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Thomas Roessing: Öffentliche Meinung

Einzelrezension | 12. Dezember 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Thomas Roessing: Öffentliche Meinung – die Erforschung der Schweigespirale. Baden-Baden [Nomos] 2009, 316 Seiten, 44,- Euro.

Rezensiert von Brigitte Huber

1989 wurde Elisabeth Noelle-Neumanns Buch mit dem Titel Öffentliche Meinung: die Entdeckung der Schweigespirale veröffentlicht. 20 Jahre später erscheint ein Buch mit fast identem Titel, lediglich die Entdeckung wurde durch die Erforschung ersetzt. Dieser Titel ist sehr passend, handelt es sich hierbei um eine von Noelle-Neumann angeregte und betreute Dissertation, welche die Forschung zu ihrer Theorie der öffentlichen Meinung zum Thema hat. Die Arbeit von Thomas Roessing, die er unter dem Titel Methoden und Analysestrategien für Untersuchungen zur sozialpsychologischen Theorie der öffentlichen Meinung im Jahr 2007 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorgelegt hat, versucht nicht weniger zu klären als, “wie weit die empirische Forschung zur Theorie der öffentlichen Meinung seit 1974 gediehen ist, und welchen Nutzen künftige Forschung aus den bereits entwickelten Ansätzen, Analysestrategien und empirischen Methoden ziehen kann.” [Mehr]

Projekt Wikileaks

Sammelrezension | 23. Juli 2011 | Redaktion | 2 Kommentare »
Marcel Rosenbach; Holger Stark: Staatsfeind WikiLeaks. Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert. München [DVA Sachbuch/SPIEGEL Buchverlag] 2011, 336 Seiten, 14,99 Euro.

Daniel Domscheit-Berg: Inside WikiLeaks. Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt. Berlin [Ullstein Buchverlage] 2011, 304 Seiten, 18,- Euro.

Rezensiert von Martin Welker

Zwei Bücher – ein Thema. Beide Werke sind etwa zur gleichen Zeit erschienen, etwa gleich umfangreich (ca. 300 Seiten) und liegen im Preis in einer ähnlichen Kategorie (15 bis 20 Euro). Beide Bände konzentrieren sich v. a. auf die Ereignisse ab dem Jahr 2007. Und doch sind die Bücher diametral verschieden. Denn während die Spiegel-Journalisten Rosenbach und Stark intensiv recherchiert haben und damit aus einer geordneten und unabhängigen Warte über Wikileaks berichten können, erzählt Domscheit-Berg aus einer Art emotionalen Insider-Perspektive über seine Arbeit beim Wikileaks-Projekt. Rosenbach und Stark objektivieren, Domscheit-Berg subjektiviert. Erstere weisen ihre Quellen in zahlreichen Fußnoten aus, letzterer schildert seine Erfahrung auf seine Erinnerungen gestützt aus der Ich-Perspektive. Erstere haben das Buch selbst geschrieben, Domscheit-Berg hatte mit Tina Klopp eine versierte Journalistin und Ghostwriterin an seiner Seite. Dennoch präsentiert sich der Text von Domscheit-Berg umgangssprachlicher als das Spiegel-Buch. Erst die Lektüre beider Texte ergibt ein facettenreiches Gesamtbild im Hinblick auf Wikileaks, insbesondere zu Julian Assange. In Bezug auf die Diskussion relevanter gesellschaftlich-politischer Fragen ist das Spiegel-Buch das gelungenere. [Mehr]

Daniel Müller; Annemone Ligensa; Peter Gendolla (Hrsg.): Leitmedien

Sammelrezension | 1. Juni 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Daniel Müller; Annemone Ligensa; Peter Gendolla (Hrsg.): Leitmedien. Konzepte - Relevanz - Geschichte. Reihe: Medienumbrüche, Band 31 und 32. Bielefeld [Transcript Verlag] 2009, 349 Seiten (Band 1), 290 Seiten (Band 2), je 28,80 Euro.

Rezensiert von Manuel Wendelin

Dass schon ‘Medium’ ein Begriff ist, über dessen Definition man wunderbar streiten kann, ist bekannt. Dieses Schicksal teilt der Terminus mit anderen Grundbegriffen wie dem der ‘Kommunikation’ oder dem der ‘Öffentlichkeit’. Im alltäglichen (wissenschaftlichen) Gebrauch werden solche Differenzen meist problemlos umschifft. Diese Praxis der Umgehung von unüberbrückbaren Klüften ist notwendig, um diesseits des endlosen Nachdenkens über sprachliche Grundlagen überhaupt sinnvoll arbeiten zu können. Hin und wieder kommt es aber vor, dass bewusste Entscheidungen für die Verwendung eines bestimmten Medienbegriffs getroffen und begründet werden müssen. Spätestens in solchen Situationen ist man dankbar für die in der Literatur vorhandenen Systematisierungen. Das ist nicht anders, wenn es um die Forschung zu Leitmedien geht. Im Unterschied zum Medienbegriff sind tiefer gehende begriffliche Auseinandersetzungen hier aber kaum vorhanden. Gleiches gilt für die Systematisierung des Forschungsstands. Vor dem Hintergrund der offensichtlich immer häufiger werdenden Verwendung des Wortes “Leitmedien”, ist dieser Befund das zentrale Relevanzargument für den von Daniel Müller, Annemone Ligensa und Peter Gendolla herausgegebenen Zweibänder. [Mehr]

Ellen Dietzsch: Europas Verfassung und die Medien

Einzelrezension | 29. März 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Ellen Dietzsch: Europas Verfassung und die Medien. Deutschland und Frankreich im Vergleich. Marburg [Tectum Verlag] 2009, 180 Seiten, 24,90 Euro.

Rezensiert von Hans-Jörg Trenz

Im deutschen Verlagswesen finden sich neuerdings auffallend viele Veröffentlichungen studentischer Qualifikationsarbeiten, die, wie im vorliegenden Fall, als wissenschaftliche Beiträge angepriesen werden, ohne auf die Eigenart dieser Publikationen hinzuweisen. Dabei muss Kalkulation unterstellt werden. Verleger rechnen mit der Vielzahl von Neuerscheinungen und nicht mit der Auflage. Für die Autoren bietet sich die Möglichkeit, gute Examensnoten mit einer Buchpublikation zu verbinden und vielleicht auch noch über Google und Amazon öffentlich sichtbar zu werden. Die Investition in Druckkostenzuschüsse mag sich dann auch für eine außeruniversitäre Karriereplanung schon einmal auszahlen. Lediglich die akademische Gemeinschaft kann von dieser Aufblähung des wissenschaftlichen Buchmarkts kaum profitieren und auch die Bibliotheken sind oftmals die Verlierer, wenn sie als potentielle Käufer ihre begrenzten Budgets für die Anschaffung dieser Werke zur Verfügung stellen. [Mehr]

Frank Bösch; Lucian Hölscher (Hrsg.): Kirchen – Medien – Öffentlichkeit

Einzelrezension | 10. Dezember 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Frank Bösch; Lucian Hölscher (Hrsg.): Kirchen - Medien - Öffentlichkeit. Transformationen kirchlicher Selbst- und Fremddeutungen seit 1945. Reihe: Geschichte der Religion in der Neuzeit, Band 2. Göttingen [Wallstein Verlag] 2009, 266 Seiten, 24,- Euro.

Rezensiert von Daria Pezzoli-Olgiati

Dieses Buch fokussiert ein Thema, das sowohl aus historischer als auch zeitgenössischer Perspektive bedeutsam ist. Es geht um die Präsenz von religiösen Institutionen in der Öffentlichkeit im Spiegel der Medien. Die Wechselwirkung zwischen Kirchen, Medien und Öffentlichkeit wird in diachroner Perspektive anhand von acht soliden Beiträgen und einer vertieften Einführung untersucht. Die Artikel, die vor allem – aber nicht nur – die Situation in Deutschland seit der Nachkriegszeit untersuchen, sind in drei Teile aufgeteilt. Im Teil I, Mediale Interaktionen zwischen Kirche und Welt, wird das Verhältnis zwischen Kirchen und Medien im Lichte der radikalen Transformationen beleuchtet, die die späten Fünfzigerjahre charakterisieren. Die ausgewählten Studien befassen sich mit dem Verhältnis zwischen journalistischer Berichterstattung und Kirchen in Deutschland (N. Hannig) und mit den berühmten evangelikalen crusades des Billy Grahams in den USA etwa zur gleichen Zeit (U. A. Balbier). [Mehr]

Christoph Meißelbach: Web 2.0 – Demokratie 3.0?

Einzelrezension | 17. August 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Christoph Meißelbach: Web 2.0 - Demokratie 3.0? Demokratische Potentiale des Internets. Reihe: medien SKRIPTEN, Band 55. Baden-Baden [Nomos] 2009, 148 Seiten, 20,- Euro.

Rezensiert von Christoph Bieber

Der Ende 2009 erschienene Band mit dem zahlenspielerischen Titel Web 2.0 – Demokratie 3.0? versucht sich an einer schwierigen Aufgabe. Auf gerade mal 126 Seiten (zuzüglich eines 20-seitigen Literaturverzeichnisses) setzt sich der Autor mit demokratischen Potenzialen des Internets auseinander, stellt dabei die technologischen Grundlagen der “GKI” (der Globalen Kommunikations-Infrastruktur) vor, strukturiert den Gegenstand entlang politik- wissenschaftlicher und soziologischer Großtheorien, evaluiert Theorie und Empirie der digitalen Demokratie und wagt unter der etwas bemüht klingenden Überschrift “Politische Software – Es sind Updates verfügbar!” auch noch einen Ausblick in die Zukunft der politschen Online-Nutzung. [Mehr]

Hannelore Bublitz: Im Beichtstuhl der Medien

Einzelrezension | 30. Juli 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Hannelore Bublitz: Im Beichtstuhl der Medien. Die Produktion des Selbst im öffentlichen Bekenntnis. Reihe: Sozialtheorie. Bielefeld [Transcript Verlag] 2010, 240 Seiten, 25,80 Euro.

Rezensiert von Claudia Schirrmeister

Im Beichtstuhl der Medien lautet der Titel des von der Paderborner Soziologie-Professorin Hannelore Bublitz vorgelegten Bandes – um sogleich die Erwartungen des Lesers in die Irre zu führen, wäre da nicht der Untertitel Die Produktion des Selbst im öffentlichen Bekenntnis. Der Beichtstuhl steht gemeinhin für aufrichtige und inhaltlich ernste Selbstthematisierungen, eingebettet in einen institutionell vorgegebenen, jahrhundertealten Rahmen – ein sozialer und juristischer Schutzraum, formal vergleichbar mit der Praxis eines Psychologen oder der Kanzlei eines Anwalts. Auch wenn Hannelore Bublitz den Beichtstuhl als “mediale Apparatur” bezeichnet, stellt sich die Frage, ob der Besprechungstisch eine ebensolche darstellt – gilt ihr Augenmerk doch den elektronischen Medien, vor allem dem Fernsehen und, eher am Rande, dem Internet. Diese Medien hingegen scheinen einen Kontrast zur Situation in einem Beichtstuhl zu liefern, wie er krasser kaum ausfallen kann, widerspricht doch die geheimnisgeschützte religiöse Beichte der ostentativen Öffentlichkeit einer Fernsehsendung. [Mehr]

Cass R. Sunstein: Infotopia

Einzelrezension | 12. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Cass R. Sunstein: Infotopia. Wie viele Köpfe Wissen produzieren. Aus dem Englischen von Robin Celikates und Eva Engels. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2009, 285 Seiten, 24,80 Euro.

Rezensiert von Rainer Kuhlen

Von den richtigen Leuten zitiert zu werden, ist eine Freude für Autoren. Dass James Boyle in seinem Buch The Public Domain das Kapitel 8 zur “verteilten Kreativität” mit dem Hinweis auf Yochai Benklers The Wealth of Networks beginnt, ist recht und und billig. Benklers Grundzüge einer “commons-based economy”, in der sich über “peer production” neuen Formen verteilter Kreativität entfalten können, ist in der Tat das Standardwerk zu diesem Thema. Aber gleich im nächsten Absatz heißt es: “Benkler’s work is hardly the only resource however. Other fine works covering some of the same themes include: Cass R. Sunstein, Infotopia: How Many Minds Produce Knowledge (New York: Oxford University Press, 2006)”. Das hat Cass R. Sunstein bestimmt gefreut. Sein Buch liegt jetzt mit dem gleichen Titel und dem Untertitel “Wie viele Köpfe Wissen produzieren” im Suhrkamp-Verlag vor, aus dem Amerikanischen flüssig und ohne erkennbare Einbuße übersetzt von Robin Celikates und Eva Engels. [Mehr]

Benjamin Fretwurst: Nachrichten im Interesse der Zuschauer

Einzelrezension | 28. Januar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Benjamin Fretwurst: Nachrichten im Interesse der Zuschauer. Eine konzeptionelle und empirische Neubestimmung der Nachrichtenwerttheorie. Konstanz [UVK] 2008, 273 Seiten, 29,– Euro.

Rezensiert von Roland Göbbel

Benjamin Fretwurst verfolgt mit seiner Dissertationsstudie das ehrgeizige Vorhaben, die in der Kommunikationswissenschaft etablierte Nachrichtenwerttheorie konzeptionell und empirisch neu zu bestimmen. Konkret geht er dabei der Frage nach, ob Fernsehnachrichten als Ergebnis des journalistischen Selektionsprozesses den Interessen und Relevanzzuschreibungen ihrer Zuschauer entsprechen. In der Einleitung bedient sich Fretwurst zunächst eines unkonventionellen dramaturgischen Kniffes: einer Ergebnisvorschau, die die Tendenz der Resultate bereits vorwegnimmt. Dies erweist sich für die weitere Lektüre als vorteilhaft, da die “schwimmenden Konfidenzintervalle” als Modus der Ergebnisdarstellung eingeführt und die grundlegenden Ziele der Studie greifbar gemacht werden. [Mehr]

Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit

Einzelrezension | 13. Januar 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens. Reihe: Öffentlichkeit und Geschichte, Band 3. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2009, 488 Seiten, 29,50 Euro.

Rezensiert von Carsten Brosda

Festschriften sind bisweilen eine schwierige Sache. Im schlechten Fall gleichen sie dem Gemischtwarenangebot eines durchschnittlichen bundesdeutschen Kaufhauses, ohne eigenes Profil und damit auch ohne nötige Prägnanz. Ganz anders dagegen der Band Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens, den Wolfgang Duchkowitsch, Fritz Hausjell, Horst Pöttker und Bernd Semrad anlässlich der Emeritierung von Wolfgang R. Langenbucher vorgelegt haben. Genauso wie der Jubilar hat auch dieser Band ein Programm: die Rehabilitierung der Kategorie der Persönlichkeit in der Journalismusforschung, nicht zuletzt mit dem Ziel, auch historische und kulturelle Dimensionen journalistischer Kommunikation sichtbar zu machen. [Mehr]

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