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	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Festschrift</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereichen Kommunikation und Medien</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 21:39:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Ingo Berensmeyer; Nicola Glaubitz (Hrsg.): K. Ludwig Pfeiffer &#8211; Von der Materialität der Kommunikation zur Medienanthropologie</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/3784</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/3784#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 08:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Festschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Gumbrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Imagination]]></category>
		<category><![CDATA[K. Ludwig Pfeiffer]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftstheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Kai Sicks</em>

<em> </em><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3784"><img class="alignleft size-full wp-image-3786" title="Pfeiffer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/08/Pfeiffer2009.jpg" alt="" width="160" height="237" /></a>Festschriften sind für die Forschung oft von zweifelhaftem Wert. Meist sind die Beiträge zu heterogen, selten wirklich auf das Werk der Jubilare ausgerichtet. Angesichts dieses Umstands kann man Ingo Berensmeyer und Nicola Glaubitz, den Herausgebern der Festschrift für K. Ludwig Pfeiffer, nur gratulieren. Statt eines Bandes, der Beiträge alter Wegbegleiter versammeln würde, haben Berensmeyer und Glaubitz zwölf bedeutsame Aufsätze des 2009 emeritierten Siegener Anglisten und Allgemeinen Literaturwissenschaftlers neu veröffentlicht und um ein kurzes eigenes Vorwort sowie ein Nachwort des Geehrten ergänzt. Dank einer geglückten Textauswahl ist es dem Herausgeber-Duo gelungen, Pfeiffers sich über drei Jahrzehnte stets weiterentwickelndes Forschungsprofil offenzulegen: ein Forschungsprofil, das heute als unverzichtbarer Bestandteil einer medienwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft betrachtet werden kann, auch wenn (oder gerade weil) sich Pfeiffer nie dem je aktuellen Mainstream unterworfen hat. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3784">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Kai Sicks</em></p>
<p><em> </em><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/3784"><img class="alignleft size-full wp-image-3786" title="Pfeiffer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/08/Pfeiffer2009.jpg" alt="" width="160" height="237" /></a>Festschriften sind für die Forschung oft von zweifelhaftem Wert. Meist sind die Beiträge zu heterogen, selten wirklich auf das Werk der Jubilare ausgerichtet. Angesichts dieses Umstands kann man Ingo Berensmeyer und Nicola Glaubitz, den Herausgebern der Festschrift für K. Ludwig Pfeiffer, nur gratulieren. Statt eines Bandes, der Beiträge alter Wegbegleiter versammeln würde, haben Berensmeyer und Glaubitz zwölf bedeutsame Aufsätze des 2009 emeritierten Siegener Anglisten und Allgemeinen Literaturwissenschaftlers neu veröffentlicht und um ein kurzes eigenes Vorwort sowie ein Nachwort des Geehrten ergänzt. Dank einer geglückten Textauswahl ist es dem Herausgeber-Duo gelungen, Pfeiffers sich über drei Jahrzehnte stets weiterentwickelndes Forschungsprofil offenzulegen: ein Forschungsprofil, das heute als unverzichtbarer Bestandteil einer medienwissenschaftlich orientierten Literaturwissenschaft betrachtet werden kann, auch wenn (oder gerade weil) sich Pfeiffer nie dem je aktuellen Mainstream unterworfen hat.</p>
<p>Pfeiffers Arbeiten interessieren sich vom Beginn seines Schreibens an nicht für Probleme literarischer Semantik. Zwar haben sie stets das Verhältnis der Literatur beziehungsweise anderer Medien zu ihrem kulturellen Umfeld im Blick. Dabei geht es Pfeiffer aber gerade nicht um die Interaktion von Bedeutungen, wie sie eine kulturwissenschaftlich ausgerichtete Literaturwissenschaft bis heute zumeist beschäftigt. Seine Studien steuern im Gegenteil auf die Frage zu, welche menschlichen Möglichkeiten Literatur und Medien durch die Aktivierung des Imaginären befördern; genauer gesagt: wie Literatur und Medien in unterschiedlichen historischen Kontexten Menschen dazu befähigen, Wirklichkeit zu konstituieren. Ein solches Forschungsinteresse ist weder genuin literaturwissenschaftlich noch philosophisch oder sozialpsychologisch zu nennen, sondern lässt sich mit Pfeiffer in der Tat am ehesten als <em>medienanthropologisch</em> bezeichnen.</p>
<p>Die solchermaßen medienanthropologisch ausgerichteten Aufsätze des Bandes werden in zwei Abteilungen präsentiert. Die erste, &#8220;Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte&#8221;, umfasst sechs theoretische Texte Pfeiffers, die sechs Texte der zweiten Abteilung, &#8220;Situierungen des ästhetischen Spektrums&#8221;, sind eher literatur- und medienanalytisch ausgerichtet. Zwischen den Aufsätzen beider Abteilungen gibt es allerdings zahlreiche Verknüpfungen. So gründen die frühen Studien in beiden Bereichen auf einer pragmatischen Theorie der Literatur und Literaturwissenschaft. Pfeiffer wendet sich hier von den im Kern ontologischen Debatten der 1960er und 1970er Jahre ab, indem er nach der <em>Funktion</em> literaturwissenschaftlicher Begriffe (Stil, Fiktion), Gattungen (Allegorie, Detektivroman) oder Theorieschulen (Hermeneutik im Sinne Gadamers und Habermas&#8217;, empirische und konstruktivistische Literaturwissenschaft im Sinne S. J. Schmidts) fragt. Als Impulsgeber erweist sich dabei immer wieder die Systemtheorie Luhmann&#8217;scher Prägung, deren Beschreibung ausdifferenzierter Systeme Pfeiffer aufnimmt, um zugleich ihre zentrale und absichtsvoll belassene Lücke – den Menschen und seine kommunikativen Bedürfnisse und Fähigkeiten – in den Fokus zu rücken.</p>
<p>Als Scharnierstelle in Pfeiffers Forschung erweist sich  – wie vor einigen Jahren auch von Hans Ulrich Gumbrecht mit Blick auf sein eigenes Werk beschrieben (vgl. Gumbrecht 2004: 17-30) – die Tagung <em>Materialität der Kommunikation </em>am <a href="http://www.iuc.hr/" target="_blank">Inter University Centre</a> in Dubrovnik 1987. Auf Einladung Pfeiffers und Gumbrechts betrieben hier Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher geisteswissenschaftlicher Disziplinen die Verabschiedung der Hermeneutik und die Gründung einer medienwissenschaftlich fundierten Kulturwissenschaft (vgl. Gumbrecht/Pfeiffer 1988). Für Pfeiffer bedeutete diese Tagung eine Bestätigung seines bisherigen pragmatisch-anthropologischen Ansatzes, zugleich aber auch eine Ausweitung seines Interesses auf performative Medien wie das Theater, die Oper oder den Sport. Der Band repräsentiert diese Schwerpunktverlagerung durch zwei theoretische Texte zum Wandel der Geisteswissenschaften und vier analytische Texte, die sich mit performativen Aspekten der Literatur, mit Theater, Oper und dem Tragischen als medialer Kategorie beschäftigen.</p>
<p>Die Zusammenstellung der Texte gibt dabei zu erkennen, dass Pfeiffer, abgesehen von seiner hier leider nicht repräsentierten Annäherung an den Sport (vgl. Pfeiffer 1999), immer Distanz zu den populären Massenmedien gehalten hat. Das anthropologische Potenzial des Fernsehens oder des Internet hält er mangels &#8220;imaginär attraktiver Sättigung&#8221; und &#8220;emphatischer Gegenwärtigkeit&#8221; (311) für zu wenig ausgeprägt, um einer genaueren Untersuchung wert zu sein. Pfeiffers Werk lässt sich damit auch als konstanter Versuch verstehen, die Spezifität und Relevanz ästhetischer Medien, die im kulturwissenschaftlichen Denken zunehmend an Bedeutung gegenüber den Massenmedien verlieren, zu rehabilitieren.</p>
<p>Pfeiffers Texte machen es seinen Lesern indes nicht leicht. Aufgrund ihrer Dichte und ihrem hohen Abstraktionsgrad erfordern sie eine hohe Konzentration – zugleich aber sind sie durch eine außergewöhnliche Argumentations- und Formulierungspräzision gekennzeichnet. Die ausgewählten Studien zeigen einen Wissenschaftler am Werk, der sich mit einem erstaunlich breiten Spektrum an Gegenständen auseinandergesetzt, aber nie mit einfachen Antworten zufrieden gegeben hat. Weil die Argumente stattdessen in jedem Moment überraschend und komplex ausfallen, sind die im K. Ludwig Pfeiffer-Reader publizierten Studien die sorgfältige Lektüre, die sie erfordern, unbedingt wert.</p>
<p><em>Literatur</em>:</p>
<ul>
<li>Gumbrecht, H.U.: <em>Jenseits der Hermeneutik. Die Produktion von Präsenz</em>. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2004.</li>
<li>Gumbrecht, H.U.; Pfeiffer, K.L. (Hrsg.): <em>Materialität der Kommunikation</em>. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 1988.</li>
<li>Pfeiffer, K.L.: Das <em>Mediale und das Imaginäre. Dimensionen kulturanthropologischer Medientheorie</em>. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 1999.</li>
</ul>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.inniatiff.de/inni/winter/deutsch/frame.htm" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.uni-giessen.de/cms/faculties/f05/engl/lit/staff/profs/ib?language_sync=1" target="_blank">Webpräsenz von Ingo Berensmeyer an der Universität Gießen</a></li>
<li><a href="http://www.fk615.uni-siegen.de/de/projektleiter.php?pl=64" target="_blank">Webpräsenz von K. Ludwig Pfeiffer an der Universität Gießen</a></li>
<li><a href="http://cultdoc.uni-giessen.de/wps/pgn/ep/cultdoc/kaisicks/dr-kai-marcel-sicks" target="_blank">Webpräsenz von Kai Sicks an der Universität Gießen</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Christina Holtz-Bacha; Gunter Reus; Lee B. Becker (Hrsg.): Wissenschaft mit Wirkung</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/2398</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/2398#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jun 2010 09:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Festschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismusforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Medienwirkung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Heinz Bonfadelli</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2398"><img class="alignleft size-full wp-image-3078" title="Holtz-Bacha-et-al.-2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Holtz-Bacha-et-al.-20091.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Die Festschrift zum 60. Geburtstag von Klaus Schönbach mit ihren 23 Beiträgen und 349 Seiten Umfang kommt schwergewichtig daher. Sie illustriert repräsentativ das außergewöhnlich umfangreiche Peer-Netzwerk des Autors, der insbesondere auch international etwa in Amsterdam, aber auch in den USA nachhaltig gewirkt hat, was sich in neun englischsprachigen Texten äußert. Wie andere Festschriften auch, sind die versammelten Beiträge relativ heterogen und von unterschiedlicher Tiefe und Qualität sowie nur lose geordnet nach den beiden inhaltlichen Schwerpunkten des Schaffens von Klaus Schönbach, nämlich der Medienwirkungsforschung einerseits und der Journalismusforschung andererseits. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2398">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Heinz Bonfadelli</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/2398"><img class="alignleft size-full wp-image-3078" title="Holtz-Bacha-et-al.-2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/02/Holtz-Bacha-et-al.-20091.jpg" alt="" width="160" height="226" /></a>Die Festschrift zum 60. Geburtstag von Klaus Schönbach mit ihren 23 Beiträgen und 349 Seiten Umfang kommt schwergewichtig daher. Sie illustriert repräsentativ das außergewöhnlich umfangreiche Peer-Netzwerk des Autors, der insbesondere auch international etwa in Amsterdam, aber auch in den USA nachhaltig gewirkt hat, was sich in neun englischsprachigen Texten äußert. Wie andere Festschriften auch, sind die versammelten Beiträge relativ heterogen und von unterschiedlicher Tiefe und Qualität sowie nur lose geordnet nach den beiden inhaltlichen Schwerpunkten des Schaffens von Klaus Schönbach, nämlich der Medienwirkungsforschung einerseits und der Journalismusforschung andererseits.</p>
<p>Zum einen gibt es, formal betrachtet, empirische Beiträge über eigene Forschungsprojekte etwa im Bereich der politischen Kommunikation &#8211; den Bericht von Claes de Vreese &amp; Holli Semetko über die Medienberichterstattung zur Wahl des EU Parlaments 2004, jener von Winfried Schulz zu den Beziehungen zwischen politischer Mobilisierung und Informationsverhalten bei der Bundestagswahl 2005 oder der Beitrag von Edmund Lauf zur Messung von Meinungsmacht in medienrelevanten Märkten. Dazu zählen auch im Bereich der Medienunterhaltung die Studie von Silvia Knobloch-Westerwick und Jule Brück zur genderspezifischen Medienselektion von Jugendlichen in Deutschland, China und den USA oder die Studie von Lutz Goertz auf der Basis von Mediengesprächen zur Verhinderung der Fragmentierung des Publikums.</p>
<p>Zum anderen problematisieren eher theorieorientierte Beiträge wie jener von Edmund Lauf beispielsweise die gesellschaftlichen und kommunikationswissenschaftlichen Vorstellungen über Medienwirkungen oder bilanzieren vertieft den Beitrag von Klaus Schönbach zum dynamisch-transaktionalen Ansatz als Weiterentwicklung der Wirkungsforschung wie die Texte von Werner Früh einerseits und Marian Adolf et al. andererseits. Allerdings fehlen hier überzeugende Beispiele der empirischen Umsetzbarkeit dieser durchaus fruchtbaren meta-theoretischen Perspektive.</p>
<p>Schließlich befassen sich zehn Beiträge mit Fragen der Journalismusforschung, ein Forschungsbereich, zu dem Klaus Schönbach ebenfalls signifikante Beiträge geleistet hat. Den Einstieg macht ein räsonierender Text von Klaus Donsbach über Journalismus als Wissensprofession, welche eine neue Definition von journalistischer Kompetenz benötige. Eher praxisorientiert ist dagegen der Beitrag von Romy Fröhlich über aktuelle Probleme und Herausforderungen der hochschulgebundenen Journalistenausbildung, während Matthias Kepplinger eine empirische Studie zum Umgang der Medien mit Ungewissheit beisteuert. Wolfgang Langenbucher wiederum präsentiert in seinem Text ambivalente Befunde zum gängigen Vorwurf einer antiisraelischen Berichterstattung in den deutschsprachigen Medien. Aus amerikanischer Sicht gibt Stephen Reese einen historischen Rückblick auf die Mediensoziologie von Herbert Gans, während David Weaver eine Bilanz der Journalismusforschung zu ziehen versucht, indem er auf &#8220;Past trends and new directions&#8221; fokussiert und sich wünscht, dass Befunde aus den Journalistenstudien stärker verbunden würden mit den konkreten Produkten des Journalismus.</p>
<p>Zusammenfassend betrachtet bietet der Band einen zwar disparaten, aber nichtsdestotrotz interessanten Einblick in die vielfältigen aktuellen theoretischen Debatten und empirischen Studien sowohl der Journalismus- als auch der Medienwirkungsforschung. Ob es sich allerdings um eine Wissenschaft mit Wirkung handelt, was der Titel der Festschrift verspricht, oder was diese Behauptung allenfalls bedeuten könnte, wird nicht explizit beantwortet, außer man versteht die imposante Festschrift selbst als Wirkung des äußerst produktiven und vielfältigen Schaffens von Klaus Schönbach.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-16797-8/Wissenschaft-mit-Wirkung.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.kowi.wiso.uni-erlangen.de/lehrstuhl/data/index.shtml/christina-holtz-bacha.shtml" target="_blank">Webpräsenz von Christina Holtz-Bacha an der Universität Erlangen-Nürnberg</a></li>
<li><a href="http://www.ijk.hmt-hannover.de/de/institut/personen/prof-dr-gunter-reus/" target="_blank">Webpräsenz von Gunter Reus an der Hochschule für Musik und Theater Hannover</a></li>
<li><a href="http://www.grady.uga.edu/resources.php?page=facultyandstaff_profiles.inc.php|fac_ID=33" target="_blank">Webpräsenz von Lee B. Becker an der University of Georgia</a></li>
<li><a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienrealitaet/team/heinz-bonfadelli.html" target="_blank">Webpräsenz von Heinz Bonfadelli an der Universität Zürich</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/800</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/800#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 22:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Carsten Brosda</em>

<a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/01/duchkowitschetal2009.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1978" title="duchkowitschetal2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/01/duchkowitschetal2009.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Festschriften sind bisweilen eine schwierige Sache. Im schlechten Fall gleichen sie dem Gemischtwarenangebot eines durchschnittlichen bundesdeutschen Kaufhauses, ohne eigenes Profil und damit auch ohne nötige Prägnanz. Ganz anders dagegen der Band <em>Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens</em>, den Wolfgang Duchkowitsch, Fritz Hausjell, Horst Pöttker und Bernd Semrad anlässlich der Emeritierung von Wolfgang R. Langenbucher vorgelegt haben. Genauso wie der Jubilar hat auch dieser Band ein Programm: die Rehabilitierung der Kategorie der Persönlichkeit in der Journalismusforschung, nicht zuletzt mit dem Ziel, auch historische und kulturelle Dimensionen journalistischer Kommunikation sichtbar zu machen. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/800">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Carsten Brosda</em></p>
<p><a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/01/duchkowitschetal2009.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1978" title="duchkowitschetal2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2010/01/duchkowitschetal2009.jpg" alt="" width="160" height="240" /></a>Festschriften sind bisweilen eine schwierige Sache. Im schlechten Fall gleichen sie dem Gemischtwarenangebot eines durchschnittlichen bundesdeutschen Kaufhauses, ohne eigenes Profil und damit auch ohne nötige Prägnanz. Ganz anders dagegen der Band <em>Journalistische Persönlichkeit. Fall und Aufstieg eines Phänomens</em>, den Wolfgang Duchkowitsch, Fritz Hausjell, Horst Pöttker und Bernd Semrad anlässlich der Emeritierung von Wolfgang R. Langenbucher vorgelegt haben. Genauso wie der Jubilar hat auch dieser Band ein Programm: die Rehabilitierung der Kategorie der Persönlichkeit in der Journalismusforschung, nicht zuletzt mit dem Ziel, auch historische und kulturelle Dimensionen journalistischer Kommunikation sichtbar zu machen.</p>
<p>Nach der empirischen und erst recht nach der systemtheoretischen Wende der Kommunikationswissenschaft ist die Erörterung von Persönlichkeitskonzepten jahrzehntelang als unwissenschaftlich diskreditiert worden – zu schwer schien der Ballast der Dovifat&#8217;schen Ideologie, zu komplex die berufliche Wirklichkeit, um sie lediglich durch das Prisma des Einzelnen zu brechen. Stattdessen dominiert die nüchterne Sprache funktionalistischer Systemanalyse. Bestes Beispiel ist die zweite Auflage des Diskussionsbandes <a href="http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-33341-0/Theorien-des-Journalismus.html" target="_blank"><em>Theorien des Journalismus</em></a>, die Martin Löffelholz vor wenigen Jahren vorgelegt hat. Die aktuelle Langenbucher-Festschrift liest sich nun wie eine streitbare Ergänzung dieser theoretischen Engführung. Mit Verve plädieren die Herausgeber dafür, den Einzelnen und seine Leistungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Ihr Ausgangspunkt ist &#8220;die Einsicht, dass alle sozio-kulturelle Realität, auch die des Journalismus, letztlich aus subjektiv sinnhaften Handlungsweisen besteht, die sich zum Beispiel durch Vorbilder beeinflussen lassen&#8221;, schreiben Horst Pöttker und Bernd Semrad in der Einleitung (11).</p>
<p>Von dieser Überzeugung hat sich auch Wolfgang R. Langenbucher Zeit seines akademischen Lebens leiten lassen. Ob in der Mediator-Konzeption seiner Habilitationsschrift, in seinem Einsatz für die Diplom-Journalistik, in seinen Kanonisierungsvorschlägen journalistischer Leistungen oder in zahlreichen Plädoyers für Qualitätsjournalismus – immer richtete er sich in aufklärerischer Absicht an den handelnden Journalisten. An dieser Perspektive, der Ulrich Saxer in seinem Beitrag ein &#8220;erhebliches Anregungs- und auch Irritationspotenzial&#8221; (23) attestiert, arbeiten sich die Autorinnen und Autoren des Bandes ab. Hannes Haas sieht in seinem für das Buch zentralen Beitrag in der theoretischen Wiederbelebung einer auch individuell sensiblen Forschungsperspektive zu Recht die Chance, der allgemein konstatierten Medien- und Journalismuskrise eine Perspektive entgegenzusetzen, die zumindest Potenziale journalistischer Kommunikation nach wie vor zu benennen vermag.</p>
<p>Die meisten Autorinnen und Autoren begreifen das Persönlichkeitskonzept als notwendigen Beitrag zu einer Diversifizierung der Journalismusforschung und nähern sich seinen Fragestellungen vor sehr unterschiedlichen theoretischen Hintergründen. Ulrich Saxer plädiert dafür, den Persönlichkeitsansatz gerade vor dem Hintergrund des Individualisierungs- und Differenzierungstrends moderner Gesellschaften zu rehabilitieren. Walter Hömberg sieht vor allem in der Suche nach Vorbildern sowie in den entsprechenden biographischen Anstrengungen die notwendigen Voraussetzungen seiner Renaissance. Und Horst Pöttker spürt den handlungstheoretischen Grundlagen im Werk Otto Groths nach und übersetzt diese produktiv in Anforderungen an die heutige Journalistik.</p>
<p>Nach diesen einführenden fachhistorischen und -systematischen Texten folgen Artikel, die sich dem Konzept der journalistischen Persönlichkeit aus einem je spezifischen aktuellen Theorieblickwinkel nähern. Es würde den Rahmen sprengen, intensiver auf sie einzugehen, deswegen müssen kursorische Hinweise genügen: Thomas A. Bauer knüpft direkt an persönlichkeitstheoretische Erwägungen an, die zwischen einer individuellen, einer sozialen und einer kulturellen Dimension differenzieren. Irene Neverla und Wiebke Schoon sowie Roman Hummel bemühen jeweils die Soziologie Pierre Bourdieus, um Macht- respektive Reputationsfragen im Journalismus zu diskutieren. Petra Herczeg spürt der Bedeutung der journalistischen Persönlichkeit induktiv auf dem Weg der auch von Langenbucher so geschätzten Kanonbildung nach.</p>
<p>Einen weiteren Schwerpunkt bilden Auseinandersetzungen mit dem spezifischen Potenzial kommunikationsbiographischer Ansätze. Bedenkenswert ist neben der umfassenden Einführung durch Markus Behmer und Susanne Kinnebrock das rasante Plädoyer Christian Schwarzeneggers, der daran erinnert, dass sich eine biographische Journalismusforschung nicht bloß in exemplarischen Höhen aufhalten dürfe, sondern sich auch mit der Mühsal alltäglicher journalistischer Ebenen zu befassen habe. Er greift damit eine Hauptkritik am Persönlichkeitskonzept offensiv auf und schreibt sie ins Pflichtenheft einer persönlichkeitsorientierten Journalismusforschung.</p>
<p>Empirische Hinweise wiederum geben einige andere Aufsätze: Wolfgang R. Langenbucher plädiert dafür, journalistische Autobiographien in der Forschung stärker zu berücksichtigen; Barbara Pfetsch entdeckt insbesondere in den Kommentarspalten konservativer Tageszeitungen die Werke selbstbewusster journalistischer Persönlichkeiten, und Gunter Reus stellt in einer Befragung von Chefredakteuren fest, dass niemand von der Persönlichkeitskategorie lassen will, sondern alle sehr konkrete auch persönliche Erwartungen an ihre Redakteure haben.</p>
<p>Auch in den Porträts großer Journalistinnen und Journalisten finden sich konkrete empirische Anwendungen des Analyseansatzes: Wolfgang Duchkowitsch schreibt über die Macher eines Wiener Meinungsmagazins aus dem frühen 18. Jahrhundert, Susanne Kinnebrock über Anita Augspurg, Frank Stern über Ludwig Börne, Verena Blaum über Martha Gellhorn und Edgar Lersch über Hans Bausch. Darüber hinaus nehmen sich aus je unterschiedlichem Blickwinkel Julia Wippersberg und Klaus Siebenhaar die heutigen prominenten Alpha-Journalisten vor. Sie liefern lesenswerte Auseinandersetzungen mit der Prominenzfixierung und den Narzissmen des aktuellen Politikjournalismus. Alle diese Analysen zeigen eindringlich, dass eine kulturwissenschaftliche Beschäftigung mit dem Journalismus gegenüber der Praxis und ihren Problemen nicht nur sensibler, sondern auch hilfreicher und konkreter zu sein vermag. Bernd Semrad porträtiert Wolfgang R. Langenbucher folgerichtig ebenfalls als journalistische Persönlichkeit und entwirft an diesem Exempel die Grundzüge einer intellektualisierten Kommunikatorrolle, die auch für Wissenschaftler exemplarisch sein kann, die in den aktuellen Diskurs einzusteigen gedenken.</p>
<p>Den Abschluss des Bandes bildet eine performativ-praktische Plausibilisierung der zuvor theoretisch und empirisch beschriebenen Potenziale: Die Beiträge der bisherigen Inhaber der Theodor-Herzl-Dozentur (Herbert Riehl-Heyse, Margit Sprecher, Peter Huemer, Klaus Harpprecht, Luc Jochimsen und Sibylle Haman) für eine Poetik des Journalismus zeigen, zu welch reflexiven Leistungen über ihren eigenen Berufsstand journalistische Persönlichkeiten in der Lage sein können.</p>
<p>Nicht nur aufgrund dieser fulminanten Texte ist man nach der Lektüre des insgesamt lesenswerten und sorgfältig editierten Bandes geneigt, gemeinsam mit den Herausgebern nach dem Fall des Konzepts seinen neuerlichen Aufstieg nicht nur zu erwarten, sondern auch zu erhoffen. Barbara Pfetsch hat Recht, wenn sie resümiert: &#8220;Die Wiederbelebung eines altmodischen Gedankens trägt also zu einer höchst akuten Selbstbeobachtung und Selbstaufklärung der Gegenwartsgesellschaft bei.&#8221; (263) Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Konzept der journalistischen Persönlichkeit nicht bloß restauriert, sondern theoretisch auf der Höhe der Zeit rekonstruiert wird. Die Richtung, in die eine innovative Journalistik weiter zu denken hätte, weist dieser Sammelband.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://halemverlag.lookingintomedia.com/shop/product_info.php/products_id/163/XTCsid/da21c160f555ca559cc3e43350bb1659" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.univie.ac.at/publizistik/Duchkowitsch.htm" target="_blank">Webpräsenz von Wolfgang Duchkowitsch an der Universität Wien</a></li>
<li><a href="http://www.univie.ac.at/publizistik/Hausjell.htm" target="_blank">Webpräsenz von Fritz Hausjell an der Universität Wien</a></li>
<li><a href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-phil.-horst-pottker.html" target="_blank">Webpräsenz von Horst Pöttker an der TU Dortmund</a></li>
<li><a href="http://www.univie.ac.at/publizistik/Semrad.htm" target="_blank">Webpräsenz von Bernd Semrad an der Universität Wien</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Udo Göttlich; Stephan Porombka (Hrsg.): Die Zweideutigkeit der Unterhaltung</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/803</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/803#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 22:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Christoph Jacke</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1753" title="Göttlich2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/Göttlich2009.jpg" alt="Göttlich2009" width="160" height="240" />"Die Motive und Gründe für die Analyse Populärer Kultur, so vielfältig und verschieden sie zunächst erscheinen, speisen sich aus der gemeinsamen Erfahrung, dass die globale Kultur der Nachkriegszeit unmöglich noch mit der traditionellen Dichotomie von Kunst und Unterhaltung verstanden und begrifflich auf den Punkt gebracht werden kann." Aus diesem Grundbedürfnis nach neuen Theorien und Methoden zur Untersuchung von Popkultur, wie es im Vorwort des vorliegenden Sammelbandes beschrieben wird, leitet sich die jahrzehntelange Arbeit des Kulturwissenschaftlers Hans-Otto Hügel von der Universität Hildesheim ab. Diesem seit 1983 und bis dato immer noch einzigen Professor für Populäre Kultur in Deutschland gilt die vorliegende Festschrift. Deswegen erscheint das von den Herausgebern genannte Motto auch keinesfalls so antiquiert, wie es sich zunächst liest: Denn Hügel hat anerkanntermaßen und gemeinsam mit nur wenigen deutschsprachigen Wissenschaftlern (wie etwa Helmut Kreuzer, Werner Faulstich oder Winfried Fluck) bereits frühzeitig, und das heißt: schon vor über 25 Jahren, die Phänomene unserer zunehmend medialisierten Alltagskultur zum wissenschaftlichen Analysethema gemacht – und das ganz ohne kritischtheoretische Apokalyptik oder angloamerikanische Euphorik. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/803">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Christoph Jacke</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1753" title="Göttlich2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/Göttlich2009.jpg" alt="Göttlich2009" width="160" height="240" />&#8220;Die Motive und Gründe für die Analyse Populärer Kultur, so vielfältig und verschieden sie zunächst erscheinen, speisen sich aus der gemeinsamen Erfahrung, dass die globale Kultur der Nachkriegszeit unmöglich noch mit der traditionellen Dichotomie von Kunst und Unterhaltung verstanden und begrifflich auf den Punkt gebracht werden kann.&#8221; (9) Aus diesem Grundbedürfnis nach neuen Theorien und Methoden zur Untersuchung von Popkultur, wie es im Vorwort des vorliegenden Sammelbandes beschrieben wird, leitet sich die jahrzehntelange Arbeit des Kulturwissenschaftlers Hans-Otto Hügel von der Universität Hildesheim ab. Diesem seit 1983 und bis dato immer noch einzigen Professor für Populäre Kultur in Deutschland gilt die vorliegende Festschrift. Deswegen erscheint das von den Herausgebern genannte Motto auch keinesfalls so antiquiert, wie es sich zunächst liest: Denn Hügel hat anerkanntermaßen und gemeinsam mit nur wenigen deutschsprachigen Wissenschaftlern (wie etwa Helmut Kreuzer, Werner Faulstich oder Winfried Fluck) bereits frühzeitig, und das heißt: schon vor über 25 Jahren, die Phänomene unserer zunehmend medialisierten Alltagskultur zum wissenschaftlichen Analysethema gemacht – und das ganz ohne kritischtheoretische Apokalyptik oder angloamerikanische Euphorik.</p>
<p>Wie der Kultursoziologe Udo Göttlich und der Literatur- und Kulturjournalistik-Professor Stephan Porombka zu Recht konstatieren, beruhen Hügels Beobachtungen stets auf einem eigenen Weg, der zwar Frankfurter Schule, Cultural Studies und Medienkulturwissenschaft nicht außer Acht lässt, zugleich aber viel stärker als vor allem Letztere (wieder) an der Produktion und vor allem an dem Produkt und seinem Erscheinen beziehungsweise seiner Ästhetik interessiert ist. &#8220;In der Auseinandersetzung mit der Populären Kultur ist es das Artefakt in seiner ästhetischen Erscheinungsweise und eben nicht die alltagskulturelle Verwendungsweise, die Hügels ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht, und die ihn zu einer die Facetten der populären Artefakte in ihrer Vielfalt erfassenden und beschreibenden Forschung angeleitet hat.&#8221; (11) Der &#8220;Energiekern&#8221; (12) von Hügels Theorieüberlegungen wird von der Figur der zweideutigen Unterhaltung gebildet: &#8220;Unterhaltung verlangt, dass alles Dargebotene ganz echt und zugleich unecht ist. In dem Moment, in dem der Zuschauer sich für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden muss, kippt die Unterhaltung entweder in Zerstreuung, oder sie schlägt in Ernst um. Unterhaltung will (fast) ernstgenommen und (fast) bedeutungslos zugleich sein.&#8221; (Hügel 2007: 21)</p>
<p>Um diesen Kern herum bewegen sich auch die vorliegenden zwölf Beiträge, zu denen sich darüber hinaus die amüsante Verschriftlichung einer Autofahrt des <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">SZ</a>-Kolumnisten Christian Kortmann mit &#8220;HOH&#8221; (17) sowie eine Liste der Themengebiete der berühmten Quiz-Sendung &#8220;Der große Preis&#8221;, in der Hügel als Experte mindestens 32 Mal zugegen war, gesellen. Da der Kulturwissenschaftler seine universitären Beobachtungen immer als unmittelbar koppelbar an die Praxen Populärer Kultur erachtete und in dieser Hinsicht selbst für eine praxisgesättigte Theoriebildung wie auch für eine theoriemutige Praxis gestanden hat beziehungsweise steht, besitzt auch diese Aufreihung einen mehr als nur anekdotischen Charakter. Diese latente Verbindung, dieses ständige Mäandrieren zwischen vermeintlich voneinander getrennten Bereichen lässt Hügels Mentalität an die zahlreichen Vertreter der angloamerikanischen Cultural Studies erinnern, wobei sich der Hildesheimer Popkultur-Forscher eben gerade nicht nur aus deren Entwicklungen und Reflexionen auch im deutschsprachigen Raum erklären lässt (vgl. dazu kritisch Terkessidis 2006). Nein, Hügel und seine Ansätze sind keine Adepten oder Epigonen, sondern – so würde man im Pop augenzwinkernd sagen – ein Original.</p>
<p>Die eigentlichen Beiträge in den beiden Hauptkapiteln &#8220;Genrebilder&#8221; und &#8220;Zur Theorie Populärer Kultur und Unterhaltung&#8221; reichen – ähnlich weit gefächert wie Hügels eigene Studien – von exemplarischen Untersuchungen über die ästhetische Mehrdeutigkeit des Schauspielers Johnny Depp (Ingrid Tomkowiak) und Kochsendungen als populärer Fernsehunterhaltung (Stephen Lowry) zu Analysen über das Unsterblichwerden durch den frühen Tod von Rockstars (Felix Reisel/Jörg-Uwe Nieland) sowie der Popmusik der Neuen Deutschen Welle zwischen Affirmation und Kritik (Barbara Hornberger) bis hin zu grundlegenden Ausführungen über den Begriff der Unterhaltung und Ästhetik von (unter anderem) Stefan Krankenhagen (&#8220;Gelingendes und beschädigtes Leben. Die Theorie der Unterhaltung im Licht der Ästhetik Adornos&#8221;), Kaspar Maase (&#8220;Massenkünste und Massenängste. Aporien der modernen Unterhaltungskultur&#8221;) oder Eggo Müller (&#8220;Unterhaltung im Zeitalter der Konvergenz&#8221;).</p>
<p>Abgesehen von den Fortsetzungen und durchaus auch verhaltenen Kritiken an Hügels wichtigen Arbeiten seien vor allem die eher basalen Beiträge für die weitere Rezeption empfohlen, reihen sich diese doch ein in eine schon seit langem geführte Diskussion um eine Theorie der Unterhaltung, die eben weder in Kunst- noch in Massenkulturtheorie stecken bleibt (vgl. jüngst etwa Westerbarkey 2003, Shusterman 2006, Jacke 2009).</p>
<p>Einzig, dass die Herausgeber im Vorwort insbesondere die Medienwissenschaftler und Medienpädagogen ob deren Verachtung Populärer Kultur schelten und diesen Ausrutscher dann auch noch auf den Klappentext hieven, wirkt eher verwunderlich. Waren es doch gerade – im weitesten Sinne – Forschende aus diesen Feldern (neben den eingangs genannten etwa Dieter Baacke, Waldemar Vogelgesang und Ralf Vollbrecht), die schon seit Jahrzehnten Jugend-, Sub- und Popkulturen sowie deren Phänomene und Artefakte zu ihrem Fokus mach(t)en. Nicht zuletzt die deutsche &#8220;<a href="http://www.gfmedienwissenschaft.de/gfm/start/index.php" target="_blank">Gesellschaft für Medienwissenschaft</a>&#8221; zählt zu ihren Arbeitsgruppen unter anderem die Themen &#8220;<a href="http://www.gfmedienwissenschaft.de/gfm/ag_games/index.html" target="_blank">Games</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.gfmedienwissenschaft.de/gfm/ag_populaerkultur_und_medien/index.html" target="_blank">Populärkultur und Medien</a>&#8220;. Letztere Gruppe erfreut sich sogar der aktiven Mitgliedschaft des in der vorliegenden Festschrift Bejubelten. Diese Entwicklungen wie auch die jüngsten Diskussionen um popkulturwissenschaftliche und -journalistische Verortungen und Programme scheinen den Herausgebern zumindest nicht besonders gewichtig gewesen zu sein. Um den durchaus umstrittenen und oftmals vorschnell verurteilenden Medien- und Massenkommunikationsforscher Dieter Prokop in seiner für derartige Kritiken allerdings ausgesprochen zutreffenden Formulierung zu paraphrasieren: Schlechte Laune ist noch keine Kritik.</p>
<p>Insgesamt bleibt jedoch ein äußerst positiver Eindruck, da <em>Die Zweideutigkeit der Unterhaltung </em>mit Hans-Otto Hügel einen der wichtigsten deutschsprachigen und im positiven Sinne unnachgiebigen universitären Popkulturforscher in den Vordergrund rückt und dabei Ideen manifestiert, wie sie zuletzt vor allem in Hügels <em>Lob des Mainstream</em> (vgl. Hügel 2007) sowie im <em>Handbuch Populäre Kultur</em> (vgl. Hügel 2003), welches mittlerweile zum Standard-Nachschlagewerk (nicht nur) für Studierende zwischen Pop, Kultur und Medien geworden ist, erläutert worden sind. Somit feiert der Band vollkommen zu Recht eine bedeutende &#8220;[…] Position in der Auseinandersetzung mit der Populären Kultur, die ohne den deutschen Hintergrund kaum zu denken ist, die aber darauf angelegt ist, diesen Hintergrund selbst immer mit zu reflektieren.&#8221; (10)</p>
<p><em>Literatur</em>:</p>
<ul>
<li>Hügel, H.-O.: <em>Lob des Mainstreams. Zu Begriff und Geschichte von Unterhaltung und Populärer Kultur</em>. Köln [Herbert von Halem Verlag] 2007.</li>
<li>Jacke, C.: &#8220;Rektales Reinigungserlebnis. Unterhaltung und Medienkritik in Zeiten des latenten Als-ob.&#8221; In: Merten, K. (Hrsg.): <em>Konstruktion von Kommunikation in der Mediengesellschaft. Festschrift für Joachim Westerbarkey</em>. Wiesbaden [VS Verlag für Sozialwissenschaften] 2009, S. 175-194.</li>
<li>Shusterman, R.: &#8220;Unterhaltung: Eine Frage für die Ästhetik.&#8221; In: Jacke, C.; Kimminich, E.; Schmidt, S.J. (Hrsg.): <em>Kulturschutt. Über das Recycling von Theorien und Kulturen</em>. Bielefeld [Transcript Verlag] 2006, S. 70-96.</li>
<li>Terkessidis, M.: &#8220;Distanzierte Forscher und selbstreflexive Gegenstände. Zur Kritik der Cultural Studies in Deutschland.&#8221; In: Jacke, C.; Kimminich, E.; Schmidt, S.J. (Hrsg.): <em>Kulturschutt. Über das Recycling von Theorien und Kulturen</em>. Bielefeld [Transcript Verlag] 2006, S. 148-162.</li>
<li>Westerbarkey, J.: &#8220;Von allerley Kurzweyl oder vom wissenschaftlichen Umgang mit einem antiquierten Begriff.&#8221; In: Schmidt, S.J.; Westerbarkey, J.; Zurstiege, G. (Hrsg.): <em>a/effektive Kommunikation: Unterhaltung und Werbung</em>. 2. Auflage. Münster [LIT-Verlag] 2003, S. 13-24.</li>
</ul>
<p><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://halemverlag.lookingintomedia.com/shop/product_info.php/products_id/197/XTCsid/6ec7d57ef08b47b12855e678eae72b27" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li> <a href="http://www.uni-due.de/soziologie/goettlich.php" target="_blank">Webpräsenz von Udo Göttlich an der Universität Duisburg-Essen</a></li>
<li><a href="http://www.uni-hildesheim.de/de/7307.htm" target="_blank">Webpräsenz von Stephan Porombka an der Universität Hildesheim</a></li>
<li><a href="http://www.uni-hildesheim.de/de/23004.htm#" target="_blank">Webpräsenz von Hans-Otto Hügel an der Universität Hildesheim</a></li>
<li><a href="http://kw.uni-paderborn.de/institute-einrichtungen/institut-fuer-kunst-musik-textil/musik/pmm/team/prof-dr-christoph-jacke/" target="_blank">Webpräsenz von Christoph Jacke an der Universität Paderborn</a></li>
<li><a href="http://www.christophjacke.de/" target="_blank">persönliche Homepage von Christoph Jacke</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Urs Dahinden; Daniel Süss (Hrsg.): Medienrealitäten</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 14:48:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Festschrift]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenskluft]]></category>

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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Michael Jäckel</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-807" title="dahinden&#38;süss2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/dahindensüss2009.jpg" alt="dahinden&#38;süss2009" width="160" height="245" />Als Winfried Schulz Anfang der 1980er Jahre neben anderen Autoren eines Schwerpunktheftes der Fachzeitschrift "Publizistik" vom "Ausblick am Ende des Holzweges" sprach, meinte er unter anderem die Emanzipation von einer theoretischen Sichtweise, die empirisch nie gut belegt war, geschweige denn die wirklich dominante Perspektive auf die Wirkungen von Medien auf Gesellschaft darstellte: das Stimulus-Response-Modell. Zu diesem Zeitpunkt war Heinz Bonfadelli, dem der Sammelband <em>Medienrealitäten</em> anlässlich seines 60. Geburtstags gewidmet ist, gerade mit einer Arbeit zur "Sozialisationsperspektive in der Massenkommunikationswissenschaft" promoviert worden (1980) und hatte Erfahrungen während eines Forschungsaufenthalts an der Stanford University in Kalifornien sammeln können. In der Schweiz war er seit 1975 Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM), die sich 1974 konstituierte und Ulrich Saxer zu ihrem ersten Präsidenten wählte. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/622">[Mehr]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Michael Jäckel</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-807" title="dahinden&amp;süss2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/06/dahindensüss2009.jpg" alt="dahinden&amp;süss2009" width="160" height="245" />Als Winfried Schulz Anfang der 1980er Jahre neben anderen Autoren eines Schwerpunktheftes der Fachzeitschrift &#8220;Publizistik&#8221; vom &#8220;Ausblick am Ende des Holzweges&#8221; sprach, meinte er unter anderem die Emanzipation von einer theoretischen Sichtweise, die empirisch nie gut belegt war, geschweige denn die wirklich dominante Perspektive auf die Wirkungen von Medien auf Gesellschaft darstellte: das Stimulus-Response-Modell. Zu diesem Zeitpunkt war Heinz Bonfadelli, dem der Sammelband <em>Medienrealitäten </em>anlässlich seines 60. Geburtstags gewidmet ist, gerade mit einer Arbeit zur &#8220;Sozialisationsperspektive in der Massenkommunikationswissenschaft&#8221; promoviert worden (1980) und hatte Erfahrungen während eines Forschungsaufenthalts an der <a href="http://www.stanford.edu/" target="_blank">Stanford University</a> in Kalifornien sammeln können. In der Schweiz war er seit 1975 Mitglied der <a href="http://www.sgkm.ch/" target="_blank">Schweizerischen Gesellschaft für Kommunikations- und Medienwissenschaft (SGKM)</a>, die sich 1974 konstituierte und Ulrich Saxer zu ihrem ersten Präsidenten wählte.</p>
<p>Beim Aufbau einer Medien- und Kommunikationswissenschaft mit Thesen zu hausieren, die nach Bauernfängerart dem populären Urteil zusätzliche Unterstützung verleihen, galt ihm nicht nur als ungeeigneter, sondern vor allem als falscher und unbegründeter Weg. An die Stelle der &#8220;einen&#8221; Medienrealität setzte er, bestärkt durch die Erfahrungen mit dem Thema der Mediensozialisation, den Plural, weil Publika nicht schematisch reagieren, sondern Gesehenes, Gelesenes und Gehörtes vor ihrem Erfahrungshintergrund verarbeiten und den Inhalten Sinn zuschreiben. Kurzum: Es besteht kein Anlass, ausgerechnet Mediennutzung nicht als soziales Handeln zu betrachten. Für die Etablierung der Publizistikwissenschaft in der Schweiz war diese Aufforderung zur Differenzierung von großer Bedeutung, wie Urs Dahinden und Daniel Süss in ihrer Einleitung betonen. Noch bis Ende der 1990er Jahre konnte die Disziplin nur als Nebenfach gewählt werden. Heute sind die Rahmenbedingungen andere, stellt Gabriele Siegert in ihrer Würdigung fest (der Beitrag hätte an den Anfang des Bandes gehört, weil im Text selbst auch von einem Vorwort die Rede ist) und hebt Bonfadellis Beitrag zur Etablierung des Fachs nachdrücklich hervor. Dass man dicke Bretter langsam bohren muss, gilt nicht nur für &#8220;Politik als Beruf&#8221; (Max Weber), sondern auch für den Versuch, Kommunikationswissenschaft praxisfähig zu machen. Das Jonglieren zwischen Nähe und Distanz prägte verschiedene medienbezogene Begleitforschungen in der Schweiz, es spielte eine vermittelnde Rolle im Konflikt zwischen politischer und technologischer Rationalität. So führte die &#8220;Begleitforschung zu den lokalen Rundfunkversuchen in der Schweiz […] immerhin zur Aufhebung der sachwidrigen technischen Beschränkung der lokalen Sendegebiete auf einen maximalen Durchmesser von 20 km&#8221; (169), erinnert sich Ulrich Saxer.</p>
<p>Heinz Bonfadelli hat an diesen &#8220;kleinen Erfolgen&#8221; behutsam und sachlich mitgewirkt, wohl auch aus der Einsicht heraus, dass die &#8220;großen Erfolge&#8221; häufig nicht-intendierte Nachwirkungen mit sich bringen, die den Sachwaltern der vermeintlich besten Lösung als Bumerang um die Ohren fliegen können. Er legt, so Gabriele Siegert, eben &#8220;Wert auf konsensorientierte Entscheidungen, wann immer sie möglich sind&#8221; (203), und agiert dabei auf der &#8220;Basis profunder Kenntnisse&#8221; (ebd.). Das schlägt sich in seinen Arbeiten zum Umgang der jungen Generationen mit Medienangeboten und den Implikationen für den Jugendmedienschutz ebenso nieder (vgl. den Beitrag von Süss/Wieler) wie in der Analyse des großen Themas &#8220;Medien und Integration&#8221;, was sich im weiteren Sinne an der Wissenskluft-Forschung (vgl. den Beitrag von Wirth/Kühne), im engeren Sinne an der Rolle der Medienberichterstattung für gelingende Inklusion von Migranten zeigen lässt (vgl. die Beiträge von Bucher/Piga sowie Moser/Hermann/Hanetseder). Bonfadelli hat sich des Weiteren mit dem schwierigen Verhältnis von Wissenschaft und Medien befasst: Themen, die angesichts ihrer Brisanz eigentlich eine Dauerbeobachtung erforderlich machen, können dabei Opfer verschiedener Aufmerksamkeitszyklen werden. Das gilt für die Wissenschafts- und Risikokommunikation und die Gesundheitskommunikation im Besonderen (vgl. den Beitrag von Dahinden/Schanne), aber auch für Politikrealitäten bzw. für all das, was dazugehören soll (vgl. den Beitrag von Donges/Jarren). Umso wichtiger erscheint die Auseinandersetzung mit den Idealvorstellungen und den Realitäten des Publikums, das als sozialer Akteur viele Gesichter hat (vgl. die Beiträge von Wyss sowie &#8211; eher aus dem Blickfeld der praktischen Medienforschung &#8211; von Amschler/Dähler) und seine mehr oder weniger begründeten Urteile über Fragen von gesellschaftlicher Relevanz aus unterschiedlichsten Quellen fundiert. Nicht nur das Medienangebot lässt sich nach qualitativen Maßstäben differenzieren, auch Personen, die zwecks Einschätzung der Inhalte konsultiert werden, was Schenk, Jers und Tschörtner in ihrem Beitrag zur Entwicklung des Meinungsführer-Konzepts zeigen. Wissensklüfte ergeben sich eben nicht nur aus unterschiedlichen Nutzungen der Medienangebote, auch jene, die eigentlich die Voraussetzungen für profunde Ratschläge nicht erfüllen, versuchen offensichtlich ihren Einfluss geltend zu machen. Das bessere Argument hat es unter solchen Bedingungen zweifelsohne nicht leicht.</p>
<p>Der Sammelband anlässlich des Jubiläums von Heinz Bonfadelli spiegelt sein Engagement für die Etablierung des Fachs in der Schweiz und international wider. Den Hut wird er noch lange nicht nehmen, auch, weil er meines Wissens keinen trägt. Wie sich &#8220;hölzerne Argumente&#8221; spalten lassen, wird er auch weiterhin vorleben. Mit Friedrich Schiller könnte man auch sagen: &#8220;Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.&#8221;</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641685&amp;WKorbUID=199761236&amp;TITZIF=2296&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.ipmz.uzh.ch/de/abteilungen/medienrealitaet/home.html" target="_blank">Webpräsenz der Abteilung &#8220;Medienrealität &amp; Medienwirkung&#8221; am Zürcher IPMZ</a></li>
<li><a href="http://www.uni-trier.de/index.php?id=9421" target="_blank">Webpräsenz von Michael Jäckel an der Universität Trier</a></li>
</ul>
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