich Negative Campaigning mittlerweile auch in deutschen Onlinewahlkämpfen als ein dominierendes Merkmal darstelle und daher als Teil eines internationalen Musters (36) interpretiert werden müsse.</p>
<p>Die Untersuchung der Regierungskommunikation von 16 Schweizer Kantonen durch Baumgartner und Zogg kommt zu dem Ergebnis, dass Elemente der Dialogizität und Interaktion zwischen Regierung und Regierten unterrepräsentiert sind (56) – ein überraschender Befund vor dem Hintergrund erwartbarer Auswirkungen des direktdemokratischen politischen Systems. Wolling, Schmolinsky und Emmer knüpfen in ihren Beitrag daran an und analysieren, dass Politiker zwar von der Wichtigkeit einer eigenen Interseite überzeugt sind, aber diese eher zur Präsentation als zu Zwecken des Dialogs nutzen (80-81). Ob sich diese Einstellungen vor dem Hintergrund aktueller Bedeutsamkeit sozialer Netzwerkseiten bereits geändert haben, müssen neue Studien zeigen.</p>
<p>In der zweiten thematischen Sektion <em>Politische Netznutzung durch die Bürgerschaft</em>, die insgesamt aus fünf Beiträgen besteht, sind besonders die Ergebnisse dreier Arbeiten hervorzuheben. Emmer, Vowe und Wolling präsentieren die Daten einer der wenigen Langzeitstudien zur Nutzung politischer Onlinekommunikation und können in &#8220;langfristiger Perspektive überwiegende Zunahmen der politischen Kommunikation&#8221; (104) beobachten. Diese Befunde sollten in Kombination mit den Ergebnissen von Escher interpretiert werden, der untersucht hat, welche Bürger Kontakt zu Abgeordneten aufnehmen. Er kommt zu dem Ergebnis,  dass Kommunikation über Online-Kanäle zwar zu einem mehr an Partizipation vorher Nicht-Aktiver führt, diese sich aber aus der Gruppe der gut Gebildeten rekrutieren und damit bestehende Ungleichheiten in der realisierten Partizipation noch verschärft werden (145-146). Engesser schließlich zeigt in einem explorativen Experiment, dass gerade hohe technische Anforderungen an die Kommunikation auf Onlineplattformen Personen mit geringer Bildung tatsächlich von Partizipation abhalten können (164).</p>
<p>Die dritte Sektion (4 Beiträge) befasst sich dann – endlich, möchte man sagen – mit dem Phänomen der <em>politischen Kommunikation im Web 2.0</em>. Hier zeigt sich, die untersuchten Gegenstände und Befunde sind spannend, wenn auch die Datenbasis noch nicht so überzeugt wie in den anderen – mittlerweile über einen länger Zeitraum erforschten– Sektionen des Bandes. Dass Blogs als &#8220;Bindeglied zwischen Alltagsgesprächen und massenmedialen Diskursen&#8221; (Katenzenbach, 207) fungieren können, überrascht so wenig wie die Erkenntnis, dass journalistische Blogs sich eher den Maßstäben ihrer Redaktionen verpflichtet fühlen als unabhängige Blogger (vgl. Messner, 222). Roesers Ansatz, politische Auseinandersetzungen in den Artikel- und Meta-Diskussionen der Wikipedia zu untersuchen, erweist sich als belastbar und sollte weiter systematisch ausgebaut und empirisch angewendet werden.</p>
<p>Die insgesamt lesenswerte Leistungsschau der Fachgruppe CvK endet mit einem Befund, den wir von der Analyse des Web 1.0 als Medium der politischen Kommunikation bereits kennen: Die Nutzung des Web 2.0 durch mediale und politische Akteure bleibt hinter den eigentlichen Stärken zurück (Witte, Rautenberg, Auer).</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=12185" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.wolling.de/" target="_blank">Private Homepage von Jens Wolling</a></li>
<li><a href="http://www.markusseifert.de/Dipl.-Medienwiss._Markus_Seifert/Welcome.html" target="_blank">Private Homepage von Markus Seifert</a></li>
<li><a href="http://www.martin-emmer.net/" target="_blank">Private Homepage von Martin Emmer</a></li>
<li><a href="http://egora.uni-muenster.de/ifk/personen/andredonk.shtml" target="_blank">Webpräsenz von André Donk an der Universität Münster</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Susanne Fengler; Bettina Vestring: Politikjournalismus</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/3654</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/3654#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 07:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Mediendemokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Politikjournalisten]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Mathias Rentsch</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3654"><img class="alignleft size-full wp-image-3811" title="BoD_B4-FenglerVestring_15403-9-12" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/08/fenglervestring-20092.jpg" alt="" width="160" height="227" /></a>Es ist kein leichtes Vorhaben, in einem Lehrbuch die Sichtweisen von Praktikern und Wissenschaftlern auf einen bestimmten Gegenstand stimmig zusammenzuführen und damit gegenüber den vielen Praktiker- ratschlägen auf der einen und der Fülle wissenschaftlicher Betrachtungen auf der anderen Seite einen Mehrwert zu schaffen. Susanne Fengler und Bettina Vestring haben dies nun für den Politikjournalismus versucht – und es ist ihnen im Großen und Ganzen auch geglückt. Die beiden Autorinnen wissen, wovon sie schreiben, denn sie kennen das Berufsfeld der Politikjournalisten genau: Die Kommunikations- wissenschaftlerin Susanne Fengler hat viele Jahre in der politischen Kommunikation und als reie Journalistin gearbeitet. Bettina Vestring ist Redakteurin bei der <a href="http://www.bz-berlin.de/" target="_blank">Berliner Zeitung</a> und dort als Volontärsausbilderin für den journalistischen Nachwuchs verantwortlich. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3654">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Mathias Rentsch</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3654"><img class="alignleft size-full wp-image-3811" title="BoD_B4-FenglerVestring_15403-9-12" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/08/fenglervestring-20092.jpg" alt="" width="160" height="227" /></a>Es ist kein leichtes Vorhaben, in einem Lehrbuch die Sichtweisen von Praktikern und Wissenschaftlern auf einen bestimmten Gegenstand stimmig zusammenzuführen und damit gegenüber den vielen Praktiker- ratschlägen auf der einen und der Fülle wissenschaftlicher Betrachtungen auf der anderen Seite einen Mehrwert zu schaffen. Susanne Fengler und Bettina Vestring haben dies nun für den Politikjournalismus versucht – und es ist ihnen im Großen und Ganzen auch geglückt. Die beiden Autorinnen wissen, wovon sie schreiben, denn sie kennen das Berufsfeld der Politikjournalisten genau: Die Kommunikations- wissenschaftlerin Susanne Fengler hat viele Jahre in der politischen Kommunikation und als reie Journalistin gearbeitet. Bettina Vestring ist Redakteurin bei der <a href="http://www.bz-berlin.de/" target="_blank">Berliner Zeitung</a> und dort als Volontärsausbilderin für den journalistischen Nachwuchs verantwortlich.</p>
<p>Die Sichtweisen von Praxis und Forschung werden miteinander verknüpft, indem in den einzelnen Kapiteln zunächst die praktische, dann die kommunikationswissenschaftliche Seite zu Wort kommt. Es geht um das Verhältnis zwischen Journalisten und Politikern, um die Medien des Politikjournalismus, seine Themen und Quellen, um die Recherche und Darstellungsformen, aber auch um die Beziehung zwischen Politikjournalisten und ihrem Publikum und die Frage der journalistischen Verantwortung. So erfährt der Leser auf der einen Seite zum Beispiel etwas darüber, wie Politikjournalisten ein Kontaktnetzwerk aus Politikern aufbauen und pflegen können, oder darüber, was es heißt, wenn Gespräche &#8216;unter drei&#8217; geführt werden. Auf der anderen Seite liest er von der Diskussion um die normativen Aufgaben des Politikjournalismus in einer demokratischen Gesellschaft, von der &#8220;Mediendemokratie&#8221; und der &#8220;Medialisierung der Politik&#8221;.</p>
<p>In die einzelnen Kapitel steigen die Autorinnen stets mit griffigen Anekdoten aus dem Alltag von Politikjournalisten ein. Lernziele und knackige Zusammenfassungen unterstreichen den Lehrbuchcharakter, jedes Kapitel schließt mit Literatur- empfehlungen. Wenngleich didaktisch sinnvoll, wirken die knappen Zusammenfassungen bei den kürzeren Kapiteln hier und da ein wenig überbemüht. Die Literaturhinweise sind insbesondere in den Buchteilen zur kommunikationswissenschaflichen Forschung sorgfältig ausgewählt. Darunter lassen sich viele Veröffentlichungen finden, die im Fach zum Standard zählen und dem Leser bei Bedarf tiefere Erkenntnis eröffnen. Indem es einschlägige Theorien, Diskurse und Befunde aufgreift, gibt das Buch einen guten Einblick in die Breite der Forschung zum Politikjournalismus. Gerade den kommunikationswissenschaftlich unbefleckten Leser dürfte es zum weiteren Nachdenken über zentrale Fragen des Fachs anregen – Fragen, die Praktiker und Wissenschaftler in Zeiten des Medienwandels gleichermaßen umtreiben: Welche Auswirkungen hat der immer größere Wettbewerbsdruck im Journalismus auf die Qualität der Politikberichterstattung? Tragen Politikjournalisten zur Politikverdrossenheit der Bürger bei? Welche Bedeutung haben Polit-Blogger und ist &#8220;Bürgerjournalismus&#8221; eine Gefahr für den traditionellen Journalismus und die Qualität der öffentlichen Kommunikation?</p>
<p>Dass sich die referierte Forschung dabei überwiegend auf den deutschen Sprachraum beschränkt, kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht befriedigen, ist aber verschmerzbar. Denn es handelt sich zuallererst um eine Einführung für Praktiker, Studenten jüngeren Semesters und interessierte Laien – und für dieses Publikum wird das Buch ein Gewinn sein. Erhellend ist es gerade für angehende Politikjournalisten, weil es den Autorinnen gelungen ist, die Relevanz der Kommunikationswissenschaft und ihrer Befunde für die journalistische Praxis in einer verständlichen und plastischen Sprache herauszuarbeiten – und zwar nicht vom &#8216;Elfenbeinturm&#8217; herunter, sondern aus der Praxis heraus. Von einem solchen Wissenstransfer kann es gar nicht genug geben.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-15403-9/Politikjournalismus.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.susanne-fengler.de/" target="_blank">Private Homepage von Susanne Fengler</a></li>
<li><a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw/inst/lehrk/mrentschvita" target="_blank">Webpräsenz von Mathias Rentsch an der TU Dresden</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Christoph Meißelbach: Web 2.0 &#8211; Demokratie 3.0?</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/2395</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/2395#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 10:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=2395</guid>
		<description><![CDATA[ <em>Rezensiert von Christoph Bieber</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2395"><img class="alignleft size-full wp-image-3494" title="Meißelbach2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Meißelbach20091.jpg" alt="" width="160" height="222" /></a>

Der Ende 2009 erschienene Band mit dem zahlenspielerischen Titel <em>Web 2.0 – Demokratie 3.0?</em> versucht sich an einer schwierigen Aufgabe. Auf gerade mal 126 Seiten (zuzüglich eines 20-seitigen Literaturverzeichnisses) setzt sich der Autor mit demokratischen Potenzialen des Internets auseinander, stellt dabei die technologischen Grundlagen der "GKI" (der Globalen Kommunikations-Infrastruktur) vor, strukturiert den Gegenstand entlang politik- wissenschaftlicher  und soziologischer Großtheorien, evaluiert Theorie und Empirie der digitalen Demokratie und wagt unter der etwas bemüht klingenden Überschrift "Politische Software – Es sind Updates verfügbar!" auch noch einen Ausblick in die Zukunft der politschen Online-Nutzung. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2395">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Christoph Bieber</em></p>
<p><em><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2395"><img class="alignleft size-full wp-image-3494" title="Meißelbach2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Meißelbach20091.jpg" alt="" width="160" height="222" /></a></em></p>
<p>Der Ende 2009 erschienene Band mit dem zahlenspielerischen Titel <em>Web 2.0 – Demokratie 3.0?</em> versucht sich an einer schwierigen Aufgabe. Auf gerade mal 126 Seiten (zuzüglich eines 20-seitigen Literaturverzeichnisses) setzt sich der Autor mit demokratischen Potenzialen des Internets auseinander, stellt dabei die technologischen Grundlagen der &#8220;GKI&#8221; (der Globalen Kommunikations-Infrastruktur) vor (Kap. 3), strukturiert den Gegenstand entlang politik- wissenschaftlicher (7. Kap.) und soziologischer (8. Kap.) Großtheorien, evaluiert Theorie und Empirie der digitalen Demokratie und wagt unter der etwas bemüht klingenden Überschrift &#8220;Politische Software – Es sind Updates verfügbar!&#8221; auch noch einen Ausblick in die Zukunft der politschen Online-Nutzung.</p>
<p>Angesichts dieses Tableaus scheint ein <em>agenda overload</em> unvermeidlich, und tatsächlich dürften sich die informierteren Leser fragen, ob die ausführliche Darstellung von &#8220;Diensten und Anwendungen&#8221; oder &#8220;basale Merkmale netzbasierter Kommunikation&#8221; notwendig waren, beziehungsweise wann denn nun neue Ideen, Quellen oder Einschätzungen und Modellierungen folgen mögen. Die Gliederung deutet auf die umständlichen Gene einer Qualifikationsarbeit hin und daher sollte man gar nicht so sehr den Autor als vielmehr den (oder die) Betreuer dafür kritisieren, dass die technologisch und kommunikations- wissenschaftlichen Deskriptionen (Kap. 3 bis 5) den durchaus spannenden Versuchen einer (demokratie)theoretischen Modellierung den Platz wegnehmen.</p>
<p>Dabei ist der Autor sehr wohl in der Lage, angesichts dieser Herkulesaufgabe in einem in den vergangenen Jahren zwar randständig, aber eben doch auch produktiv bearbeiteten Arbeitsbereich den Überblick zu behalten. Er pendelt zwischen der sich ständig selbst überholenden technologischen Empirie und dem ungleich haltbareren Katalog demokratie- und gesellschaftstheoretischer Entwürfe, insbesondere die zahlreichen Schaubilder sorgen für Klärung, da sie an verschiedenen Stellen synoptische Funktionen übernehmen.</p>
<p>Einen wichtigen Schlüssel für die Auseinandersetzung mit den Implikationen kompetitiver, pluralistischer und partizipatorischer Demokratietheorien liefert Meißelbach mit Hilfe der vier &#8220;Informationsfluss-Muster&#8221; Allokution, Konsultation, Registration und Konversation (45ff.). Dabei greift er auf zahlreiche Vorarbeiter zurück, die bereits vor fünf bis zehn Jahren festgestellt haben, dass die Neukonfiguration gesellschaftlicher Kommunikations- ströme auch die Verfassung demokratischer Systeme beeinflussen könnte. Insofern geht die Betrachtung zwar über &#8220;bislang verfügbare ad hoc-Argumentationen hinaus&#8221; (Klappentext), doch fügt sie der Debatte nur bedingt neue Impulse hinzu.</p>
<p>Dabei ließe sich die Diskussion um theoretische und empirische Implikationen der Digitalisierung durchaus anreichern, auch ohne eigenes empirisches Material zu erheben. So hätte es genügt, der eher theorie- und potenzialorientierten &#8220;europäischen&#8221; Linie den eher praxisorientierten US-amerikanischen Spiegel vorzuhalten – etwa so, wie es Howard Rheingold während seines in der deutschsprachigen Fachdebatte leider nicht angekommenen &#8220;Stanforder Disputs&#8221; mit Jürgen Habermas versucht hatte. So resultiert schließlich eine zwar anerkennenswerte Zusammenschau diverser demokratietheoretischer Zugriffe auf das Feld der digitalen Demokratie, deren Praxisferne sich jedoch schon im Schlusskapitel offenbart.</p>
<p>Der ausblickende Abschnitt zur &#8220;Politischen Software&#8221; und besonders das darin skizzierte &#8220;Bürgerportal&#8221; als (verwaltungsgebundenes) Rückgrat erscheint leider wenig realistisch – hier macht sich bemerkbar, dass aufgrund der Fokussierung auf die Kopplung des &#8220;GKI&#8221; mit den sozialwissenschaftlichen Groß-Theorien eine aktuelle Bestandsaufnahme mit der empirischen Dimension der digitalen Demokratie nicht hat stattfinden können. Denn längst sind die von Meißelbach modellierten Flussmuster in zahlreichen Prozessen, Strukturen und mit der Entstehung des neuen Politikfeldes &#8220;Digitale Bürgerrechte&#8221; auch auf der Inhaltsebene manifest geworden – ein solcher &#8216;reality check&#8217; wäre ein natürlicher Anschluss für die hier vorgelegte Basisarbeit, der von den Zwängen des Formats erheblicher Gestaltungsraum genommen wurde.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=11965" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://tu-dresden.de/Members/christoph.meisselbach" target="_blank">Webpräsenz von Christoph Meißelbach an der TU Dresden</a></li>
<li><a href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/institut-fur-politikwissenschaft/Personen/bieber" target="_blank">Webpräsenz von Christoph Bieber an der Universität Gießen</a></li>
</ul>
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		<title>Patrick Donges: Medialisierung politischer Organisationen</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/524</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 05:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Parteien]]></category>
		<category><![CDATA[Parteienforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Third-Person-Effekt]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Olaf Jandura</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/524"><img class="alignleft size-full wp-image-3213" title="donges2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/09/donges2008.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Parallel zur steigenden Bedeutung der Massenmedien in der Gesellschaft steigt auch das Interesse von Kommunikations- und Politikwissenschaftlern  am Verhältnis von Medien und Politik in den letzten Jahren. Die Befundlage zum Thema ist nicht eindeutig. Vielmehr können die Studien auf einem Kontinuum verortet werden, dessen Endpunkte einerseits beim Instrumentalisierungs- und andererseits beim Dependenz- paradigma liegen. Dabei ist zu beobachten, dass Fragen der Kommunikation stärker in den Fokus der Politikwissenschaft geraten und Phänomene, die bislang nur Politologen interessiert haben, auch in den Blick von Kommunikationswissenschaftlern geraten sind. Patrick Donges untersucht, welche Auswirkungen die Medien und die mediale Kommunikation auf die Parteien haben und wie sich die Organisationsstrukturen der Parteien als Reaktion darauf verändern. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/524">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Olaf Jandura</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/524"><img class="alignleft size-full wp-image-3213" title="donges2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/09/donges2008.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Parallel zur steigenden Bedeutung der Massenmedien in der Gesellschaft steigt auch das Interesse von Kommunikations- und Politikwissenschaftlern  am Verhältnis von Medien und Politik in den letzten Jahren. Die Befundlage zum Thema ist nicht eindeutig. Vielmehr können die Studien auf einem Kontinuum verortet werden, dessen Endpunkte einerseits beim Instrumentalisierungs- und andererseits beim Dependenz- paradigma liegen. Dabei ist zu beobachten, dass Fragen der Kommunikation stärker in den Fokus der Politikwissenschaft geraten und Phänomene, die bislang nur Politologen interessiert haben, auch in den Blick von Kommunikationswissenschaftlern geraten sind. Patrick Donges untersucht, welche Auswirkungen die Medien und die mediale Kommunikation auf die Parteien haben und wie sich die Organisationsstrukturen der Parteien als Reaktion darauf verändern.</p>
<p>Somit reiht sich das vorliegende Buch in die Studien ein, die einen doppelten Zugang zum Thema wählen: die kommunikations- wissenschaftliche Forschung zu Medialisierung wird mit der Parteienforschung verknüpft. Innovativ ist der Ansatz, nach Veränderungen innerhalb des Aufbaus und der Struktur von Organisationen zu suchen, und nicht auf der Ebene der Verlautbarungen einzelner Repräsentanten zu verharren.</p>
<p>Patrick Donges gelingt es klar, kompakt und gut strukturiert den Forschungsstand zum Medialisierungsbegriff nachzuzeichnen, die Organisationstheorie darzustellen, sowie kompetent einen Überblick über die für diese Arbeit interessierenden Teile der politikwissen- schaftlichen Parteienforschung zu geben. Als Fazit werden Parteien als offene und lose verkoppelte Handlungssysteme definiert, die auf Veränderungen der Umwelt reagieren müssen, was zur Kernthese führt, dass sich die Medialisierung in den Dimensionen Wahrnehmung, Strukturen und Kommunikationsleistungen beschreiben lassen muss. Für diese drei Perspektiven werden theoretisch Indikatoren abgeleitet und anschließend verdichtet.</p>
<p>Die Annahmen werden in einer empirischen Fallstudie getestet. Patrick Donges untersucht anhand von jeweils zwei großen Parteien in Deutschland (<a href="http://www.cdu.de/" target="_blank">CDU</a>; <a href="http://www.spd.de/start/portal/start.html?ref=http://www.google.de/search?hl=de&amp;client=firefox-a&amp;hs=ynz&amp;rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&amp;q=spd&amp;aq=f&amp;aqi=g10&amp;aql=&amp;oq=&amp;gs_rfai=" target="_blank">SPD</a>), Großbritannien (<a href="http://www.conservatives.com/" target="_blank">Conservative Party</a>; <a href="http://www2.labour.org.uk/leadership-2010" target="_blank">Labour Party</a>), Österreich (<a href="http://www.oevp.at/index.aspx?pageid=37421" target="_blank">ÖVP</a>; <a href="http://www.spoe.at/gerechtigkeit/index.html" target="_blank">SPÖ</a>) und der Schweiz (<a href="http://www.fdp.ch/" target="_blank">FDP</a>; <a href="http://www.sp-ps.ch/" target="_blank">SPS</a>), wie stark sich die Organisation Partei an die Herausforderungen der  Mediengesellschaft angepasst hat. Hierfür wertet er einerseits umfangreiches Dokumentenmaterial aus (Jahresberichte, Rechenschaftsberichte). Andererseits geben die Leitfaden- interviews mit Parteirepräsentanten sowie Personen, die an der Schnittstelle der Kommunikation mit den Medien sitzen (Pressesprecher) einen Eindruck, wie stark der Third-Person-Effekt bezüglich der Wirkung der Massenmedien in den Parteien ausgeprägt ist. Interessant wäre es zu erfahren, ob der Befund, dass Veränderungen stattgefunden haben, die für eine Medialisierung sprechen, auch auf kleinere Parteien mit einem geringeren Grad an offenen, lose verkoppelten Handlungssystemen übertragen werden können.</p>
<p>In den Schlussfolgerungen entwickelt Patrick Donges Ideen für weiterführende Forschung, von denen die Konzeptionalisierung der Medialisierung als Medienwirkung in den letzten Jahren bereits ein großes Echo erfahren hat. Insgesamt liegt ein sehr lesenswertes Buch vor,  in dem systematisch der Forschungsstand aufbereitet wird und das auf eine klare Fragestellung klare Antworten gibt und somit auch außerhalb der Kommunikations- und Politikwissenschaft interessierte Leser finden wird.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-15867-9/Medialisierung-politischer-Organisationen.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.phil.uni-greifswald.de/sozial/ipk/mitarbeitende/lehrstuhl-fuer-kommunikationswissenschaft/prof-dr-patrick-donges.html" target="_blank">Webpräsenz von Patrick Donges an der Universität Greifwald</a></li>
<li><a href="http://www.ls1.ifkw.uni-muenchen.de/personen/wiss_ma/jandura_olaf/index.html" target="_blank">Webpräsenz von Olaf Jandura an der Ludwig-Maximilians-<em></em>Universität München</a></li>
</ul>
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		<title>Nina Trentmann: Barack Obama gegen John McCain</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/2314</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 11:54:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Yvonne Kuhn</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2314"><img class="alignleft size-full wp-image-2975" title="Trentmann2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Trentmann20091.jpg" alt="" width="160" height="223" /></a>Der Blick auf amerikanische Wahlkämpfe scheint für deutsche Politik- und Medienwissenschaftler von besonderem Reiz zu sein – wird doch immer wieder eine Adaption amerikanischer Strategien durch deutsche Parteien unterstellt. Eine Analyse der Strategien im Wahlkampf Barack Obama versus John McCain als "nie da gewesenes Ereignis" hat nun Nina Trentmann vorgelegt und verspricht, die "wichtigsten strategischen Neuerungen" vorzustellen. Ihre Ergebnisse stützen sich neben einer umfangreichen Beachtung des Forschungsstands auf eigens durchgeführten Interviews mit Wahlkampfmitarbeitern und -experten. Die Informations- und Materialfülle ist beachtlich, wenngleich die Beschäftigung mit der Kampagne Barack Obamas deutlich intensiver ausfällt als die mit seinem Konkurrenten John McCain. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2314">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Yvonne Kuhn</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2314"><img class="alignleft size-full wp-image-2975" title="Trentmann2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Trentmann20091.jpg" alt="" width="160" height="223" /></a>Der Blick auf amerikanische Wahlkämpfe scheint für deutsche Politik- und Medienwissenschaftler von besonderem Reiz zu sein – wird doch immer wieder eine Adaption amerikanischer Strategien durch deutsche Parteien unterstellt. Eine Analyse der Strategien im Wahlkampf Barack Obama versus John McCain als &#8220;nie da gewesenes Ereignis&#8221; (7) hat nun Nina Trentmann vorgelegt und verspricht, die &#8220;wichtigsten strategischen Neuerungen&#8221; (8) vorzustellen. Ihre Ergebnisse stützen sich neben einer umfangreichen Beachtung des Forschungsstands auf eigens durchgeführten Interviews mit Wahlkampfmitarbeitern und -experten. Die Informations- und Materialfülle ist beachtlich, wenngleich die Beschäftigung mit der Kampagne Barack Obamas deutlich intensiver ausfällt als die mit seinem Konkurrenten John McCain.</p>
<p>Obamas Sieg gründete sich vor allem auf der &#8220;Change&#8221;-Strategie und der intensiven Nutzung des Internets, das nicht nur als Werbemedium, sondern im hohem Maße als Mobilisierungs- und Fundraising-Instrument eingesetzt wurde. Einen Hauptteil der Magisterarbeit nimmt die detaillierte Darlegung des Internet-Einsatzes und der diesbezüglichen Unterschiede zwischen Obama und McCain ein. Trentmann belegt die enorme, sich erst in den letzten Jahren dynamisierende Entwicklung des Internets zum essenziellen Wahlkampfmedium: &#8220;Die Webseite ist nicht nur eine Informationsquelle – sie ist gleichzeitig das Informationsmittel der Kampagne, das Vehikel zum Mitmachen, ein Souvenirladen im World Wide Web und der Ort, wo Barack Obama einen Großteil seiner Spenden akquiriert.&#8221; (39)</p>
<p>Der Obama-Wahlkampf war in besonderer Weise von einer durch die Kampagnenleitung initiierten, sich dann jedoch verselbständigenden Unterstützung freiwilliger Wahlkampfhelfer gekennzeichnet. Entscheidend war jedoch nicht die Freiwilligen-Unterstützung selbst, sondern der &#8220;Versuch, die Kampagne als Grassroots-Bewegung zu porträtieren&#8221; (46), also das Grassroots-<em>Image</em>, vor allem für die Ansprache junger Wähler zwischen 18 und 24 (85f.). Die Kampagnen beider Kandidaten waren aber durchaus auch von herkömmlichen Wahlkampfinstrumenten wie die persönliche Wähleransprache an Haustür, via Post und Telefon geprägt.</p>
<p>Abgesehen von der erhöhten Internetpräsenz und -nutzung, die der technischen Entwicklung dieses Mediums, seiner Verbreitung und Eignung für den Einsatz wahlkampfrelevanter Methoden entspricht, ist, wie Trentmann überzeugend darlegt, nichts wirklich Neues im amerikanischen Wahlkampf zu entdecken. Insbesondere die Taktik der Demokraten, den Wechsel zu thematisieren und mit ihrem Kandidaten zu verbinden und dem Gegner politischen Stillstand zuzuschreiben, ist eine altbekannte und beliebte Wahlwerbung (18f.).</p>
<p>Trentmann stellt fest: Das Neue besteht lediglich in neuen Instrumenten und Technologien, es gibt keine grundsätzlich neuen Strategien. Damit bleibt der Erkenntnisgewinn begrenzt und die Relevanz der Untersuchung beeinträchtigt, denn Trentmann lässt unklar, wer denn eigentlich von einer Neuartigkeit des Wahlkampfes ausgeht. Die Politikwissenschaft zumindest nicht. Vielmehr schient es sich hier um ein Journalistenurteil zu handeln, das allerdings durchaus revisionsbedürftig ist.</p>
<p>Interessanter wäre es gewesen, zu zeigen, warum der Obama-Wahlkampf und sein Kandidat auch hierzulande ein ungewöhnlich hohes öffentliches Interesse erregte: Deutet es vielleicht trotz der unterschiedlichen politischen Kultur auf ein hier wie dort vorhandenes Sehnen nach charismatischen, scheinbar eindeutig einzuordnenden Politikerpersönlichkeiten hin?</p>
<p>Die Darstellung der Rahmenbedingungen und Wirkung von Wahlkämpfen sowie der Erreichbarkeit der Wähler nimmt die Autorin schulbuchmäßig vor, es fehlen jedoch eine theoretische Grundlegung der Bedeutung und Funktionen von Wahlkampf im politischen System sowie Aussagen über Politikvermittlung, die Rolle und das Verhalten der Medien. Der Arbeit mangelt es schließlich an einer kritischen Perspektive &#8211; auch im Fazit, in dem Trentmann lediglich auf die mögliche Übernahme amerikanischer Methoden für deutsche Parteien eingeht. Die Untersuchung ist außerdem streckenweise überfrachtet mit Zitaten, deren Einsatz nicht immer ersichtlich ist.</p>
<p><em>Literatur</em>:</p>
<ul>
<li>Jung, M.: &#8220;Vom Obama lernen heißt siegen lernen? Rahmenbedingungen für Wahlkämpfe in Deutschland&#8221;, in: Picot, A.; Freyberg, A. (Hrsg.): <em>Media Reloaded. Mediennutzung im globalen Zeitalter</em>, Heidelberg 2010, S. 95-102.</li>
</ul>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.tectum-verlag.de/9978_Nina_Trentmann_Barack_Obama_gegen_John_McCain_Neue_Strategien_im_amerikanischen_Pr&amp;%2365533;sidentschaftswahlkampf_2008_USA_Wahlkampf_Experteninterviews.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.hsu-hh.de/hartmann/index_0SZHbncSJsgnn95c.html" target="_blank">Webpräsenz von Yvonne Kuhn an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg </a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Dieter Rucht; Simon Teune (Hrsg.): Nur Clowns und Chaoten?</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/122</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/122#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 17:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bewegungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<i>Rezensiert von Sigrid Baringhorst &#038; Andreas Hetzer</i>

<img src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/11/ruchtteune20081.jpg" alt="rucht&#38;teune2008" title="rucht&#38;teune2008" width="160" height="243" class="alignleft size-full wp-image-1666" /> Der Sammelband von Dieter Rucht und Simon Teune steht in der Tradition der deutschen Protest- und Bewegungsforschung und beschäftigt sich mit der Analyse und Interpretation der Medienresonanz auf die G8-Protestereignisse in Heiligendamm 2007. Der G8-Gipfel kann aufgrund seiner breiten Gegenmobilisierung und der umfangreichen Berichterstattung als singuläres Protest- und Medienereignis für Deutschland bezeichnet werden. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Medienprodukte selbst, auf eine Medienwirkungsanalyse wird verzichtet. Die Herausgeber sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet und begründen ihr Forschungsinteresse an der Thematik des Bandes mit ihrer "langjährige[n] Befassung mit politischen Protestbewegungen, ihre[n] öffentlichen Darstellungs- und Vermittlungsformen und die von ihnen gewollt und ungewollt erzielten massenmedialen Resonanzen". <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/122">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Sigrid Baringhorst &amp; Andreas Hetzer</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1666" title="rucht&amp;teune2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/11/ruchtteune20081.jpg" alt="rucht&amp;teune2008" width="160" height="243" /> Der Sammelband von Dieter Rucht und Simon Teune steht in der Tradition der deutschen Protest- und Bewegungsforschung und beschäftigt sich mit der Analyse und Interpretation der Medienresonanz auf die G8-Protestereignisse in Heiligendamm 2007. Der G8-Gipfel kann aufgrund seiner breiten Gegenmobilisierung und der umfangreichen Berichterstattung als singuläres Protest- und Medienereignis für Deutschland bezeichnet werden. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Medienprodukte selbst, auf eine Medienwirkungsanalyse wird verzichtet. Die Herausgeber sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet und begründen ihr Forschungsinteresse an der Thematik des Bandes mit ihrer &#8220;langjährige[n] Befassung mit politischen Protestbewegungen, ihre[n] öffentlichen Darstellungs- und Vermittlungsformen und die von ihnen gewollt und ungewollt erzielten massenmedialen Resonanzen&#8221; (11). Dementsprechend betritt das empirische Untersuchungsdesign kein methodologisches Neuland, sondern kann an zahlreiche Vorarbeiten der Herausgeber anknüpfen. Entgegen üblicher Publikationsformen hat sich das Autorenteam bewusst für eine innovative Zusammenstellung entschieden, indem wissenschaftliche, politisch engagierte und journalistische Sichtweisen kontrastiert werden.</p>
<p>Im ersten Teil bemühen sich zwei Beiträge um die Rekonstruktion der Ereignisse. Simon Teune bietet eine neutrale Chronik des Protestverlaufs, wohingegen Elke Steven als Mitglied der Beobachtergruppe des <a href="http://www.grundrechtekomitee.de/" target="_blank"><em>Komitees für Grundrechte und Demokratie</em></a> diesen aus einer politisch-kritischen Beobachterperspektive kommentiert.</p>
<p>Danach stellen Rucht und Teune die Befunde einer quantitativen Printmedienanalyse vor. Der Vergleich der Presseerzeugnisse konzentriert sich auf den Umfang, die Themen und die inhaltliche Tendenz der Berichterstattung. Fördern die Ergebnisse insgesamt wenig Neues zu Tage, so fällt im Vergleich zu ähnlichen Protestgroßereignissen der vergangenen Jahre auf, &#8220;dass die Berichterstattung über den offiziellen Gipfel schrumpft, während den Protesten immer mehr Raum gewidmet wird&#8221; (72). Die darauf folgende qualitative Analyse von Pressekommentaren von Rucht zeigt, dass die Kommentarspalten der verschiedenen Zeitungen &#8220;ein breites und durchaus kontroverses Meinungsspektrum&#8221; abbilden. Ergänzend zur textbasierten Auswertung untersucht der Beitrag von Sabrina Herrmann die visuelle Repräsentation der Proteste während der Gipfelwoche in vier verschiedenen Hauptnachrichtensendungen von <a href="http://www.ard.de/" target="_blank">ARD</a>, <a href="http://www.zdf.de/" target="_blank">ZDF</a>, <a href="http://www.rtl.de/" target="_blank">RTL </a>und <a href="http://www.sat1.de/" target="_blank">Sat.1 </a>anhand von Schlüsselbildern.</p>
<p>Im dritten Teil kommen mit der Pressesprecherin von <a href="http://www.attac.de/" target="_blank"><em>attac </em></a>(Frauke Distelrath) und einem Aktivisten des alternativen Medienzentrums (Stefan Zimmer) Protestakteure selbst zu Wort. Die subjektiv gefärbten Perspektiven bieten einen Einblick in die Gegenöffentlichkeitsstrategien der Gipfelkritiker. Die anderen beiden Beiträge sind mit Daniel Schulz und Stefan Raue von Medienschaffenden verfasst, die die Inszenierung der Ereignisse und die Rolle der Medien problematisieren.</p>
<p>Der Schlussteil schließt mit zwei wissenschaftlichen Reflexionen. Mundo Yang präsentiert ein Konzept diskursiver Protestdramaturgien zur Mobilisierung kollektiver Akteure und schärft mit seiner Unterscheidung in partnerschaftliche, antagonistische und kritische Dramaturgien den Blick für die Heterogenität der globalisierungskritischen Bewegung bezüglich ihrer Präsentation in der Öffentlichkeit. Im abschließenden Fazit fassen Rucht und Teune die Lehren zusammen, die alle beteiligten Akteure aus dem Medienereignis &#8220;G8-Gipfel&#8221; ziehen können.</p>
<p>Der Versuch, die Multiperspektivität mit den verschiedenen Beiträgen abzubilden, ist ein lohnenswertes Unterfangen. Der Leser muss allerdings in Kauf nehmen, dass sich der Stil und die Qualität der Beiträge erheblich unterscheiden. Die Beiträge zeichnen sich durch eine klare und verständliche Sprache aus. Damit ist der Band nicht nur einer wissenschaftlichen Community zugänglich, sondern darüber hinaus eine wertvolle Lektüre für Bewegungsakteure und Medienmacher. Der nationale Fokus aller Autoren dürfte die Rezeption der Veröffentlichung eher auf ein deutsches Publikum beschränken. Die internationale Leserschaft sei eher auf vorangegangene Arbeiten besonders von Dieter Rucht verwiesen, die mit ihrer stärkeren theoretischen Ausrichtung das Fundament für die hier vorliegende Fallstudie legen.</p>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.campus.de/wissenschaft/soziologie/Nur+Clowns+und+Chaoten%3F.85767.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.wzb.eu/zkd/zcm/leute/rucht.de.htm" target="_blank">Webpräsenz von Dieter Rucht am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung</a></li>
<li><a href="http://www.wzb.eu/zkd/zcm/leute/teune.de.htm" target="_blank">Webpräsenz von Simon Teune am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung</a></li>
<li><a href="http://www.fb1.uni-siegen.de/politik/mitarbeiter/baringhorst/" target="_blank">Webpräsenz von Sigrid Baringhorst an der Universität Siegen</a></li>
<li><a href="http://www.fb1.uni-siegen.de/politik/mitarbeiter/hetzer/?lang=de" target="_blank">Webpräsenz von Andreas Hetzer an der Universität Siegen</a></li>
</ul>
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