<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>rezensionen:kommunikation:medien &#187; Befragung</title>
	<atom:link href="http://www.rkm-journal.de/archives/tag/befragung/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rkm-journal.de</link>
	<description>Rezensionen aus den Bereich Kommunikation und Medien</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 08:03:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/831</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/831#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 09:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bourdieu]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Publikum]]></category>
		<category><![CDATA[qualitative Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=831</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Rezensiert von Johannes Raabe</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/09/meyenriesmeyer2009.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2161" title="meyen&#38;riesmeyer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/09/meyenriesmeyer2009.jpg" alt="" width="160" height="258" /></a>Michael Meyen, in der Vergangenheit vor allem mit Studien zu den DDR-Medien, zur Mediennutzung und mit Veröffentlichungen zur Geschichte der Disziplin an die Fachöffentlichkeit getreten, hat sich in den letzten Jahren dem Feld der Journalismusforschung zugewandt und 2009 zwei Journalistenstudien vorgelegt: gemeinsam mit Nina Springer eine Untersuchung über freie Journalisten in Deutschland (<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/134#hide" target="_blank">siehe r:k:m-Rezension von Siegfried Weischenberg vom September 2009</a>) und kurz darauf mit seiner Mitarbeiterin Claudia Riesmeyer die hier angezeigte Veröffentlichung einer Untersuchung über Journalisten in Deutschland. Ausgangspunkt der Studie ist eine knappe, pauschalkritische Auseinandersetzung mit klassischen Arbeiten der Journalismusforschung von Kepplinger, Köcher und Donsbach einerseits, Weischenberg und Mitarbeitern andererseits. Sie dient der Legitimation des eigenen Vorhabens und der Begründung für ein alternatives methodisches Vorgehen. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/831">[Mehr]</a>


Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/642' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs'>Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/620' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Steinbrecher: Olympische Spiele und Fernsehen'>Michael Steinbrecher: Olympische Spiele und Fernsehen</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Rezensiert von Johannes Raabe</em></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.rkm-journal.de/archives/831"><img class="alignleft size-full wp-image-2161" title="meyen&amp;riesmeyer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/09/meyenriesmeyer2009.jpg" alt="" width="160" height="258" /></a>Michael Meyen, in der Vergangenheit vor allem mit Studien zu den DDR-Medien, zur Mediennutzung und mit Veröffentlichungen zur Geschichte der Disziplin an die Fachöffentlichkeit getreten, hat sich in den letzten Jahren dem Feld der Journalismusforschung zugewandt und 2009 zwei Journalistenstudien vorgelegt: gemeinsam mit Nina Springer eine Untersuchung über freie Journalisten in Deutschland (<a href="http://www.rkm-journal.de/archives/134#hide" target="_blank">siehe r:k:m-Rezension von Siegfried Weischenberg vom September 2009</a>) und kurz darauf mit seiner Mitarbeiterin Claudia Riesmeyer die hier angezeigte Veröffentlichung einer Untersuchung über Journalisten in Deutschland. Ausgangspunkt der Studie ist eine knappe, pauschalkritische Auseinandersetzung mit klassischen Arbeiten der Journalismusforschung von Kepplinger, Köcher und Donsbach einerseits, Weischenberg und Mitarbeitern andererseits. Sie dient der Legitimation des eigenen Vorhabens und der Begründung für ein alternatives methodisches Vorgehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und in der Tat: Will man wie Meyen und Riesmeyer Genaueres über Herkunft, Ausbildung und Karriere von Journalisten erfahren, über Arbeitsbedingungen und Berufsalltag, das Klima unter Kollegen sowie &#8220;über das, was ihnen wichtig im Leben ist und was sie im Beruf erreichen wollen&#8221; (17), dann ist es sinnvoll auf quantitative Erhebungen zu verzichten und die erforderlichen Daten mittels ausführlicherer Interviews zutage zu fördern – zumal Meyen aufgrund früherer Arbeiten mit biographischen Leitfadengesprächen über reichlich Interview-Erfahrung verfügt. Mit einem solchen eher qualitativen Vorgehen korrespondiert das von den Autoren propagierte Auswahlverfahren nach dem Prinzip der theoretischen Sättigung (49ff.), das für die Journalismusforschung eine brauchbare Alternative zu Zufallsstichproben bildet, zumal wenn keine ausreichenden Kenntnisse über die Grundgesamtheit vorliegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Studie will mehr: Unter Rekurs auf die Theoriestücke <em>Feld,</em> <em>Kapital</em> und <em>Habitus </em>aus der Soziologie Pierre Bourdieus soll das journalistische Feld in Deutschland und die Logik des Feldes (bzw. seiner Unterfelder) untersucht werden. Das schließt Fragen nach den Machtpolen und Hierarchien im Feld und nach dessen Autonomie mit ein. Hinsichtlich der Journalisten dient das Konzept des Habitus als einem erfahrungsgenerierten und zugleich praxisgenerierenden Dispositionssystem der Akteure (<em>opus operatum</em> und <em>modus operandi</em>) der Bestimmung ihrer spezifischen Wahrnehmung des Feldes (und der eigenen Position darin) sowie ihres <em>praktischen Sinns</em> – was in den Interviews herausgearbeitet werden soll. Zudem habe der Rekurs auf Bourdieu den Vorteil, dass die eigene &#8220;Untersuchung […] in einer der großen, systematischen Gesellschaftstheorien verortet [wird]&#8221; (28).</p>
<p style="text-align: justify;">Von einer gesellschaftstheoretischen Fundierung der Arbeit kann freilich keine Rede sein; es bleibt beim zitierten Verweis. Feld-, Kapital- und Habitus-Konzept werden von den Autoren als Heuristik für das eigene Forschungsvorhaben genutzt, der Soziologie Bourdieus gerecht werden sie dabei nicht. Das gilt nicht nur für den Begriff der Dispositionen, der praktische Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata meint, hier aber als &#8220;Geschlecht&#8221;, &#8220;Alter&#8221;, &#8220;Körpergröße&#8221; und &#8220;Aussehen&#8221; [!] missverstanden (45) und in der Erhebung im Teil der geschlossenen Kategorien abgefragt wird (63).</p>
<p style="text-align: justify;">Auch warnt Bourdieu beim Habitus-Konzept vor einer Trennung von opus operatum und modus operandi, die hier zur Grundlage der Untersuchungsanlage wird (44f.). Und wenn man die professionelle Orientierung von Journalisten an Lesern, Hörern, Zuschauern (114ff.) und die Bedeutung von Informanten aus dem politischen Feld (144) für einen Ausweis mangelnder Autonomie des Feldes hält, hat das mit der Feld-Konzeption Bourdieus nichts zu tun – besteht doch die Autonomie des journalistischen Feldes darin, solche Informationen nach journalistisch-redaktionellen und nicht etwa nach politischen Kriterien auszuwählen und aufzubereiten. Auch erscheint es allzu pragmatisch, bei der Auswahl der Befragten Bourdieus Kriterium der Zugehörigkeit zum Feld (Interesse und Involviertsein hinsichtlich der Einsätze, um die es im jeweiligen Feld geht) gleichzusetzen mit der Bereitschaft, &#8220;sich zum Arbeitsalltag und zum Selbstverständnis von Journalisten befragen&#8221; zu lassen (52).</p>
<p style="text-align: justify;">Ähnlich pragmatisch wirkt auch die Umsetzung des Auswahlverfahrens, wenn man liest, dass ein Sportressortleiter &#8220;nur deshalb interviewt wurde, weil eine Studentin das Protokoll für einen Seminarschein brauchte&#8221; (51), dass Journalisten während des Interviews merkten, dass sie für die Studie schon einmal befragt worden waren (48f.) und dass drei Jahre nach den ersten Befragungen zusätzlich Teilstudien zu investigativen Reportern, Israel-, China- und Parlamentskorrespondenten u.a. hinzukamen, weil Studierende noch Themen für Haus- oder Abschlussarbeiten brauchten, so dass &#8220;(meist studentische) Interviewer&#8221; bzw. &#8220;rund 60 Studierende&#8221; Daten zu der Studie erhoben haben (55, 61f.). Dabei erfolgte die Interviewer-Schulung mal in einem Vorbereitungsseminar zu der Studie, mal in Methodenübungen, mal im Examenskolloquium.</p>
<p style="text-align: justify;">Meyen und Riesmeyer sprechen von 501 &#8220;Tiefeninterviews&#8221; – ein anspruchsvolles qualitatives Erhebungsverfahren, mit dem sich latente, auch der Alltagsreflexion der Befragten unzugängliche  <em>Tiefenstrukturen</em> ermitteln lassen und das für die Rekonstruktion des praktischen Sinns journalistischer Akteure und der impliziten Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata ihrer Habitus geeignet wäre. Nur handelt es sich hier nicht um Tiefeninterviews, sondern um teilstrukturierte Leitfadengespräche, und die Durchführung in der genannten Zahl wäre nicht nur vom Aufwand her praktisch kaum zu bewältigen, sondern widerspräche auch der Logik der qualitativen Forschungsmethode. Wichtiger als hohe Fallzahlen wären allemal eine theoriegeleitete und methodisch kontrollierte Aufbereitung und Interpretation der Daten gewesen, über die man als Leser zudem gern mehr erfahren hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Stattdessen erhält man eine flüssig geschriebene und durchaus mit Gewinn zu lesende Deskription der Antworten zu Berufs- und Karriereerfahrungen, zu Arbeitsalltag und Selbstverständnis von Journalisten in verschiedenen Ressorts und unterschiedlichen Teilfeldern des Journalismus; durchsetzt mit oft aufschlussreichen, mitunter witzigen Zitaten aus den Interviews. Dass solche qualitativen Studien fast unvermeidlich in entsprechende Typenbildungen münden, ist nicht weiter schlimm; dass diese Typenbildung aufgrund einer falsch gedeuteten Publikumsorientierung (siehe weiter unten) wenig überzeugt, dagegen schade.</p>
<p style="text-align: justify;">Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Weder &#8220;angepasste Außenseiter&#8221; (Kepplinger), politisch eher linke &#8220;Missionare&#8221;  (Köcher) oder &#8220;konservative Stimmungsmacher&#8221; (Hachmeister) noch &#8220;Alpha-Journalisten&#8221; (Weichert/Zabel), &#8220;Wichtigtuer&#8221; (Bruns) oder bloße &#8220;Souffleure&#8221; (Weischenberg) seien kennzeichnend für den Journalismus in Deutschland, sondern – infolge eines durch Ökonomisierung und Digitalisierung hervorgerufenen &#8220;Professionalisierungsschubs&#8221; – &#8220;Informationsprofis, die ihr Handwerk beherrschen und die Bedürfnisse des Publikums zum zentralen Maßstab ihrer Arbeit gemacht haben&#8221; (253f.).</p>
<p style="text-align: justify;">Wer eine solche Diagnose akzeptiert, muss der Argumentation von der &#8220;Diktatur des Publikums&#8221; noch lange nicht folgen. Im Gegenteil. Dieses Schlagwort, das die gesamte Abhandlung durchzieht, ist nicht einfach arg überspitzt, sondern oft falsch und mitunter ärgerlich: Man muss wahrlich kein eingefleischter Systemtheoretiker sein, um den Unterschied zwischen der (Autonomie stärkenden) Differenz von Selbst- und Fremdbeobachtung einerseits und Fremdeinflüssen andererseits zu kennen – oder zumindest die problemlösende Funktion der Publikumsbeobachtung für den Journalismus. Haben nicht Ralf Hohlfelds Forschungsarbeiten bereits vor Jahren Journalisten eine weitgehende Akzeptanz der Publikumsforschung und prinzipielle Aufgeschlossenheit und Interesse gegenüber ihren Publika bescheinigt? Mit Fremdbestimmung oder gar Diktat hat das erstmal nichts zu tun. Subsumiert wird unter dem Schlagwort dann aber sogar die rein ökonomisch motivierte Quotenfixierung: Ökonomie-Diktat = Publikums-Diktatur? Was haben Leser für ein Interesse an Auflagen, was Hörer und Zuschauer an Quoten?</p>
<p style="text-align: justify;">Noch bedenklicher wird diese Gleichsetzung, wenn sie mit den Worten kommentiert wird, dies sei nur dann &#8220;ein Problem […], wenn man sich über die Kaufentscheidungen und Qualitätsurteile des Publikums erhaben fühlt und […] besser zu wissen glaubt, welche Medienangebote und welchen Journalismus&#8221; unsere Gesellschaft brauche (14). Solche Formulierungen erinnern an ungebrochen affirmative Medienbewertungen aus der Blütezeit des Uses-and-Gratifications-Approach in den 1970er Jahren in den USA. Verwundert reibt sich der Leser die Augen. Hat man die Autoren komplett missverstanden? War es gar nicht so gemeint? Bis man zum Schlusssatz der Abhandlung kommt. Dort heißt es: Man stelle sich doch &#8220;einfach das Gegenstück zu einer ‚Diktatur des Publikums‘ vor: einen Journalismus, der auf Schnelligkeit, permanente Kontrolle und die Weisheit der Vielen pfeift und an den Bedürfnissen der Nutzer vorbeischreibt und -sendet&#8221; (256). Pardon, aber eine solche Logik ist, wie wenn man Glotz und Langenbucher unterstellen würde, sie hätten vor vierzig Jahren &#8220;Der missachtete Leser&#8221; als ein Plädoyer zur Schwächung der Autonomie des Journalismus geschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Nebenbemerkung zum Schluss: Es gibt gute Gründe (zumal in wissenschaftlichen Publikationen) mit der Verwendung des Begriffs der <em>Diktatur</em> vorsichtig umzugehen – nicht zuletzt angesichts der historischen Erfahrungen Deutschlands im vergangenen Jahrhundert.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Links</em>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641708&amp;WKorbUID=6679571&amp;TITZIF=2299&amp;be=jo" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://home.ifkw.lmu.de/~mmeyen/personen/meyen.html" target="_blank">Webpräsenz von Michael Meyen an der Universität München</a></li>
<li><a href="http://www.ifkw.lmu.de/personen/mitarbeiter/riesmeyer_claudia/" target="_blank">Webpräsenz von Claudia Riesmeyer an der Universität München</a></li>
<li><a href="http://www.uni-bamberg.de/kowi/personen_einrichtungen/johannes_raabe/" target="_blank">Webpräsenz von Johannes Raabe an der Universität Bamberg</a></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">


<p>Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/642' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs'>Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/620' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Steinbrecher: Olympische Spiele und Fernsehen'>Michael Steinbrecher: Olympische Spiele und Fernsehen</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rkm-journal.de/archives/831/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/642</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/642#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 22:59:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Image]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>
		<category><![CDATA[Publikum]]></category>
		<category><![CDATA[Rezeption]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=642</guid>
		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Beatrice Dernbach</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1901" title="donsbachetal2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/12/donsbachetal2009.jpg" alt="donsbachetal2009" width="160" height="243" />Nun hat die "Entzauberung der Welt" auch den Journalismus erfasst. Oder die Wissenschaft vom Journalismus? Der Schöpfer dieses Idioms, Max Weber, meinte damit: "Je mehr der Intellektualismus den Glauben an die Magie zurückdrängt, und so die Vorgänge der Welt 'entzaubert' werden, ihren magischen Sinngehalt verlieren, nur noch 'sind' und 'geschehen', aber nichts mehr 'bedeuten', desto dringlicher erwächst die Forderung an die Welt und 'Lebensführung' je als Ganzes, daß sie bedeutungshaft und 'sinnvoll' geordnet seien." Wer entzaubert den journalistischen Beruf? Ist es dessen Intellektualisierung durch Akademisierung? Sind es die Menschen, die den Berufsstand der Journalisten regelmäßig auf der Imageskala weit unten ansiedeln? Oder tut es die Journalistik, die die Magie aus sich selbst und ihrem Forschungsgegenstand heraus verdrängt? Auf diese Fragen antwortet der Band der Dresdner Forschergruppe nicht tiefgehend. Der Begriff 'Entzauberung' im Titel bleibt somit als originell und journalistisch griffig im Geiste hängen – nur eine bedeutungshafte und sinnvolle Ordnung ergibt sich auch nach Lektüre der 137 Seiten nicht. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/642">[Mehr]</a>


Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/800' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit'>Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/831' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums'>Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Beatrice Dernbach</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1901" title="donsbachetal2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/12/donsbachetal2009.jpg" alt="donsbachetal2009" width="160" height="243" />Nun hat die &#8220;Entzauberung der Welt&#8221; auch den Journalismus erfasst. Oder die Wissenschaft vom Journalismus? Der Schöpfer dieses Idioms, Max Weber, meinte damit: &#8220;Je mehr der Intellektualismus den Glauben an die Magie zurückdrängt, und so die Vorgänge der Welt &#8216;entzaubert&#8217; werden, ihren magischen Sinngehalt verlieren, nur noch &#8216;sind&#8217; und &#8216;geschehen&#8217;, aber nichts mehr &#8216;bedeuten&#8217;, desto dringlicher erwächst die Forderung an die Welt und &#8216;Lebensführung&#8217; je als Ganzes, daß sie bedeutungshaft und &#8216;sinnvoll&#8217; geordnet seien.&#8221; (Weber 2005: 396) Wer entzaubert den journalistischen Beruf? Ist es dessen Intellektualisierung durch Akademisierung? Sind es die Menschen, die den Berufsstand der Journalisten regelmäßig auf der Imageskala weit unten ansiedeln? Oder tut es die Journalistik, die die Magie aus sich selbst und ihrem Forschungsgegenstand heraus verdrängt? Auf diese Fragen antwortet der Band der Dresdner Forschergruppe nicht tiefgehend. Der Begriff &#8216;Entzauberung&#8217; im Titel bleibt somit als originell und journalistisch griffig im Geiste hängen – nur eine bedeutungshafte und sinnvolle Ordnung ergibt sich auch nach Lektüre der 137 Seiten nicht.</p>
<p>Erkenntnisse über das Bild des Publikums von Journalisten beschränken sich auf nackte Daten zu Ansehen und Glaubwürdigkeit, wie sie das Institut für Demoskopie in Allensbach regelmäßig ermittelt.<sup class='footnote'><a href='#fn-642-1' id='fnref-642-1'>1</a></sup> Insofern lohnt eine Beschäftigung mit der Dresdner Untersuchung. Deren Ausgangspunkt sind Beobachtungen über Medien und Journalismus (das wird nicht explizit unterschieden), die plakativ und verkürzt beschrieben werden: Säkularisierung und Trivialisierung, Medienskandale, Kommerzialisierung, Negativismus und Verlust an professioneller Identität sind die Keywords. Die Autoren benennen es nicht, aber offensichtlich skizzieren sie diese aktuellen Tendenzen vor dem Hintergrund eines normativen Idealtypus von Journalismus: Der sei konstituierend für die Demokratie. Journalisten sollten die Bevölkerung repräsentieren, die öffentliche Meinung spiegeln und Journalismus wiederum über ihre Tätigkeit legitimieren. Die Forscher sprechen, in Anlehnung an den Begriff der &#8216;Politikverdrossenheit&#8217; und im Rückgriff auf amerikanische Kollegen, von einer &#8216;Medienskepsis&#8217; oder &#8216;Medienverdrossenheit&#8217;.</p>
<p>Das zentrale Interesse der Untersuchung liegt darin, Ansehen und Vertrauen der Bürger in Journalisten zu messen. Ausgangssituation und Fragestellung sind klar und flugs auf 35 Seiten formuliert, wobei diese im Kern aus Studien im Umfeld des Mainzer Instituts und aus amerikanischen Quellen gespeist werden. Mancher deutschsprachige, grundlagenwissenschaftliche Ansatz, wie er beispielsweise zum Thema Vertrauen von Matthias Kohring (2004) vorgelegt worden ist, wird kaum oder gar nicht wahrgenommen, ausgewertet oder im empirischen Teil operationalisiert. Es folgen zwölf Seiten zum Methodischen und ab Seite 61 startet die Darstellung der Ergebnisse. Möglicherweise ist dies ein Zugeständnis an <em>den</em> Leser, der weder Zeit noch Lust hat, sich damit zu beschäftigen, ob nicht aus der theoretischen Analyse heraus Thesen, Indikatoren und Kategorien generiert werden müssten, damit am Ende tatsächlich das gemessen wird, was am Anfang zu messen vorgegeben worden war. So wird als selbsterklärend gesetzt, dass Vertrauen und Wertschätzung die zentralen abhängigen Variablen sind und dass Einstellungen und Wahrnehmungen der Rezipienten gefunden werden sollen, &#8220;die einen Einfluss auf das Vertrauen und die Wertschätzung haben können&#8221; (49). Diese unabhängigen Variablen werden definiert als Merkmale der Rezipienten, der Journalisten und der journalistischen Produkte. Wer sich an dieser Stelle im Kreis gedreht fühlt, muss sich selbst entschleunigen. Im Buch jedenfalls findet er keine Haltegriffe, beispielsweise in Form einer ausführlichen Erklärung, weshalb ausgerechnet die ausgewählten Fragenkomplexe Antworten erbringen sollen. Aber schließlich ist für die Projektgruppe klar: Bei der Entwicklung von Fragebögen kann man &#8220;auf vorangegangenen Arbeiten aufbauen und muss nicht in jedem einzelnen Fall das Rad neu erfinden&#8221; (47). (Angesichts dieser Forschungsökonomie ist mit Spannung eine weitere Studie aus dem Dresdner Institut zu erwarten, die derzeit mit demselben Instrumentarium die Gruppe der Journalisten-Ausbilder untersucht.)</p>
<p>Die 1054 befragten Bürger wurden in zwei Gruppen mit jeweils 38 Fragen konfrontiert. Alle Stereotype werden durch die Auswertung bestätigt: Der Journalist ist unmoralisch, (zu) mächtig, kommerzialisiert, boulevardesk und ein Allerwelts-Journalist. Die formale Bildung zeigt sich als wesentliche Variable: Vor allem die Gruppe der höher Gebildeten, die &#8220;die wichtige gesellschaftliche und demokratische Funktion des Journalismus anerkennt&#8221;, wird durch die &#8220;derzeitige Performanz am meisten getroffen&#8221; (133). Das ist nicht überraschend? Für die Dresdner Forscher jedenfalls nicht, denn ihr Zwischen- (74) und Schlussfazit (127ff.) unterscheidet sich nicht vom Ausgangsszenario: Die Bevölkerung erwartet mehr vom Journalismus, als sie von ihm bekommt; sie vertraut den Journalisten nicht, hält sie für zu mächtig und auf eigene Interessen bedacht. Allerdings muss die Forschergruppe ihre Ergebnisinterpretation ein wenig relativieren, denn &#8220;die Einstellungen der Menschen zu Medien und Journalismus [sind] eher diffus, wenig strukturiert und wenig kohärent&#8221; (133). Aber nicht verzagen: &#8220;In ihrer Gesamtheit allerdings geben die Befunde dennoch ein stimmiges Bild, dass nämlich den Bürgern an den Medien vieles nicht passt.&#8221; (ebd.)</p>
<p>Der Forderung, die nach 136 Seiten formuliert wird, den Journalismus &#8220;zwar nicht de lege aber de facto zu einer Profession&#8221; zu machen, dies durch entsprechende Ausbildungsangebote zu fundieren und die Journalisten vor allem in den Medienunternehmen unabhängig von ökonomischen Interessen ihre Tätigkeiten ausführen zu lassen, ist uneingeschränkt zuzustimmen.</p>
<p>Zur intensiven Lektüre anzuempfehlen ist das Buch jenen Praktikern, die völlig vorurteilsfrei in Journalistik-Wissenschaftlern Forscher im Elfenbeinturm sehen, die keine verwertbaren, unterhaltsam zu lesenden und gerne auch provokanten Bücher zustande bringen. Alle anderen profitieren schon vom &#8220;Scannen&#8221;.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Kohring, M.: <em>Vertrauen in Journalismus</em>. Konstanz [UVK] 2004.</li>
<li>Weber, M.: <em>Wirtschaft und Gesellschaft</em>. Frankfurt am Main [Zweitausendeins] 2005.</li>
</ul>
<p><em>Links: </em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641920&amp;WKorbUID=14592779&amp;TITZIF=2316&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ikw" target="_blank">Webpräsenz des Dresdner Instituts für Kommunikationswissenschaft</a></li>
<li><a href="http://www.donsbach.net/" target="_blank">Persönliche Homepage von Wolfgang Donsbach</a></li>
<li><a href="http://www.hs-bremen.de/internet/de/hsb/struktur/mitarbeiter/dernbach/" target="_blank">Webpräsenz von Beatrice Dernbach an der Hochschule Bremen</a></li>
</ul>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-642-1'>Die Studie &#8220;<a href="http://www.macromedia-fachhochschule.de/fileadmin/images/pdf_download/Journalismus_2009_Studie.pdf" target="_blank">Journalismus 2009</a>&#8221; des Kölner Markt- und Organisationsforschungsinstituts YouGovPsychonomics in Kooperation mit der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation (München) zeigt ebenfalls, dass Journalisten zwar ein hohes Ansehen genießen (immerhin 61 Prozent stimmen diesem Item zu), ihnen aber hinsichtlich des Wahrheitsgehalts ihrer Berichterstattung misstraut wird. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-642-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>


<p>Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/800' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit'>Wolfgang Duchkowitsch; Fritz Hausjell; Horst Pöttker; Bernd Semrad (Hrsg.): Journalistische Persönlichkeit</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/831' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums'>Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rkm-journal.de/archives/642/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dorothea Marx: Landtagsabgeordnete im Fokus der Medien</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/557</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/557#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 22:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnete]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Landtag]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Wirkung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rkm-journal.de/?p=557</guid>
		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Werner J. Patzelt</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-1542" title="marx2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/10/marx2009.jpg" alt="marx2009" width="160" height="233" />Mit Fug und Recht hat Dorothea Marx ihre Magisterarbeit veröffentlicht. Deren Kern ist eine Online-Befragung aller deutschen Landtagsabgeordneten entlang der Fragestellung, wie vertraut, wie verständnisvoll und wie unabhängig ihr Verhältnis zu Journalisten sei. Es geht auch in Ordnung, dass dieses Verhältnis nur aus der Warte der Abgeordneten, nicht aber spiegelbildlich auch aus jener der Journalisten untersucht wird. Letzteres ist Sache einer Dissertation oder eines eigenen Forschungsprojekts. 568 von 1841 deutschen Landtagsabgeordneten beteiligten sich an der hier publizierten Umfrage, also knapp ein Drittel, was tatsächlich als ein guter Schnitt gelten kann. Methodisch wird diese Umfrage im vorliegenden Band vorzüglich dokumentiert – und zwar bis hin zur Wiedergabe des Fragebogens samt Grundauszählung. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/557">[Mehr]</a>


Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/3654' rel='bookmark' title='Permanent Link: Susanne Fengler; Bettina Vestring: Politikjournalismus'>Susanne Fengler; Bettina Vestring: Politikjournalismus</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/813' rel='bookmark' title='Permanent Link: Axel Kuhn: Vernetzte Medien'>Axel Kuhn: Vernetzte Medien</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Werner J. Patzelt</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1542" title="marx2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/10/marx2009.jpg" alt="marx2009" width="160" height="233" />Mit Fug und Recht hat Dorothea Marx ihre Magisterarbeit veröffentlicht. Deren Kern ist eine Online-Befragung aller deutschen Landtagsabgeordneten entlang der Fragestellung, wie vertraut, wie verständnisvoll und wie unabhängig ihr Verhältnis zu Journalisten sei. Es geht auch in Ordnung, dass dieses Verhältnis nur aus der Warte der Abgeordneten, nicht aber spiegelbildlich auch aus jener der Journalisten untersucht wird. Letzteres ist Sache einer Dissertation oder eines eigenen Forschungsprojekts. 568 von 1841 deutschen Landtagsabgeordneten beteiligten sich an der hier publizierten Umfrage, also knapp ein Drittel, was tatsächlich als ein guter Schnitt gelten kann. Methodisch wird diese Umfrage im vorliegenden Band vorzüglich dokumentiert (63-79) – und zwar bis hin zur Wiedergabe des Fragebogens samt Grundauszählung (169-206). Nebenbei (vor allem auf Seite 67) erfährt man auch einiges über reale Probleme der inzwischen doch recht intensiven Forschungsarbeit über Abgeordnete: Es handelt sich um eine offenbar &#8216;überforschte&#8217; Population, zu der der systematische Zugang mit offiziell unterstützten Forschungsvorhaben seitens der Direktoren der Landtage, doch auch der Landtagspräsidien und Fraktionsführungen, inzwischen weniger gefördert denn entmutigt wird.</p>
<p>Methodisch ist an dieser Arbeit kaum etwas auszusetzen. Schön wäre eine ausdrückliche Reflexion zur Validität der erhobenen Daten gewesen (zum Beispiel anhand der Frage: Wer füllt Online-Fragebögen wirklich aus?), desgleichen eine Erläuterung, warum – wie bei Tabelle 18 – Zusammenhänge zwischen ordinalskalierten Daten durch chi²-basierte Maßzahlen ausgedrückt werden oder warum – wie in Tabelle 19 – ein- und zweiseitige Signifikanzniveaus ganz ohne Aussagen darüber angegeben werden, was die Vermutung wohl inhaltlich bedeuten mag, eine Abweichung vom Kennwert der Nullhypothese sei nur in eine Richtung oder gleich in zwei Richtungen unwahrscheinlich. Auch fragt man sich, ob es denn keinerlei – und sei es explorativen – Anlass für multivariate Analysen gegeben habe. Doch das alles fällt nicht wirklich ins Gewicht.</p>
<p>Ausschlaggebend für das Urteil über diesen Band ist vielmehr der Reichtum und Nutzen des in ihm präsentierten Materials. Es wird in drei Kapiteln aufbereitet. &#8220;Formen und Eigenschaften der Interaktion mit Journalisten&#8221; (80-97) berichtet von der Häufigkeit von Kontakten zwischen Landtagsabgeordneten und Journalisten, von ihrer Intensität und Vertrautheit sowie von ihrer Zielorientierung und ihrem Nutzen. &#8220;Die Wirkung der Medien aus Sicht der MdL&#8221; (98-115) informiert über die Wirkung der Medienberichterstattung auf die Abgeordneten selbst sowie über deren Einschätzung von entsprechenden Wirkungen auf andere. &#8220;Die Bewertung der Medien durch die Abgeordneten&#8221; (116-131) bringt schließlich Urteile der Abgeordneten einesteils zur Medienberichterstattung selbst, andernteils zur Stellung der Medien im politischen Prozess. Die präsentierten Befunde – übersichtlich noch einmal auf den Seiten 132 bis 148 zusammengefasst – schreiben weitgehend schon Bekanntes fort oder differenzieren es aus, vermehren also unseren vor 20 Jahren noch recht dürftigen systematischen Wissensstand über diese wichtige Schnittstelle unseres politischen Systems. Doch insgesamt entsteht ein durchaus neu akzentuiertes Gesamtbild: &#8220;Vertrautheit ohne Vertrauen, kritische Distanz statt symbiotischer Nähe, Instrumentalisierung trotz gefühlter Abhängigkeit&#8221; (148) – so lässt sich das Ergebnis einleuchtend zusammenfassen.</p>
<p>Im Übrigen ist dieser Band eine typische Qualifikationsarbeit. Dies zeigt sich daran, dass mit einiger Liebe zum Detail auch noch die größeren systematischen Zusammenhänge des eigentlichen Themas ausgeleuchtet werden. Da findet sich ein instruktives, das Wesentliche auch für Lehrzwecke schön zusammenfassendes Kapitel über &#8220;Die Systeme Politik und Medien und ihre Akteure&#8221; (13-39), wo zum einen die unterschiedlichen Ausdeutungsmöglichkeiten des Verhältnisses zwischen Politikern und Journalisten, zum anderen die Interaktionsmodi und Konfliktpotenziale im &#8216;Handlungssystem aus Politikern und Journalisten&#8217; abgehandelt werden. Da findet sich ein nicht minder nützliches Kapitel über die &#8220;Bedingungen der Interaktion [zwischen Abgeordneten und Journalisten] auf Landesebene&#8221; (40-62), wo die Medienlandschaft der Bundesländer, die für parlamentarische Öffentlichkeitsarbeit wichtigen Merkmale ihrer politischen Systeme sowie ganz allgemein die Züge (landes-)politischer Medienberichterstattung erörtert werden.</p>
<p>Für Letzteres hätte es zwar den vorliegenden Band nicht gebraucht. Doch dieses Material ergänzt aufs Beste seinen wertvollen empirischen Ertrag. Wir hätten gerne mehr Magisterarbeiten dieser Art.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.nomos-shop.de/productview.aspx?product=11135" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/philosophische_fakultaet/ifpw/polsys/mitarbeiter/lehrstuhlinhaber" target="_blank">Webpräsenz von Werner J. Patzelt an der TU Dresden</a></li>
</ul>


<p>Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/3654' rel='bookmark' title='Permanent Link: Susanne Fengler; Bettina Vestring: Politikjournalismus'>Susanne Fengler; Bettina Vestring: Politikjournalismus</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/813' rel='bookmark' title='Permanent Link: Axel Kuhn: Vernetzte Medien'>Axel Kuhn: Vernetzte Medien</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/134' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland'>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rkm-journal.de/archives/557/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Michael Meyen; Nina Springer: Freie Journalisten in Deutschland</title>
		<link>http://www.rkm-journal.de/archives/134</link>
		<comments>http://www.rkm-journal.de/archives/134#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 13:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einzelrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Fachjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Freie]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[PR]]></category>
		<category><![CDATA[Profession]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rkm.lookingintomedia.com/?p=134</guid>
		<description><![CDATA[<em>Rezensiert von Siegfried Weischenberg</em>

<img class="alignleft size-full wp-image-713" title="meyen&#38;springer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/meyenspringer2009.jpg" alt="meyen&#38;springer2009" width="160" height="242" />Wie kann man in der Wissenschaft Aufmerksamkeit erregen, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, das eigentlich solide erforscht ist? Man baut einen Popanz auf und versucht, dessen Existenz wortreich abzusichern - auch wenn die eigene Studie dazu nicht so schrecklich viel hergibt. Im vorliegenden Fall wird der Entdeckungszusammenhang zur "Blackbox Freie" hochjazzt, wobei der Dortmunder Journalistik-Professor Horst Pöttker gleich im ersten Satz des Buches als Kronzeuge ("sträfliche Lücken") herhalten muss. Nachdem man den Forschungsstand - freilich auf recht schmaler (deutscher) Quellenbasis - geprüft hat, heißt es zwar etwas später, "ganz so schwarz" sei der "'Kasten' mit freien Journalisten dann doch nicht". Gleichwohl gibt die Metapher den Argumentations-Ton des ganzen, mitunter locker vom Hocker formulierten Buches vor – und das bekommt seiner Qualität, alles in allem genommen, nicht gut. <a href="http://www.rkm-journal.de/archives/134">[Mehr]</a>


Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/831' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums'>Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/463' rel='bookmark' title='Permanent Link: Stephan Weichert; Christian Zabel (Hrsg.): Die Alpha-Journalisten 2.0'>Stephan Weichert; Christian Zabel (Hrsg.): Die Alpha-Journalisten 2.0</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/642' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs'>Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Rezensiert von Siegfried Weischenberg</em></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-713" title="meyen&amp;springer2009" src="http://www.rkm-journal.de/wp-content/uploads/2009/07/meyenspringer2009.jpg" alt="meyen&amp;springer2009" width="160" height="242" />Wie kann man in der Wissenschaft Aufmerksamkeit erregen, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt, das eigentlich solide erforscht ist? Man baut einen Popanz auf und versucht, dessen Existenz wortreich abzusichern &#8211; auch wenn die eigene Studie dazu nicht so schrecklich viel hergibt. Im vorliegenden Fall wird der Entdeckungszusammenhang zur &#8220;Blackbox Freie&#8221; hochjazzt, wobei der Dortmunder Journalistik-Professor Horst Pöttker gleich im ersten Satz des Buches (9) als Kronzeuge (&#8220;sträfliche Lücken&#8221;) herhalten muss. Nachdem man den Forschungsstand &#8211; freilich auf recht schmaler (deutscher) Quellenbasis &#8211; geprüft hat, heißt es zwar etwas später, &#8220;ganz so schwarz&#8221; sei der &#8220;&#8216;Kasten&#8217; mit freien Journalisten dann doch nicht&#8221; (21). Gleichwohl gibt die Metapher den Argumentations-Ton des ganzen, mitunter locker vom Hocker formulierten Buches vor – und das bekommt seiner Qualität, alles in allem genommen, nicht gut.</p>
<p>Worum geht es überhaupt? 2005 wurde eine Replikation der Studie zum &#8220;Journalismus in Deutschland&#8221; (JouriD) durchgeführt, die auf der Basis einer mehrstufigen, präzisen Definition von journalistischen Akteuren beruhte. Im internationalen Vergleich wurde das Untersuchungsobjekt Journalismus dabei weit gefasst und eben nicht, wie die Autoren hier behaupten, &#8220;vergleichsweise rigide definiert&#8221; (18). Und: Im Unterschied zu anderen repräsentativen Studien gehörten die freien Journalisten mit zur Grundgesamtheit.</p>
<p>Wie bei Professionsstudien üblich, wurde als Kriterium für die Auswahl der Befragten &#8216;Hauptberuflichkeit&#8217; zugrundegelegt – übrigens sogar großzügiger definiert als bei der ersten Untersuchung 1993. Dennoch setzten direkt nach der Veröffentlichung heftige Diskussionen über die &#8216;Realitätsnähe&#8217; der Befunde ein, denn diese hatten innerhalb der zwölf Jahre eine Reduzierung der Freien von 18.000 auf 12.000 Personen zutage gefördert. Zentraler Vorwurf: Der (freie) Journalismus habe sich verändert und dem müsse die Wissenschaft mit ihren Kriterien Rechnung tragen. Dass die Betroffenen, die ihren Presseausweis lieben, und ihre Verbände, die um ihre Mitgliedszahlen fürchten, so argumentieren, ist nachvollziehbar; dass ihnen Wissenschaftler dabei geflissentlich zur Seite stehen, weniger.</p>
<p>Selbstverständlich aber lassen repräsentative Studien Raum für weitere (aber: eher qualitative) Forschung. Im vorliegenden Falle also die genauere Beschäftigung mit den (neuen?) Grenzgängern des Journalismus, ihren Merkmalen und Einstellungen, und insbesondere mit dem prekären Verhältnis von Journalismus und Public Relations in Fällen, wo Personen in beiden Feldern unterwegs sind. Im Wesentlichen handelt es sich hier jedoch um eine Online-Befragung von Mitgliedern des <a href="http://www.dfjv.de/" target="_blank">Deutschen Fachjournalisten-Verbandes (DFJV)</a>, der auch das Geld gegeben hat. Aus seiner Kartei wurden 6.330 Personen angemailt; 1.543 Interviews (Dauer: rund zehn Minuten) waren verwertbar.</p>
<p>Welche Merkmale die Grundgesamtheit hat und wie sie von der Stichprobe abgebildet werden, weiß man so natürlich nicht. Deshalb macht es wenig Sinn, wenn die Autoren dann ziemliche Verrenkungen hinsichtlich der &#8220;eingeschränkten Repräsentativität&#8221; ihres Reports unternehmen (37f.). Gravierender aber ist, dass ausgerechnet der DFJV als Repräsentant des &#8216;freien Journalismus&#8217; erscheinen soll, was nirgendwo im Buch hinreichend problematisiert wird; dass &#8216;Fachjournalismus&#8217; und Public Relations schon definitorisch schwer zu trennen sind, dürfte sich doch herumgesprochen haben. Vor allem aber: An keiner Stelle wird die Gruppe der &#8216;nebenberuflichen Journalisten&#8217; genauer definiert – also jene, die sich tatsächlich in einer &#8216;Blackbox&#8217; befinden, während alle anderen, die hier vorkommen (&#8220;Bauchladen-Journalisten&#8221;, &#8220;Pauschalisten oder Feste Freie&#8221; und &#8220;Journalisten in Redaktionsbüros&#8221; [17]) und generell alle Hauptberuflichen vom Radar der JouriD-Kriterien prinzipiell erfasst wurden. 12 Prozent schieden 2005 als &#8216;Nebenberufler&#8217; aus der Stichprobe aus (1993: nur 4 Prozent). Sich dieser Gruppe anzunehmen, wäre lohnenswert gewesen, um die Grenzen genauer zu bestimmen und die &#8216;neue Professionalität&#8217; fassbar zu machen.</p>
<p>Dies gelingt in diesem Buch dann kursorisch durch Einsichten aus Tiefeninterviews mit 48 Journalisten und 34 Journalistinnen; sie beruhen zu einem wesentlichen Teil auf Seminarprodukten, die nach dem Verfahren der, so die Autoren, &#8220;theoretischen Sättigung&#8221; (46) gezielt ergänzt wurden. Hier lernen wir einige Dinge, die standardisierte, repräsentative Befragungen nicht in dieser Prägnanz leisten können. Dass es sich dabei nicht um Personen aus der &#8216;Blackbox&#8217; handelt, muss freilich allein aufgrund der Merkmale der Befragten, die durchweg auf hauptberuflichen Journalismus deuten (45), vermutet werden.</p>
<p>Ein weiterer Widerspruch ist den Autoren in diesem Zusammenhang offenbar gar nicht aufgefallen: Sie attackieren den JouriD-Befund, wonach sich fast alle Befragten dem Ideal des Informationsjournalismus verpflichtet fühlten, mit Alltagserfahrung (&#8220;ein Blick in die Medienangebote Tag für Tag&#8221; [36]). Doch die eigenen Daten zum Selbstverständnis der freien Journalisten liefern kein anderes Bild (97), müssen gleichwohl als Basis für eine karg erläuterte Clusteranalyse herhalten – nachdem vorher so fulminant für qualitative Methoden gestritten wurde. Sorgt man so für helles Licht, wie am Ende (149) behauptet wird? Oder zeigen nicht gerade die angebotenen Typologien, die aus den Daten synthetisiert wurden, dass man statt Erleuchtung doch eher einen Eiertanz aufgeführt hat? Und dabei ist dann so einiges durcheinander geraten, wie die Autoren beim letzten Typ des &#8220;Grenzgängers&#8221; wohl selbst gespürt haben: &#8220;Streng genommen&#8221;, so schreiben sie, &#8220;gehören die Befragten, die diesem Typ zugeordnet wurden, nicht mehr in ein Buch über freie Journalisten.&#8221; (144)</p>
<p>Streng genommen wird man zum wissenschaftlichen Grenzgänger, wenn man so unkritisch mit dem Verhältnis von Journalismus und PR umgeht, wie es hier geschieht (z. B. 68), wenn man offenbar völlig übersieht, dass der Journalismus eine normative Basis hat, wenn man Leute, die sich um unsere Kommunikationsverhältnisse Gedanken machen, als &#8220;Ordnungshüter&#8221; verulkt (28), wenn man die prekären Beschäftigungsverhältnisse vieler Freier schönredet – und wenn man sich bei seinem Sponsor mit der netten Geste bedankt, einen Befragten (technischer Redakteur, Mitte 40) zu Wort kommen zu lassen, der die Ethikregeln des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes ausdrücklich lobt (95). Und damit sollte man den schwarzen Kasten wieder zumachen.</p>
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641562&amp;WKorbUID=34969366&amp;TITZIF=2278&amp;be=&amp;uBe=" target="_blank">Verlagsinformationen zum Buch</a></li>
<li><a href="http://www.wiso.uni-hamburg.de/index.php?id=1347" target="_blank">Webpräsenz von Siegfried Weischenberg an der Universität Hamburg</a></li>
<li><a href="http://home.ifkw.lmu.de/~mmeyen/index.html" target="_blank">Webpräsenz des Lehrbereichs von Michael Meyen an der LMU München</a></li>
</ul>


<p>Related posts:<ol><li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/831' rel='bookmark' title='Permanent Link: Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums'>Michael Meyen; Claudia Riesmeyer: Diktatur des Publikums</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/463' rel='bookmark' title='Permanent Link: Stephan Weichert; Christian Zabel (Hrsg.): Die Alpha-Journalisten 2.0'>Stephan Weichert; Christian Zabel (Hrsg.): Die Alpha-Journalisten 2.0</a></li>
<li><a href='http://www.rkm-journal.de/archives/642' rel='bookmark' title='Permanent Link: Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs'>Wolfgang Donsbach et al.: Entzauberung eines Berufs</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rkm-journal.de/archives/134/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
