Wissenschaftliches Publizieren im Online-Zeitalter
Das Internet übt auf unsere Gesellschaft einen Einfluss aus, der weit über das bequeme Bestellen eines Buches oder das schnelle Sichten der Nachrichtenlage hinausgeht. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Feld bestimmen Computer und Internet in einem immer stärkeren Maße, wie wir unseren Alltag organisieren, mit anderen kommunizieren und zusammenarbeiten. [Mehr]
Frank Bösch; Constantin Goschler (Hrsg.): Public History
Frank Bösch; Constantin Goschler (Hrsg.): Public History. Öffentliche Darstellungen des Nationalsozialismus jenseits der Geschichtswissenschaft. Frankfurt am Main, New York [Campus Verlag] 2009, 290 Seiten, 29,90 Euro.
Rezensiert von Martina Thiele
Mit der Vergangenheit beschäftigt sich nicht nur der Historiker, der einen Lehrstuhl für Geschichte innehat. Auch “fachfremde” Wissenschaftler sowie Zeitzeugen, Schriftsteller, Juristen und Journalisten schreiben über geschichtliche Themen. Mit dem Band “Public History” spüren die Autorinnen und Autoren den Trennlinien nach zwischen Wissenschaft, Publizistik und Schriftstellerei, zwischen Fakten und Fiktionen. Das Besondere an diesem Buch aber besteht darin, dass die Herausgeber Frank Bösch und Constantin Goschler – beide Inhaber von Lehrstühlen für Geschichte – nun gerade nicht beklagen, wie sehr die universitäre Geschichtsforschung durch “Laienhistoriker” gestört wird, sondern im Gegenteil die Anstöße, die durch Public History erfolgt sind, als außerordentlich wichtig erachten für die Geschichtswissenschaft und die Gesellschaft insgesamt. [Mehr]
“Auf unserer Fahne steht Pluralismus”
Mit “r:k:m” geht im September 2009 die erste integrative Rezensionszeitschrift für die Kommunikations- und Medienwissenschaften online. Die Publikation ist ein Kooperationsprojekt des Dortmunder Instituts für Journalistik, des Bochumer Instituts für Medienwissenschaft und des Essener Instituts für Kommunikationswissenschaft. Gemeinsam wollen sie einen möglichst vielseitigen Überblick über die neusten Buchpublikationen in ihren Disziplinen vermitteln. Im Video-Interview spricht Mit-Herausgeber Horst Pöttker über die Ziele der Online-Zeitschrift, die Vielfalt der Forschungsansätze und die Zukunft des wissenschaftlichen Buches. Ein etwas anderes Editorial. [Mehr]
Christoph Links: Das Schicksal der DDR-Verlage
Christoph Links: Das Schicksal der DDR-Verlage. Die Privatisierung und ihre Konsequenzen. Berlin [Ch. Links Verlag] 2009, 352 Seiten, 24,90 Euro.
Rezensiert von Ute Schneider
In seiner 2007 am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Berliner Humboldt-Universität abgeschlossenen Dissertation zeichnet der Berliner Verleger Christoph Links die Entwicklung der 78 staatlich lizenzierten DDR-Verlage seit 1989 nach. Heute existieren davon noch 44 Verlage, wobei lediglich 25 noch aktiv Titel produzieren, acht Verlage davon sind allerdings nur als Redaktions- und Vertriebsbüros ihrer westdeutschen Häuser tätig. Rechnet man auch die Unternehmen ab, die schon einmal Insolvenz angemeldet hatten, sind schließlich nach der Insolvenz der Aufbau-Verlagsgruppe nur noch neun Verlage mit eigenem nennenswerten Programm existent. Heute macht der Anteil der ostdeutschen Verlage am jährlichen Gesamtproduktionsvolumen in Deutschland gerade noch 2,2 Prozent aus. [Mehr]
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