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Roger Blum; Heinz Bonfadelli; Kurt Imhof; Otfried Jarren (Hrsg.): Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation

Einzelrezension | 3. Februar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Roger Blum; Heinz Bonfadelli; Kurt Imhof; Otfried Jarren (Hrsg.): Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation. Vergangenheit und Zukunft der Qualitätsmedien. Wiesbaden [VS Verlag], 2011, 260 Seiten, 34,95 Euro.

Rezensiert von Klaus Kamps

Ein zentrales Leitbild der Kommunikationswissenschaft dürfte zweifellos sein, dass (freie) Medien ein Wesensmerkmal demokratischer Kultur sind. Die Medien als Träger und Spiegelbild einer ‘öffentlichen Meinung’, als gesellschaftliches Kritik- und Kontrollorgan finden sich dann in vielen normativen wie normsetzenden Überlegungen wieder – in der Bundesrepublik z. B. prominent platziert im Spiegel-Urteil des Bundesverfassungs- gerichts 1966. Freilich greift die Rede von den Medien offenkundig zu kurz, da bedarf es kaum eines Blicks in den Zeitungskiosk oder auf die Programmangebote der Fernsehsender. Die ‘Mediengesellschaft’, wie sie gerne apostrophiert wird, kommt gelegentlich merkwürdig daher, vor allem aber recht differenziert. Wenn dann eine wie auch immer konkretisierte ‘politische’ Rolle von Medien in den Blick gerät, taucht häufig die Idee der Qualitätsmedien auf. [Mehr]

Werner Telesko: Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien

Einzelrezension | 28. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Werner Telesko: Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien. Wien, Köln, Weimar [Böhlau / UTB 3392] 2010. 336 Seiten, 24,90 Euro.

Rezensiert von Clemens Zimmermann

Werner Teleskos Das 19. Jahrhundert. Eine Epoche und ihre Medien ist als Einführung und Epochenüberblick zu verstehen. Es enthält zahlreiche und gut ausgewählte Hinweise auf die einschlägige Forschungsliteratur und hat weniger methodisch-reflexiven als vielmehr darstellenden Charakter. Die insgesamt 46 Abbildungen sind adäquat ausgesucht und bilden mit den jeweiligen Textabschnitten einen sinnvollen Zusammenhang. Dem Haupttitel gemäß wird in der Einleitung der Epochencharakter des ‘langen’ 19. Jahrhunderts (bis 1917) begründet. [Mehr]

Michael Schramm: Der unterhaltsame Gott

Einzelrezension | 24. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Michael Schramm: Der unterhaltsame Gott. Theologie populärer Filme. Paderborn [Ferdinand Schöningh], 2. erweiterte und aktualisierte Auflage 2011, 200 Seiten, 22,90 EUR.

Rezensiert von Ingo Reuter

In seinem nach 2008 nun in zweiter, erweiterter Auflage erschienenen Buch über Religion in populären Filmen erschließt Michael Schramm Filme wie Star Wars, Avatar, Signs, Der Herr der Ringe u.a. unter theologischem Blickwinkel. Dabei werden die Filme nach unterschiedlichen theologischen Themenfeldern geordnet auch mehrfach in den Blick genommen. Die Zugänge “Film und Religion”, “Die Suche nach der Wahrheit des Universums”, “Der Auftritt des Jesus von Nazareth”, “Der Gott des Christentums”, “Gott und die Übel der Welt”, “Gibt es ein Leben nach dem Tod?” erschließen aus je eigener hermeneutischer Zuspitzung die entsprechenden theologischen Aspekte der Filme. Schramm bringt dabei instruktiv sowohl historisch-exegetische Fragen als auch dogmatische Formulierungen der Tradition ins Spiel. [Mehr]

Anna-Katharina Lienau: Gebete im Internet

Einzelrezension | 20. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Anna-Katharina Lienau: Gebete im Internet. Eine praktisch-theologische Untersuchung. Reihe: Studien zur Christlichen Publizistik, Band 17. Erlangen [Christliche Publizistik Verlag] 2009, 542 Seiten, 25,- Euro.

Rezensiert von Thomas Ruster

Längst gibt es im Internet – und darauf hinzuweisen ist bereits ein Verdienst dieses Buches – Gebets-Seiten, die von vielen Menschen genutzt werden. Internet-Gebetsgemeinschaften sind entstanden, die in vielem an frühere Formen des gemeinschaftlichen Gebets erinnern und doch nach Maßgabe des verwendeten Mediums neue Gestalten des Betens hervorbringen. Insoweit das Gebet ein Grundvollzug des Glaubens und damit auch von Kirche ist, ist demgemäß von einer Art ‘Internet-Kirche’ zu reden, die sich längst gebildet hat und die nun noch hinsichtlich ihrer Form und ihres Gehaltes zu analysieren bleibt. Dieser Aufgabe, die angesichts der großen Bedeutung der internetbasierten Kommunikation zweifellos eine der am meisten zukunftsweisenden für die kirchliche Praxis ist, nimmt sich die vorliegende Arbeit an, die an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster als Dissertation bei Christian Grethlein entstanden ist. [Mehr]

Fabian Hintzler: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung

Einzelrezension | 16. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Fabian Hintzler: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung: Durch neue Strukturen zu mehr Qualität?. Reihe: Medienwissenschaften, Band 19. Marburg [Tectum Wissenschaftsverlag] 2011, 124 Seiten, 24,90 Euro.

Rezensiert von Gesa Schölgens

Im Jahr 2007 machte die Münstersche Zeitung (MZ) mit einer bis dahin nie da gewesenen Aktion auf sich aufmerksam: Beinahe die gesamte Lokalredaktion wurde im Laufe eines Wochenendes ohne Vorwarnung ausgetauscht. Das Verlagshaus Lensing begründete diesen gravierenden Schritt auf dem Zeitungsmarkt mit dem “unterirdischen Qualitätsniveau”. In seinem Buch untersucht Fabian Hintzler, ob sich die Qualität der MZ seit dem personellen und strukturellen Umbruch tatsächlich verändert hat – eine nicht nur für Zeitungswissenschaftler spannende Thematik. Die Zukunft der regionalen Tageszeitung ist die Abschlussarbeit des Kommunikationswissenschaftlers an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster. [Mehr]

Wolfgang Lanzenberger; Michael Müller: Unternehmensfilme drehen

Einzelrezension | 12. Januar 2012 | Redaktion | 1 Kommentar »
Wolfgang Lanzenberger; Michael Müller: Unternehmensfilme drehen. Business Movies im digitalen Zeitalter. Reihe: Praxis Film, Band 54. Konstanz [UVK] 2010, 302 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Detlev Dirkers

Einige Zeit schien es, als ob der Film als Medium im Handwerkskasten der Unternehmenskommunikation zu verstauben drohte. Schwerfällige Imagefilme und Produktdokumentationen, von denen es leider immer noch viele gibt, erreichten und erreichen ihre Zielgruppen immer weniger. Gefragt waren stattdessen schnelle Medien, die wie der Internetauftritt Modernität und Aktualität demonstrierten. Ein Imagefilm musste allein schon wegen der Kosten mehrere Jahre “halten”. Das hatte zur Folge, dass sich so manche Drehbücher mit Oberflächlichkeiten begnügten, um eine Weile zeitlos bestehen zu können. Seit einigen Jahren, eigentlich erst seit kurzer Zeit, setzt sich ein neues, leichteres und jüngeres Selbstverständnis für das Thema Unternehmensfilm, oder vielleicht besser und treffender als “Business Movie” bezeichnet, durch. Das ist gut so, denn das Medium Film hat eine große Zukunft. [Mehr]

Harald Gapski (Hrsg.): Jenseits der digitalen Spaltung

Einzelrezension | 9. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Harald Gapski (Hrsg.): Jenseits der digitalen Spaltung. Gründe und Motive zur Nichtnutzung von Computer und Internet. Schriftenreihe Medienkompetenz des Landes Nordrhein-Westfalen, Band 9. München, Düsseldorf [kopaed] 2009, 128 Seiten, 14,80 Euro.

Rezensiert von Juliane Kirchner

51,7 Millionen Erwachsene in Deutschland sind mittlerweile zumindest gelegentlich online – damit hat sich die Zahl der Onliner in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt (vgl. Eimeren/Frees 2011: 334). Die Debatte um die These der “Digitalen Spaltung” scheint somit auf den ersten Blick an Brisanz zu verlieren. Zur Erinnerung: Seit Anfang des Jahrtausends wird anhaltend über eine ungleiche Verfügbarkeit und Nutzung von Informations- und Kommunikations- technologien diskutiert und inwiefern dies zum Nachteil für die Nichtnutzer erwachsen könne. Doch ist tatsächlich “ein Ende des digitalen Grabens in Sicht”? Noch immer sind 26,7 Prozent der deutschen Bevölkerung Nichtnutzer der Onlineangebote und stellen damit weiterhin eine quantitativ starke Gruppe dar (vgl. ebd.). In diesem Kontext beschäftigt sich der vorliegende Sammelband mit Beobachtungen und Reflexionen zur digitalen Spaltung mit besonderem Fokus auf die sogenannten Offliner. [Mehr]

Frank Bösch: Mediengeschichte

Einzelrezension | 5. Januar 2012 | Redaktion | Keine Kommentare »
Frank Bösch: Mediengeschichte. Vom asiatischen Buchdruck zum Fernsehen. Reihe: Historische Einführungen, Band 10. Frankfurt/New York [Campus Verlag] 2011. 268 Seiten. 18,90 Euro.

Rezensiert von Philomen Schönhagen

Dem Historiker Frank Bösch ist mit dem vorliegenden Band ein kompakter und gut lesbarer Überblick über die Medien- geschichte von der Erfindung des Buchdrucks in Asien bis zum Fernsehen der Nachkriegszeit gelungen. Dabei stützt er sich kenntnisreich auf Literatur nicht nur aus den Geschichts- wissenschaften, sondern bezieht ebenso kommunikations- und medien- wissenschaftliche Erkenntnisse mit ein. Das Buch ist gut geschrieben, Marginalien und ein Stichwortverzeichnis erleichtern zudem die Orientierung. Offenbar wurde dem Band auch ein sorgfältiges Lektorat zuteil – es finden sich fast keine Tippfehler und sprachlichen Mängel, was ja mittlerweile (leider) eine bemerkenswerte Seltenheit ist. [Mehr]

Natalie Hofer; Viktoria Radler; Katharina Bermoser: Wahrnehmung und Wirkung von TV-Spots

Einzelrezension | 30. Dezember 2011 | Redaktion | 1 Kommentar »
Natalie Hofer; Viktoria Radler; Katharina Bermoser: Wahrnehmung und Wirkung von TV-Spots. Eine Blickregistrierungsstudie. Reihe: Empirische Marketingforschung, Band 21. Wien [Facultas] 2010, 270 Seiten, 29,90 Euro.

Rezensiert von Katharina Lobinger

TV-Werbung erlaubt durch ihren multimodalen Charakter vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Es stellt sich jedoch die Frage, ob die teils äußerst kreativen Konfigurationen aus Ton, Bild und Text in Werbebotschaften auch tatsächlich ihren gewünschten Wirkungseffekt erzielen. Dieses Problem, das sowohl für die Werbewirkungs- forschung als auch für die Werbepraxis von hoher Relevanz ist, stellt den Ausgangspunkt dieses Buches dar. Ziel ist es, zu erheben, welchen Einfluss unterschiedliche Markenplatzierungs- strategien in TV-Spots auf das Blickverhalten der Rezipienten und Rezipientinnen haben. Konkret geht es also darum, ob der Zeitpunkt und die Dauer der Einblendung der Marke in TV-Spots auch zu unterschiedlichen Rezeptionsweisen und in der Folge zu unterschiedlichen Erinnerungswerten führen. [Mehr]

Bernhard Irrgang: Internetethik

Einzelrezension | 28. Dezember 2011 | Redaktion | Keine Kommentare »
Bernhard Irrgang: Internetethik. Philosophische Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalter. Würzburg [Königshausen & Neumann] 2011, 264 Seiten, 36,- Euro.

Rezensiert von Ricarda Drüeke

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Medienethik, in der die Notwendigkeit ethischer Reflexionen der Auswirkungen von Medien erörtert wird, gibt es bereits seit einigen Jahren. Ein relativ neues wissenschaftliches Feld hingegen ist die Internetethik. Gleichwohl erscheint sie angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Durchdringung mit Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere des Internets, notwendiger denn je. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang nimmt sich in seiner neuesten Monographie Internetethik. Philosophische Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalter dieses aktuell diskutierten Feldes an. Die Internetethik sei eigentlich, so Irrgang, ein “dynamisches Randgebiet” der Medienethik, dazu kämen jedoch eigene ethisch relevante Probleme. Diese kreisen insbesondere um Aspekte wie Unterhaltung, Neuartigkeit und Sensation. Die philosophischen Versuche zur Kommunikationskultur im Informationszeitalter umfassen fünf Kapitel, die eine umfassende Diskussion verschiedener Bereiche, wie z. B. eine Auseinandersetzung mit der technischen Basis des Internets bis hin zum Internet der Dinge, bieten. Die Auswahl der behandelten Themen orientiert sich an aktuell diskutierten Aspekten des Internets. [Mehr]

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