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Anja Johanning: Kompetenzentwicklung im Internet

Einzelrezension | 24. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Anja Johanning: Kompetenzentwicklung im Internet. Fallstudie über eine Community of Practice. Reihe: Internet Research, Band 35. Baden-Baden [Nomos/Edition Reinhard Fischer] 2009, 289 Seiten, 29,– Euro.

Rezensiert von Matthias Berg

Mit Kompetenzentwicklung im Internet präsentiert Anja Johanning die Ergebnisse ihres Dissertationsprojektes, in dem sie sich mit organisationsübergreifenden Online-Communities of Practice auseinandergesetzt hat. Diese werden definiert als “informelle, berufsbezogene Personengruppen, die ein gemeinsames Anliegen in Form von ähnlichen Problemstellungen oder einer gemeinsamen Leidenschaft für spezifische Themen aus dem Arbeitsalltag teilen” und sich darüber im Internet austauschen (83). Ziel der Studie ist die Klärung der übergeordneten Forschungsfrage nach der Rolle, die eben jene internetbasierten Praxisgemeinschaften bei der Entwicklung individueller Kompetenzen ihrer Mitglieder einnehmen. Dieser Zielsetzung geht Johanning mittels einer im Mehrmethodendesign angelegten Fallstudie zu sekretaria.de, einem Internetforum (überwiegend) für Sekretärinnen, nach. Dabei nimmt sie eine kommunikationswissenschaftliche Perspektive ein, die sie um Ansätze aus den Bereichen der Tätigkeitspsychologie und (Berufs-)Pädagogik erweitert. [Mehr]

Christian Papsdorf: Wie Surfen zu Arbeit wird

Einzelrezension | 21. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Christian Papsdorf: Wie Surfen zu Arbeit wird. Crowdsourcing im Web 2.0. Mit einer Einleitung von Günter G. Voß. Frankfurt am Main, New York [Campus Verlag] 2009, 201 Seiten, 24,90 Euro.

Rezensiert von Christian Pentzold

Will man sich einen Überblick über die internetbasierten Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden machen, so trifft man auf eine Reihe von Ausdrücken wie etwa “mass collaboration”, “open innovation” oder “mass customization”, deren konzeptionelle Tragfähigkeit und empirische Relevanz zunächst fraglich ist. Eine diesbezügliche Klärung verspricht die 2009 veröffentlichte Diplomarbeit von Christian Papsdorf. Der Fokus des Buches liegt dabei auf dem Phänomen des Crowdsourcing. Die Arbeit gliedert sich im Groben in zwei Teile entsprechend der beiden verfolgten Fragestellungen. Der erste Teil hat zum Ziel, eine Definition von Crowdsourcing zu entwickeln (Kap. 2) und es dementsprechend theoretisch zu verorten (Kap. 3). Hierzu unternimmt der Autor zuerst eine qualitativ-explorative Untersuchung von exemplarischen Fällen, welche anschließend zu fünf Modi kategorisiert werden. [Mehr]

Cass R. Sunstein: Infotopia

Einzelrezension | 12. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Cass R. Sunstein: Infotopia. Wie viele Köpfe Wissen produzieren. Aus dem Englischen von Robin Celikates und Eva Engels. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2009, 285 Seiten, 24,80 Euro.

Rezensiert von Rainer Kuhlen

Von den richtigen Leuten zitiert zu werden, ist eine Freude für Autoren. Dass James Boyle in seinem Buch The Public Domain das Kapitel 8 zur “verteilten Kreativität” mit dem Hinweis auf Yochai Benklers The Wealth of Networks beginnt, ist recht und und billig. Benklers Grundzüge einer “commons-based economy”, in der sich über “peer production” neuen Formen verteilter Kreativität entfalten können, ist in der Tat das Standardwerk zu diesem Thema. Aber gleich im nächsten Absatz heißt es: “Benkler’s work is hardly the only resource however. Other fine works covering some of the same themes include: Cass R. Sunstein, Infotopia: How Many Minds Produce Knowledge (New York: Oxford University Press, 2006)”. Das hat Cass R. Sunstein bestimmt gefreut. Sein Buch liegt jetzt mit dem gleichen Titel und dem Untertitel “Wie viele Köpfe Wissen produzieren” im Suhrkamp-Verlag vor, aus dem Amerikanischen flüssig und ohne erkennbare Einbuße übersetzt von Robin Celikates und Eva Engels. [Mehr]

Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums

Einzelrezension | 10. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums. Journalisten in Deutschland. Konstanz [UVK] 2009, 270 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Johannes Raabe

Michael Meyen, in der Vergangenheit vor allem mit Studien zu den DDR-Medien, zur Mediennutzung und mit Veröffentlichungen zur Geschichte der Disziplin an die Fachöffentlichkeit getreten, hat sich in den letzten Jahren dem Feld der Journalismusforschung zugewandt und 2009 zwei Journalistenstudien vorgelegt: gemeinsam mit Nina Springer eine Untersuchung über freie Journalisten in Deutschland (siehe r:k:m-Rezension von Siegfried Weischenberg vom September 2009) und kurz darauf mit seiner Mitarbeiterin Claudia Riesmeyer die hier angezeigte Veröffentlichung einer Untersuchung über Journalisten in Deutschland. Ausgangspunkt der Studie ist eine knappe, pauschalkritische Auseinandersetzung mit klassischen Arbeiten der Journalismusforschung von Kepplinger, Köcher und Donsbach einerseits, Weischenberg und Mitarbeitern andererseits. Sie dient der Legitimation des eigenen Vorhabens und der Begründung für ein alternatives methodisches Vorgehen. [Mehr]

Holger Schramm (Hrsg.): Handbuch Musik und Medien

Einzelrezension | 8. Februar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Holger Schramm (Hrsg.): Handbuch Musik und Medien. Konstanz [UVK] 2009, 629 Seiten, 98,– Euro.

Rezensiert von Holger Noltze

Musik und Medien: Das sind schon für sich genommen schwer überschaubare Größen. Die Angelegenheit wächst ins Riesenhafte, wenn man das Verhältnis von Musik und Medien als symbiotisch auffasst. So tut es der Herausgeber, und es ist ihm nicht zu widersprechen. Tatsächlich war und ist Musik von ihren Anfängen an und heute mehr denn je von ihren medialen Voraussetzungen, Wirkungsweisen und Speicherungsmöglichkeiten nicht zu trennen. Schon der Steinzeitmensch, der auf einer Knochenflöte blies, bediente sich eines Mediums – und war selbst eines. Um wieviel verwickelter sind die Verhältnisse der technischen, digitalisierten Gegenwart mit der annähernd unbegrenzten Verfügbarkeit von Musik aller Art schon auf einem Mobiltelefon. [Mehr]

Christoph Bertling: Sportainment

Einzelrezension | 22. Januar 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Christoph Bertling: Sportainment. Konzeption, Produktion und Verwertung von Sport als Unterhaltungsangebot in den Medien. Sportkommunikation, Band 7. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2009, 333 Seiten, 28,50 Euro.

Rezensiert von Michael Schaffrath

Christoph Bertling widmet sich einem Thema, das in der sportpublizistischen Literatur bisher nur rudimentär berücksichtigt wurde, womit der Arbeit ein gewisses Maß an Originalität zu attestieren ist. Die Relevanz der Fragestellung ist sicher gegeben, die zu ihrer Beantwortung gewählten theoretischen wie empirischen Herangehensweisen sind aber mit einigen Defiziten behaftet. Auffallend ist zunächst das eklatante Missverhältnis zwischen dem theoretischen Teil mit 219 Seiten und dem empirischen Part mit “nur” 43 Seiten. Zu Beginn wird der zentrale Begriff der “nichtfiktiven Unterhaltung” facettenreich und quellenmäßig gut verortet aufgearbeitet, um auf dieser Basis neue Begriffsbestimmungen zu entwickeln. [Mehr]

Axel Kuhn: Vernetzte Medien

Einzelrezension | 18. Januar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Axel Kuhn: Vernetzte Medien. Nutzung und Rezeption am Beispiel "World of Warcraft". Konstanz [UVK] 2009, 367 Seiten, 34,– Euro.

Rezensiert von Gerit Götzenbrucker

kuhn2009Das 367 Seiten umfassende Werk wurde als Dissertation an der Universität Erlangen-Nürnberg angenommen, wobei der Autor dem Fachbereich Buchwissenschaft am Institut für Theater- und Medienwissenschaft angehört. Der Fokus liegt auf einer – stark kulturwissenschaftlich geprägten – Definition von Räumlichkeit und Raumwahrnehmung in digitalen, vernetzten Medienwelten und deren Einfluss auf Rezeptionssituationen. „Die grundlegende These ist, dass die Erweiterung der Rezeption durch die funktionalen Prinzipien vernetzter Medien und der damit verbundenen Erzeugung einer virtuellen Wirklichkeit starken Einfluss auf deren Nutzung nimmt, kognitive und emotionale Prozesse während der Nutzung intensiviert und spezifische langfristige Wirkungen begünstigt.“ Dafür wurde im empirischen Teil der Arbeit eine strukturierte Inhaltsanalyse der „funktional medialen Räume“ des Massively Multiplayer Online Role Playing Game World of Warcraft sowie eine quantitative Online-Befragung (n=277) von Spielern durchgeführt. [Mehr]

Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit

Einzelrezension | 13. Januar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens. Reihe: Öffentlichkeit und Geschichte, Band 3. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2009, 488 Seiten, 29,50 Euro.

Rezensiert von Carsten Brosda

Festschriften sind bisweilen eine schwierige Sache. Im schlechten Fall gleichen sie dem Gemischtwarenangebot eines durchschnittlichen bundesdeutschen Kaufhauses, ohne eigenes Profil und damit auch ohne nötige Prägnanz. Ganz anders dagegen der Band Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens, den Wolfgang Duchkowitsch, Fritz Hausjell, Horst Pöttker und Bernd Semrad anlässlich der Emeritierung von Wolfgang R. Langenbucher vorgelegt haben. Genauso wie der Jubilar hat auch dieser Band ein Programm: die Rehabilitierung der Kategorie der Persönlichkeit in der Journalismusforschung, nicht zuletzt mit dem Ziel, auch historische und kulturelle Dimensionen journalistischer Kommunikation sichtbar zu machen. [Mehr]

Jan Schmidt: Das neue Netz

Einzelrezension | 11. Januar 2010 | Redaktion | 2 Kommentare »
Jan Schmidt: Das neue Netz. Merkmale, Praktiken und Folgen des Web 2.0. Konstanz [UVK] 2009, 214 Seiten, 29,– Euro.

Rezensiert von Wolfgang Schweiger

Soeben blättert der Rezensent die aktuelle UVK-Verlagszeitschrift durch – und was sieht er? Unter der Rubrik “UVK – Die Besten” steht im Bereich “Kommunikationswissenschaft” das zu besprechende Buch auf Platz 3. Zwar erfährt man nichts über das Zustandekommen dieses Rankings. Dass Hermann Meyns Klassiker “Massenmedien in Deutschland” auf Platz 1 steht, legt die Messlatte aber fraglos hoch. Vermutlich wird ein Band über ein neues Phänomen wie das Social Web, das sich wie alle Online-Entwicklungen mit immenser Dynamik entwickelt, nicht zu einem ‘Longrunner’ wie die “Massenmedien”, dennoch ist an dem Vergleich etwas dran. [Mehr]

Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs

Einzelrezension | 5. Januar 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Wolfgang Donsbach; Mathias Rentsch; Anna-Maria Schielicke; Sandra Degen: Entzauberung eines Berufs. Was die Deutschen vom Journalismus erwarten und wie sie enttäuscht werden. Herausgegeben vom Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses. Konstanz [UVK] 2009, 171 Seiten, 24,90 Euro.

Rezensiert von Beatrice Dernbach

donsbachetal2009Nun hat die “Entzauberung der Welt” auch den Journalismus erfasst. Oder die Wissenschaft vom Journalismus? Der Schöpfer dieses Idioms, Max Weber, meinte damit: “Je mehr der Intellektualismus den Glauben an die Magie zurückdrängt, und so die Vorgänge der Welt ‘entzaubert’ werden, ihren magischen Sinngehalt verlieren, nur noch ’sind’ und ‘geschehen’, aber nichts mehr ‘bedeuten’, desto dringlicher erwächst die Forderung an die Welt und ‘Lebensführung’ je als Ganzes, daß sie bedeutungshaft und ’sinnvoll’ geordnet seien.” Wer entzaubert den journalistischen Beruf? Ist es dessen Intellektualisierung durch Akademisierung? Sind es die Menschen, die den Berufsstand der Journalisten regelmäßig auf der Imageskala weit unten ansiedeln? Oder tut es die Journalistik, die die Magie aus sich selbst und ihrem Forschungsgegenstand heraus verdrängt? Auf diese Fragen antwortet der Band der Dresdner Forschergruppe nicht tiefgehend. Der Begriff ‘Entzauberung’ im Titel bleibt somit als originell und journalistisch griffig im Geiste hängen – nur eine bedeutungshafte und sinnvolle Ordnung ergibt sich auch nach Lektüre der 137 Seiten nicht. [Mehr]

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