Klassiker
Johann Gustav Droysen – Ein Historiker als Klassiker der Kommunikations- und Medienwissenschaften
Johann Gustav Droysen: Historik. Teilband 2.1: Texte im Umkreis der Historik. Unter Berücksichtigung der Vorarbeiten von Peter Leyh nach den Erstdrucken und Handschriften herausgegeben von Horst Walter Blanke. Stuttgart-Bad Cannstatt [Frommann-Holzboog] 2007.
Johann Gustav Droysen: Historik. Teilband 2.2: Texte im Umkreis der Historik. Unter Berücksichtigung der Vorarbeiten von Peter Leyh nach den Erstdrucken und Handschriften herausgegeben von Horst Walter Blanke. Stuttgart-Bad Cannstatt [Frommann-Holzboog] 2007.
Johann Gustav Droysen: Historik. Supplement. Droysen-Bibliographie. Herausgegeben von Horst Walter Blanke. Stuttgart-Bad Cannstatt [Frommann-Holzboog] 2008.
Früher erschienen: Johann Gustav Droysen: Historik. Band 1: Rekonstruktion der ersten vollständigen Fassung der Vorlesungen (1857), Grundriß der Historik in der ersten handschriftlichen (1857/1858) und in der letzten gedruckten Fassung (1882). Historisch-kritische Ausgabe von Peter Leyh. Stuttgart-Bad Cannstatt [Frommann-Holzboog] 1977.
Wiedergelesen von Horst Pöttker
Wer es sich leisten kann und eine gut ausgestattete geschichtswissen- schaftliche Bibliothek sein Eigen nennen möchte, erwirbt drei 2007 und 2008 erschienene Teilergebnisse eines in jeder Beziehung außergewöhnlichen Editionsprojekts. Es ist dem wichtigsten Werk eines nicht weniger außergewöhn-lichen Gelehrten des 19. Jahrhunderts gewidmet, welcher auch für die Kommunikations- und Medienwissen-schaften als Klassiker gelten kann. Den gilt es freilich noch zu entdecken. Johann Gustav Droysen (1808–1884), Geschichtsprofessor an den Universitäten Kiel, Jena und Berlin, hat seine Historik-Vorlesung zwischen dem Sommersemester 1857 und dem Wintersemester 1882/83 insgesamt 17 Mal gehalten, wobei er das von ihm selbst nur in Form eines Grundrisses publizierte Manuskript immer wieder überarbeitet hat. [Mehr]
“Nur dem, der das Glück verachtet, wird Erkenntnis”
Claude E. Shannon; Warren Weaver: The Mathematical Theory of Communication. Urbana [University of Illinois Press] 1949, 144 Seiten.
Wiedergelesen von Jens Loenhoff
Was von Georg Trakl ernst gemeint aufs Leben bezogen, schien für Kommunikations- und Sprachwissenschaft lange nicht zu gelten, leistete diese sich doch das Glück der Entlastung vom Komplexen. Dazu verhalf ein Buch, das wie kaum ein anderes in den zuständigen Disziplinen Geschichte machte: The Mathematical Theory of Communication von Claude E. Shannon und Warren Weaver. An keiner naturwissenschaftlichen Theorie haben sich die Sozialwissenschaften nach dem zweiten Weltkrieg so stark orientiert, keine Theorie ist so sehr auf beliebige Gegenstände verallgemeinert und so ausgiebig popularisiert worden. Noch in einem 1956 erschienenen Artikel bekräftigt Claude E. Shannon seine Warnung, den Informationsbegriff nicht auf interpersonelle Kommunikation zu übertragen, doch diese Mahnung verhallte, wie wir heute wissen, ungehört – auch und gerade dort, wo man es hätte besser wissen können. [Mehr]
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