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Thomas Horky; Thorsten Schauerte; Jürgen Schwier; DFJV (Hrsg.): Sportjournalismus

Einzelrezension | 27. April 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Thomas Horky; Thorsten Schauerte; Jürgen Schwier; Deutscher Fachjournalistenverband (Hrsg.): Sportjournalismus. Reihe: Praktischer Journalismus, Band 86. Konstanz [UVK] 2009, 326 Seiten, 29,99 Euro.

Rezensiert von Daniel Nölleke

Die Herausgeber des Sammelbandes Sportjournalismus versuchen sich an der eierlegenden Wollmilchsau. Übertragen auf den (Fußball-)Sport heißt das: Das Ziel des Bandes ist in etwa so hehr wie das Bestreben, einen talentierten Fußballer zu einem wuchtigen und kopfballstarken Strafraumstürmer zu trainieren, der das Spiel dribbelstark und kreativ lenkt, dabei zweikampfstark in der Abwehr agiert und stets als Führungs- spieler vorangeht. Für den 326 Seiten starken Band zeigt sich dieses Anliegen in der Heterogenität der Inhalte: Das Verhältnis von Sport und Medien wird theoretisch verortet, empirisch vermessen und praxisorientiert abgesteckt; der Prozess der sportjournalistischen Kommunikation wird von der Recherche bis zur Rezeption modelliert; wissenschaftliche und praktische Perspektiven werden integriert; unterschiedliche Strukturelemente wie Organisationen und Rollen fokussiert. Aber: Ist all dies in einem Band zu leisten? Kurz gesagt: Der Band ist nicht in allen Bereichen Champions-League-tauglich. [Mehr]

Populäre Kultur und Medien

Sammelrezension | 16. Februar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Christoph Jacke; Jens Ruchatz; Martin Zierold (Hrsg.): Pop, Populäres und Theorien. Forschungsansätze und Perspektiven zu einem prekären Verhältnis in der Medienkulturgesellschaft. Reihe: Populäre Kultur und Medien, Band 2. Münster [LIT Verlag] 2011, 240 Seiten, 24,90 Euro.

Christoph Jacke: Einführung in Populäre Musik und Medien. Reihe: Populäre Kultur und Medien, Band 1. Münster [LIT Verlag] 2009, 326 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Merle-Marie Kruse

“Obwohl wir von populärer Kultur und Medien geprägt sind und diese zugleich ständig prägen, gibt es im deutschsprachigen Wissenschaftsraum nur wenige dezidierte, systematische und explizite Untersuchungen dieser Zusammenhänge. Noch immer stehen wir am Anfang der Analyse und Kritik populärer Kultur und ihrer medialen Formen”, heißt es zur Reihe “Populäre Kultur und Medien“ im LIT-Verlag, deren Herausgeber Christoph Jacke und Martin Zierold gleichzeitig Gründer der „AG Populärkultur und Medien“ innerhalb der „Gesellschaft für Medienwissenschaft“ (GfM) sind. Dem Desiderat einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Aspekten medienvermittelter populärkultureller Phänomene nehmen sich die Bände 1 und 2 der besagten Reihe an: Christoph Jackes Einführung in Populäre Musik und Medien fokussiert aus einer medienkulturwissenschaftlichen Perspektive den Bereich Popmusik als „Herzstück[s]“ (12) der Popkultur und streift dabei ganz unterschiedliche Themenfelder. Der von Christoph Jacke, Jens Ruchatz und Martin Zierold herausgegebene Tagungsband Pop, Populäres und Theorien enthält Diskussionsbeiträge und gegenstandsbezogene Beispiele zur Bedeutung wissenschaftlicher Theorien für die Erforschung populärer Kultur. [Mehr]

Franzisca Weder: Organisationskommunikation und PR

Einzelrezension | 30. September 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Franzisca Weder: Organisationskommunikation und PR. Reihe: UTB, Band 3308. Wien [facultas.wuv] 2009, 224 Seiten, 18,90 Euro.

Rezensiert von Pascal Christoph Tanner

Mit dem Band Organisationskommu- nikation und PR legt Franzisca Weder eine Einführung in das Wissensgebiet der Organisationskommunikation vor. Ihr erklärtes Ziel ist es, dem Leser in acht Kapiteln ein “umfassendes Verständnis eines zunehmend wichtigen sozialwissenschaftlichen Forschungs- bereichs” zu vermitteln. Die Autorin definiert den Begriff Organisations- kommunikation umfassend, wie es im deutschen Sprachraum inzwischen auch üblich geworden ist. Sie zählt die klassischen Tätigkeitsfelder (Pressearbeit, Marketing und Werbung) dazu, aber auch die interne Kommunikation und alle Formen der Kommunikation über Organisationen. Definiert wird Organisationskommunikation von Weder in diesem umfassenden Sinne als soziales Handeln im Bezug auf einen strukturellen Kontext. Um dieses spezifische soziale Handeln besser verstehen und erklären zu können, greift die Klagenfurter Hochschuldozentin auf Erkenntnisse der Kommunikations- und der Wirtschaftswissenschaften zurück; diese werden in eine übergreifende sozialwissenschaftlichen Perspektive gerückt. [Mehr]

Jule Philippi; Michael Tewes: Basiswissen Generative Grammatik

Einzelrezension | 9. August 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Jule Philippi; Michael Tewes: Basiswissen Generative Grammatik. Reihe: UTB, Band 3317. Göttingen [Vandenhoeck & Ruprecht] 2010, 319 Seiten, 19,90 Euro.

Rezensiert von Kevin Ch. Masalon

Das Lehrbuch Basiswissen Generative Grammatik scheint auf den ersten Blick mit seinen mehr als 300 Seiten über ein Grundlagenwissen mit prägnantem Einführungscharakter hinauszugehen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn um das abstrakte Modelldenken Noam Chomskys nachvollziehen zu können, bedarf es neben einer Darstellung seiner Spracherwerbstheorie eben jener logisch aufeinander aufbauenden kleinen Schritte, nach denen das Buch strukturiert ist. Dieser entscheidende Vorteil unterscheidet es von kürzeren Einführungen, wie beispielsweise der Einführung in die Syntax von Karl-Heinz Ramers, in deren Mittelpunkt ebenfalls die Ansätze der Generativen Grammatik stehen, dort jedoch wegen zu knapper Erläuterungen und des bescheidenen Beispielmaterials schwierig nachzuvollziehen sind. [Mehr]

Marcel Danesi; Andrea Rocci: Global Linguistics

Einzelrezension | 14. Mai 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Marcel Danesi; Andrea Rocci: Global Linguistics: An Introduction. Berlin, New York [Mouton de Gruyter] 2009, 270 Seiten, gebunden 99,95 Euro, Paperback 34,95 Euro.

Rezensiert von Anna Osterhus

“Global Village”, “Global Language”, “Global Koiné”,”Global Linguistics” – Der kürzlich bei Mouton de Gruyter in der Reihe “Approaches to Applied Semiotics” erschienene Band geizt nicht mit weitreichenden Begriffen. So beginnt auch der im Vorwort als Einführungslektüre vor allem für Studierende und den universitären Basisunterricht vorgestellte Band mit keinem geringeren Thema als der Entstehung und Entwicklung des homo sapiens. Kommunikation und Sprache werden beinahe überdeutlich als wesentliche Entwicklungsmerkmale des Menschen “as a species dependent on culture (and not just nature)” eingeführt und sogleich mit der für das Buch zentralen Vorstellung eines durch Massentechnologien ermöglichten Global Village – sprachlich geprägt durch die Global Koiné Englisch – verbunden. Die Etablierung des neuen Forschungsbereichs Global Linguistics als das erklärte Ziel der Autoren droht vor allem anfänglich zu einem Mammutprojekt anzuwachsen, dem ein knapp 270 Seiten umfassender Band nicht gerecht zu werden scheint. [Mehr]

Carina Jasmin Englert; Michael Roslon: Design (be)deutet die Welt

Einzelrezension | 12. Mai 2010 | Redaktion | 2 Kommentare »
Carina Jasmin Englert; Michael Roslon: Design (be)deutet die Welt. Ein Wegweiser durch die Kommunikationswissenschaft für DesignerInnen. Essen [Verlag hellblau] 2010, 143 Seiten, 14,90 Euro.

Rezensiert von Michael Erlhoff

An und für sich basiert dieses Buch auf einigen ganz klugen Gedanken: Es versteht sich als ‘Lehrbuch’, und das macht Sinn im Design, wo es noch nicht so viele solcher Bücher gibt. Gleichwohl wäre im Vorwort zumindest der Hinweis darauf wichtig gewesen, die grundsätzliche Dimension solcher Lehrbücher zu erläutern, dass es nämlich auch für Studierende keineswegs ausreicht, nur diese zu lesen. Sodann ist klug an diesem Buch, dass es die wichtigen theoretischen Diskurse der Kommunikationswissenschaft und deren Nutzen für das Design aufzeigen möchte, und dass hier ein breiter Begriff von Kommunikation zu Grunde gelegt ist, der eben auch Objekte und soziale Prozesse und dergleichen einbezieht. [Mehr]

Hans-Joachim Backe: Strukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel

Einzelrezension | 27. April 2010 | Redaktion | 2 Kommentare »
Hans-Joachim Backe: Strukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel. Eine typologische Einführung. Würzburg [Königshausen & Neumann] 2008, 448 Seiten, 48,&ndash Euro.

Rezensiert von Britta Neitzel

Hans-Joachim Backe ordnet seine Untersuchung selbst in eine zweite Generation von Arbeiten ein, die die Erkenntnisse der Computerspielforschung kritisch evaluieren, um zu einer systematischen Beschreibung zu kommen. Ein sinnvolles Vorhaben, da wohl kaum eine Forschungsrichtung in den letzten Jahren einen solchen Boom erlebt hat wie die Game Studies. War eine Computerspielforschung vor zehn Jahren noch nicht vorhanden und die Forschungslage vor fünf Jahren noch übersichtlich, so sprießen heute die Veröffentlichungen international wie auch national aus dem Boden – oftmals leider ohne hinreichende Bezugnahme aufeinander. Eine Systematisierung tut also not. Dass Backe sich dabei auf die Frage nach der Erzählung im Computerspiel konzentrieren will, scheint ebenfalls sinnvoll, da diese Frage den Beginn der Computerspielforschung markiert und ausreichend Material vorhanden ist, auf dem sich aufbauen lässt. Backe möchte Computerspiele in ihrer Verbindung von Spiel und Erzählung beschreiben und klassifizieren – konkret: er möchte die spielerischen Funktionen von Geschichten innerhalb von Computerspielen erläutern und ein umfassendes Strukturmodell vorlegen. [Mehr]

Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung

Einzelrezension | 20. April 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung. Hamburg [Junius Verlag] 2009, 229 Seiten, 14,90 Euro.

Rezensiert von Jens Schröter

Peter Geimer ist ein schönes Buch gelungen. Es soll eine Einführung in die vielfältigen Theorien der Fotografie geben. Schon im 19. Jahrhundert stimulierte das damals neue Phänomen eines technischen Bildes, in dem sich “die Natur selbst zu zeichnen scheint” – so ein früher Gedanke zur Fotografie – eine lebhafte Diskussion, die (zum Teil durch technische und kulturelle Verschiebungen angefacht) bis in die Gegenwart andauert. Daher gibt es einen umfangreichen Bestand an Literatur zur Geschichte, Theorie und Ästhetik der Fotografie. Gerade in den letzten Jahren sind im deutschen Sprachraum eine Reihe wichtiger und vielbeachteter Anthologien erschienen: So etwa die beiden von Herta Wolf herausgegebenen Bände Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, der vierte Band der ursprünglich von Wolfgang Kemp edierten Reihe Theorie der Fotografie und nicht zuletzt Geimers eigener Sammelband Ordnungen der Sichtbarkeit. Auch im anglo-amerikanischen Sprachraum sind in den letzten Jahren neue Sammelbände zur Theorie der Fotografie erschienen, so zum Beispiel der von James Elkins herausgegebene Band Photography Theory. [Mehr]

Frank Fechner; Axel Wössner: Journalistenrecht

Einzelrezension | 13. April 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Frank Fechner; Axel Wössner: Journalistenrecht. 40 brisante Fragen aus dem journalistischen Alltag. Tübingen [Mohr Siebeck] 2009, 200 Seiten, 19,&ndash Euro.

Rezensiert von Udo Branahl

Unter dem Titel “Journalistenrecht” haben Frank Fechner und Axel Wössner einen Text vorgelegt, der “40 brisante Fragen aus dem journalistischen Alltag” beantworten soll. Die Fragen reichen von der Themenfindung über Recherche und Veröffentlichung bis zum Wiederaufgreifen eines Themas. Ihre Auswahl beruht auf einer Umfrage der Autoren unter “Print-, Rundfunk- und Online-Journalisten”. Sie sind dementsprechend auf die Bedürfnisse von journalistischen Praktikern gut abgestimmt. Die Autoren beanspruchen, diese Fragen “praxistauglich, medienübergreifend und wissenschaftlich fundiert” zu erörtern. Nach der Lektüre soll der Journalist “für ein Gespräch mit einem Juristen gut gerüstet sein”. [Mehr]

Søren Kjørup: Semiotik

Einzelrezension | 9. April 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Søren Kjørup: Semiotik. Aus dem Dänischen von Elisabeth Bense. Reihe: UTB Profile. München [Wilhelm Fink Verlag] 2009, 84 Seiten, 9,90 Euro.

Rezensiert von Guido Ipsen

Die Semiotik als Wissenschaft, Institution und philosophische Tradition verfügt über eine nicht unerhebliche Einführungs- und Übersichtsliteratur. Einige hervorstechende (im Sinne der Bedeutung) wie auch – seltener – hervorragende (im Sinne der Qualität) Werke gehören dazu. Im deutschsprachigen Raum dürfte das Handbuch der Semiotik von Winfried Nöth heute die wichtigste und qualitativ beste Einführung präsentieren. Vor dem Hintergrund der langen Entwicklungs-geschichte der Semiotik erscheint Semiotik von Søren Kjørup. 66 Textseiten, gefolgt von einem Glossar von 60 Begriffen und 30 Titeln Bibliografie sowie einem dreiseitigen Index, machen das Buch aus. Was kann man davon erwarten? [Mehr]