Schwerpunkt Januar 2017: Ein Leben für das Wort – Medienbiographien

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Vorgestellt von Martin Gehr

Ein Wissenschaftler führt eine Studie durch. Dabei liest er Unmengen an Literatur, macht Experimente und wertet Daten aus. Im ganz normalen Leben beobachten, experimentieren, studieren und lernen wir auch. Nur eben nicht so gezielt. Wenn jemand eine Autobiographie schreibt, ist das in der Regel eine (vorläufige) Bilanz. Und eine Bilanz präsentiert ein Ergebnis. Zu welchem Ergebnis sind die Medienmenschen Peter Rothenbühler, Reinhold Neven Du Mont, Wolf Schneider und Rudolf Augstein gekommen?

Dieser und anderen Fragen gehen die Rezensenten für das rkm-Journal im Januar 2017 nach: Unter dem Titel Ein Leben für das Wort präsentieren und begutachten wir vier aktuelle Biographien von oder über Menschen, die den Journalismus, die journalistische Ausbildung bzw. die Medien geprägt haben.

Für viele Medienmenschen ist das Leben eine Bühne. Wir untersuchen, welche Akte ihres Lebens sie erzählen und in welcher Kulisse diese spielen. Wir prüfen das Verhältnis der Schilderungen zwischen Beruf und Privatleben: Gewähren die Autoren einen Einblick in ihr Dasein außerhalb des Schreibtisches? Und wo liegt der Unterschied zwischen dem in der Öffentlichkeit präsenten ,Promi‘ und der Person im vertraulichen Umfeld? Was geben ihre Erzählungen über die Medienbranche preis? Und welche Absicht verfolgen die Autoren mit ihrer Publikation: Ist es der Versuch, eine ,Heiligen-Legende‘ zu schaffen, eine Abrechnung, ein Protokoll? Oder das Verlangen, den Weg, der ihr Ziel war, in die literarische Atmosphäre eines Romans zu kleiden?

Eins kann jetzt schon konstatiert werden: Es gibt Menschen, die ihre Autobiographie veröffentlichen, weil sie bekannt sind. Andere, damit sie bekannt werden. Manche, weil sie etwas zu sagen haben. Andere, weil genau das bislang nicht der Fall war. Für die folgenden vier Autoritäten gilt Letzteres in keiner Weise. Denn sie führten beispielhaft ein Leben für das Wort:

Veröffentlicht unter Aus der Redaktion
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