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Vilém Flusser: Kommunikologie weiter denken

Einzelrezension | 24. Juni 2009 | Redaktion | Keine Kommentare »
Vilém Flusser: Kommunikologie weiter denken. Die „Bochumer Vorlesungen“. Herausgegeben von Silvia Wagnermeier und Siegried Zielinski. Mit einem Vorwort von Friedrich A. Kittler und einem Nachwort von Silvia Wagnermeier. Frankfurt am Main [Fischer Verlag] 2009, 320 Seiten, 12,95 Euro.

Rezensiert von Oliver Bidlo

flusser_2009Vilém Flussers Bochumer Vorlesungen wirken im Buchformat vordergründig in doppelter Hinsicht anachronistisch. Zum einen, weil sie in einer Zeit erscheinen, in der eher der umgekehrte Weg Verbreitung findet: Heutzutage wird ein geschriebenes Buch in der Regel zu einem Hörbuch umgesetzt; zum anderen, weil Flusser selbst in seinen theoretischen Überlegungen sowohl die Schrift als auch das Schreiben als nicht zukunftsträchtig ansah. Dennoch ist es erfreulich, dass die Bochumer Vorlesungen nun als Buchedition vorliegen. Das kurze Vorwort von Friedrich A. Kittler, der Flusser von Ende Mai bis Ende Juni 1991 als Gastprofessor nach Bochum einlud, nennt bereits einige Charakteristika der gehaltenen Vorlesungen: gerafft, akustisch aufgenommen, frei gesprochen. [Mehr]

Ann Spangenberg: Kommunikative Identität im Roman der Angelsächsischen Postmoderne

Einzelrezension | 15. Mai 2009 | Redaktion | Keine Kommentare »
Ann Spangenberg: Kommunikative Identität im Roman der Angelsächsischen Postmoderne: John Fowles, Peter Ackroyd, A. S. Byatt. Reihe: Kieler Beiträge zur Anglistik und Amerikanistik, Band 24. Würzburg [Königshausen & Neumann] 2009, 325 Seiten, 48,– Euro.

Rezensiert von Simon Meier

spangenberg2009Wie geht die Angelsächsische Postmoderne mit poststrukturalistischen Thesen von der Auflösung des Bildes des kernhaften, autonomen Subjektes wie auch des genialen Künstlers um? Diese Frage steht im Zentrum der vorliegenden Studie. Drei exemplarische Romane, Fowles’ The French Lieutenant’s Woman, Ackroyds Chatterton und Byatts Possession, werden daraufhin untersucht, “welche Konsequenzen sie aus der Annahme ziehen, es gebe kein autonomes Subjekt, dessen individueller Kern jenseits sozialer Zusammenhänge verortet ist”. Zwei für gewöhnlich vertretene Deutungen, “dass es ohne autonomes Subjekt keine Handlungsmacht gibt, sondern eine totale Fremdbestimmung besteht, oder, dass die Auflösung eines statischen Selbst die Freiheit eines Spiels mit Identitätsfragmenten bedeute”, erweisen sich hier gleichermaßen als unzutreffend. Dem hält Ann Spangenberg ein Konzept kommunikativer Identität entgegen, das aus ihrer Sicht in allen drei Romanen aufscheint und beide Extreme vermittelt. [Mehr]

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