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Stephan Eisel: Internet und Demokratie

Einzelrezension | 4. Mai 2012 | Redaktion | 5 Kommentare »
Stephan Eisel: Internet und Demokratie. Freiburg [Herder Verlag] 2011, 360 Seiten, 15,- Euro.

Rezensiert von Martin Emmer

Potenzielle Leser dieses Buchs sollten sich von Anfang an im Klaren darüber sein, dass das zu Beginn formulierte Ziel dieses Buchs, einen “nüchterne(n) Blick auf die Chancen und Gefahren” des Internets zu werfen, nicht einmal ansatzweise eingelöst wird. Das Buch sollte eher gelesen werden als ein exemplarisches Panorama der Ratlosigkeit und der Ängste großer Teile der etablierten politischen Klasse im Umgang mit der Digitalisierung unserer Gesell- schaft, insbesondere des konservativen Lagers – und als solches hat es durchaus Informationswert. Der Leser wird Zeuge wie der Autor – langjähriges Mitglied und Mitarbeiter von CDU, Konrad-Adenauer-Stiftung und Deutschem Bundestag – über dreihundert Seiten versucht, seine kognitive Dissonanz im Umgang mit digitalen Medien zu bewältigen. Dabei nimmt er wenig Rücksicht auf die breite Faktenlage, eine widerspruchsfreie Argumentation oder ordentliche Quellenarbeit, wenn er sich und die Leser ständig entweder der Irrelevanz und Wirkungslosigkeit oder der dramatischen Gefährlichkeit ‘des Internets’ für den politischen Prozess versichern muss. [Mehr]

Ralf Hohlfeld; Philipp Müller; Annekathrin Richter; Franziska Zacher (Hrsg.): Crossmedia

Einzelrezension | 14. August 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Ralf Hohlfeld; Philipp Müller; Annekathrin Richter; Franziska Zacher (Hrsg.): Crossmedia. Wer bleibt auf der Strecke?. Reihe: PSK - Passauer Schriften zur Kommunikationswissenschaft, Band 1. Berlin [2010] LIT Verlag, 352 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Ilona Wuschig

Ausgerechnet in Passau, einem Städtchen in geografischer Randlage, Medientage abzuhalten, klänge nach einem Widerspruch in sich – schreibt im Vorfeld Ralf Hohlfeld, Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikations- wissenschaften an der dortigen Universität, und Mitherausgeber des vorliegenden Sammelbands. Ein etwas schräger Einstieg in ein Buch, das den Titel Crossmedia trägt. Denn Crossmedia – das hat etwas mit Digitalisierung und Web, mit Computern und Netbooks, mit Smartphones und Tablets zu tun; mit all den netten Dingen, Gadgets und Devices (um im Slang der Kenner zu bleiben), die eines gemeinsam haben: Sie machen uns immer unabhängiger von dem Ort, an dem wir leben. Sie vernetzen New York und Berlin, genauso wie Potsdam, Peseckendorf, Pirmasens – und Passau. [Mehr]

Mathias J. Ringler: Die Digitalisierung Hollywoods

Einzelrezension, Rezensionen | 14. Oktober 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Mathias J. Ringler: Die Digitalisierung Hollywoods. Zu Kohärenz von Ökonomie, Technik- und Ästhetikgeschichte und der Rolle von Industrial Light & Magic. Konstanz [UVK] 2009, 188 Seiten, 24,- Euro.

Rezensiert von Oliver Fahle

Film ist längst nicht mehr nur analog, sondern auch digital. Diese Behauptung wird in den letzten Jahren mit ihren Auswirkungen auf Herstellung, Verbreitung und Ästhetik des Films zunehmend diskutiert. Im Zentrum stehen dabei vor allem die Produktionen Hollywoods, die diesen Prozess spektakulär, oft mit Verweis auf die neuesten technischen Möglichkeiten, ausstellen und vermarkten. Die Konzentration der Arbeit Mathias J. Ringlers gilt der Digitalisierung Hollywoods und hier besonders der Rolle von Industrial Light & Magic (ILM), des Post Houses (Firmen, die sich auf digitale Effekte spezialisiert haben) von Georg Lucas, das als Wegbereiter der Digitalisierung untersucht wird. Ziel des Autors ist es dabei “zu klären, unter welchen historisch-ökonomischen Bedingungen die Digitalisierung entstehen konnte und ihre Auswirkungen auf die Filmindustrie Hollywoods zu analysieren”. [Mehr]

Christoph Meißelbach: Web 2.0 – Demokratie 3.0?

Einzelrezension | 17. August 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Christoph Meißelbach: Web 2.0 - Demokratie 3.0? Demokratische Potentiale des Internets. Reihe: medien SKRIPTEN, Band 55. Baden-Baden [Nomos] 2009, 148 Seiten, 20,- Euro.

Rezensiert von Christoph Bieber

Der Ende 2009 erschienene Band mit dem zahlenspielerischen Titel Web 2.0 – Demokratie 3.0? versucht sich an einer schwierigen Aufgabe. Auf gerade mal 126 Seiten (zuzüglich eines 20-seitigen Literaturverzeichnisses) setzt sich der Autor mit demokratischen Potenzialen des Internets auseinander, stellt dabei die technologischen Grundlagen der “GKI” (der Globalen Kommunikations-Infrastruktur) vor, strukturiert den Gegenstand entlang politik- wissenschaftlicher und soziologischer Großtheorien, evaluiert Theorie und Empirie der digitalen Demokratie und wagt unter der etwas bemüht klingenden Überschrift “Politische Software – Es sind Updates verfügbar!” auch noch einen Ausblick in die Zukunft der politschen Online-Nutzung. [Mehr]

Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung

Einzelrezension | 20. April 2010 | Redaktion | Keine Kommentare »
Peter Geimer: Theorien der Fotografie zur Einführung. Hamburg [Junius Verlag] 2009, 229 Seiten, 14,90 Euro.

Rezensiert von Jens Schröter

Peter Geimer ist ein schönes Buch gelungen. Es soll eine Einführung in die vielfältigen Theorien der Fotografie geben. Schon im 19. Jahrhundert stimulierte das damals neue Phänomen eines technischen Bildes, in dem sich “die Natur selbst zu zeichnen scheint” – so ein früher Gedanke zur Fotografie – eine lebhafte Diskussion, die (zum Teil durch technische und kulturelle Verschiebungen angefacht) bis in die Gegenwart andauert. Daher gibt es einen umfangreichen Bestand an Literatur zur Geschichte, Theorie und Ästhetik der Fotografie. Gerade in den letzten Jahren sind im deutschen Sprachraum eine Reihe wichtiger und vielbeachteter Anthologien erschienen: So etwa die beiden von Herta Wolf herausgegebenen Bände Fotokritik am Ende des fotografischen Zeitalters, der vierte Band der ursprünglich von Wolfgang Kemp edierten Reihe Theorie der Fotografie und nicht zuletzt Geimers eigener Sammelband Ordnungen der Sichtbarkeit. Auch im anglo-amerikanischen Sprachraum sind in den letzten Jahren neue Sammelbände zur Theorie der Fotografie erschienen, so zum Beispiel der von James Elkins herausgegebene Band Photography Theory. [Mehr]

Birgit Stark; Melanie Magin (Hrsg.): Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch

Einzelrezension | 6. Februar 2010 | Redaktion | 1 Kommentar »
Birgit Stark; Melanie Magin (Hrsg.): Die österreichische Medienlandschaft im Umbruch. Reihe: relation, N.F., Band 3. Wien [Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften] 2009, 360 Seiten, 23,60 Euro.

Rezensiert von Matthias Künzler

Gratiszeitungen, Internet oder die Entstehung von “Newsrooms” sind internationale Trends, die für alle europäischen Mediensysteme eine Herausforderung darstellen. Nur zu oft mangelt es jedoch an Länderstudien, die solche Entwicklungen und ihre Folgen für ein bestimmtes Mediensystem empirisch analysieren. Aus diesem Grunde ist es begrüßenswert, dass sich der dritte Band der neuen Reihe von “Relation” der Veränderung der österreichischen Medienlandschaft widmet. Die beiden Herausgeberinnen Birgit Stark und Melanie Magin – beide an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien tätig – wollen damit einerseits die Forschungslücke einer “aktuelle[n] und übergreifende[n] Zusammenschau von Forschungsergebnissen für Österreich” schließen und andererseits “das Spannungsverhältnis zwischen historisch gewachsenen Strukturen des Landes und globalen Veränderungen der Medienlandschaft […] beschreiben”. Um es an dieser Stelle gleich vorweg zu nehmen: Dieses wichtige und zugleich ambitionierte Unterfangen ist gelungen! [Mehr]

Dörte Hein: Erinnerungskulturen online

Einzelrezension | 15. Oktober 2009 | Redaktion | 1 Kommentar »
Dörte Hein: Erinnerungskulturen online. Angebote, Kommunikatoren und Nutzer von Websites zu Nationalsozialismus und Holocaust. Konstanz [UVK] 2009, 294 Seiten, 29,– Euro.

Rezensiert von Erik Meyer

hein2009Im deutschsprachigen Raum stellt “Erinnerungskultur” einen nach wie vor expandierenden Fokus der historiografisch-kulturwissenschaftlichen Forschung dar. Insbesondere im Zusammenhang mit der medialen Repräsentation von Vergangenheit werden fortlaufend Studien vorgelegt, und nach den audio-visuellen Massenmedien richtet sich das empirische Interesse nun auf Formate der Online-Kommunikation, wie sie sich im World Wide Web vollzieht. Im gedächtnistheoretischen Diskurs wurde die Digitalisierung bislang primär unter dem Gesichtspunkt ihrer Konsequenzen für Archivierung und Speicherung behandelt, die eine Krise des Gedächtnisses evozieren würden. Die Folgen für die Verbreitung erinnerungskulturell einschlägiger Inhalte wurden zunächst vor allem praxisbezogen etwa am Beispiel von als Lehrmittel konzipierten CD-ROMs reflektiert. [Mehr]