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Thomas Schulz: Was Google wirklich will

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Thomas Schulz: Was Google wirklich willEssay
Ist Google die lukrative Profitmaschine des teuersten Internetkonzerns und eine unersättliche Datenkrake, die die Privatsphäre kassiert und Persönlichkeitsrechte unterläuft? Oder maßgebliche Basis innovativer Projekte, die alle einem größeren Zweck dienen – das Leben zu optimieren und die Welt zu verbessern? Thomas Schulz, Wirtschaftskorrespondent des Nachrichtenmagazins Spiegel im Silicon Valley, möchte mit seinem als exklusiv beworbenen Insiderbuch beweisen: Google ist nicht arrogant, kapitalistisch und machtbesessen, sondern will Utopien in Realitäten verwandeln. Ob der Autor den geschickten PR-Strategien verfiel – er durfte Dutzende von Google-Protagonisten interviewen, was sonst selten erlaubt werde – oder selbst von der Mission und der Betriebskultur überzeugt ist, hat Hans-Dieter Kübler analysiert. Mehr

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Matthias Potthoff (Hrsg.): Schlüsselwerke der Medienwirkungsforschung

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler

Matthias_Potthoff_Schluesselwerke-bearbEssay
Sammlungen und knappe Darstellungen von Schlüsselwerken oder Klassikern einer bestimmten Disziplin haben in den Sozialwissenschaften offenbar Konjunktur, wie Herausgeber Matthias Potthoff in seinem Vorwort zu den Schlüsselwerken der Medienwirkungsforschung betont. Lehrende können mit ihnen – angesichts einer unentwegt zerfasernden Spezialisierung der Forschung – den ehrwürdigen Anspruch eines anerkannten Fachverständnisses, wenn nicht gar einer Kanonbildung aufrecht erhalten. Die Studierenden, von denen wohl nur noch die wenigsten an der Erarbeitung der Tradition und Breite einer ganzen Disziplin interessiert sind, können sich so schnell einen kompakten Überblick über unumgängliche Grundlagen verschaffen. Entsprechend sehen die Verlage in dieser Readergattung neben den obligatorischen Handbüchern ein passables, absatzträchtiges Format, um jenen Bedürfnissen entgegenzukommen. Mehr

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Arne H. Krumsvik, Tanja Storsul (Hrsg.): Media Innovations

Rezensiert von Jakob Jünger

Media InnovationsEssay
Dass Veränderung die einzige Konstante im Universum ist, hat schon der griechische Philosoph Heraklit behauptet. Welche Veränderungen aber als Innovation gelten können, darüber reflektiert die Wissenschaft noch heute. Diese begriffliche Unsicherheit ist einer der Ausgangspunkte des Bandes zum ersten International Symposium on Media Innovations an der Universität Oslo im April 2012. In den 17 Beiträgen wird die Frage nach der Neuheit von Veränderungen immer wieder neu gestellt. Mehr

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Daniel Müller; Annemone Ligensa; Peter Gendolla (Hrsg.): Leitmedien

Rezensiert von Manuel Wendelin

Essay
Dass schon ‘Medium’ ein Begriff ist, über dessen Definition man wunderbar streiten kann, ist bekannt. Dieses Schicksal teilt der Terminus mit anderen Grundbegriffen wie dem der ‘Kommunikation’ oder dem der ‘Öffentlichkeit’. Im alltäglichen (wissenschaftlichen) Gebrauch werden solche Differenzen meist problemlos umschifft. Diese Praxis der Umgehung von unüberbrückbaren Klüften ist notwendig, um diesseits des endlosen Nachdenkens über sprachliche Grundlagen überhaupt sinnvoll arbeiten zu können. Hin und wieder kommt es aber vor, dass bewusste Entscheidungen für die Verwendung eines bestimmten Medienbegriffs getroffen und begründet werden müssen. Spätestens in solchen Situationen ist man dankbar für die in der Literatur vorhandenen Systematisierungen. Das ist nicht anders, wenn es um die Forschung zu Leitmedien geht. Im Unterschied zum Medienbegriff sind tiefer gehende begriffliche Auseinandersetzungen hier aber kaum vorhanden. Gleiches gilt für die Systematisierung des Forschungsstands. Vor dem Hintergrund der offensichtlich immer häufiger werdenden Verwendung des Wortes “Leitmedien”, ist dieser Befund das zentrale Relevanzargument für den von Daniel Müller, Annemone Ligensa und Peter Gendolla herausgegebenen Zweibänder. Mehr

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