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	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Bücher</title>
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	<description>Rezensionen aus den Bereich Kommunikation und Medien</description>
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		<title>Wissenschaftliches Publizieren im Online-Zeitalter</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 15:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<img class="aligncenter size-full wp-image-1603" title="bücher" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/10/bücher.jpg" alt="bücher" width="450" height="273" />Das Internet übt auf unsere Gesellschaft einen Einfluss aus, der weit über das bequeme Bestellen eines Buches oder das schnelle Sichten der Nachrichtenlage hinausgeht. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Feld bestimmen Computer und Internet in einem immer stärkeren Maße, wie wir unseren Alltag organisieren, mit anderen kommunizieren und zusammenarbeiten. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/1595">[Mehr]</a>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-1603" title="bücher" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/10/bücher.jpg" alt="bücher" width="450" height="273" />Das Internet übt auf unsere Gesellschaft einen Einfluss aus, der weit über das bequeme Bestellen eines Buches oder das schnelle Sichten der Nachrichtenlage hinausgeht. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Feld bestimmen Computer und Internet in einem immer stärkeren Maße, wie wir unseren Alltag organisieren, mit anderen kommunizieren und zusammenarbeiten.</p>
<p>Das wissenschaftliche Arbeiten und Publizieren ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Nicht nur ist es für viele Wissenschaftler heutzutage selbstverständlich, bei ihren Recherche- und Schreibarbeiten auf einen Computer und das Internet zurückzugreifen; auch ist es inzwischen insbesondere in den Naturwissenschaften immer öfter üblich, neueste Forschungsergebnisse online zu publizieren.</p>
<p>Dieser Umstand bringt auf der einen Seite eine Vielzahl von Möglichkeiten mit sich, die noch vor einer Forschergeneration nahezu undenkbar gewesen sind – man denke etwa an die Chance zu neuartigen Formen des kollaborativen Schreibens und Publizierens. Auf der anderen Seite stellt das Internet sowohl die Verlagsbranche als auch die wissenschaftlichen Akteure vor Herausforderungen, deren Ausmaße Herbert von Halem am vergangenen Montag auf der Premierenfeier von &#8220;r:k:m&#8221; im <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/index.html" target="_blank">Essener Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI)</a> mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierte.</p>
<p><em>Dass</em> das Internet einen Bedeutungswandel des wissenschaftlichen Arbeitens und Publizierens impliziert – darüber bestand zwischen den Diskutanten einhelliger Konsens. <em>Wie </em>sich dieser konkret auswirkt, wurde hingegen ebenso unterschiedlich beurteilt wie die Frage, in welcher Weise der Eintritt der digitalen Medien in das Feld der Wissenschaft insgesamt zu bewerten ist.</p>
<p><a href="http://www.uni-due.de/kowi/Eschbach.shtml" target="_blank">Achim Eschbach </a>(Professor für Semiotik an der Universität Duisburg-Essen) hob hervor, dass der Wissensspeicher des Internets besonders in Bezug auf Recherchearbeiten enorme zeitökonomische Vorteile mit sich bringe. Zugleich wies er darauf hin, dass die Wissenschaft auch im Internetzeitalter etablierte Qualitätsansprüche bewahren müsse. So sei es nach wie vor notwendig, klassische Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens an die Studierenden zu vermitteln.</p>
<p>Demgegenüber erörterte <a href="http://www.kwi-nrw.de/home/profil-cleggewie.html" target="_blank">Claus Leggewie</a> (Direktor des KWI), inwieweit die im Online-Zeitalter weit verbreitete Erwartung, permanent erreichbar zu sein, die von Achim Eschbach aufgeführten zeitökonomischen Vorteile in vielerlei Hinsicht aufwögen. Gleichwohl äußerte Leggewie den Wunsch, dass das Internet nunmehr auch die geisteswissenschaftlichen Disziplinen dazu animieren würde, in ähnlicher Weise von den interaktiven Möglichkeiten des World Wide Web Gebrauch zu machen, wie es in weiten Teilen der Naturwissenschaften der Fall sei. Die etwa in der Chemie etablierte Gepflogenheit, neuere wissenschaftliche Erkenntnisse in Form eines Autorenkollektivs vorzustellen, sei deshalb auch in den Geisteswissenschaften zu begrüßen, weil sich durch sie zum Ausdruck bringen ließe, was in den Naturwissenschaften durch die Akzeptanz der Co-Autorschaft schon längst einen Gemeinplatz darstelle: dass Wissenschaft stets das Resultat einer Kommunikation zwischen Forschern ist.</p>
<p><a href="http://www.bildfaehig.de/danielhornuff/" target="_blank">Daniel Hornuff </a>(Betreiber des Bildwissenschafts-Blogs <a href="http://www.bildfaehig.de/" target="_blank">www.bildfaehig.de</a>) machte darauf aufmerksam, dass die Vorteile, die das Internet mit sich bringe, in einen Nachteil umschlagen könnten, falls sich den Möglichkeiten der Online-Kommunikation zu unreflektiert hingegeben werde. Zwar sei durch das Internet die Chance gegeben, auf gesellschaftliche, politische oder wissenschaftliche Ereignisse schnell publizistisch zu reagieren. Allerdings berge dieser Vorteil immer auch die Gefahr, das Gebot der sorgfältigen Recherche von journalistischen und wissenschaftlichen Texten zu vernachlässigen.</p>
<p>Wolfram Burckhardt (Leiter des Berliner <a href="http://www.kv-kadmos.com/" target="_blank">Kadmos-Verlags</a>) zeigte sich davon überzeugt, dass das Online-Zeitalter keine Gefahr für das traditionelle Verlagswesen bedeuten müsse, sofern sich die Verlage wieder zunehmend auf diejenigen Kernkompetenzen besännen, die in jüngerer Zeit aufgrund von arbeitsökonomischen Erwägungen und zugunsten des schnellen Profits zu kurz gekommen seien. Nur wenn die Verlage ihren Autorinnen und Autoren, wie einst üblich, durch ein professionelles Lektorat und die Herstellung eines ansprechenden Satzes behilflich seien, lasse sich das physische Buch weiterhin als ein Publikationsmedium von besonderer Qualität begreifen. In diesem Zusammenhang wies Burckhardt darauf hin, dass einer seiner erfolgreichsten Titel, ein Interview-Band mit Niklas Luhmann, vor der Buchpublikation lange Zeit online frei zur Verfügung gestanden habe – dies allerdings in einer unlektorierten und unkommentierten Fassung, die sich für eine seriöse wissenschaftliche Auseinandersetzung nur bedingt geeignet habe.</p>
<p>Burckhardt wertete diesen Fall als Beleg dafür, dass der Aspekt der freien Verfügbarkeit nicht zwangsläufig eine Verdrängung der klassischen Buchpublikation nach sich ziehen müsse. In Übereinstimmung mit Daniel Hornuff merkte er zudem an, dass das Internet und das physische Buch zwei unterschiedlichen Rezeptionshaltungen entgegenkämen: Während sich das Internet dadurch auszeichne, einen schnellen Überblick über eine Vielzahl von Themen bereitstellen zu können, lade das Buch dazu ein, sich über einen längeren Zeitraum intensiv mit einem konkreten Thema auseinanderzusetzen.</p>
<p><em>Foto: berwis/pixelio.de</em></p>


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		<title>Frank Bösch; Constantin Goschler (Hrsg.): Public History</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 22:07:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Martina Thiele</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1437" title="bösch&#38;goschler" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/böschgoschler.jpg" alt="bösch&#38;goschler" width="160" height="243" />Mit der Vergangenheit beschäftigt sich nicht nur der Historiker, der einen Lehrstuhl für Geschichte innehat. Auch "fachfremde" Wissenschaftler sowie Zeitzeugen, Schriftsteller, Juristen und Journalisten schreiben über geschichtliche Themen. Mit dem Band "Public History" spüren die Autorinnen und Autoren den Trennlinien nach zwischen Wissenschaft, Publizistik und Schriftstellerei, zwischen Fakten und Fiktionen. Das Besondere an diesem Buch aber besteht darin, dass die Herausgeber Frank Bösch und Constantin Goschler – beide Inhaber von Lehrstühlen für Geschichte – nun gerade nicht beklagen, wie sehr die universitäre Geschichtsforschung durch "Laienhistoriker" gestört wird, sondern im Gegenteil die Anstöße, die durch Public History erfolgt sind, als außerordentlich wichtig erachten für die Geschichtswissenschaft und die Gesellschaft insgesamt. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/553">[Mehr]</a>


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Martina Thiele</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1437" title="bösch&amp;goschler" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/böschgoschler.jpg" alt="bösch&amp;goschler" width="160" height="243" />Mit der Vergangenheit beschäftigt sich nicht nur der Historiker, der einen Lehrstuhl für Geschichte innehat. Auch &#8220;fachfremde&#8221; Wissenschaftler sowie Zeitzeugen, Schriftsteller, Juristen und Journalisten schreiben über geschichtliche Themen. Mit dem Band &#8220;Public History&#8221; spüren die Autorinnen und Autoren den Trennlinien nach zwischen Wissenschaft, Publizistik und Schriftstellerei, zwischen Fakten und Fiktionen. Das Besondere an diesem Buch aber besteht darin, dass die Herausgeber Frank Bösch und Constantin Goschler – beide Inhaber von Lehrstühlen für Geschichte – nun gerade nicht beklagen, wie sehr die universitäre Geschichtsforschung durch &#8220;Laienhistoriker&#8221; gestört wird, sondern im Gegenteil die Anstöße, die durch Public History erfolgt sind, als außerordentlich wichtig erachten für die Geschichtswissenschaft und die Gesellschaft insgesamt.</p>
<p>Den Begriff &#8220;Public History&#8221; erläutern Bösch und Goschler einleitend: Es geht um die nicht-akademische Bildung historischer Wissensbestände, um den öffentlichen Umgang mit Geschichte. Im Deutschen wird das häufig mit &#8220;Wissenschaft und Öffentlichkeit&#8221; umschrieben. In den USA etablierte sich der Begriff &#8220;Public History&#8221; in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts und mittlerweile gibt es dort an 125 Universitäten und Colleges Public-History-Studiengänge oder Studienschwerpunkte. Der erste deutsche Studiengang namens &#8220;Public History&#8221; besteht seit 2007 an der FU Berlin. Damit setzt sich die Institutionalisierung einer Bewegung fort, die unabhängig von der etablierten Geschichtswissenschaft geschichtliche Themen bearbeiten wollte. Trotz der Beteuerung, das Wechselspiel zwischen Fachwissenschaft und Public History zunächst nur untersuchen zu wollen, verstärkt auch der vorliegende Band die Tendenz, die Public History zu verwissenschaftlichen, zumal die Autorinnen und Autoren alle mindestens promovierte Historiker sind.</p>
<p>Zwei der neun Beiträge wählen insofern einen etwas anderen Zugang zum Thema, als sie die Gedenkstättenpolitik (Habbo Knoch) als Teil der Public History untersuchen oder speziell die Arbeit der Zeithistorischen Forschungsstelle in Ludwigsburg in den Blick nehmen (Annette Weinke). Andere Beiträge fragen nach massenmedialen Repräsentationen – so der Rolle des Printjournalismus (Jan Erik Schulte), des Dokumentarfilms (Frank Bösch) und des Radios (Inge Marßolek). Letzteres war in den ausgehenden 40er und 50er Jahren &#8220;Leitmedium&#8221; und Mittel der Reeducation. Der Hörfunk ließ die Deutschen unmittelbar teilhaben an den frühen NS-Prozessen in Belsen und Nürnberg. Von beiden Prozessen, aber auch 18 Jahre später vom Frankfurter Auschwitz-Prozess, berichtete der NWDR-Reporter Axel Eggebrecht – ein Vorbild für Generationen von Journalistinnen und Journalisten. Marßolek analysiert die Sendeprotokolle und legt dar, worin sich die frühen Gerichtsverfahren von den späteren unterschieden, wie sich die Sicht auf Täter, Zeugen und Opfer veränderte.</p>
<p>Diesen Themen- und Perspektivenwandel untersuchen auch Schulte und Bösch. Schulte erkennt in der Presse der frühen Bundesrepublik eine Konzentration auf die Haupttäter und die Tendenz zur Entschuldung. Erst in den 60er Jahren seien die &#8220;großen Namen&#8221; als Vehikel für weitergehende Analysen genutzt worden. Ähnlich wie im Printjournalismus verhielt es sich im Film- und Fernsehjournalismus. Auch hier, so Bösch, sind verschiedene Phasen der Auseinandersetzung erkennbar. Anfang der 60er Jahre gewann das Fernsehen als Vermittler historischen Wissens zunehmend an Bedeutung – ein Trend, der bis heute anhält.</p>
<p>Andere Medien aber wie das Buch, so Olaf Blaschke und Erhard Schütz, fänden viel zu wenig Beachtung in der Diskussion um medialisierte Geschichte. Blaschke, der das Verlagsgeschäft betrachtet, verweist auf die ökonomische Seite, darauf, dass sich die Publikation zeitgeschichtlicher Sachbücher auch lohnen muss. Längst nicht alles, was publikationswürdig war, wurde verlegt, und längst nicht alles, was verlegt wurde, war publikationswürdig. Lobenswert ist Blaschkes Versuch, die Behauptung, dass Zeitgeschichtliches boomt, auch empirisch zu untermauern. Den fehlenden Daten zu Auflagen, Rezeption, gar Wirkung belletristischer Literatur mit zeithistorischem Bezug begegnet Schütz durch eine umfassende Angebotsübersicht. Mit Blick auf die Skandalisierung von Werken wie Schlinks &#8220;Der Vorleser&#8221; und Walsers &#8220;Ein springender Brunnen&#8221; plädiert er für eine Literatur, die auf &#8220;ästhetischen Eigensinn und künstlerische Riskanz&#8221; setzt. Das provoziert Nachfragen, ebenso das von Schütz angesprochene &#8220;Phänomen, das selbst noch der historiographischen Reflexion bedarf, nämlich das der je zeitgeschichtlichen kollektiven Erwartungsnormen der veröffentlichten Meinung generell und des Kulturjournalismus im Speziellen&#8221; (279).</p>
<p>Um Zeugnisse der Täter oder aber der Opfer geht es in den Beiträgen von Oliver von Wrochem und Constantin Goschler. Letzterer distanziert sich in seinem Aufsatz über die &#8220;Stimmen der Opfer&#8221; vom Begriff &#8220;Holocaust-Literatur&#8221;, ihn interessiere vielmehr, &#8220;in welchem Verhältnis diese Erzählungen zur akademischen Forschung standen&#8221;. Goschler skizziert zwei Positionen, vertreten durch Hans Günter Hockerts und Nicolas Berg: Während sich die Zeitgeschichtsforschung nach Hockerts tapfer der Deutungshoheit von Generalsmemoiren in den Weg gestellt habe, seien nach Berg die Erinnerungen jüdischer Zeitzeugen und Historiker lange Zeit von der akademischen Forschung nicht beachtet worden. Wie dominant in den ersten Jahren die Memoiren-Literatur der militärischen Eliten war, belegt von Wrochem eindrucksvoll. Goschler vermeidet die Stellungnahme und verweist auf das &#8220;Dazwischen&#8221;, Personen wie Hans Rothfels, der nicht als &#8220;jüdischer Historiker&#8221; gesehen werden wollte. Im Zuge der Professionalisierung und Institutionalisierung der Zeitgeschichte in den 60er Jahren sei jedenfalls eine deutliche Trennlinie zwischen Zeithistorikern und Zeitzeugen gezogen worden. Der massenmedial forcierte &#8220;Boom der Zeitzeugen&#8221; in den 70er und 80er Jahren habe dann aber zu einer &#8220;komplexen Symbiose zwischen NS-Opfern und akademischer Zeitgeschichte&#8221; geführt, die &#8220;auch durch das Abtreten der letzten Erlebnisgeneration nicht automatisch&#8221; beendet sein müsse, weil, so Goschler, vermutlich die &#8220;second generation&#8221; die Rolle der Zeitzeugen nach deren Ableben übernehmen werde (154). Hier klingt dann doch eine gewisse Skepsis gegenüber Vermischungen von Opferstatus und akademischer Forschung an.</p>
<p>Prinzipiell zuzustimmen ist Olaf Blaschke, der es &#8220;sehr begrüßt&#8221;, &#8220;wenn wie in diesem Buch, jenseits der Schriften und Meinungen von Berufshistorikern die in bloßer Nebenrolle wahrgenommenen Journalisten, Filmemacher, Publizisten, Juristen und anderen Akteure kollektiv ins Blickfeld geraten.&#8221; (224) Doch reicht es, wenn diese ins Blickfeld der Historiker geraten? Was spricht dagegen, die anderen Akteure und auch Akteurinnen selbst zu Wort kommen zu lassen?</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.campus.de/wissenschaft/geschichte/Public+History.85843.html" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb04/institute/geschichte/fachjournalistik/personen/-1p-4hi-5fj-8p-p45-/" target="_blank">Webpräsenz von Frank Bösch an der Universität Gießen</a></li>
<li><a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/lehrstuhl-ng2/" target="_blank">Webpräsenz von Constantin Goschler an der Ruhr-Universität Bochum</a></li>
<li><a href="http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=284,388122&amp;_dad=portal&amp;_schema=PORTAL" target="_blank">Webpräsenz von Martina Thiele an der Universität Salzburg</a></li>
</ul>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Auf unserer Fahne steht Pluralismus&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 07:22:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit "r:k:m" geht im September 2009 die erste integrative Rezensionszeitschrift für die Kommunikations- und Medienwissenschaften online. Die Publikation ist ein Kooperationsprojekt des Dortmunder Instituts für Journalistik, des Bochumer Instituts für Medienwissenschaft und des Essener Instituts für Kommunikationswissenschaft. Gemeinsam wollen sie einen möglichst vielseitigen Überblick über die neusten Buchpublikationen in ihren Disziplinen vermitteln. Im Video-Interview spricht Mit-Herausgeber Horst Pöttker über die Ziele der Online-Zeitschrift, die Vielfalt der Forschungsansätze und die Zukunft des wissenschaftlichen Buches. Ein etwas anderes Editorial. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/1013">[Mehr]</a>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;r:k:m&#8221; geht im September 2009 die erste integrative Rezensionszeitschrift für die Kommunikations- und Medienwissenschaften online. Die Publikation ist ein Kooperationsprojekt des <a href="http://www.journalistik-dortmund.de/" target="_blank">Dortmunder Instituts für Journalistik</a>, des <a href="http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/" target="_blank">Bochumer Instituts für Medienwissenschaft</a> und des <a href="http://www.uni-due.de/kowi/" target="_blank">Essener Instituts für Kommunikationswissenschaft</a>. Gemeinsam wollen sie einen möglichst vielseitigen Überblick über die neuesten Buchpublikationen in ihren Disziplinen vermitteln. Im Video-Interview spricht Mit-Herausgeber Horst Pöttker über die Ziele der Online-Zeitschrift, die Vielfalt der Forschungsansätze und die Zukunft des wissenschaftlichen Buches. Ein etwas anderes Editorial.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="450" height="362" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FKGhI3Zjqrc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="450" height="362" src="http://www.youtube.com/v/FKGhI3Zjqrc&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>


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		<title>Christoph Links: Das Schicksal der DDR-Verlage</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 16:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Ute Schneider</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-827" title="links2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/links2009.jpg" alt="links2009" width="160" height="249" />In seiner 2007 am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Berliner Humboldt-Universität abgeschlossenen Dissertation zeichnet der Berliner Verleger Christoph Links die Entwicklung der 78 staatlich lizenzierten DDR-Verlage seit 1989 nach. Heute existieren davon noch 44 Verlage, wobei lediglich 25 noch aktiv Titel produzieren, acht Verlage davon sind allerdings nur als Redaktions- und Vertriebsbüros ihrer westdeutschen Häuser tätig. Rechnet man auch die Unternehmen ab, die schon einmal Insolvenz angemeldet hatten, sind schließlich nach der Insolvenz der Aufbau-Verlagsgruppe nur noch neun Verlage mit eigenem nennenswerten Programm existent. Heute macht der Anteil der ostdeutschen Verlage am jährlichen Gesamtproduktionsvolumen in Deutschland gerade noch 2,2 Prozent aus. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/132">[Mehr]</a>


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<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/644' rel='bookmark' title='Permanent Link: Christoph Bertling: Sportainment'>Christoph Bertling: Sportainment</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Ute Schneider</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-827" title="links2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/05/links2009.jpg" alt="links2009" width="160" height="249" />In seiner 2007 am <a href="http://www.ib.hu-berlin.de/" target="_blank">Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Berliner Humboldt-Universität </a>abgeschlossenen Dissertation zeichnet der Berliner Verleger Christoph Links die Entwicklung der 78 staatlich lizenzierten DDR-Verlage seit 1989 nach. Heute existieren davon noch 44 Verlage, wobei lediglich 25 noch aktiv Titel produzieren, acht Verlage davon sind allerdings nur als Redaktions- und Vertriebsbüros ihrer westdeutschen Häuser tätig. Rechnet man auch die Unternehmen ab, die schon einmal Insolvenz angemeldet hatten, sind schließlich nach der Insolvenz der Aufbau-Verlagsgruppe nur noch neun Verlage mit eigenem nennenswerten Programm existent (vgl. 312-314). Heute macht der Anteil der ostdeutschen Verlage am jährlichen Gesamtproduktionsvolumen in Deutschland gerade noch 2,2 Prozent aus.</p>
<p>Links ergründet die Ursachen für diese Entwicklung mit einem enormen Rechercheaufwand, indem er eine Fülle von Quellenmaterial gesichtet und analysiert hat. Als Quellen dienten ihm neben Akten aus dem Bundesarchiv die Produktionsmeldekartei der DDR-Verlage, Unternehmensarchivalien, die einschlägige Fachpresse, Zeitzeugengespräche, Archivalien des Börsenvereins sowie weitere Dokumente unterschiedlicher Provenienz. Auf diesen Grundlagen gelingt es erstmals, einen Gesamtüberblick über die Veränderungen der DDR-Verlage in den Jahren 1990 bis 2007 zu geben, wobei es bei der Heterogenität der Materialien unvermeidlich ist, dass – wie Links ausführt – &#8220;sich bei den Verlagen eine unterschiedliche &#8216;Tiefenschärfe&#8217;&#8221; (18) ergibt, die erst durch anschließende Forschungsarbeiten zu einzelnen Verlagen kompensiert werden kann.</p>
<p>Zunächst wird ein Überblick über die Entwicklung der Eigentumsverhältnisse zwischen 1945 bis zur Wende gegeben, es folgen ein Blick auf die Ereignisse in der Verlagsbranche unmittelbar nach der Maueröffnung und auf die Treuhandpolitik im Verlagswesen. Links stellt dann das Geschick aller 78 Verlage nach dem gleichen Schema vor, skizziert kurz ihre Geschichte bis 1990, macht Angaben zur Titelproduktion, zu Umsatz und Gewinn, analysiert dann die Folgen der Privatisierung und gibt dabei erfreulicherweise auch über den Verbleib der Verlagsarchive Auskunft, was für weitere Recherchen äußerst hilfreich ist. Er untergliedert die Verlagsdarstellung sinnvollerweise nach</p>
<ol>
<li>staatlichen Verlagen, die Neugründungen waren, wie z. B. der renommierte Berliner Akademie Verlag oder der ebenfalls in Berlin ansässige Verlag Volk und Wissen,</li>
<li>traditionsreichen Verlagen, die verstaatlicht wurden und zum Teil in beiden deutschen Staaten existierten, wie z. B. Johann Ambrosius Barth, Bibliographisches Institut, F. A. Brockhaus, Hermann Böhlaus Nachf. oder Georg Thieme,</li>
<li>partei- und organisationseigenen Verlagen (z. B. der Dietz Verlag, aber auch die Aufbau-Gruppe und der Verlag Volk und Welt),</li>
<li>kirchlichen Verlagen und</li>
<li>privaten Verlagen unter staatlicher Treuhandschaft, wozu z. B. der Insel-Verlag, B. G. Teubner und die Akademische Verlagsgesellschaft gehörten.</li>
</ol>
<p>Zum Schluss zieht Links Bilanz (318-325) und kann als Ursachen des weitgehenden Niedergangs der Verlage folgende Gründe benennen. Grundsätzlich gestalteten sich für alle Verlage drei Rahmenbedingungen als besonders ungünstig:</p>
<ol>
<li>das fehlende Eigentum,</li>
<li>der Verfall der von den DDR-Verlagen vertretenen immateriellen Werte (Autoren- und Übersetzungsrechte, auch Namensrechte) sowie</li>
<li>kein liquides Kapital.</li>
</ol>
<p>Hinzu kamen drei weitere, spezifische Faktoren der Verlagsbranche wie</p>
<ol>
<li>Unerfahrenheit auf dem hoch kommerzialisierten Buchmarkt, der durch große westdeutsche Konkurrenz geprägt war,</li>
<li>das Desinteresse der Treuhand, den in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung vergleichsweise kleinen Verlagen eine solide Ausgangsbasis mit Hilfe ausländischer Investoren zu verschaffen, und</li>
<li>das geringe Engagement des Börsenvereins des deutschen Buchhandels als Interessenvertretung der gesamten Branche, der in erster Linie für den Ausbau der Marktmacht der alten bundesrepublikanischen Verlage Sorge getragen hatte.</li>
</ol>
<p>Christoph Links hat eine umfassende Bestandsaufnahme auf der Basis akribischer Recherchen und überzeugender Ursachenforschung vorgelegt. Für den schnellen Überblick wird als Anhang eine Tabelle mit den Eigentumsveränderungen aller 78 Verlage beigegeben sowie statistisches Material zur Titelproduktion und Mitarbeiterentwicklungen von 1988 und 2007. Links&#8217; Dissertation hat mit der Zusammenstellung der Daten und Fakten ostdeutscher Verlage nach 1989 quasi Handbuchcharakter und wird als Nachschlagewerk weiteren buchwissenschaftlichen Forschungen informative Daten liefern können.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.linksverlag.de/index.cfm?inhalt=detail&amp;nav_id=1&amp;titel_id=523" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.christoph-links.de/" target="_blank">Homepage von Christoph Links</a></li>
<li><a href="http://www.buchwissenschaft.uni-mainz.de/lehrende/professoren/prof_dr_u_schneider.html" target="_blank">Webpräsenz von Ute Schneider an der Universität Mainz</a></li>
</ul>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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