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	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Medienethik</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereich Kommunikation und Medien</description>
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		<title>Petra Grimm; Rafael Capurro (Hrsg.): Informations- und Kommunikationsutopien</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/666</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/666#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 08:53:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Barbara Thomaß</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/666"><img class="alignleft size-full wp-image-2392" title="Grimm&#38;Capurro2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/GrimmCapurro2008.jpg" alt="" width="160" height="225" /></a>Utopien können eine träumerisch-eskapistische Tendenz haben – dann stellen sie entrückte Gegenentwürfe zu zeitgenössischen Lebenserfahrungen dar; oder eine vorwärtsstrebende – dann suchen sie nach Möglichkeiten, Unbilden des Gegenwärtigen durch Alternativen zu überwinden, die erst unter zu erwartenden oder zu erhoffenden zukünftigen Bedingungen zu verwirklichen sind. Ebenso verhält es sich mit Kommunikationsutopien, die an den jeweils gegenwärtigen kommunikativen Bedingungen und Erfahrungen anknüpfen und dann über sie hinaus reichen. Insofern sind Kommunikationsutopien zeitabhängig. Sie verweisen auf Defizite, die Menschen in ihrer aktuellen kommunikativen Vernetzung erfahren. So können Kommunikationsutopien ein Schlüssel zum Verständnis von empfundenen Mängeln aktueller Verständigungsprozesse sein. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/666">[Mehr]</a>


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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Barbara Thomaß</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/666"><img class="alignleft size-full wp-image-2392" title="Grimm&amp;Capurro2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/GrimmCapurro2008.jpg" alt="" width="160" height="225" /></a>Utopien können eine träumerisch-eskapistische Tendenz haben – dann stellen sie entrückte Gegenentwürfe zu zeitgenössischen Lebenserfahrungen dar; oder eine vorwärtsstrebende – dann suchen sie nach Möglichkeiten, Unbilden des Gegenwärtigen durch Alternativen zu überwinden, die erst unter zu erwartenden oder zu erhoffenden zukünftigen Bedingungen zu verwirklichen sind. Ebenso verhält es sich mit Kommunikationsutopien, die an den jeweils gegenwärtigen kommunikativen Bedingungen und Erfahrungen anknüpfen und dann über sie hinaus reichen. Insofern sind Kommunikationsutopien zeitabhängig. Sie verweisen auf Defizite, die Menschen in ihrer aktuellen kommunikativen Vernetzung erfahren. So können Kommunikationsutopien ein Schlüssel zum Verständnis von empfundenen Mängeln aktueller Verständigungsprozesse sein.</p>
<p>Ähnlich leitet Rafael Capurro den von ihm und Petra Grimm herausgegebenen Band 7 der Schriftenreihe &#8220;Medienethik&#8221; ein: Demnach können Utopien als positive Modelle zukünftigen sozialen Lebens verstanden werden oder als rückwärts gewandte oder auch impraktikable Vorstellungen. Angesichts der Tatsachen, dass gegenwärtige medientechnologische Entwicklungen immer schon die Zukunft kommunikativer Praktiken in sich bergen und dass sich angesichts solcher Zukunftsvorstellungen die Frage nach dem Gewinn und Verlust von Lebensqualität aufdrängt, macht die Einleitung neugierig. Es wird die Lust geweckt, auf essenzielle Fragen des heutigen und zukünftigen medialen Daseins einschließlich ihrer ethischen Implikationen, die doch häufig so alltagsnah sind, Antworten und theoretische Reflexionen zu finden. Doch um die Bewertung der Aufsätze vorweg zu nehmen: Diese Neugier wird nur sehr eingeschränkt befriedigt, weil die Autoren weniger Aufschluss über Defizite und Mängel aktueller und vergangener Kommunikationsverhältnisse und der darauf aufbauenden alternativen Möglichkeiten bereit stellen,  sondern vielmehr sehr subjektive Ein- und Ansichten zu oft wenig anregenden Nischenthemen geben.</p>
<p>Klaus Wiegerlings Darstellung zum <em>ubiquitous computing</em> mag noch eine aufschlussreiche Erörterung der Verheißungen und Gefahren einer Technologie sein, die alle Poren der Lebenswelt durchdringen könnte, weil er am Ende fordert, dass zu klären wäre, unter welchen Bedingungen <em>ubiquitous computing</em> Akzeptanz finden könnte. Doch dieser reizvolle Ansatz, aus Kommunikationsutopien Handlungsoptionen zu gewinnen, geht in den weiteren Aufsätzen verloren. Tassilo Pelligrini befragt das <em>semantic web</em> daraufhin, wie die Herstellung von Verständigung von Maschinensystemen im <em>semantic Web</em> als sozialer Prozess organisiert wird beziehungsweise  werden kann. Doch bleibt die ausgefeilte Darstellung der technischen Möglichkeiten des <em>semantic web</em> aufgrund der viel zu kurzen Behandlung des sozio-politischen Kontextes schwer vorstellbar und damit letztlich unergiebig.</p>
<p>Falko Blank gelingt es in seiner Gegenüberstellung vom &#8220;Mythos Medien&#8221; und &#8220;Medienmythen&#8221; nicht überzeugend, den Bezug zum Konzept der Utopie herzustellen. Darüber hinaus arbeitet er mit einem schwer fassbaren Mythenbegriff. Infolgedessen sind die Behauptungen und Andeutungen, in denen sich die Darstellung ergeht, schwer einer rationalen Überprüfung zu unterziehen.</p>
<p>In Filmen werden gerne Zeitreisen unternommen und Utopien ausgebreitet, und insofern lohnt es sich, eine Betrachtung dieses Mediums in einen Band über Kommunikationsutopien aufzunehmen. Doch Hans Krah betrachtet einen Filmkorpus mit Blick auf Endzeitwelten, dessen Auswahl sich dem cineastisch nicht Versierten überhaupt nicht erschließt. Zudem endet dieser in seiner Chronologie zu früh, als dass er dem vom Herausgeber angestrebten Ziel nahe käme. Uwe Jochums Überlegungen zur &#8220;digitalen Inversion des Karfreitagszaubers&#8221; und Thomas Nissmüllers &#8220;cybergnostischer Imperativ&#8221; sind Konzepte, die so hermetisch formuliert sind, dass – vor dem Hintergrund der eingangs formulierten Erwartungshaltung – nur Hilflosigkeit übrig bleibt.</p>
<p>Es ist überhaupt eine Schwäche der Mehrheit der Aufsätze, dass sie sich von ihrem utopischen Gegenstand so sehr gefangen nehmen lassen, dass es ihnen nicht gelingt, eine für Uneingeweihte nachvollziehbare Gegenstandsbeschreibung zu geben. Nun mag es das Wesen der Utopie als solcher sein, dass sie im Heute (noch) nicht fassbar ist. Doch für die eingangs genannte Fragestellung nach Gewinn und Verlust an Lebensqualität durch Kommunikation wäre eine präzise Fassung der gedachten utopischen Verhältnisse und Bedingungen schon notwendig gewesen.</p>
<p>Der Aufsatz von Manfred Lang lässt am Ende doch noch einiges von dem erkennen, was ein Band mit dieser Thematik hätte leisten können. Sein Abriss über die Geschichte informationspolitischer Utopien endet mit dem Plädoyer, dass informationspolitische Überlegungen einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten mögen. Bei aller Relativierung, die dieser Autor seinen Überlegungen anfügt – dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Vielleicht hat die Rezensentin eine zu enge Nützlichkeitsvorstellung von der Leistungsfähigkeit von Kommunikationsutopien. Daran ist, wie eingangs bemerkt, der Herausgeber nicht ganz unschuldig. Vielleicht wäre auch nur eine um mehr Klarheit bemühte Darstellung hilfreich gewesen, den faszinierenden Gegenstand überzeugender zu gestalten.</p>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.steiner-verlag.de/titel/56861.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.hdm-stuttgart.de/grimm" target="_blank">Webpräsenz von Petra Grimm an der &#8220;Hochschule der Medien&#8221; Stuttgart</a></li>
<li><a href="http://www.capurro.de/" target="_blank">persönliche Homepage von Rafael Capurro</a></li>
<li><a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/seiten/03institut/mitarbeiter/thomass.htm" target="_blank">Webpräsenz von Barbara Thomaß an der Ruhr-Universität Bochum</a></li>
</ul>


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		<title>Felix Heimann: Der Pressekodex im Spannungsfeld zwischen Medienrecht und Medienethik</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/485</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/485#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 20:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Presserat]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstkontrolle]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Stephan Dreyer</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-858" title="heimann2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/heimann2009.jpg" alt="heimann2009" width="160" height="225" />Felix Heimann hat sich im Rahmen seiner Dissertation an der Fernuniversität in Hagen keinem geringeren Thema angenommen als der detaillierten Analyse der inhaltlichen Standards des derzeitigen Pressekodex – und der Untersuchung der Wirksamkeit ihrer Durchsetzung. Unter dem Eindruck dieser Untersuchung entwickelt er detailliert ein mögliches Reformmodell zur Stärkung einer presserechtlichen Selbstkontrolle nach dem Vorbild von Anwalts- oder Ärztekammern und liefert den Entwurf eines entsprechenden Pressestaatsvertrags gleich mit. Eine diffizile Aufgabe, die sich in über 350 Buchseiten niederschlägt. Was einem kurzen historischen und verfassungsrechtlichen Überblick folgt, ist eine selten ausführliche Analyse der einzelnen Vorgaben des Pressekodex sowie der Richtlinien für die redaktionelle Arbeit nach den Empfehlungen des Deutschen Presserates. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/485">[Mehr]</a>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Stephan Dreyer</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-858" title="heimann2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/heimann2009.jpg" alt="heimann2009" width="160" height="225" />Felix Heimann hat sich im Rahmen seiner Dissertation an der <a href="http://www.fernuni-hagen.de/" target="_blank">Fernuniversität in Hagen </a>keinem geringeren Thema angenommen als der detaillierten Analyse der inhaltlichen Standards des derzeitigen Pressekodex – und der Untersuchung der Wirksamkeit ihrer Durchsetzung. Unter dem Eindruck dieser Untersuchung entwickelt er detailliert ein mögliches Reformmodell zur Stärkung einer presserechtlichen Selbstkontrolle nach dem Vorbild von Anwalts- oder Ärztekammern und liefert den Entwurf eines entsprechenden Pressestaatsvertrags gleich mit. Eine diffizile Aufgabe, die sich in über 350 Buchseiten niederschlägt.</p>
<p>Was einem kurzen historischen und verfassungsrechtlichen Überblick folgt, ist eine selten ausführliche Analyse der einzelnen Vorgaben des Pressekodex sowie der Richtlinien für die redaktionelle Arbeit nach den Empfehlungen des <a href="http://www.presserat.info/" target="_blank">Deutschen Presserates</a>. Heimann sucht für jede Ziffer des Kodex sowie der dazu erlassenen Richtlinien nach ähnlichen Regeln im einfachen Recht, stellt diese gegenüber, analysiert Probleme und Diskussionen um Begriffsverständnis und Interpretation anhand der Spruchpraxis des Deutschen Presserates und anhand der Rechtsprechung und vergleicht die Auslegungen der unterschiedlichen Akteure. Dabei bietet der Abschnitt teilweise ausführliche Darlegungen der jeweiligen Argumentationslinien von Rechtsprechung und Literatur, so zum Beispiel in den Fällen Wallraff oder Caroline von Hannover. Insgesamt bietet dies dem Leser einen breiten Überblick über alle presseethischen Herausforderungen aktueller Recherche- und Berichterstattungspraxis, jeweils mit vielen weiterführenden Hinweisen auf Fälle aus der Spruchpraxis des Presserates und auf solche der Rechtsprechung. Da Rechtsprechung und Spruchpraxis oftmals Bezug aufeinander nehmen, überrascht es im Ergebnis kaum, dass Heimann bei der einzelziffernbezogenen Analyse von Spruchpraxis und Rechtsprechung häufig zu dem Befund gelangt, dass die Interpretationen nahezu deckungsgleich sind.</p>
<p>An das Pressekodexziffern analysierende Kapitel schließt eine Darstellung des derzeitigen Beschwerdeverfahrens vor dem Deutschen Presserat und seiner Instrumente an. Dabei klärt Heimann die Rechtsnatur und die Rechtswirkung der Selbstverpflichtungserklärungen der Verlage zum Abdruck von Rügen und dem Presserat zur Verfügung stehende Mittel zur Durchsetzung des Abdrucks einer öffentlichen Rüge – mit dem Ergebnis, dass das Selbstkontrollorgan keine zivilrechtliche Handhabe für diese Fälle hat. Dass als Hauptargument ausgerechnet das Selbstverständnis des Presserates als &#8220;kollegialer Ratgeber&#8221; und &#8220;moralische Instanz&#8221; (243) herangezogen wird, ist insoweit verwunderlich, als es dabei gerade nicht um normativ begründete Rechte und Pflichten geht; die Frage, inwieweit hier das Zivilrecht zumindest dem Trägerverein (vertragliche) Rechte ermöglicht oder ermöglichen kann, wird dagegen kaum angedacht. Zudem kann sich das Selbstverständnis des Organs – etwa vor dem Hintergrund der Androhung gesetzgeberischen Tätigwerdens – jederzeit ändern.</p>
<p>Als nächstes folgt eine Bewertung der Wirksamkeit der Instrumente des Presserats sowie der Wirksamkeit der Rechtsprechung. Dass der Autor die Wirksamkeit eher aufgrund von Interviewaussagen oder Beispielfällen und methodisch nicht systematisch untersucht, ist keine große Schwäche der Untersuchung. Auch so kann man einen Eindruck von der Akzeptanz bzw. Wirkmächtigkeit der Entscheidungen des Beschwerdeausschusses erhalten. Mit dem Fazit: Dort, wo es einem Verlag nicht passt, wird eine Rüge auch nicht gedruckt.</p>
<p>Im letzten Teil widmet sich Heimann unter dem Eindruck des Ergebnisses, dass die Rechtswirksamkeit der Presseratsinstrumente optimierbar erscheint, der Frage nach einer Reform der Presseselbstkontrolle: Weg von einem Presserat als moralische Instanz ohne Rechtsdurchsetzungsmöglichkeiten hin zu den Anwalts- und Ärztekammern vergleichbaren schlagkräftigen Pressekammern, die jedem Journalisten und Verleger das Blut in den Adern gefrieren ließen. Interessant wäre hier eine Antwort auf die Frage gewesen, inwieweit der Gesetzgeber überhaupt verfassungsrechtlich verpflichtet wäre, einen ordnungsrechtlichen Rahmen für die Einhaltung berufsethischer Standards im Pressebereich zu schaffen. Davon abhängig wäre nämlich die Überlegung, inwieweit die Pressekammern eine staatliche Aufgabe übernähmen – oder eben nicht. Im Anschluss werden möglicher Aufbau und Ausformung der &#8220;gewünschten Pressekammern&#8221; (298) detailliert vorgezeichnet und Beschwerdeverfahren entworfen.</p>
<p>Am Ende der Arbeit findet sich – quasi als Zugabe – auch gleich ein Entwurf für einen entsprechenden Pressestaatsvertrag. Eine Idee, die einen zweiten Gedanken wert ist und vielleicht frischen Wind in die jahrelang auf sehr kleiner Flamme köchelnde Diskussion bringt. Inwieweit aber mit 16 Pressekammern eine einheitliche Spruchpraxis erreicht werden kann, sei dahingestellt.</p>
<p>Insgesamt ergibt sich ein Gemälde, das den Stand und den Zustand presserechtlicher Selbstkontrolle en detail widergibt. Neu ist das Thema an sich nicht – Diskussionen um Inhalte und Durchsetzung der Standards der Presseselbstkontrolle gibt es seit der Verabschiedung der ersten Fassung der &#8220;Publizistischen Grundsätze&#8221; in 1973 –, aber aktuelle Fälle und Phänomene zeigen seitdem immer wieder deutlich, dass sich auch Presseethik weiterentwickeln und an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen anpassen muss. Insbesondere der Mittelteil des Buches liest sich wie ein &#8220;who is who&#8221; im Bereich presserechtlicher Reibungsstellen – ein für die journalistische wie rechtliche Praxis gut nutzbarer Zusammenguss der bisherigen Interpretationen des Pressekodex und der entsprechenden Richtlinien. In diesem Bereich gibt es bisher keine Kommentarliteratur oder eine vergleichbar kompakte und weiterführende Arbeit, so dass das Buch eine echte Literaturlücke füllt.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.peterlang.net/index.cfm?vID=58521&amp;vLang=D&amp;vHR=1&amp;vUR=2&amp;vUUR=1" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.hans-bredow-institut.de/de/mitarbeiter/stephan-dreyer" target="_blank">Webpräsenz von Stephan Dreyer beim Hans-Bredow-Institut</a></li>
</ul>


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		</item>
		<item>
		<title>Jens Bergmann; Bernhard Pörksen (Hrsg.): Skandal!</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/503</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 20:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Skandale]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Claudia Gerhards</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1547" title="bergmannpoerksen" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/bergmannpoerksen.jpg" alt="bergmannpoerksen" width="160" height="253" />Skandale haben Hochkonjunktur. Auch Bücher über das Entstehen ebensolcher. Skandale sind keineswegs – wie oft angenommen – ein überflüssiges Übel der heutigen (Medien-)Gesellschaft. Sie haben vielmehr wichtige Funktionen: Sie geben Aufschluss über den moralischen Haushalt einer Gesellschaft, spiegeln Normen, Tabus und Zeitgeist wider und können zugleich Trendsetter und Multiplikator gesellschaftlichen Wandels sein. Skandale bieten der Gesellschaft die Möglichkeit, sich ihrer eigenen Normen zu vergewissern und diese gegebenenfalls neu zu verhandeln. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei Medien ein, ohne die Skandale nicht öffentlich werden würden. Charakteristisch für einen Skandal ist schließlich, dass eine moralische Verfehlung vorliegt, diese enthüllt wird und eine weithin geteilte Empörung folgt. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/503">[Mehr]</a>


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<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/459' rel='bookmark' title='Permanent Link: Peter J. Schulz; Uwe Hartung; Simone Keller (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft'>Peter J. Schulz; Uwe Hartung; Simone Keller (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Claudia Gerhards</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1547" title="bergmannpoerksen" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/bergmannpoerksen.jpg" alt="bergmannpoerksen" width="160" height="253" />Skandale haben Hochkonjunktur. Auch Bücher über das Entstehen ebensolcher. Skandale sind keineswegs – wie oft angenommen – ein überflüssiges Übel der heutigen (Medien-)Gesellschaft. Sie haben vielmehr wichtige Funktionen: Sie geben Aufschluss über den moralischen Haushalt einer Gesellschaft, spiegeln Normen, Tabus und Zeitgeist wider und können zugleich Trendsetter und Multiplikator gesellschaftlichen Wandels sein. Skandale bieten der Gesellschaft die Möglichkeit, sich ihrer eigenen Normen zu vergewissern und diese gegebenenfalls neu zu verhandeln. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei Medien ein, ohne die Skandale nicht öffentlich werden würden. Charakteristisch für einen Skandal ist schließlich, dass eine moralische Verfehlung vorliegt, diese enthüllt wird und eine weithin geteilte Empörung folgt (vgl. Hondrich 2002: 40).</p>
<p>Wie skandalinvolvierte Personen unterschiedlichster Couleur in der Rückschau ihr Leben mit den Schlagzeilen betrachten, damit beschäftigt sich das von Jens Bergmann und Bernhard Pörksen herausgegebene Buch. Der Band besteht aus 29 Interviews, allesamt durchgeführt von Journalistik-Studierenden der <a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/index.php?id=1245" target="_blank">Universität Hamburg</a>. Entstanden ist er aus einem Lehrforschungsprojekt, welches zum Ziel hatte, studentische Projektarbeit &#8220;unter Marktbedingungen&#8221; (11) zu betreiben.</p>
<p>Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Erhellend sind insbesondere jene Interviews, die mit Medienvertretern wie Volker Lilienthal und Hans Leyendecker geführt worden sind, da sie wertvolle Einblicke in das Handwerk von Skandal-Aufdeckern geben, angefangen von der besonderen Recherche (oder wie Volker Lilienthal sagt: &#8220;von außen nach innen recherchieren&#8221;, erst die Personen befragen, die nicht direkt involviert sind, und sich dann langsam dem Zentrum der Beschuldigten nähern, jedenfalls &#8220;zu Anfang bloß keine schlafenden Hunde wecken&#8221;, 225) bis hin zum richtigen Timing der Veröffentlichung.</p>
<p>Eindrucksvoll sind auch die Gespräche mit dem viel gescholtenen Boulevard-Journalisten Udo Röbel, ehemaliger &#8220;<a href="http://www.bild.de/" target="_blank">Bild</a>&#8220;-Chefredakteur, und dem Klatsch-Reporter Michael Kneissler, der u. a. für die &#8220;<a href="http://www.bunte.de/" target="_blank">Bunte</a>&#8220;, &#8220;<a href="http://www.max.de/" target="_blank">Max</a>&#8221; und den &#8220;<a href="http://www.playboy.de/" target="_blank">Playboy</a>&#8221; arbeitet. Beide überraschen durch medienphilosophisch anmutende Überlegungen, die über das singulär Erlebte hinausgehen. Zudem zeigt sich in der Person Udo Röbel wie unter einem Kaleidoskop das Janusköpfige, das Skandalierern zuweilen innewohnt.  Röbel war es, der in den 1980er Jahren dem Kießling-Skandal die Spitze nahm, indem er aufdeckte, dass der General nicht schwul war, sondern einen homosexuellen Doppelgänger hatte. In Folge dessen wurde der General rehabilitiert und die Frage, ob die Homosexualität von Personen des öffentlichen Lebens denn überhaupt ein Skandal ist, neu diskutiert. Skandal-Aufdecker können also eine öffentliche Diskussion anstoßen, die zu einer überfälligen Liberalisierung und Neujustierung von Moralvorstellungen führt. Oder aber sie mutieren bei der Anprangerung von Verfehlungen selbst zu Involvierten. Derselbe Journalist Röbel, der für seine Kießling-Recherche mit dem renommierten &#8220;Wächterpreis der Tagespresse&#8221; ausgezeichnet wurde, setzte sich Jahre später als Fluchthelfer in das Auto der Gladbeck-Geiselnehmer, lotste – auf der Suche nach der ultimativen Story – die Geiselnehmer von Silke Bischoff &amp;  Co. durch die Kölner Innenstadt und avancierte so zur Symbolfigur des sensationslüsternen Skandaljournalisten.</p>
<p>Keinen neuen Erkenntnisgewinn liefert hingegen das Interview mit Michel Friedman, der aufgrund einer  Kokain- und Prostituierten-Affäre von seinen Ämtern zurücktrat. Solch einem Rhetorik-Profi sind keine neuen Informationen zu entlocken. Dasselbe gilt für das Interview mit dem PR-Berater Moritz Hunzinger.</p>
<p>Wünschenswert wäre es zudem gewesen, die knapp drei Dutzend Interviews stärker zu strukturieren, etwa durch Kapitelunterteilungen (zum Beispiel in &#8220;Politikskandale&#8221;, &#8220;Medienskandale&#8221;, &#8220;Literaturskandale&#8221;, &#8220;Sportskandale&#8221; etc.). Nichtsdestotrotz gelingt es dem Band, mittels der breiten und zum Teil illustren Auswahl an interviewten Skandalbeteiligten das Phänomen der öffentlichen Empörung aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten. Immer wieder wird dabei deutlich, dass Skandale nicht die gesellschaftliche Ordnung untergraben, sondern diese paradoxerweise legitimieren und stärken. &#8220;Der Normbruch offenbart und reproduziert die Norm&#8221; (32). Das Buch nähert sich dem Thema jedoch nicht in erster Linie von wissenschaftlicher Seite aus, sondern betrachtet das Skandalieren aus autobiographisch-persönlicher Sicht der Betroffenen. So erfährt man viel über die &#8220;Backstory&#8221; von Skandalen, jedoch wäre eine stärkere Einordnung der dargestellten Beispiele in den wissenschaftlichen Diskurs über Skandale und deren Theorien durchaus nützlich gewesen (vgl. dazu etwa Gerhards/Borg/Lambert 2005).</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Gerhards, C.; S. Borg; B. Lambert (Hrsg.): <em>TV-Skandale</em>. Konstanz [UVK] 2005.</li>
<li>Hondrich, K. O.: <em>Enthüllung und Entrüstung. Eine Phänomenologie des politischen Skandals</em>. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2002.</li>
</ul>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.medienskandale.de/" target="_blank">Website zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.medienwissenschaft.uni-tuebingen.de/institut-forschung/personen-arbeitsbereiche/print-onlinemedien/prof-dr-poerksen.html" target="_blank">Homepage von Bernhard Pörksen an der Universität Tübingen</a></li>
<li> <a href="http://wirtschaft.fh-duesseldorf.de/personen/professorenschaft/gerhards/" target="_blank">Homepage von Claudia Gerhards an der FH Düsseldorf</a></li>
</ul>


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<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/459' rel='bookmark' title='Permanent Link: Peter J. Schulz; Uwe Hartung; Simone Keller (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft'>Peter J. Schulz; Uwe Hartung; Simone Keller (Hrsg.): Identität und Vielfalt der Kommunikationswissenschaft</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Bernard Stiegler: Die Logik der Sorge</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/559</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/559#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 16:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Matthias Karmasin</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-610" title="stiegler2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/stiegler2008.jpg" alt="stiegler2008" width="160" height="269" />Der Text ist ein – in französischer Tradition – provokant formulierter Essay. Susanne Baghestani, die die Kapitel eins bis sechs der französischen Originalsausgabe, die den vorliegenden Band bilden, übersetzt hat, hat gute Arbeit geleistet. Das Buch ist gut lesbar und spiegelt doch den speziellen Zugang des Autors wider. Allein sein deutscher Titel wird dem eigentlichen Anliegen Stieglers nicht ganz gerecht. (Schade, dass der Suhrkamp Verlag im Falle der jüngst erschienenen Zweitauflage keinen angemesseneren Untertitel gewählt hat.) Im Original heißt das Buch <em>Prendre Soin. De la jeunesse et des génerations. </em>Und genau darum geht es Stiegler auch: um das Verschwinden der Kindheit, um das Verhältnis von Kindern und Erwachsenen, um den Generationenvertrag, der auch die Erziehung und die Fürsorge beinhaltet, um die Möglichkeiten der Übernahme von Verantwortung und um die Frage, inwieweit die Medialisierung und Technisierung der Lebenswelt all diese Verhältnisse verändert hat. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/559">[Mehr]</a>


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<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/465' rel='bookmark' title='Permanent Link: Tanja Thomas (Hrsg.): Medienkultur und soziales Handeln'>Tanja Thomas (Hrsg.): Medienkultur und soziales Handeln</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Matthias Karmasin</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-610" title="stiegler2008" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/stiegler2008.jpg" alt="stiegler2008" width="160" height="269" />Der Text ist ein – in französischer Tradition – provokant formulierter Essay. Susanne Baghestani, die die Kapitel eins bis sechs der französischen Originalsausgabe, die den vorliegenden Band bilden, übersetzt hat, hat gute Arbeit geleistet. Das Buch ist gut lesbar und spiegelt doch den speziellen Zugang des Autors wider. Allein sein deutscher Titel wird dem eigentlichen Anliegen Stieglers nicht ganz gerecht. (Schade, dass der Suhrkamp Verlag im Falle der jüngst erschienenen Zweitauflage keinen angemesseneren Untertitel gewählt hat.)</p>
<p>Im Original heißt das Buch <em>Prendre Soin. De la jeunesse et des génerations. </em>Und genau darum geht es Stiegler auch: um das Verschwinden der Kindheit, um das Verhältnis von Kindern und Erwachsenen, um den Generationenvertrag, der auch die Erziehung und die Fürsorge beinhaltet, um die Möglichkeiten der Übernahme von Verantwortung und um die Frage, inwieweit die Medialisierung und Technisierung der Lebenswelt all diese Verhältnisse verändert hat.</p>
<p>Die Grundthese, die Stiegler anhand von Beispielen aus der französischen Alltags- und Medienkultur variiert, lautet: Auch Erwachsene sind durch die kapitalistisch organisierten Medien infantilisiert; sie sind unfähig, Verantwortung (für sich, die Umwelt, ihre Kinder) zu übernehmen, und deswegen auch unmündig und nicht dazu in der Lage, für die Mündigkeit ihrer eigenen Kinder Sorge zu tragen. &#8220;Das bedeutet zugleich, daß die von den audiovisuellen Kulturindustrien kontrollierte Psychomacht den Prozeß der Vermittlung und Erziehung zerstört, der sich auf die <em>philia</em>, auf den vertrauensvollen Umgang mit der Nachkommenschaft, gründet.&#8221; (29)</p>
<p>Die Folgen sind – so Stiegler – beträchtlich: Die Unterschiede zwischen den Generationen verschwimmen, Erziehung und Fürsorge werden verunmöglicht, die Telekratie ersetzt die Demokratie und das Marketing wird zum dominanten Instrument der Sozialkontrolle. &#8220;Ziel der Programmindustrien als den bewaffneten Hilfskräften der Telekratie ist es, die Kontrolle über die Verhaltensprogramme zu übernehmen, die das Zusammenleben der sozialen Gruppen regeln, und ihnen das Erziehungsanrecht zu entreißen, um sie den unmittelbaren Bedürfnissen des Marktes besser anpassen zu können.&#8221; (92) Da gilt es Acht zu geben und sich Sorgen zu machen und eine &#8220;Schlacht für die Intelligenz&#8221; zu schlagen. Zumindest der Autor tut dies auf 163 Seiten.</p>
<p>Schade nur, dass das Buch mit Absichtserklärungen zur weiteren Forschung endet, ohne konkrete Alternativen zu dieser Phänomenologie der Medienkultur im Generationenkonflikt zu diskutieren. Auch wenn er seine Thesen lediglich kasuistisch illustriert und seine theoretische Fundierung eher eklektizistisch, denn fundiert wirkt, ist der Zugang Stieglers originell und gut nachvollziehbar. Das Wesen seiner Polemik ist es, Sachverhalte zuzuspitzen, auf Probleme aufmerksam zu machen und diese aufzuklären. Somit scheint das Anliegen der Aufklärung doch nicht ganz verloren.</p>
<p>Aus sozialwissenschaftlicher Perspektive ließe sich sicher einwenden, dass die Datenbasis für Stieglers Argumente dürftig und die methodologischen wie methodischen Voraussetzungen für seine Schlussfolgerungen nicht gegeben seien. Und dennoch: Gerade aus medienpädagogischer Perspektive, aber auch aus Sicht der Mediennutzungs- und Rezeptionsforschung, kann der kritische Zugang, den Stiegler aufzeigt, durchaus von Gewinn sein, sofern er in die Forschungsprogramme des Mainstreams integriert werden kann. Einige Argumente bedürften freilich der empirischen Prüfung, doch stellt gerade diese Möglichkeiten bereit, neue Perspektiven zu erschließen. Auch hier ginge es nicht um ein Entweder-Oder, sondern um ein Sowohl-als-Auch. Als Anregung dafür empfiehlt sich die Lektüre des Buches in jedem Falle. Aber auch jenseits heuristischer Vorteile ist die Beschäftigung mit diesem anregend und herausfordernd. Und mehr kann man von einem wissenschaftlichen Essay eigentlich kaum erwarten.</p>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/die_logik_der_sorge-bernard_stiegler_26006.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.arsindustrialis.org/les-pages-de-bernard-stiegler" target="_blank">Webpräsenz von Bernard Stiegler an der <em>association internationale pour une politique industrielle des technologies de l&#8217;esprit</em> </a></li>
<li><a href="https://campus.uni-klu.ac.at/org/visitenkarte?personalnr=3071" target="_blank">Webpräsenz von Matthias Karmasin an der Universität Klagenfurt</a></li>
</ul>


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		<title>Philip Gourevitch; Errol Morris: Die Geschichte von Abu Ghraib</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 17:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen in Vorbereitung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Irak-Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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