Sammelrezension
Medienwissenschaftliche Fachzeitschriften in Deutschland
Lorenz Engel; Bernhard Siegert (Hrsg.): Zeitschrift für Medien- und Kulturforschung. Heft 0 (2009), Schwerpunkt: Angst. Hamburg [Felix Meiner Verlag], 208 Seiten, 28,– Euro.
Gesellschaft für Medienwissenschaft (Hrsg.): Zeitschrift für Medienwissenschaft. Heft 1 (2009), Schwerpunkt: Motive. Berlin [Akademie Verlag], 144 Seiten, 29,80 Euro.
Rezensiert von Frank Kessler
Wenn die Gründung von Fachzeitschriften als Indiz dafür gewertet werden kann, dass ein Wissenschaftszweig sich etabliert hat, so ist die deutschsprachige Medienwissenschaft zum Ende des Jahres 2009 im Prozess ihrer Institutionalisierung einen wichtigen Schritt vorangekommen. Gleich zwei Periodika werden von 2010 an halbjährlich in renommierten Verlagen erscheinen und der kulturwissenschaftlich (im Unterschied zur kommunikations- und publizistik-wissenschaftlich) orientierten Medienforschung ein Forum bieten. Wie aber nun hält man es – um es in den Worten einer in Deutschland ebenso beliebten wie letztlich unproduktiven Gretchenfrage zu formulieren – mit dem “Medienbegriff” in diesen Publikationen? Oder anders gefragt: Welche Gegenstandsbereiche werden in den hier veröffentlichten Beiträgen behandelt? [Mehr]
Wegweiser in den Journalismus
Jürg Häusermann: Schreiben. Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 1. Konstanz [UVK] 2008, 139 Seiten, 14,90 Euro.
Christoph Fasel: Textsorten. Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 2. Konstanz [UVK] 2008, 142 Seiten, 14,90 Euro.
Gabriele Goderbauer-Marchner: Journalist werden! Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 3. Konstanz [UVK] 2009, 139 Seiten, 14,90 Euro.
Barbara Scheiter: Themen finden. Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 4. Konstanz [UVK] 2009, 132 Seiten, 14,90 Euro.
Horst Werner: Fernsehen machen. Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 5. Konstanz [UVK] 2009, 143 Seiten, 14,90 Euro.
Christian Thiele: Interviews führen. Reihe: Wegweiser Journalismus, Band 6. Konstanz [UVK] 2009, 142 Seiten, 14,90 Euro.
Rezensiert von Gabriele Bartelt-Kircher
Die Reihe Wegweiser Journalismus, herausgegeben von Christoph Fasel, eröffnet Jürg Häusermann mit einem aktualisierten und didaktisch bearbeiteten Auszug seines zum Klassiker der Journalistenausbildung gediehenen Journalistisches Texten. Titel des Bands 1 der Wegweiser-Reihe ist schlicht Schreiben. Das Buch hilft Anfängern mit zahlreichen Text-Beispielen. Sie sind erfreulich aktuell ausgewählt und für ein jüngeres interessiertes Publikum deshalb leichter verständlich. Da es auch um das Entwickeln eines eigenen Schreibstils geht, sind die Argumente für Verständlichkeit leichter zu akzeptieren. Ein allzu selbstverliebter Schreibfluss, den gerade Anfänger im Journalismus versuchen zu behaupten, wird hier immer wieder auf Verständlichkeit geprüft. Jürg Häusermanns Stärke ist es, mit seinen Tipps zum Portionieren, Verdichten und Beleben dem Autor zu helfen, seine Texte selbst auf Verständlichkeit zu prüfen. Testaufgaben überprüfen den Lernerfolg. [Mehr]
Metasprache oder Metabilder? W. J. T. Mitchell zu den Medien der Bildtheorie
W. J. T. Mitchell: Bildtheorie. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Gustav Frank, aus dem Englischen übersetzt von Heinz Jatho. Frankfurt am Main [Suhrkamp Verlag] 2008, 497 Seiten, 32,80 Euro.
W. J. T. Mitchell: Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur. Aus dem Englischen von Achim Eschbach, Anna-Victoria Eschbach und Mark Halawa. beck'sche Reihe, Band 1860. München [C.H. Beck] 2008, 263 Seiten, 16,95 Euro.
Rezensiert von Arno Schubbach

Die Frage nach dem Bild hat seit der Proklamation des “pictorial” oder “iconic turn” durch W. J. T. Mitchell und Gottfried Boehm einiges Aufsehen erregt. Trotz der Prominenz von Mitchells Formulierung waren im Deutschen bislang nur einige wenige Aufsätze und keines der einflussreichen Bücher des in Chicago lehrenden Literatur- und Kunstwissenschaftlers verfügbar. Zwei Bände aus dem Jahre 2008 schaffen nun Abhilfe: die von Gustav Frank bei Suhrkamp herausgegebene Bildtheorie sowie der von C. H. Beck verlegte Band Das Leben der Bilder. Eine Theorie der visuellen Kultur. [Mehr]
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